dein Beitrag stimmt einen nachdenklich, aber einiges verstehe ich nicht ganz. Leider wird es ja in jedem Bundesland anders gehandhabt und daher kann man die Vorgänge nicht immer nachvollziehen.
Also was den Schulwechsel betrifft, da kann man ja selbst von einer normalen Schule kommend auch nicht einfach im Alleingang wechseln. Man muss zuerst mit dem Beratungslehrer sprechen, findet er es berechtigt, dann geht man zum Rektor der alten Schule und bittet um eine begründete Freistellung. Dann kann man über das Rektorat der neuen Schule eine Anmeldung, bzw. eine Anfrage starten.
Die Lehrerin der KB-Schule kann ich gut verstehen, denn die Kinder werden ja bereits vor Einschulung schon so aussortiert, dass an den FS momentan die von anderen Eltern befürchtete "Restverwertung" anzufangen scheint. Vielleicht geht es ja den Förderlehrern wie den Grundschullehrern. Sie haben die engagierten Eltern im Nacken, aber die Schüler vor sich und dann soll alles zu jedermanns Zufriedenheit, laufen. Sprechende Kinder an Förderschulen sind ein Segen.
Natürlich wäre es fatal, wenn Sonderpädagogen und Rektoren Schüler dahingehend beurteilten, ihre Schulen vor der Schließung zu bewahren. Auch bin ich mir sicher, dass es schon immer Schüler gab, die an einer anderen Einrichtung besser in ihren Fähigkeiten hätten beschult werden können. Ich komme aber nicht dahinter, was für Beweggründe die Sonderpädagogen herumtreiben sollen, wenn es um den Gedanken der Schließung der Förderschulen geht? Was für Konsequenzen hätte es eigentlich für sie?
Für die, die im Staatsdienst sind, z.B. keine. Das Gehalt läuft weiter und sie würden dann an die Grundschulen, oder Hauptschulen, oder von mir aus Realschulen, sowie Gymnasien weitergeleitet werden. Macht sicher auch Spaß. Denn Sonderpädagogen studieren ja auch ein richtiges Lehramt und könnten an Grund- und Hauptschulen unterrichten. (je nach Didaktik) Die Sonderpädagogik ist neben z.B. Deutsch, Mathe, Religion, das Hauptfach. So läuft es meines Wissens jedenfalls in Bayern. Auch bereitet es ganz bestimmt vielen Sonderpädagogen mehr Spaß und Freude, mit fitten Schülern zu arbeiten. Da können sichtbare Erfolge erzielt werden. Erfolge, die man mit der Kenntnis, die man sich im sehr langen Studium und Ausbildung angeeignet hat, als Bestätigung erzielen kann. Das bringt einen doch weiter, als sich nur mit "auf dem Wasserbett liegenden" Schülern zu beschäftigen. Sie könnten ja mehr mit denen machen, aber ......dürfen sie das überhaupt? Manchmal habe ich das Gefühl, an Förderschulen gibt es da klar strukturierte Vorgaben und Lehrer die rechts und links auch mitnehmen wollen, sind vielleicht gar nicht erwünscht? Wer weiß was den einen oder auch anderen Sonderpädagogen überhaupt bewogen hat, diesen Beruf zu ergreifen? Elite schaffen, die Spreu vom Weizen zu trennen? Es gibt einen Lehrauftrag und der muss eingehalten werden. Von jeder Schule.
Es ist ein Kreuz. Ich wünsche dir liebe Kristina und deinem Kind, dass es den am besten auf ihn ausgerichteten Schulweg erfolgsversprechend einschlagen kann und nach der Schule dann auch eine adäquate Beschäftigung findet. Wir haben in Deutschland eine auf Perfektion ausgerichtete Gesellschaft und genau dieses gilt es zu überwinden. Aber vielleicht sind wir ja da dann auch schon längst in der Inklusion.
Wenn du eine Bestätigung des Schulamtes hast, das dein Kind im Gemeinsamen Unterricht beschult wird, dann kann das Amt einen Integrationshelfer nicht ablehnen.
Unser Sohn hatte in der Regelschule auch eine Integrationshelferin. Die ersten drei Jahre, jetzt braucht er keine mehr.
Ich achte auf deine Berichte, vielleicht kann ich dir helfen, wenn sich im Bezug auf GU Probleme einstellen.
Ne so war es nicht gemeint, ich möchte den Schulwechsel nicht im Alleingang tun, im Gegenteil ich lege schon großen Wert auf das Urteil der Klassenlehrerin meines Sohnes im Mom. laufen schon die Gespräche wie es nach diesem Jahr für jedes Kind in der Kl. weitergeht.
Diese Diagnosekl. trennt sich nach diesem Jahr der Großteil der Kinder ist dann so weit, das sie ohne Förderbedarf in die Regelschule können.
