zu den Lehrern in der Sonderschule kann ich auch etwas beitragen:
Es gibt solche und solche Schulen. Es gibt Lehrer, die die Kinder unterstützen und sich einsetzen, und es gibt die, die aufgrund ihres Berufes "angesehen" werden wollen. Denen ich als Eltern dankbar sein "muss" weil sie ja diesen Beruf mit meinem Kind ausüben. Es könnte sein, dass dies mit den zuständigen Rektoren oder Lebenshilfen zu tun hat.
Dann noch etwas zur Aussortierung.
Mein Enkel geht in einen ganz normalen Kindergarten. Er hat mit 2 Jahren ca. ein Jahr lang Frühförderung erhalten. Seine Mutter bekam vor kurzem gesagt, dass alle Kinder, die Frühförderung erhalten haben, und dies bei der Anmeldung in einer Regelschule in den Unterlagen drin steht, diese in der Förderschule eingeschult werden. Was nützt mir dann ein Schulbegleiter, wenn so einem Kind einer nicht zusteht und es schon von vornherein separiert wird. Die zuständige Schule ist ein riesiger Neubau, der erst vor ein paar Jahren gebaut wurde. Da braucht es dann natürlich auch Schüler, damit sich die Kosten rechnen.
Die Entwicklungen gehen schon seit einiger Zeit rückwärts. Inklusion ist scheinbar der neue Begriff dafür. Ein Deckmantel, um die wahre Verschlechterung zu verschleiern.
an Deinen Angaben les ich, dass Du scheinbar aus Bad Neustadt in Bayern bist? Oder ist das ein Bad Neustadt aus einem anderen Bundesland. In Bayern hat Dein Enkel auf jeden Fall das Recht, in die Regelschule zu gehen und zwar in die Sprengelschule vor Ort. Sollten da tatsächlich Lehrer/Schulleiter gegen geltendes Recht verstoßen und die Eltern bewusst falsch informieren, muss man sich dagegen unbedingt beschweren! Aber vorrangig geht es natürlich um das Kind. Ich kann Euch gerne in Bezug auf Bayern direkt beraten, auch ob Euer Kind einen Rechtsanspruch auf Schulbegleiter hat, das wird auch dadurch nicht ausgehebelt, dass das Kind angeblich in die Förderschule muss. Es muss nicht, aber unzählige Eltern wissen nicht, dass sie sich letztlich freiwillig für die Förderschule entscheiden! Es gibt nur ganz extreme Ausnahmefälle, wo in Bayern Eltern noch in die Förderschule gezwungen werden können, nämlich wenn das Kind sich an der Regelschule nach einer gewissen Zeit quasi rückwärts entwickelt oder wenn das Kind die Rechte anderer Mitglieder der Schulgemeinschaft erheblich beeinträchtigt, das müssen aber wirklich triftige Gründe sein, wie z.B. ständige Unterrichtsstörung trotz inklusiver Unterrichtsmethoden und trotz Schulbegleiter usw...
zu den Lehrern in der Sonderschule kann ich auch etwas beitragen:
Es gibt solche und solche Schulen. Es gibt Lehrer, die die Kinder unterstützen und sich einsetzen, und es gibt die, die aufgrund ihres Berufes "angesehen" werden wollen. Denen ich als Eltern dankbar sein "muss" weil sie ja diesen Beruf mit meinem Kind ausüben. Es könnte sein, dass dies mit den zuständigen Rektoren oder Lebenshilfen zu tun hat.
Dann noch etwas zur Aussortierung.
Mein Enkel geht in einen ganz normalen Kindergarten. Er hat mit 2 Jahren ca. ein Jahr lang Frühförderung erhalten. Seine Mutter bekam vor kurzem gesagt, dass alle Kinder, die Frühförderung erhalten haben, und dies bei der Anmeldung in einer Regelschule in den Unterlagen drin steht, diese in der Förderschule eingeschult werden. Was nützt mir dann ein Schulbegleiter, wenn so einem Kind einer nicht zusteht und es schon von vornherein separiert wird. Die zuständige Schule ist ein riesiger Neubau, der erst vor ein paar Jahren gebaut wurde. Da braucht es dann natürlich auch Schüler, damit sich die Kosten rechnen.
Die Entwicklungen gehen schon seit einiger Zeit rückwärts. Inklusion ist scheinbar der neue Begriff dafür. Ein Deckmantel, um die wahre Verschlechterung zu verschleiern.
lg Micha
Hallo Micha,
was war denn da die Grundlage für diese Aussage? Wenn dein Enkel wirklich nur kurzfristig in frühester Kindheit mal Frühförderung hatte, mit was für einer Begründung sollte er auf eine Förderschule kommen? Dann müssten ja erhebliche Einschränkungen im motorischen Bereich, oder auch bei der geistigen Entwicklung vorhanden sein. (bevor hier einer los legt, natürlich selbst dann könnte er auf eine Regelschule gehen) Schulbegleiter stehen auch nicht jedem Schüler zu, da müssen doch Gründe für den Bedarf vorhanden sein. Es wäre brutal und für viele Förderkinder schrecklich, wenn in jeder Klasse mehrere Schulbegleiter sitzen würden. Solange sie noch fachlich gebildet wären, okay, aber zum Teil sind es Hilfskräfte. Stell dir vor 10 Schüler + 10 Schulbegleiter + 10 Assistenten + HPT PErsonal + Lehrer und Kinderpflegerin + Heilpädagoge, wie schrecklich und für einen autistischen Schüler nicht zu verkraften, oder? Ich finde es auch schrecklich, wenn Schulbegleiter mitbekommen, wie mein Kind sich im Unterricht entwickelt und es dann auch noch den anderen Eltern erzählt, was so und wie abgeht. Irgendwie muss man auch Vertrauen in die Lehrer haben. Das sind keine überbezahlten Monster, sondern größtenteils engagierte Menschen.
