Hallo,
da in letzter Zeit immer wieder Berichte über Inklusion die Runde machen dachte ich vieleicht würde es Sie Interesieren was wirchlich im Altag passiert wenn Eltern von Kinder mit Behinderung vesuchen die Kinder in Regelschulen unterzubringen.
Mein Sohn ist Asperger Autist und hat zwei syrix im Zentralesnervensystem die ihn aber nur Finemotorisch etwas behindern. Er wurde zum letzten Schuljahr eingeschult.Zuerst sollte er nach Münster in die Schule:Abholzeit 06:30 Zuruck von der Schule bei guten Verkehrsbedingungen Ca. 16:00. Dies fanden wir auf jeden fall doch zu lange für ein 7 Jahre altes Kind. Also suchten wir nach einer Alternativen Schule in der Nähe. Natürlich wollte keine Regelschule in der nähe ihn nehmem . Wir haben aber eine Förderschule zum Schluß doch noch gefunden.
Erste Hürde!!!!!!
Nächstes Problem Intergrationshelfer suchen wärend die Ferien. Dieser muß aber auch von Jaden akzseptiert werden. Wir fanden einen I Hefer der bei einem vom Regierungbezirk Münster anerkantem Insitut arbeitet. Jaden kommt super mit ihm zurecht.
Zweiter Hürde!!!!!!
Antrag auf Kostenübernahme beim Jugendamt Coesfeld gestellt. Unterlagen
zusammen getragen und vorgelegt. Wochenlang keine Reaktion. Schulanfang steht vor der Tür. Monate später immer noch keine Zusage vom Jugendamt Coesfeld. Kosten für den I Helfer müssen von uns vorgesterkt werden Ca.4500€ Endlich ein Gespräch mit dem Stellvertretendem Jugenamtsleiter, Akte durchgelesen Zusage das alles übernommen und zurück gezahlt wird .Toll endlich jemand der was entscheiden kann. Oopps zu früh gefreut
Der Stellvertretende Jugenamtsleiter hat ein Tag später festgestellt, das Jaden durch seine Syrix merhfachbehindert ist und dafür sei nicht das Jugendamt sondern das Sozialamt Frau Vogt zuständig.
Was nun!!!!!
Aller größte Hürde das Sozialamt Frau Vogt
Alles fängt wieder von vorne an, Antrag stellung etc. obwohl alle Unterlagen zwei Türen weiter zu verfügung stehen. Größtes Problem die Machthungrie Dame vom Sozialamt will nicht die Zusage vom Stellvertretenden Jugenamts leiter Akzeptieren, auch nicht das der I Helfer von einem vom Regierungbezirk Münster anerkantem Insitut kommt. Er soll seine Qualifikationen vorlegen, es geht naturlich um die höhe der Bezahlung.
Jetzt bekommt er 12,00€ statt wie vereinbart und schon für vier Monate bezahlte 25€ pro stunde. Nun stehen wir wieder vor dem gleichen Problem wie zu Anfang seiner Schulzeit, das wir wieder sehr viel geld selber zahlen müssen, damit der I Helfer bleiben kann. Auf die Frage hin, an die Sachbeabeiterin Frau Vogt vom Sozialamt wie soll Jaden ohne seinen I Helfer in die Schule?
kam die Antwort "keine ahnung das ist nicht mein problem". Der I Helfer wird jetzt mit € 12 pro Stunde übernomen er bekommt aber €25 die Stunde das heißt über die hälft selber irgendwie aufbringen. Selbst der vermindete Betrag von €12 wird erst nach mehreren Mahnungen an das Institut gezahlt. Bis heute ist noch keine Zahlung für Januar eingegangen.
Der I Helfer ist bis zum 28.02.2013 genehmigt. Wir haben vom I Helfer am 27.02.2013 erfahren, das er ab dem 01.03.2013 er nicht mehr für Jaden während die Schulzeit zuständig ist. Dies wurde offensichtlich von der Frau Vogt im Sozialamt ohne rücksprache mit uns so entschieden. Wie sie sich vieleicht vorstellen können ist so ein abrupter Wechsel für einen Autist nicht tragbar..
Hallo Elfriede, Gerd, Anne und wer auch immer unter dem Account Elfriede B. schreibt!