Ich hätte gerne einfach Gespräche mit den GS Rektoren geführt und mir die Schule bzw. Inklusionseinstellung selbst angeschaut. Aber ich trau mich irgendwie nicht, da es nicht gewünscht wird ohne die FS Kontakt aufzunehmen.
Genau das war das Problem, liebe Myriam die Lehrerin der KB Schule hatte alles vor Augen nur nicht unser Kind, ihre Einschätzung und Beurteilung über unseren Jungen war schlicht und ergreifend, Falsch und verlogen, selbst Ergotherapeut, Erzieherinnen im Schulkindi, Kinderarzt waren entsetzt darüber also nicht nur ich. Und die Anmaßung eine Diagnose zu stellen die für ein Kind nicht zutrifft ist eine Frechheit. Deshalb habe ich mich eingesetzt, das nach der Rückstellung eine Sonderpäd. der LB Schule die Begutachtung übernimmt.
Mit ihr war es ein sehr gutes Miteinander, sie hat sehr viel mit unserem Kind gearbeitet, hat ihn nochmals getestet und eigentlich fand sie die Selben Worte für unser Kind als ich.
Was Sonderpäd. bewegt so etwas zu tun, wie es uns mit der KB Lehrerin passiert ist weiß ich nicht. Ich gehe davon aus, das sie Bedenken haben ein Kind in die Inklusion zu geben, es ist ihnen klar, das die Kinder da betreut werdne müssen und diese Betreuungsstd. auch die Schule leisten muss, d.h. sie werden ihrer Schule abgezogen. Dann sagte sie mir auch ganz klar, das sie auch nicht nur noch die Mehrfachbehinderten Kinder möchten.
Vor allem denke ich aber das sie an ihrer Schule und deren Schüler hängen und manche besonders die schon Ewigkeiten diesen Beruf ausüben, ein Problem mit der jetzt doch schnellen Umsetzung und dem Elternwille haben. Sie waren ja früher in diesen Situationen welche Beschulung für das Behinderte Kind die Entscheidenden und vielleicht haben auch welche Schwierigkeiten mit dem Machtverlust klar zu kommen. Ich weiss es wirklich nicht, sind einfach Mutmasungen.
Liebe Elfriede
Das mit dem Feststellungsbescheid des Schulamtes weiss ich. So war es in diesem Schuljahr auch.
Ich habe Bedenken, wenn wir unseren Sohn auf der LB Schule lassen würden ob ihn dann das Landratsamt nicht an die zuständige KB Schule verweisen kann, denn Förderschule ist in deren Augen Förderschule und an der kB schule müssten sie keine Begleitung bezahlen.
Aus diesem Grunde sehe ich die Inklusion als den klügeren Weg, bevor der Fall eintritt.
Hallo
Die Schulämter in Nrw müssen den Eltern die Kinder mit sonderpädagogischen Förderbedarf haben, beide Möglichkeiten
anbieten einmal Inklusion und zum anderen auch die Förderschule. Sie dürfen nicht mehr selektieren.
So steht es im 9 Schuländerungsgesetz von NRW.
Das gleiche müsste auch für Kindergärten gelten die zum teil immer noch auf die Sonderschulen selektieren.
Da kommt die Frage auf ob es für jeden Fall eine Prämie gibt
MFG
Hans Gerd
Hallo
Wenn man sein GU Kind auf der weiterführenden Schule anmeldet darf man sich weder von der Schule noch vom
Schulamt einschüchtern lassen.Sollte eine Ablehnung ergehen auf die gewünschte Schule bestehen.
Dann kommt es zu einem Prüfungsverfahren das meistens zum gutem für das Kind ausläuft.
MFG
Hans Gerd
zum Thema Sonderpädagogen will ich auch was beitragen. Ich weiß zwar nicht, ob das in allen Bundesländern so ist, aber meine Informationen aus Bayern sind folgende:
Sonderpädagogen sind die tariflich mit am höchsten eingestuften Lehrkräfte. Die Berufsverbände der Sonderpädagogen fürchten um den Verlust des Status der Sonderpädagogen. Wenn ein Sonderpädagoge an der Regelschule arbeitet, ist die große Frage, ob sich die unterschiedliche tarifliche Einstufung auf Dauer verteidigen lässt. Daher kämpfen die Sonderpädagogen zumindest als Verbandsvertreter so verbissen um die sonderpädagogische Diagnostik, weil es letztlich rechtlich als einziges Unterscheidungsmerkmal die Legitimation ihres Berufsstandes sichert. In der Inklusion werden diese Dinge ja aufgeweicht, die Förderung der Kinder tritt in den Vordergrund, die Diagnostik zumindest in schriftlicher Form in den Hintergrund, was aber ja nicht heißt, dass die Kinder in der Regelschule von den Lehrern weniger genau beobachtet werden, aber oft eben mehr im Hinblick auf ihre Stärken, weniger auf ihre Defizite. Der defizitäre Blick ist eben von diesem Zwang zur schriftlichen Begutachtung und zur Kategorisierung der Kinder und ihrer Probleme geprägt.