Glücklich schätzen können sich in eurem Gebiet die Eltern der Förderschüler, wenn sie eine, vor allem große neue Schule haben. An anderen Orten kämpft man verzweifelt darum, dass man doch bitte mit dem Wort Inklusion nicht anfängt an den immer mehr aufkommenden Baustellen zu sparen. Immerhin besuchen nach wie vor, hunderte von Förderschülern täglich gut und adäquat beschult ihre Förderschulen.
Du hast vollkommen recht mit deinen Befürchtungen, auf die du im letzten Satz deines Beitrages hinweist. Und dann kommen so laute Rechthaber und schmeißen den Bezirken die Argumente zum Sparen nur so zu. Die lachen sich darüber kaputt und sparen erst recht fleißig weiter.
"Stell dir vor 10 Schüler + 10 Schulbegleiter + 10 Assistenten + HPT PErsonal + Lehrer und Kinderpflegerin + Heilpädagoge, wie schrecklich und für einen autistischen Schüler nicht zu verkraften, oder? Ich finde es auch schrecklich, wenn Schulbegleiter mitbekommen, wie mein Kind sich im Unterricht entwickelt und es dann auch noch den anderen Eltern erzählt, was so und wie abgeht. Irgendwie muss man auch Vertrauen in die Lehrer haben. Das sind keine überbezahlten Monster, sondern größtenteils engagierte Menschen."
Wenn in einer sozialen Gruppe soviele persönliche Assistenten notwendig sind, weil alle diese Menschen sonst gar nicht an der Gruppe teilhaben können, zeigt das eigentlich nur, dass es menschenunwürdig ist, so stark gehandikapte Menschen zusammen in eine Gruppe zu stecken! Die Gefahr der Schweigepflichtsverletzung besteht genauso bei den Lehrern, Schulbegleiter werden meistens beim Schulträger angestellt, von daher ist diese Gefahr bei ihnen nicht größer!
Du sagst weiter:"Glücklich schätzen können sich in eurem Gebiet die Eltern der Förderschüler, wenn sie eine, vor allem große neue Schule haben. An anderen Orten kämpft man verzweifelt darum, dass man doch bitte mit dem Wort Inklusion nicht anfängt an den immer mehr aufkommenden Baustellen zu sparen. Immerhin besuchen nach wie vor, hunderte von Förderschülern täglich gut und adäquat beschult ihre Förderschulen." Liebe Marie-Luise, das ist Wunschdenken, was Du Dir da einredest: Behinderte Kinder lernen in der Inklusion in aller Regel mehr, da Kinder von Kindern lernen und "Zugpferde" in der Gruppe brauchen. Es ist unsinnig und kontraproduktiv, lauter Kinder zusammen in eine Lerngruppe zu stecken, die alle Sprachprobleme oder Verhaltensprobleme haben usw.
DU sagtst weiter: "Du hast vollkommen recht mit deinen Befürchtungen, auf die du im letzten Satz deines Beitrages hinweist. Und dann kommen so laute Rechthaber und schmeißen den Bezirken die Argumente zum Sparen nur so zu. Die lachen sich darüber kaputt und sparen erst recht fleißig weiter." Das ist nun wirklich nur noch Polemik und entbehrt jeder sachlichen Grundlage. Es ist auch egoistisch, anderen Kindern nicht zugestehen zu wollen, dass sie von Förderschulen in Regelschulen abwandern, weil sie dort wohnortnäher und besser beschult werden können, nur weil man Angst davor hat, dass die eigene Förderschule sich dann umstrukturieren muss. Klar müssen wir Eltern alle darauf achten, dass die ganzen Umstrukturierungen von den Kostenträgern nicht dazu missbraucht werden, unseren Kinder die notwendige Unterstützung vorzuenthalten. Aber das dümmste was wir machen können ist, wenn wir Eltern uns bei der Kostendiskussion von den Schulträgern und Lehrerlobbyverbänden gegeneinander ausspielen lassen. Das schadet auf jeden Fall unseren Kindern...
Stell dir vor 10 Schüler + 10 Schulbegleiter + 10 Assistenten + HPT PErsonal + Lehrer und Kinderpflegerin + Heilpädagoge,
Es steht mir nicht zu mir dies vorzustellen. Denn wenn es Schulbegleitung etc. gibt, wieso sollen dann Kinder, denen so eine Möglichkeit helfen würde, eine Regelschule zu besuchen, es ihnen wegen deiner genannten Gründe zu vorenthalten? - Ich würde mir dann ehr mal Gedanken darüber machen, wieso es zu solchen "Auswüchsen" gekommen ist und ob diese Entwicklung der Aussortierung überhaupt sinnvoll ist. Da gibt es auf der einen Seite die ganz normalen Kinder, die alle ein Abitur anstreben, mit anschließendem Studium. Und dann gibt es den Rest, die diesen Weg nicht nehmen können.
Wir haben uns zu einer Gesellschaft entwickelt, in der für alle möglichen Berufe Abitur vorausgesetzt wird. Und hat einer das nicht, kommen dann nur noch die Besten der restlichen in Frage auf dem Arbeitsmarkt zu bestehen. Vorausgesetzt es gibt Eltern, die hinter ihren Kindern stehen und sich für sie einsetzen. Ist das nicht der Fall, dann braucht es auch keinen Schulbegleiter oder sonst eine Hilfemöglichkeit.
Glücklich schätzen können sich in eurem Gebiet die Eltern der Förderschüler, wenn sie eine, vor allem große neue Schule haben.