Wir haben ein offenes Forum, wo jeder gerne mitlesen und sich Informationen ziehen kann. Zum Schutz unserer User kann man aber nur schreiben, wenn man einen account hat. Es versteht sich, dass jeder User auch seinen eigenen account hat.
Momentan gewinne ich immer mehr das Gefühl, das unter dem account Elfriede B. mehrere User Informationen einstellen. Das macht es nicht gerade einfach, den einzelnen Beiträgen zu folgen. Die Beiträge unter Elfriede B. werden des öfteren mit verschiedenen Namensangaben unterschrieben.
Vielleicht wäre es nicht verkehrt, wenn die einzelnen User des accounts Elfriede B. sich auch dementsprechend anmelden. Dann könnte man auch dem jeweiligen User antworten. Als Moderatorin verliere ich momentan den Überblick, wem man jetzt eigentlich anworten würde:
Hallo Kirsten
Mein Name ist Annegret Elfriede Reinke geb. Baumann. Selbstverständlich hast du Recht, ich schreibe dann nur noch unter Elfriede B. Und mein Mann wird sich separat anmelden.
Könnte es sein, dass die angegebene Email Adresse einen Tippfehler enthält? Wendet euch bitte an den Administrator Volker, er kann gegebenfalls weiter helfen. Die Email läuft ja automatisch nach Registrierung aus dem System.
Hallo
Kann hier jemand Auskunft geben welche Rechte Autisten die im GU bescashult werden im Bezug auf Schulbegleitung haben?
Dem Sohn einer Bekannten hat das Amt für Eingliederungshilfe den Schulbegleiter von heute auf Gestern gestrichen.
So wie es aussieht hat das Amt mit der Schule gesprochen und es hat eine Beeinflussung statgefunden. Das Kind solle
kulturelle Techniken in der Sonderschule lernen.
MFG
Hansgerd
Besondere Qualifizierung zum Erwerb des Lehramts Sonderpädagogik startet
Ministerin Löhrmann besucht die 21 Lehrerinnen und Lehrer, die ihre Ausbildung am Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung in Solingen beginnen. (Foto: Sepp Spiegl)
Foto: Ministerin Löhrmann besucht die 21 Lehrerinnen und Lehrer, die ihre Ausbildung am Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung in Solingen beginnen. (Foto: Sepp Spiegl)
Das Schulministerium startet in diesem Monat eine besondere Qualifizierungsmaßnahme, um mehr Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen für die Schulen zu gewinnen. Am 1. Februar haben landesweit die ersten rund 200 Lehrerinnen und Lehrer eine berufsbegleitende Ausbildung zum dauerhaften Erwerb des Lehramts für sonderpädagogische Förderung begonnen. Sie sollen die Schulen beim Ausbau des Gemeinsamen Unterrichts unterstützen.
Schulministerin Sylvia Löhrmann besuchte das Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung in Solingen, wo 21 Lehrerinnen und Lehrer ihre Ausbildung beginnen. „Für mich sind Sie Botschafterinnen und Botschafter für Inklusion. Ich freue mich, dass Sie sich für die Teilnahme an dieser Qualifizierung entschieden haben. Sie sind Vorreiter und Vorbild, denn Sie tragen den inklusiven Gedanken weiter in Ihre Schulen und damit in unsere Gesellschaft.“ Die Schulen brauchten zusätzliche gut ausgebildete sonderpädagogische Lehrkräfte. „Sie werden uns dabei helfen, den Bedarf der Schulen zu decken. Das ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur inklusiven Schule“, erklärte die Ministerin.
Foto: Ministerin Löhrmann: "Diese Qualifizierungsmaßnahme ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur inklusiven Schule." (Foto: Sepp Spiegl) Ministerin Löhrmann: "Diese Qualifizierungsmaßnahme ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur inklusiven Schule." (Foto: Sepp Spiegl)
An der Qualifizierungsmaßnahme können bis 2018 insgesamt bis zu 2.500 Lehrerinnen und Lehrer in zehn Ausbildungskohorten mit jeweils bis zu 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmern teilnehmen. Die Landesregierung stellt dafür insgesamt 11,9 Millionen Euro zur Verfügung. Die Ausbildung dauert 18 Monate und wird an den Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung durchgeführt. Einen Tag in der Woche werden die zukünftigen Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen dort ausgebildet. Hinzu kommen wöchentlich zwei Stunden Ausbildungsunterricht durch eine erfahrene Sonderpädagogin bzw. einen erfahrenen Sonderpädagogen.
