AW: GU in NRW
Liebe Myriam
Zündstoff??lächel......
Bei uns am Ort gibt es eine GS (die allerdings auch nicht inklusiv beschult) , die auch eine sogenannte Eliteklasse hat, da kommen alle Kinder unserer Stadt hin, die eben überdurchschnittlich begabt sind und auch besonderer Förderung bedürfen, ist das nicht auch eine Art von individuellem Lernen und fördern?? Ich erkenne daran nichts verwerfliches und steht für mich auch nicht im Zusammenhang mit Inklusion.
Im Gegenteil, denn diese Gruppe von Kindern gehört eben zu denen, die auch in einer durchschnittlichen GS Klasse ohne behinderte Kinder an langeweile verzweifeln und am Ende vielleicht noch ein ADHS angehängt bekommen

, da der Lehrer 3x3 Ämpfel hinlegen muss, das sehr intelligente Kind das Ergebnis schon kennt bevor der Lehrer die Aufgabe zu Ende gestellt hat und die anderen Kinder zählen die Äpfel noch immer ab!!
Und ich finde es super, das es diese Klassen gibt, die ganze Zeit hat jeder nur an die Kinder gedacht die nicht mitkommen. Förderschulen wurden mit allem ausgestattet.
Und diese Gruppe von Kindern an die wurde kein Cent investiert, die mussten sich doch auch mehr oder weniger plagen. Klasse das da nun aufgewacht worden ist und auch mal jemand an die Individuelle Förderung von super Intelligenten Kindern gedacht hat und Geld in die Hand genommen wird.
Ich weiss nicht warum du so frustriert bist und denkst, das es jedem Kind das inklusiv beschult wird nur schlecht gehen muss, dem ist so nicht, In den Inklusiven Schulen (auf denen nicht nur Inklusion drauf steht sondern auch drin ist) , gibt es z.B. diesen Frontalunterricht so wie wir ihn kennen schon gar nicht mehr. Es steht immer mehr das individuelle Lernen aller Kinder im Vordergrund (z.B. in Form von Lernatelliers , Wochenarbeitsplänen u.s.w.). Anders ginge es doch auch gar nicht gut.
Mein Sohn ist aktuell noch in einer Aussenkl. der LB Schule an einer GS und die Kinder auch mein Sohn werden von den anderen Schülern so angenommen wie sie sind und ja sie gehören dazu auch wenn sie in der Regelklasse mal seperat sind oder gemeinsame Projekte mit der Regelklasse laufen.
Was dein Argument angeht das Lernbehinderte Kinder doch inkludiert werden können ohne Probleme da unterliegst du einem Irrtum (also bist du auch nicht für erhalt der Förderschulen da es dich wohl nicht zu berühren scheint das man diese Schulen schließt). In der Klasse meines Sohnes ist ein Junge, der nicht einmal zum Schreiben sitzen bleiben kann, auch er wird inklusiv beschult werden was mich für den Jungen sehr freut weil er absolut herzlich ist.........aber auch er ist nicht das Kind das nun zu deinem Inklusions Bild zählt, die Kinder mit schwerer LB und Verhaltensauffälligkeiten können genau so schwer bzw. leicht zu inkludieren sein, wie ein KB , GB, Mehrfachbehindertes Kind, aber das Konzept der Schule muss stimmen!!
Ich bin für Wahlfreiheit der Eltern, jedoch kein Verfechter für den erhalt von Förderschulen. Wobei ich auch noch niergendwo gelesen bzw. gehört habe, das FS KB bzw. GB geschlossen werden müssen/sollen. VIelleicht geschieht es bei einzelnen die aufgrund von zunehmenden Inklusionen und zu geringer Shcülerzahlen auslaufen werden, aber so weit ich weiss möchte der Gesetzgeber diese Schulen erhalten??? Weiss es aber nicht genau , da ich für uns mit diesem Thema abgeschlossen habe.
Herr, je.......es gibt nun einmal nicht nur die super tollen Förderschulen die alle Kinder gut versorgen und gut fördern .
Ob man mit seinem Kind nicht auf den Spielplatz muss um sich das Vergleichsgerede der anderen Mütter nicht anhören zu müssen, bleibt jedem selbst überlassen. Mein Kind soll so gut es geht einfach nur Kind sein und wird aufgrund seiner Behinderung eben nicht versteckt und von öffentlichen Spielplätzen, Schwimmbädern, Festen ferngehalten. Er gehört zu uns es ist unsere Familie!!
Womit ich mit dir einer Meinung bin, ist ganz klar, ein Kind , mit Klage, Streit, Prozess wie auch immer in eine bestimmte Schule zu bekommen damit könnte ich auch nicht leben.
Denn inzwischen sind wir ja soweit, das man den Wunsch eigentlich erfüllt bekommt und man muss eigentlich froh sein wenn es ein Schulamt gibt das sagt ne ihre Wunschschule kann im Moment dem Kind nicht gerecht werden sie müssten 3 km weiter dann ist das doch auch noch in Ordnung. Der Kopf muss nicht immer durch die Wand, auch im Inklusiven Beschulungsfeld dürfen die Bedürfnisse des Kindes nicht ausser Acht gelassen werden.
Immer noch sage ich Eltern machen sich Gedanken über die Beschulung ihrer Kinder, vielleicht geben manche leichtfertig ihr Kind in die Inklusive Beschulung (ich persönlich kenne niemanden) aber genau so gibt es mit Sicherheit Eltern die ohne viel nachzudenken ihr Kind in eine FS geben und auch nicht so genau wissen was sie tun.
Ich Persönlich kritisiere das Förderschulsystem und kann diesem nichts abgewinnen, deshalb bin ich froh, das es diese Art von Zwangsbeschulung nicht mehr gibt und man Kinder nicht mehr nur auf ihre Behinderung reduziert.
In erster Linie sind es nämlich Kinder und nicht "Die Behinderten"
Was evtl. auch eine Diskussion wert wäre: Was mir immer mehr auffällt: Gerade die Eltern die am lautesten Schreien Nein Förderschulen dürfen nicht geschlossen werden unsere Kinder brauchen diese, sind aber doch genau die die Paralell behaupten das es doch kein Problem sei wenn die LB und ES Schulen geschlossen würden, da diese Kinder ja leicht zu inkludieren seien.
Das passt meiner Meinung vorne und hinten nicht. Also wird doch hier auch seperiert welche Schulen geschlossen werden können und welche nicht.
Entweder bin ich für den erhalt von FS aber dann doch bitte von allen.
Oder ich bin es nicht. Aber für 2 Arten von Behinerung diese Schulen als nicht so wichtig zu erachten und dann für 3 andere Arten als unumgänglich.
Liebe Grüsse
Kristina