"Danke" für den Hinweis. Jahrelang wurden die lernbehinderten Kinder hin und her-geschoben, von Ort zu Ort. Und nun gibt es eine riesen neue Schule, und die will natürlich auch ihre Kosten gedeckt haben. Was es aber heißt, ohne Schulabschluss ins Erwachsenenleben zu gehen, das habe ich weiter oben schon beschrieben: Kein Schulabschluß => es besteht nur eine geringe Möglichkeit überhaupt einen Berufsabschluss zu bekommen => Zeitarbeiter (wenn derjenige Glück hat) sein Leben lang. Denn für den Werkstattbesuch ist er viel zu hochqualifiziert und außerdem sind die Arbeitsplätze in den Werkstätten den geistig behinderten Menschen zugedacht.
Die Schule ist nur ein Teil des Lebens. Und noch dazu ein relativ kurzer im Gegensatz zum Berufsleben, das danach erfolgt. Und wenn ich einem Kind von vornherein das Leben verbaue, weil ich es nicht möchte, dass heutige Gesetze gelebt werden, dann ist das mehr als traurig. Ein Boykott in eigenen Reihen. Schlimmer geht´s nicht. (Aber das ist das übliche, was ich hier immer wieder erlebe.)
Es steht mir nicht zu mir dies vorzustellen. Denn wenn es Schulbegleitung etc. gibt, wieso sollen dann Kinder, denen so eine Möglichkeit helfen würde, eine Regelschule zu besuchen, es ihnen wegen deiner genannten Gründe zu vorenthalten?
Micha
Liebe Micha,
entschuldigung, aber ich stehe auf dem Schlauch, bzw. verstehe ich gerade nicht, was du meinst. Schreibst du jetzt von den Bedingungen deiner eigenen Tochter, oder von denen deines Enkels?
Meine Gedanken möchte ich noch einmal kurz ausführen: Also wenn wir eine gute Basis in den Förderschulen haben, ausreichend Personal und vor allem individuell auf die Ansprüche eines jeden betroffenen Kindes reagiert werden könnte, dann bräuchte es nicht der vielen Schulbegleiter, die teilweise als billige Arbeitskräfte missbraucht werden. Selbstverständlich sind in meinen Augen Kindern, welche eine Regelschule besuchen können, entsprechende Hilfen an die Seite zu stellen. Deine eigene emotionale Betroffenheit, was jetzt deinen Enkel betrifft verstehe ich sehr gut. Du hast die Erfahrungen und Erlebnisse mit deiner eigen Tochter voll im Kopf und musst du zusehen, was mit deinem Enkel so abgeht.
Ich habe mir nur vorgestellt, wie ein Sonderpädagoge, der meist auch noch zwei Klassen zu führen hat und dann mit so vielen Schulbegleitern, Personal usw. konfrontiert wird, daneben Förderpläne schreiben und individuellen Unterricht vorbereiten muss, das alles kompensieren kann? Es ist ein Beruf und auch die Sonderpädagogen haben das Recht auf Feierabend. Das müssen wir ihnen zugestehen, auch wenn wir sozusagen keinen haben, aber dafür sind wir nun zuständig, es sind unsere Kinder.
Was die schulische Laufbahn und späterer Werdegang betrifft, das liegt glaube ich nicht nur an den Schulen und dem System. Es mag viele Baustellen geben, aber wir können es nicht von der Hand weisen, dass Veranlagung, Begabung, soziale Kontakte und vor allem der Boden von Liebe, Zuwendung und Aufmerksamkeit, bereits im Elternhaus auch ausschlaggebend für die Zukunft unserer Kinder sind. Ich kann aus einem Kind mit einer Einschränkung in seiner geistigen Entwicklung, auch auf biegen und brechen nur soviel rausholen, wie es in der Lage dazu ist und in dem Rahmen, wie seine Fähigkeiten sich entwickeln können. Das alles rauszuholen und zu trainieren und fördern, liegt genau wie bei gesunden Kindern auch mit in unseren Händen.
Man kann nicht die Gesellschaft dafür Verantwortlich machen, was mit einem selbst passiert. So wie wir nichts dafür können, dass sich unsere Kinder anders entwicklen, können auch unsere Mitmenschen nichts dafür.
Manchmal kann man nur den Kopf schütteln, wenn man überstrukturierte Mütter beobachtet, wie sie mit Drill und Druck, ihre Kinder dermaßen überfordern, dass man sich manchmal fragt, warum behinderte Kinder nicht einfach auch mal nur Kind sein dürfen. Gerade bei dem Thema Inklusion. Der Begriff wird oft dahingehend missbraucht, dass behinderte Kinder ihrer Kindheit und ihrer Neigungen auch beraubt werden, nur um zu beweisen, dass sie trotz aller Einschränkungen völlig normal sind und alles können müssen dürfen.