Der nächste Ausbildungsgang startet am 6. September 2013. Der Bewerbungsschluss für interessierte Lehrkräfte ist der 1. April 2013.
Hier finden Sie ein Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung in Ihrer Nähe http://www.zfsl.nrw.de/.
Hallo
Das zuständige Amt für die Eingliederungshilfe dieses Kindes verstößt gegen die Un Behindertenrechtskonvention für die
Rechte behinderter Kinder. Die Eltern haben sich einen Anwalt für Schulrecht genommen und werden sich nichts
gefallen lassen.
.
Manche Sachbearbeiter spielen sich wie die Hergötter auf, und tun so als wenn es aus ihrem Geldbeutel genommen würde
Die Eltern werden eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Mitarbeiterin auf den Weg schicken, da sie gegen die
Behindertenrechtskonvention der UNO verstößt.
Hallo
Die Eltern des autistischen Jungen haben sich Heute mit der Geschichte und den Hintergrundproblemen
die sie mit den Ämtern haben, an einen Radiosender gewandt. Malsehen was der Sender für eine Geschichte
daraus macht.
MFG
Hansgerd
Man muss nur laut genug schreien, und man mag es nicht glauben, wie schnell sich die Türen öffnen.
Ich habe meine Parteipolitischen Freunde, Kreisübergreifend aktiviert. Innerhalb von 12 Stunden wendete sich das Blatt für den Autistischen Jungen zum positiven. Überglücklich riefen mich die Eltern des Jungen an. Die Mitarbeiterin des Amtes, hat sich um 180 Grad gedreht. Man kann davon ausgehen, das diese Angelegenheit sich auf Dauer zum Guten entwickelt. Ich Danke meinen Parteipolitischen Freunden im Raum Cosfeld für die schnelle Hilfe. Auch dort ist Inklusion ein Stück weiter. Auch Mitarbeiter der Eingliederungshilfe, haben sich an Gesetze zu halten. Wer versucht sie aus zu hebeln, behindert Inklusion, und verstößt gegen die Menschenrechte.
Ich mochte schon immer dieses alte Lied.
Grün, Grün, Grün, sind alle meine Kleider..............................................................
Leider muss man in einigen Fällen wirklich in die Öffentlichkeit gehen oder über die politische Seite "Druck machen", um seine Ansprüche durchzusetzen. Ich könnte davon auch ein Lied singen.
Werde morgen mal einen ganz interessanten Zeitungsartikel aus der SZ hier ins Forum stellen, der wirklich schockiert, aber auch Mut macht. Muss ihn nur erst noch finden...
Hallo
Der Einsatz der Politik in der Sache hat nur einen 25 prozentigen Erfolg für den Ihelfer
des autistischen Jungen gebracht. Er hat den Lohn der letzten 2 Monate vom Amt erhalten.
Ansonsten hat das Amt wieder einen Rückzieher gemacht und der Junge steht leider doch
ohne Ihelfer da. Er ist jetzt erst mal krankgeschrieben, und die Anwältin bleibt an der Sache
drann..
Die Eltern des Jungen haben auf meinen Rat die Lebenshilfe mit ins Boot geholt.
MFG
hansgerdreinke
Hallo
Hier noch etwas neues zum GU:Im Kreis Cosfeld wird aktuell probiert ein Kind aus einer LB Schule auf eine GB Schule zu selektieren.
Ich habe den Eltern geraten einen Antrag auf Förderortwechsel in den GU zu stellen, sie haben auch schon eine GU Schule
gefunden die den Jungen nehmen würde.
Der Antrag dürfte im Laufe der nächsten Woche beim Schulamt eingehen.
MFG
Hansgerdreinke
Hallo
Hier noch etwas neues zum GU:Im Kreis Cosfeld wird aktuell probiert ein Kind aus einer LB Schule auf eine GB Schule zu selektieren.
Ich habe den Eltern geraten einen Antrag auf Förderortwechsel in den GU zu stellen, sie haben auch schon eine GU Schule
gefunden die den Jungen nehmen würde.
Der Antrag dürfte im Laufe der nächsten Woche beim Schulamt eingehen.
MFG
Hansgerdreinke
Hallo Hansgerd,
warum erzählst du das so negativ?
Es gibt nun einmal Kinder wo im Laufe der Schulzeit festgestellt wird das der Förderschwerpunkt nicht der richtige ist.