Das möchte ich auch noch zum Thema Peergroup und Verständnis untereinander und vor allem auch zuhören, ernst nehmen, nachdenken, anführen:
Ich fand die Aussage über die Peergroup sehr wichtig. Gewinnt nicht gerade dieser Begriff bei der Umsetzung des Inklusionsgedanken immer mehr Bedeutung? Führende Inklusionsumsetzer, Fachleute und Pädagogen, Psychologen und Psychotherapeuten weisen immer wieder darauf hin, dass die Schaffung und der Erhalt dieser Gruppen für die geistige Entwicklung und dem emotionalen Wohlbefinden sehr wichtig sind. Bei kleinen Kindern, oder jungen Schülern ist es vielleicht noch weniger Thema, aber wenn sie in die Pubertät kommen und Probleme im Umgang mit ihrer Sexualität bekommen, ist ein Austausch mit Jugendlichen in einem geschützten Rahmen einfach gut. Da geht es um die psychische Reife, die unseren Kindern oft in der Pubertät und auch später das Leben schwer machen. Und google einfach mal wie sogar Fachleute, die sich mit der Umsetzung der Inklusion befassen, gerade darauf in der Inklusion wert legen. Dieses anzuzweifeln ist fast wie ein Eigentor und man nimmt damit seinem eigenen Kind ungeahnte Möglichkeiten. Da finde ich übrigens die Aktionen der Lebenshilfe mit ihrer Offenen Behindertenarbeit sehr gut. Da geht man mit Peergrpoups hinaus ins offene Leben und wenn es zuviel wird, oder die jungen Menschen sich überfordert fühlen, können sie wieder in ihren geschützten Rahmen Rückzugsmöglichkeiten finden. Leider hat die ganze Sache nur einen faden Beigeschmack, denn auch die Lebenshilfen nutzen für sich die Vorteile der nicht so schwer behinderten Jugendlichen. Mit mehr Jugendlichen und weniger Personal, kann man viele vorgeschriebene und auch in der UN-BRK niedergeschriebenen Artikel erfolgreich umsetzen. Da die Eltern leichter behinderter Kinder auch großen Wert darauf legen, dass ihre Kinder nicht durch die Teilnahme von stark beeinträchtigten Kindern von Aktionen abgehalten werden, ist der Kampf von Eltern stark beeinträchtigter Kinder ein einsames Rennen geblieben. Ob mit oder ohne Inklusion Micha, die Eltern und ihre schwer behinderten Kinder werden auch in Zukunft die Verlierer bleiben, folgt man den illusorischen Ausführungen mancher Ideologen, die sich mit der Umsetzung der Inklusion beschäftigen. Wissen aus dem Internet aneignen und jahrelange Erfahrungen umsetzen, sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Beides zusammen könnte ein erfolgversprechendes Modell werden.
Aber unsere Erfahrungen sind scheinbar nichts wert, bzw. nicht erwünscht oder werden permanent mit Gegenaussagen in den Boden getreten. Ich werde aber solange ich kann meinen Mund aufmachen und auf die Rechte und Gefahren von schwerer behinderten Menschen im Rahmen der Umsetzung der Inklusion hinweisen. Manche Sachen verlaufen auch irgendwann im Sand. Wie sieht es eigentlich mit dem Forum Inklusive Schule Bayern aus? Weiß da jemand bescheid? Man kann es nicht mehr aufrufen. Gibt es das noch? Wir haben da über unsere Gruppe einen Link bekommen, aber es geht nichts.
ich kenne nun wirklich sehr viele Eltern in Bayern, die ihre lern- und geístig behinderten Kindern in Regelschulen oder Montessorischulen geben, aber ich kann mich an keine einzige Familie unter ihnen erinnern, die ihr behindertes Kinder drillen oder unter Druck setzen würde. Scheinbar kannst Du Dir nicht vorstellen, wie lernzieldifferenter Unterricht aussieht. Die Kinder können hier selbstbestimmter lernen als in einem bloßen Frontalunterricht. Die Erfahrung der meisten Eltern ist, dass unsere Kinder in der Regelschule oft auch unterfordert werden, weil ihnen die Fachkräfte vom mobilen sonderpädagogischen Dienst oft zu stark auf die Regelschullehrer einwirken in dem Sinne, dass die Kinder auf keinen Fall überfordert werden dürfen. Dabei können die Regelschullehrer, die das Kind viel öfter sehen, meist viel besser einschätzen, welche Lernziele für das behinderte Kind angemessen sind. Unter den Eltern einzelintegrierter Kinder wird vermutet, dass der MSD wegen schwacher Leistungen behinderter Kinder in der Förderschule oft auch den Kindern in Einzelintegration in der Regelschule nicht mehr zutrauen...aber das sind jetzt natürlich keine wissenschaftlich belegbare Erkenntnisse, nur unsere Wahrnehmung...
ich kenne nun wirklich sehr viele Eltern in Bayern, die ihre lern- und geístig behinderten Kindern in Regelschulen oder Montessorischulen geben, aber ich kann mich an keine einzige Familie unter ihnen erinnern, die ihr behindertes Kinder drillen oder unter Druck setzen würde.
Christine
Liebe Christine,
das glaube ich dir sofort, also dass du keine Familie kennst. Bei uns in unserem Bereich Förderschule hat auch noch nie jemand was bin dir gehört, allenfalls vielleicht im Internet jetzt mal nachgelesen.
ich mache seit etwa 6-7 Jahren Einzelberatung für Eltern, die ihre Kinder an der Förderschule haben oder an die Regelschule wechseln lassen wollen oder an der Regelschule Probleme haben und zwar in unterschiedlichsten Regionen Bayerns. Wenn ich also von Wahrnehmungen dieser Eltern spreche, kannst Du mir glauben, dass dies keine kleine Anzahl von Eltern ist.
ich mache seit etwa 6-7 Jahren Einzelberatung für Eltern, die ihre Kinder an der Förderschule haben oder an die Regelschule wechseln lassen wollen oder an der Regelschule Probleme haben und zwar in unterschiedlichsten Regionen Bayerns. Wenn ich also von Wahrnehmungen dieser Eltern spreche, kannst Du mir glauben, dass dies keine kleine Anzahl von Eltern ist.
Christine Primbs
Liebe Christine,
der Einfachheit halber nenn uns doch einfach deine Funktion und vor allem fachliche Qualifikation damit wir, was die Beratung betrifft, auf der sicheren Seite sind. Ansonsten kannst du ja auch auf dein Forum verweisen, wo sicher auch ein reger und qualifizierter Austausch statt findet.