Und wenn der Junge in der Förderschule Lernen nicht mehr optimal gefördert werden kann ist es 100 Mal besser ihn in die Förderschule GB abzugeben wo er man dann das bestmögliche für den Jungen erreichen kann.
Wenn die Eltern GU möchten bekommen sie GU für ihr Kind.
Ob das dann vorteilhaft fürs Kind ist mag jeder sehen wie er will.
Gruß Sandra
P.S. Und das sagt eine die ihr Kind 3 Jahre an der Förderschule Sprache gehabt hat wo sie nach Grundschulstoff unterrichtet und die jetzt von selber auf Änderung auf Förderschwerpunkt Lernen und GU gesetzt hat weil alles ich definitiv nicht will das meine Tochter überfordert ist.
Ich denke, das hier kein Mensch beurteilen kann wo ein Kind besser aufgehoben ist, das man nicht einmal persönlich kennt.
Die Eltern werden sich schon etwas dabei denken, wenn sie das Kind lieber im GU sehen als auf einer GB Schule. Ich nehme einmal an, wenn das Kind auf der LB Schule war, das die GB nicht besonders stark ist. Dann kommt es darauf an, ob es an der GB Schule überhaupt einen Lernpartner gibt für das Kind, kann es dort wirklich adäquat gefördert werden u.s.w.
Für jedes Kind ob KB; GB, LB, ES, Sprache, Mehrfachbehindert, kann die Inklusion ein Segen sein oder auch nicht. Es ist von den Umständen und vom Kind abhängig.
Unser Sohn hat eine KB wir sind in der Eingangskl. der LB Schule und wechseln nun dann in die Inklusive Beschulung, er ist ein absolut lernwilliges, motiviertes Kind, das seine Hausaufgaben gerne macht,auf andere Kinder zugehen und mit ihnen umgehen kann. Für ihn wird die grössere Klassenstärke zunächst eine Umstellung und die im Mom. noch recht unwilligen Grundschulen bei uns am Ort. Aber mit den passenden Bedingungen ist er ein Kind das man inkludieren kann. Auch für ihn gab es Zeiten in denen man ihn mit aller Gewalt in einer KB Schule sehen wollte und das wäre ein Fehler gewesen, da passt er schlicht und ergreifend nicht hin.
Hab ich jetzt was verpasst? Wo steht denn, was die Eltern wollen und wo steht, was das Kind überhaupt für eine Voraussetzung hat? Hier geht es immer nur um "ja nicht GB oder überhaupt Förderschule." Und immer wissen die anderen genau was richtig ist. Wann fangt ihr denn mal an, von den Kindern zu reden? Ich hab das Gefühl, hier wird mehr das Ego verfolgt, als das Wohl manchen Kindes. Kann das sein? Und Inklusion wäre für alle Menschen ein Segen, wenn nicht unter den Betroffenen selbst so abgegrenzt wird. Schaut euch doch mal die Beiträge an. Schüler und Eltern von GB Kindern werden hier als das letzte aller Möglichkeiten angeführt. Wisst ihr wie man sich da manchmal fühlt? Ich schäme mich nicht für mein GB Kind und ihr könnt euch alle von uns distanzieren, aber eure Kinder werden immer die einzigartigen und wundervollen Wesen bleiben, die sie nun mal sind. Erst wenn wir uns alle so akzeptieren wie wir sind, können auch wir Inklusion leben und nicht nur darüber diskutieren.
bitte unterstellt Euch doch nicht gegenseitig, dass es besser integrierbare und schlechter integrierbare Kinder gibt und die schlechtesten sind an der Geistigbehindertenschule.
Was wir alle g e m e i n s a m einfordern müssen, ist - was laut Gesetz schon das Recht unserer Kinder ist, dass an jeder Schule, egal, wo das Kind ist, die Lehrer verpflichtet sind, diesem Kind individuell gerecht zu werden! Es ist genauso ein pädagogisches Armutszeugnis, wenn Lehrer meinen, einem schwächeren Kind an der Lernbehindertenschule nicht mehr gerecht werden zu können, wie es ein Armutszeugnis ist, wenn Lehrer im GU meinen, nur "integrierbare" Kinder aufnehmen zu können. Unsere Lehrer müssen pädagogisch alle massiv umdenken, wobei manche schon auf einem ganz guten Weg sind!