Rechtsberatung an sich läuft hier sowieso nicht, weil das im Internet von Laien untersagt ist. Eltern dagegen können sich jederzeit gegenseitig auch im rechtlichen Sinn austauschen. Ich habe gerade versucht, direkt zum Forum zu verlinken, das funktionierte leider nicht. Für Interessierte, das Netzwerk "inklusive Schule Bayern" wurde von 40 Eltern von Kindern die in einer Regelschule betreut werden gegründet. Dem Ganzen ist ein Forum zum Austausch angeschlossen. Ich hoffe jetzt alles richtig eingestellt zu haben und wünsche weiter guten Austausch.
lg
ich bin genauwo wie ihr einfach nur Mutter mit einem behinderten Kind. Scheinbar war ich zumindest in Unterfranken eine Vorreiterin bei der Einzelintegration eines geistig behinderten Kindes in der Regelschule. Da das auch nicht alles glatt lief und Behörden und unfähige Funktionsträger mir viele unnötige Steine in den Weg gelegt haben, ist es mir ein persönliches Anliegen, anderen Eltern zu helfen, sich auf ihren Weg nicht entmutigen zu lassen. Also ich habe eine fachfremde Ausbildung, aber ehrenamtlich in unterschiedlichen Funktionen viel Erfahrung gesammelt, z.B. in einem Vorstand bei der Gründung eines integrativen Kindergartens und später einer integrativen Privatschule, ich habe das Montessoridiplom gemacht und andere Dinge mehr. Jedenfalls geht es mir nicht um Ideologie, sondern um Menschenrechte und ich hoffe, dass wir Eltern uns gegenseitig noch besser zuhören lernen.
dein Wissen möchte dir hier sicher keiner abstreiten, nur wir alle die hier schreiben sind Experten in eigener Sache und vielleicht solltest du nicht immer davon ausgehen, dass du alles neu erfunden hast. Damit trittst du hier den zum Teil auch sehr erfahrenen Müttern auf die Füße, die es zu Zeiten einer noch nicht so ausdrücklich verfassten UN-BRK unendlich viel schwerer hatten, als du. Es gab z.B. kein Internet und man musste sich über unendlich viele Verbindungen Wissen und Erfahrung suchen. Ich möchte dich bitten, einmal auf diesen Link zu klicken............
Da war dein Kind sicher noch gar nicht geboren und du hättest, einem früheren Beitrag (Beitrag Nr. 44)von dir entnehmend, dein Kind vielleicht noch nicht einmal auf dieser Schule angemeldet, weil es da "Behinderte" gegeben hätte. Weißt du, da waren die Mütter, die hier aus Unterfranken mitschreiben, zum Teil ganz nah ganz nah dran. Und Julian war bei weitem nicht der einzige in Unterfranken. Genauso wie die Angelegenheit mit der UK, die auch nur wenig später an unsere Schule durch engagierte Eltern, die hier ebenfalls mit dabei sind, ihren Weg fand. UK und Autismus gehören auch zusammen........z.B. die Angelman Kinder mussten lange kämpfen,bis man es auch ihnen zugestand, dass sie mit Hilfe der UK, sich einbringen können. Das hast nicht erst du erkannt und erkämpft. Vor dir haben bereits Jahrzehnte lang Eltern für ihre Kinder gekämpft. Hätten sie es nicht getan, würdest auch du heute an ganz anderer Front kämpfen. Seien wir froh, dass wir heute auf einer guten Grundlage Erfolge flächendeckend ausbauen können und neue Wege für die Kinder von jetzt und in der Zukunft ebenen können.
ich habe nie gesagt, dass ich irgendetwas erfunden hätte, ich habe selbst mich auch nicht zu FC/gestützter Kommunikation engagiert, weil ich mich da zu wenig auskenne. Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass ich es skandalös finde, dass das immer Eltern durchsetzen müssen und Sonderpädagogen sich zumindest in der Vergangenheit viel zu wenig dafür einsetzten, dass diese Methode flächendeckend in allen Förderschulen geistige Entwicklung zum Standard wird.
In der Zeit, in der mein Kind die Grundschule besuchte, gab es dafür nur eine sehr schwache Rechtsgrundlage und ich hatte Angst, dass mein Kind quasi täglich an die Förderschule verwiesen hätte werden können, die Änderung des BayEUG hat die Rechtssituation für meine Tochter nun seit eineinhalb Jahren wesentlich verbessert, deswegen haben wir auch gegen den Bezirk auf Erhöhung der Schulbegleiter-
stunden und Nachzahlung von 5000,- EURO geklagt und bekamen vor kurzem Recht! Sicher bin ich auch Vorreiterin bei meinem Kind gewesen, da ich mit meinen Erfahrungen und Zeit, mich dafür einzusetzen, mich die letzten Jahre anders gegen die ganzen Behörden wehren konnte als die meisten anderen Eltern. Ich wurde von Behörden und Förderschuldirektoren massiv unter Druck gesetzt und habe mehrfach die Unterstützung vom Kultusministerium suchen müssen, um zu verhindern, dass mein Kind doch irgendwann abgeschoben wird...
Klar, Präsedenzfälle wie mein Kind versucht man unbedingt zu verhindern, wel dies ja einen Dominoeffekt auslösen kann...
eure Beiträge über Inklusion stimmen mich sehr traurig. Meine Tochter ist geistig schwerst behindert und hat keine Sprache. Durch die Aussonderung in eine spezielle Klasse für lauter schwerst behinderte Schüler, hat meine Tochter schwere Einbußen erlitten. Sie hat sich dramatisch zurück entwickelt. Wären all diese ausgesonderten Schüler in den Klassen gleichaltriger behinderter Schüler untergebracht, wäre das zwar vordergründig ein Aufwand gewesen, aber letztendlich hätte manch einer von ihnen profitiert.