Generell ist es ein Armutszeugnis für ein Schulsysten, wenn Kinder zwischen Schulen hin- und hergeschoben werden müssen und jedesmal aus ihrem sozialen Umfeld gerissen werden. Es gibt nur einen einzigen Grund, der legitim ist, dass ein Kind die Schule wechselt: Wenn alle Bemühungen der bisherige Schule scheitern, evtl. Mobbingprozesse in der Klasse zu stoppen und alle Unterstützungsmöglichkeiten für das betreffende Kind an der bestehenden Schule ausgeschöpft sind und wenn das Kind und seine Eltern es selbst wollen! Ansonsten muss man dem Abschieben von Kindern einen Riegel vorschieben, weil es dazu verführt, dass Lehrer Problemen so lieber aus dem Weg gehen , als an ihrer eigenen Persönlichkeitsentwicklung, an ihrer Beziehung zu diesem Kind/Eltern, an der soziale Arbeit innerhalb der Klasse und an der Qualität ihres Unterrichts arbeiten zu müssen.
Zu den Lern-und Geistigbehindertenschulen ist nochmal generell zu sagen, dass immer wieder vergessen wird, dass Kinder in allererster Linie von anderen Kindern lernen und es daher nicht sinnvoll ist, Kinder mit lauter ähnlichen Defiziten in eine Lerngruppe zu stecken! Kinder lernen am allermeisten in heterogenen Lerngruppen! Ich will damit nicht sagen, dass lernschwache Kinder nur von leistungsstarken Kinder profitieren können. Nein! Um Gottes willen! Es gibt doch noch viel mehr Lernfelder! Irgendjemand hat mal geschrieben, dass geistig behinderte Kinder oft gute soziale Verhaltensweisen haben. Sie schenken ihrem Gegenüber viel Aufmerksamkeit! Auch das sind Stärken, von denen andere Kinder etwas abschauen können! Viele Eltern, die ein sog. geistig behindertes Kind zuhause haben, haben die Erfahrung, dass dies oft sehr lebensfrohe, begeisterungsfähige Menschen sind. Wenn dieses Familienmitglied mal nicht da ist, spürt man förmlich, wie das der Familienatmosphäre fehlt. Ich habe ja eine herzkranke sog. geistig behinderte Tochter, wobei das mit der geistigen Behinderung für mich Quatsch ist, weil sie immer sehr sinnvoll und strukturiert ihr Leben organisiert (manchmal empfind ich uns "Normalos" eher als "geistig behin-
dert", als die sog. "geistig behinderten"). Ich habe die Zeit, in der meine Kinder klein waren und die Krankheit unsere Tochter das Familienle-ben sehr belastet hat, aber gleichzeitig immer auch als sehr reichhaltig empfunden. Alle unsere Kinder und auch wir Eltern haben sicher auch davon sehr profitiert, dass wir viele ach so wichtige Aktitäten, die in anderen Familien liefen, nicht mitmachen konnten und uns zwangsweise mehr Zeit zuhause und mit Aktivitäten mit wenig "Programm" begnügen mussten. Dadurch haben wir als Familie sehr intensiv unsere Bezie-hungen gelebt und ich habe noch heute das Gefühl. dass in unserer Familie viel mehr Zusammenhalt ist als in anderen Familien. Genauso wird ja aus Inklusionsklassen berichtet, dass die soziale Gemeinschaft in der ganzen Klasse besser wurde, nachdem ein schwerer behindertes Kind in die Klasse integriert wurde. Wie sagte mal ein Professor zu mir: "Das hilft uns, unsere eigene Menschlichkeit anzuschauen!" Ja, und wahrscheinlich macht es uns auch alle menschlicher, wenn es mal selbstverständlich wird, dass behinderte Menschen mitten unter unserer Gesellschaft leben!
Durch Hans Gerds Beitrag ist zu entnehmen, das die Eltern bereits einen GU Schulplatz hätten. ......
In erster Linie sehe ich es so, man sollte eben nicht mehr von Seiten der Schulen bzw. Gutachter die Förderschule in Erwägung ziehen sondern die Inklusive Beschulung.
Da diese einfach Zukunft in unserer Gesetzgebung ist auch wenn es wieder in den meisten Bundesländern um 1 Jahr aufgeschoben wird. Dennoch handelt man schon danach. Die Zwangsweise Beschulung an Förderschulen sollte somit Geschichte sein.