Damals gab es unterschiedliche Ansichten in den diversen Schulen. Es gab Schulen, da gab es keine Sonderklassen. Als meine Tochter eine Zeit lang in so einer war, ging es aufwärts mit ihr. Es waren Dinge möglich, die man nie gedacht hätte. Sie wurde als Mensch angesehen, der eine Behinderung hat. Es macht einen Unterschied jemanden zuerst über seine Krankheit (Behinderung) zu definieren. Kein Mensch möchte als krank gelten (mit Ausnahme er macht krank, sofern er arbeitet). Dies ist nämlich erniedrigend. Genau genommen verletzt es sogar die persönliche (Menschen-) Würde.
Meine Tochter wird über ihre Behinderung definiert, nie (selten) als Mensch gesehen oder Persönlichkeit wahrgenommen. Sie wird übergangen, nicht gefragt, welche Bedürfnisse sie hat. Sie werden ihr unterstellt. Es ist ein riesen Aufwand ihre Bedürfnisse zu kennen. Da ist es schon leichter sie ständig zum (albernen) Lachen zu bringen, und dann zu sagen: "ihr geht es gut, sie lacht doch."
Es fängt auch schon bei uns Eltern an. Und Eltern, die ihr schwerst behindertes Kind als Mensch mit eigener Persönlichkeit und Bedürfnissen ansieht, die sind unerwünscht. Sie sind aufwändig. Und ihre schwer kranken Kinder zu betreuen auch. Man denke nur an den Kostenfaktor. Für was brauche ich dann Spezialschulen, wenn schon diese sich in Bereichen als unfähig erweisen?
Meine Tochter ist geistig schwerst behindert und hat keine Sprache. Durch die Aussonderung in eine spezielle Klasse für lauter schwerst behinderte Schüler, hat meine Tochter schwere Einbußen erlitten. Sie hat sich dramatisch zurück entwickelt. Wären all diese ausgesonderten Schüler in den Klassen gleichaltriger behinderter Schüler untergebracht, wäre das zwar vordergründig ein Aufwand gewesen, aber letztendlich hätte manch einer von ihnen profitiert.
lg Micha
Liebe Micha,
mir ist es einmal ebenso ergangen. Aber ich habe das Glück gehabt, dass wir einen Sonderpädagogen an der Schule hatten, der sich die Zeit und die Mühe gemacht hat, eine Klassenführung zu übernehmen, die ein gemischtes Potenzial zur Verfügung hatte. Das hat meinem Kind sehr in seiner Entwicklung weiter geholfen.
Auch an unserer Schule wurde eine zeitlang separiert, d.h. es wurde eine Klassengemeinschaft von "Schwerstbehindertern" unter sich gebildet. Man ist aber davon ausgegangen, dass es eine gute Art der gezielten Förderung und vor allem durch eine kleinere Klassenstärke, auch adäquate gezielte und intensive Förderung mit sich bringt. Einige der Eltern waren aber damit vollkommen glücklich und zufrieden. Immerhin bot dieser Rahmen auch einen gewissen Schutz der manchmal hilflosen Kinder vor Übergriffen. Andere Eltern haben sich dagegen gewehrt und schließlich gab es wieder eine gemischte Klasse. Unser Rektor hat das auch unterstützt.
Was mir damals aufgefallen ist und ich glaube dass es heute noch so ist: jungen Referendaren werden die schwierigsten Kinder und das am besten in einer Klassengemeinschaft zusammen gepfercht aufgedrückt. Ich bin überzeugt davon, dass es sehr gute Sonderpädagogen gibt und die Schuld weniger bei hnen, als am System selbst liegt. Und so wie in Alten- und Pflegeheimen die schweren Brocken an die Hilfskräfte gerne abgegeben werden, so scheint es mancherorts auch an Förderschulen zu sein. Da kommt dann vielleicht das menschliche an den Sonderpädagogen durch. Denn sie sind eben auch nur Menschen. Bevor das System sie kaputt macht, müssen sie sich beugen. Tun sie es nicht, werden sie sowieso gegen eine Betonmauer rennen. Eine Mauer schlichtweg aus Arroganz und Selbstüberzeugung von Vorgesetzten? Und schließlich und endlich nun auch noch die Eltern, die alles besser wissen. Wir können hier so darüber reden, weil wir nicht dumm sind. Ich habe schon immer gesagt, dass wir Eltern viel mehr spüren und mitbekommen, was hinter den Fassaden ab geht, als sich die Fachleute dann vorstellen können. Man spürt doch, ob das eigene Kind einem anderen wichtig ist, oder nur lästiges Übel, nicht wahr?
P.S. Es war damals der Zeitgeist und da war Inklusion noch gar kein Thema. Also passierte es unabhängig davon und war der Alltag an Förderschulen.
im Endeffekt steht und fällt das System, ganz egal wie es heißt, mit den Entscheidungsträgern und den Menschen, die das Gerüst stabil oder brüchig machen.
Fortbildungsprogramm zur individuellen Förderung: Auftaktveranstaltung im Hochsauerlandkreis
Ministerin Löhrmann: Wir unterstützen Lehrerinnen und Lehrer im Umgang mit Vielfalt
Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:
Vielfalt im Klassenzimmer ist ein selbstverständliches Bild in den Schulen Nordrhein-Westfalens geworden. Diese Vielfalt kann aber Lehrkräfte vor so manche Herausforderungen stellen, wenn sie allen Schülerinnen und Schülern gerecht werden wollen. Das Schulministerium bietet in Kooperation mit der Bertelsmann-Stiftung Fortbildungen in individueller Förderung an, die sich an das gesamte Lehrerkollegium der Schulen der Sekundarstufe I richten. Das Projekt wird zum Schuljahr 2013/14 auf fünf neue Kreise und Städte ausgeweitet, darunter den Hochsauerlandkreis.
Schulministerin Sylvia Löhrmann nahm heute an der dortigen Auftaktveranstaltung teil und ermunterte die Schulen, sich für das Fortbildungsprogramm zu bewerben. „Schulen sollen Orte sein, die alle Kinder willkommen heißen und in denen alle Schülerinnen und Schüler mit ihren individuellen Startbedingungen die gleichen Chancen haben. Heterogene Klassen sind Ausdruck der Vielfalt und Offenheit unserer Schulen. Für Lehrerinnen und Lehrer ist dies mit wachsenden Herausforderungen verbunden. Mit den Fortbildungen wollen wir die Schulen dabei unterstützen, den Unterricht so weiterzuentwickeln, dass alle Kinder und Jugendlichen ihre Potentiale entfalten können,“ so die Ministerin.
Das Fortbildungsprogramm wurde von erfahrenen Fortbildnern unter wissenschaftlicher Leitung der Universität Münster entwickelt. Die Evaluierung erfolgt durch die Universität Kassel. Die zweijährige Fortbildung hilft den teilnehmenden Lehrerkollegien dabei, für ihre Schule im Team ein gemeinsames Konzept individueller Förderung im Unterricht zu erarbeiten und umzusetzen.
Angelaufen ist die Fortbildung bereits an 35 Schulen in den Regionen Bonn, Borken, Düsseldorf, Gütersloh und Hamm. Der Hochsauerlandkreis gehört neben der Stadt Bielefeld, der Stadt Gelsenkirchen, dem Kreis Kleve und dem Oberbergischen Kreis zu den fünf neuen Regionen in Nordrhein-Westfalen, in denen ab dem kommenden Schuljahr acht bis zehn Schulen mit der Fortbildung beginnen können.
Das Projekt soll nach und nach in allen Regionen Nordrhein-Westfalen zur Verfügung stehen. Ministerin Löhrmann: „Die Fortbildung in NRW wird entlang der bildungspolitischen Schwerpunkte wieder landesweit gesteuert und gleichzeitig vor Ort in den Regionen verankert. Die Schulen haben mit den Moderatorinnen und Moderatoren vor Ort kompetente Ansprechpartner. Der Hochsauerlandkreis kann als ausgewählte Pilotregion über die Region hinaus Interesse an dem Programm wecken.“
Interessierte Schule aus dem Hochsauerlandkreis erhalten hier Informationen zu ihrer Bewerbung:
Bildungsbüro Regionales Bildungsnetzwerk Hochsauerlandkreis
Andrea Jolmes Andrea.Jolmes@hochsauerlandkreis.de
Telefon: 0291/94-1317
Hallo
Wichtig für GU Kinder das sie ihre Förderung inerhalb der Klasse, und nach Möglichkeit nicht
aus dem Klassenverband herausgelöst werden. In der GU Schule unseres Sohnes findet die Förderung in der
Klassengemeinschaft statt.Dort erhält er den Zugang zur Bildung, der wurde in der alten Schule
verwehrt.
MFG
Hans Gerd
Ausbau des Gemeinsamen Unterrichts macht noch keine Inklusion
Auch kommunale Spitzenvertreter erteilen Ministerin Löhrmann einen Korb
Mehr zu: Inklusion, Nordrhein-Westfalen, Schule
04.02.2013 -
(von Brigitte Schumann) Die Schulministerin hat in ihrer jüngsten Pressekonferenz zum Thema Inklusion in NRW aktuelle Maßnahmen und Daten präsentiert. Dabei hat sie die Steigerung der Integrationsquoten in den Grundschulen und weiterführenden Schulen als Beleg für die gute Entwicklung zu einem inklusiven Schulsystem in NRW herausgestellt und nachdrücklich betont, dass der Gemeinsame Unterricht in NRW dem Grundprinzip der Inklusion entspricht. Folglich muss sich also nichts grundlegend ändern bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, so die Botschaft der Ministerin an die Kommunen. Diese bestreiten das allerdings heftig in der Auseinandersetzung um die Finanzierung mit Verweis auf eben diese Konvention.
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"Der Name Inklusion ist neu, nicht aber das Grundprinzip." Als Begründung für ihre Kernthese verweist die Ministerin auf eine langjährige Tradition des Gemeinsamen Unterrichts in NRW. "Schon seit dreißig Jahren werden bei uns Kinder mit und ohne Handicap gemeinsam unterrichtet."
Dreißig Jahre lang haben tatsächlich Eltern von Kindern mit Behinderungen für das Recht ihrer Kinder auf gleichwertige Teilhabe am Unterricht der allgemeinen Schule in NRW gekämpft und sind oft genug gescheitert. Nicht zuletzt an dem selektiven Schulsystem, das in jüngster Zeit als Ergebnis des Schulfriedens mit der CDU von der rot-grünen Landesregierung in den Verfassungsrang gehoben wurde. Dabei hatten es Kinder mit leichteren Behinderungen immer einfacher, als "integrationsfähig" anerkannt und in die Grundschule aufgenommen zu werden. Das Ende des Gemeinsamen Unterrichts war immer dann erreicht, wenn die weiterführenden Schulen am Ort sich nicht für zuständig erklärten, Kinder mit Behinderungen aufzunehmen und zu fördern.
Ohne verbindliche konzeptionelle, fachliche und materielle Qualitätsstandards versehen, ohne unterstützende Aus- und Fortbildung, als Sparmodell knapp gehalten gegenüber dem ineffizienten, aber teuren Förderschulsystem hat der Gemeinsame Unterricht als Stiefkind der Bildungspolitik nach der Zeit der Schulversuche beliebige Formen des gemeinsamen Lernens in der Praxis angenommen, die sich als Wildwuchs verselbständigt haben und den Namen nicht verdienen. Fehlende landespolitische Steuerung hat dazu geführt, dass die Gymnasien sich bis zum heutigen Tage an der Integration so gut wie gar nicht beteiligen müssen. Wenn es dennoch trotz der fehlenden Unterstützung auch erfolgreiches gemeinsames Lernen von Kindern mit und ohne Behinderungen gab und gibt, dann ist das ausschließlich Lehrkräften und Schulen zu verdanken, die sich über das normale Maß hinaus engagiert haben, um Unterricht und Schule der Vielfalt der Kinder pädagogisch und organisatorisch besser anzupassen.