Was das Ego der Eltern angeht, ich denke das es damit nichts zu tun hat sondern fast alle Eltern sich grosse Gedanken bei der Schulwahl machen, dabei feststellen das es für das Kind schöner ist in seinem sozialen Umfeld zu verbleiben und alle Ausserschulischen Dinge selbst mit dem Kind zu gestalten. Somit hat jedes Behinderte Kind zumindest die Chance mit der Familie zu leben wie jedes andere Kind auch. WO ist es Kindgerecht ein Kind 2 oder mehr Std. täglich in der Weltgeschichte herumzufahren? Wo ist es Kindgerecht sich von Früh bis Spät nur anpassen zu müssen, keiner dem Wunsch nachkommen kann wenn das Kind z.B. auf den Spielplatz möchte da es erst organisiert werden muss, da rede ich nicht vom Spielplatz auf dem Schulhof. Das Kind sich nicht sein Mittagessen wünschen kann für den Tag.......all dies geht für die Kinder doch flöten wenn sie auf einer Ganztages FS sind und ob dies immer kindgerecht und förderlich ist stellt sich mir hier die Frage.
Ich denke so an die Kinder. Denn der schulische Bereich im GU kann man für jedes Kind individuell regeln.
Und was ist mit dem Elterlichen Ego von Eltern deren Kinder auf FS sind?? Argumentationen wie dann muss ich selbst mit den Kindern zu Therapie.........ist das nicht auch Ego??? Es gibt auch Eltern die dies gerne mit ihren Kindern machen!! Nun die Frage kann man sagen wo das elterliche Ego grösser ist?? Denn die Behinderung wird an einer Regelschule nicht weniger ausgeprägt sein. Und somit sind solche Aussagen sehr fragwürdig.
Die Eltern an LB Schulen z.B. haben für ihre Kinder dort auch keine Therapien ..........
Therapien sind für unsere Kinder sehr sehr wichtig, meines hätte nicht einmal Einzeltherapie KG gehabt an der Förderschule für KB das ist ein Witz und im notwendigen Maße für jedes Kind leistet dies auch keine FS da sie schlicht und ergreifend nicht genug Personal haben. So viel zu dem Thema elterliches Ego!! Für mich ist dies an Gemeinheit nicht zu übertreffen. Nicht zu vergessen, dass sich diese Egoisten auch noch selbstständig um die Hilfsmittelversorgung in Zusammenarbeit mit Orthopädie bzw. SPZ kümmern , nicht auf ein Sanihaus warten, das ihnen von der jeweiligen FS Vorgesetzt wird. Sich selbstständig um evtl. Unterstützungsmaßnahmen im Unterricht kümmern um den Lehrern unter die Arme zu greifen, sich anbieten bei Ausfall der Schulbegleitung zu helfen, ja dies nennt man Egoismus?? Ich würde eher sagen, dies tut man für sein Kind!! Und bestimmt nicht aus Egoismus sondern für eine schönere Kindheit!!
Und ganz ehrlich so pepple ich mein Mütterliches Ego gerne auf, wenn ich alles mit meinem behinderten Kind unternehmen kann und tun kann wie ich es mit seiner gesunden Schwester auch tun konnte und kann!!
Deshalb nach wie vor jeder muss für sich selbst entscheide wo das Kind besser aufgehoben ist.
Ich denke, das hier kein Mensch beurteilen kann wo ein Kind besser aufgehoben ist, das man nicht einmal persönlich kennt.
Die Eltern werden sich schon etwas dabei denken, wenn sie das Kind lieber im GU sehen als auf einer GB Schule. Ich nehme einmal an, wenn das Kind auf der LB Schule war, das die GB nicht besonders stark ist. Dann kommt es darauf an, ob es an der GB Schule überhaupt einen Lernpartner gibt für das Kind, kann es dort wirklich adäquat gefördert werden u.s.w.
Für jedes Kind ob KB; GB, LB, ES, Sprache, Mehrfachbehindert, kann die Inklusion ein Segen sein oder auch nicht. Es ist von den Umständen und vom Kind abhängig.
Unser Sohn hat eine KB wir sind in der Eingangskl. der LB Schule und wechseln nun dann in die Inklusive Beschulung, er ist ein absolut lernwilliges, motiviertes Kind, das seine Hausaufgaben gerne macht,auf andere Kinder zugehen und mit ihnen umgehen kann. Für ihn wird die grössere Klassenstärke zunächst eine Umstellung und die im Mom. noch recht unwilligen Grundschulen bei uns am Ort. Aber mit den passenden Bedingungen ist er ein Kind das man inkludieren kann. Auch für ihn gab es Zeiten in denen man ihn mit aller Gewalt in einer KB Schule sehen wollte und das wäre ein Fehler gewesen, da passt er schlicht und ergreifend nicht hin.
LG Kristina
Hallo Kristina,
ich würde nie beurteilen für welches Kind gemeinsamer Unterricht oder Förderschule der bessere Schulort ist.
Was ich bei Hansgerd nicht gut finde ist das Förderschulen immer aus der Teufel dargestellt werden und gemeinsamer Unterricht als der Engel.
So ist es eben nicht. Es gibt Kinder für die ist eine Förderschule ein Segen.
Und an erster Stelle sollte das Wohl des Kindes stehen und nicht das Ego der Eltern. Natürlich ist es leichter zu sagen mein Kind geht auf die Grundschule xy als zu sagen es besucht die Förderschule z.
Aber was bringt einem Kind ein Platz an der Grundschule wenn es dort nur nebenher laufen und auf der Förderschule so gefördert werden können wie es brauchen.
Gruß Sandra
P.S. Ich finde es gut das dein Sohn sich so gut entwickelt der wird die Grundschule bestimmt gut packen.
wenn behinderte Kinder in der Regelschule "nur nebenher laufen" verstoßen die Lehrer gegen die Gesetze ihres Landes! Sie sind verpflichtet, dem Kind individuell gerecht zu werden und die Mitschüler darin anzuleiten, dass sie auch zeitweise gemeinsam mit dem behinderten Kind etwas arbeiten und lernen! Du schreibst, die behinderten Kinder können in der Förderschule so gefördert werden, wie sie es brauchen! Das ist aber Wunschdenken, denn alle internationalen Studien haben belegt, dass Kinder in der Förderschule nicht besser und oft sogar schlechter als in der Regelschule gefördert werden! Warum? Weil sie dort zu wenig Lernanreize durch leistungsstärkere Mitschüler haben! Kinder lernen vor allem von anderen Kindern! Viele Eltern in Bayern berichten aus den Förderschulen, dass dort auch oft wenig individuell gefördert wird! Wie auch? Wie soll ein Sonderpädagoge und vielleicht noch eine zweite oder höchstens dritte Kraft in der Gruppe 10 oder mehr Kinder, von denen jedes selbst viel Betreuung braucht, individuell fördern können? Und untereinander können sich die Schüler in der Förderschule nicht viel helfen! Das ist die große Stärke der Regelschule! Und das funktioniert! Ich durfte vor kurzem selbst im Unterricht hospitieren und erleben, mit welch einer Selbstverständlichkeit jeweils zwei Mitschüler mit meiner Tochter je ca. 20-30 min intensiv an einem Thema arbeiteten. Man konnte sehen, wie stolz die Mitschüler bei dieser Aufgabe waren, dass sie selbst mal in die Rolle des Lehrers schlüpfen konnten, selbst die Jungs in einer 7.Klasse Hauptschule, denen man sowas gar nicht zutrauen würde!
Liebe Sunnymaus: Weißt Du, dass behinderte Kinder in Regelschulen oft Dinge lernen, die in den Förderschulen gar nicht auf dem Lehrplan stehen? Woher willst Du also so genau wissen, ob die Lehrpläne in den Förderschulen überhaupt richtig für diese Kinder sind? Ob die Diagnostik der Kinder überhaupt richtig ist? Ich habe soviele Fälle erlebt, wo Kinder in Förderschulen falsch diagnostiziert wurden, dass man einfach nur den Lehrern wünschen möchte, dass sie weniger diagnostizieren und prognostizieren sollten, sondern lieber die Kinder mehr selbst bestimmen lassen sollten, was diese gerne lernen wollen und in ihren Lernprozessen intensiver beobachten sollten, um täglich von den Kindern dazuzulernen! Unser aller Wissen über Lernprozesse ist noch so gering! Und die Sonderpädagogik muss völlig umdenken, weg von der diagnosegeleiteten Förderung hin zur diagnosebegleitenden Förderung!
ja, Inklusion funktioniert.... so lange es um die Kinder geht, die keine massiven Verhaltensauffälligkeiten haben. Denn die Eltern von nicht behinderten Kindern oder den leichter behinderten Kindern werden sich erfahrungsgemäß(!) in dem Moment querstellen, sobald ihre eigenen Kinder völlig verstört nach Haus kommen, weil ein autistisches Kind anfängt laut und schrill zu kreischen und mit dem Kopf an die Wand zu schlagen. Wenn ein Kind sehr starke Fremd- oder Autoaggressionen zeigt. Oder weil sie einen epileptischen Anfall mit Atemstillstand erleben mussten.