Den derzeitigen Gemeinsamen Unterricht mit seiner Verankerung im selektiven Schulsystem als vereinbar mit dem Grundprinzip der Inklusion auszugeben, stellt die UN-BRK völlig auf den Kopf. Er kann nur eine Durchgangsstation sein auf dem Weg zu einer inklusiven Schule für alle ohne Hindernisse und Abtrennungen.
Die kommunalen Spitzenverbände lassen sich nicht ködern
Gerade gegenüber den kommunalen Spitzenverbänden macht das Schulministerium im Streit um die Finanzierung der Folgekosten bislang immer wieder geltend, dass den Kommunen mit der Inklusion keine neue Aufgabe übertragen wird und "auch keine wesentliche Veränderung einer bereits bestehenden kommunalen Aufgabe" erfolgt. Dies hat die Ministerin auf ihrer Pressekonferenz wieder so vorgetragen.
In ihrer jüngsten gemeinsamen Presseerklärung weisen die kommunalen Spitzenverbände diese Argumentation erneut scharf zurück. Ihre Präsidenten begründen die Ablehnung allerdings allgemein mit den Erfordernissen der UN-BRK nach einer "qualitätsgesicherten schulischen Inklusion" und einer dafür ausreichend gesicherten Finanzausstattung, ohne sich auf Details näher einzulassen.
Den Überlegungen der Ministerin, Kommunen in Finanznot den Ausbau des Gemeinsamen Unterrichts zu erlassen, erteilen sie eine klare Abfuhr. Die Ministerin und die Landesregierung müssen sich belehren lassen, "dass diese Überlegungen mit einem landesweit einheitlichen gesetzlichen Anspruch auf gemeinsamen Unterricht nicht zu vereinbaren seien". Dies sehen auch die Sprecher des NRW- Bündnisses "Eine Schule für alle" so. Mit Empörung reagierten sie auf Berichte über Ausnahmeregelungen für Kommunen. "Der Rechtsanspruch dürfe nicht von den örtlichen Gegebenheiten abhängen", hieß es in ihrer Presseverlautbarung.
"Auch die Landesregierung wird nicht auf Dauer bestreiten können, dass die schulische Inklusion nach Maßgabe der UN-Behindertenrechtskonvention eine wesentliche Aufgabe ist, die nur durch klare und verlässliche gesetzliche Regelungen ausgestattet werden kann", so die Hoffnung der kommunalen Spitzenvertreter in besagter Presseerklärung. Dem möchte man sich gerne anschließen.
Zur Person
Dr. Brigitte Schumann war 16 Jahre Lehrerin an einem Gymnasium, zehn Jahre Bildungspolitikerin und Mitglied des Landtags von NRW. Der Titel ihrer Dissertation lautete: "Ich schäme mich ja so!" - Die Sonderschule für Lernbehinderte als "Schonraumfalle" (Bad Heilbrunn 2007). Derzeit ist Brigitte Schumann als Bildungsjournalistin tätig.
Hallo
Jetzt kam der Aufnahmebescheid der hiesigen Gesamtschule , er kann dort als GU Kind mit dem Förderschwerpunkt Lernen die
weiterführende Schule in einer Inklusionsklasse besuchen.
MFG
Hans Gerd
Hallo
Jetzt kam der Aufnahmebescheid der hiesigen Gesamtschule , er kann dort als GU Kind mit dem Förderschwerpunkt Lernen die
weiterführende Schule in einer Inklusionsklasse besuchen.
MFG
Hans Gerd
Hallo Hans Gerd,
ich freue mich für euch das es mit der weiterführenden Schule geklappt hat und euer Sohn nicht auf die Förderschule muss.
Unsere Tochter wechselt im Sommer auch von der Förderschule Sprache in den GU weil sich jetzt bewahrheitet hat das sie leicht lernbehindert ist.
Hallo Sandra
Wir freuen uns auch das du es geschaft hast deine Tochter im Sommer in den GU zu bekommen.
Aber der Weg kann sehr steinig sein, so wie wir es erlebt haben und erst in der jetzigen GU Schule
ist endlich Ruhe eingekehrt. Hier geht er seinen Weg und wir 3 sind zufrieden und er hat Zugang
zur Bildung die er in der alten Schule nicht hatte.
MFG
Hansgerd
Hallo
Hier etwas Neues zum GU aus dem Kreis Cosfeld: Eine Bekannte die ihren Sohn(AsbergerAutist) im GU hat, berichtete vor
2 Wochen das das Amt den Lohn für den Schulbegleiter um 50%Prozent gekürzt hätte und sie für den Rest selber
aufkommen müsten. Heute sagte sie mir das Amt hätte die Zahlungen ganz eingestellt und währe auch die Zahlungen
der letzten 2 Monate schuldig geblieben . Der Schulbegleiter hat darauf seine Arbeit eingestellt.
Ich habe der bekannten geraten sofort einen Schulanwalt einzuschalten der einen Eilantrag beim Sozialgericht stellt.
MFG
Hansgerd
So wie es aussieht hat eine verbotene Unterhaltung zwischen dem Amt und der Schule stattgefunden.
Hallo
Das zuständige Amt für die Eingliederungshilfe dieses Kindes verstößt gegen die Un Behindertenrechtskonvention für die
Rechte behinderter Kinder. Die Eltern haben sich einen Anwalt für Schulrecht genommen und werden sich nichts
gefallen lassen.
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Manche Sachbearbeiter spielen sich wie die Hergötter auf, und tun so als wenn es aus ihrem Geldbeutel genommen würde.