Wie würdet Ihr diese Familien in den Bestrebungen zur Inklusion unterstützen? Familien, die ohnehin körperlich und seelisch schon über alle Maßen belastet sind?
Und was geschieht nach der Schulzeit? Dann wird doch noch rigoroser aussortiert!
zu mir hat ein Behindertenbeauftragter eines bayerischen Bezirks mal gesagt, wir sollen politisch fordern, dass die Ressourcen an die Kinder gebunden werden und nicht mehr wie bisher an die Einrichtungen!!! Ja, das ist der große politische Skandal in Bayern und in ganz Deutsch-land: Die behinderten Menschen bekommen meist nur Ressourcen, wenn sie in Einrichtungen gehen. Zu dem autistischen Kind mit dem Schreien und Kopfschlagen möchte ich sagen, dass für dieses Kind möglicherweise weder die Gruppensituation in einer Regelschule noch in einer Förderschule ideal ist? Dass dieses Kind vielleicht nur wenige Stunden am Tag Unterricht in einer Gruppensituation haben sollte und ansonsten mit einem persönlichen Assistenten, der ihn ganztags betreut, ein individuell zusammengestelltes Tagesprogramm absolvieren sollte:in der Schule, zuhause, bei Therapeuten, in der Natur oder egal wo, eben da, wo es für das Kind förderlich ist! In Italien ist es eine Selbstverständlichkeit, dass die Schulbegleiter am Nachmittag mit den Kindern nach Hause in die Familien gehen und die Familien unterstüt-
zen!!! Warum nicht auch bei uns, wenn das für das Kind besser ist, als nachmittag auch nochmal in einer Gruppe zu sein???
Wir müssen das persönliche Budget einfordern. Rechtlich ist das schon alles möglich, aber die Kostenträger versuchen das noch, mit allen Schikanen zu erschweren. Auch nach der Schulzeit müssen die behinderten Menschen mit Hilfe des persönlichen Budgets natürlich eine individuell auf sie abgestimmte Lebensaufgabe bekommen! Viele Arbeitgeber würden Behinderte einstellen, wenn sie dafür einen finanziellen Ausgleich erhielten und bei Bedarf der Behinderte von einer Assistenzkraft unterstützt wird.
Lasst uns das gemeinsam einfordern! Inklusionseltern und Förderschuleltern zusammen! Sollen wir eine entsprechende Petition auf den Weg bringen?
Ich kann chipri in allen Punkten und Argumenten beipflichten und sehe den Sachverhalt ganz genauso.
Ob eine Petition erforderlich und der beste Weg ist, kann ich nicht sagen. Letztendlich muss doch Jeder für sich selbst bzw. für sein Kind kämpfen. Aber davon, dass es wie von chipri in ihren Beiträgen beschrieben funktioniert, bin ich überzeugt.
Letztendlich muss doch Jeder für sich selbst bzw. für sein Kind kämpfen.
Tschull, genau hier liegt ein großes Problem. Ein Außenstehender kann sich nicht vorstellen, wie stark die Familien mit schwerstbehinderten Kindern belastet sind. Wie sollen diese sich, neben Berufstätigkeit, gigantischer Bürokratie, Betreuung und Pflege des Kindes (von eigenen Bedürfnissen mal abgesehen) sich noch das Wissen aneignen, um gegen die ganzen Missstände vorzugehen? Und woher sollen Zeit und Kraft kommen, für die erforderliche Unterstützung noch zu kämpfen?
Aus dem Schulalter ist meine Große inzwischen raus, aber beim Thema Wohnen erfahre ich gerade jetzt von anderen Eltern mit leichter behinderten Kindern vehemente Ab- und Ausgrenzung. Und das war früher nicht anders!