Rechtlich ist es seit der UN-BRK so, dass nur noch die Regelschule verpflichtend ist und Zwänge gegenüber uns Eltern ausüben kann. Die Förderschule ist in der Regel nur noch eine Wahlmöglichkeit für uns Eltern. Genauso ist es mit dem mobilen sonderpädagogischen Dienst, der eigentlich nur noch beratende Funktion hat, wobei die Sonderpädagogenlobby in Bayern nun durchgesetzt hat, dass anders als in den letzten Jahren die sonderpädagogische Diagnostik der Kinder, die nicht benotet werden an der Regelschule wieder verpflichtend eingeführt wurde. Konsequenzen hat da aber keine, die Entscheidungen über das Kind obliegen alle der Regelschule. Trotzdem machen auch wir Eltern in Bayern die Erfahrung, dass sich viele Sonderpädagogen mit ihrer neuen Rolle sehr schwer tun und munter weiter den Eltern Angst gemacht wird und diese bevormundend behandelt werden, zumindest alle Eltern, die sich das gefallen lassen.
Ich möchte allen Eltern sagen: Nehmt Euere Informationsrechte voll in Anspruch! Schaut in die Schülerakte, unterschreibt keine EInverständniserklärungen zu Schweigepflichtsentbindungen und Begutachtungen. Und wenn so etwas mal zwingend ist, um irgendeine Unterstützung bekommen zu können, knüpft Euer Einverständnis an die Bedingung, dass Euch alle schriftlichen Dokumente über Euer Kind Euch ausgehändigt werden müssen! Wir Eltern in Bayern machen das nun immer konsequenter und da kommen unglaublich Dinge zu Tage! In meinem Fall hat z.B. die Sonderpädagogen behauptet, weil ich einen IQ-Test abgelehnt habe, was in Bayern rechtlich in Ordnung ist, dass ich daran schuld wäre, dass sie 3 Jahre lang nicht mit meinem Kind direkt zusammenarbeiten konnte. Ich hab das alles über das bayerische Ministerium direkt klären lassen, aber nicht mal vor dem hatte der MSD (mobile sonderpädagogische Dienst) und der Schulleiter der Förderschule Respekt (der MSD sagte immer zu mir, er kann nur so handeln, wie sein Schulleiter von ihm verlangt!). Wir haben dann über die Politik erfahren, dass zwischen den Regierungen (mittlere Verwaltungsebene) und dem Kultusministerium über diese Dinge gestritten wird, daher meinte der Schulleiter der Förderschule, diesen Streit gegen uns Eltern weiterführen zu können, letztlich musste er aber doch klein beigeben. Jedenfalls hat die MSD-Kraft meines Kindes aufgrund dieses Streites drei Jahre lang Schulleiter und Lehrer der Grund- und später auch der Haupschule gegen uns Eltern aufgewiegelt. Sogar gegenüber dem Bezirk hat der MSD behauptet, wir Eltern würden ihn an seiner Arbeit hindern. Das wurde aber vom Richter ignoriert und wir konnten doch eine Erhöhung der Stunden für den Schulbegleiter durchsetzen.
Jetzt, wo ich einen neuen Schulleiter und einen inklusionsfreundlichen MSD habe, habe ich mich massiv beim Kultusmini-
sterium und der Regierung über den früheren MSD beschwert. Denn das war noch nicht alles. Die Sonderpädagogin trug auch ohne mein Wissen Behauptungen der Grundschullehrerin an die Hauptschullehrerin weiter, dass wir Eltern angeblich unser Kind bei geselligen Schulterminen wenig mitmachen haben lassen und daher selbst daran schuld wären, wenn unser Kind nicht gut genug in die Klasse integriert werden konnte. Eine Frechheit! Erstens die Feigheit, das nie an einem der zahlreichen runden Tische anzusprechen, sondern nur hintenherum zu hetzen. Zweitens ist die Wahrheit eine andere: So fiel z.B. der Klassenlehrerin nichts besseres ein, als für den viertägigen Schullandheimaufenthalt in der Grundschule für die alle Schüler einen Kletter- und Kanukurs zu buchen und das bei 13 Kinder in der Klasse, von denen eben eins einen schweren Herzfehler hat und von vornherein klar war, dass es genau an diesem Programm gar nicht teilnehmen kann. Die Aufzählung könnte ich ellenlang fortsetzen, z.B. bei einem Wandertag wählte man den Weg durch einen Steinbruch, obwohl klar war, dass für das herzkranke Kind ein Kinderwagen mitgeführt werden musste, weil es die 3 km lange Strecke nicht vollständig laufen konnte usw.usw.
Ich habe mich in der Hauptschule zwei Jahre gewundert, dass der Schuldirektor mich bei jeder geselligen Veranstaltung direkt ansprach und sich nochmal für unser Kommen bedankte, mir war das richtig peinlich, aber auch zu aufdringlich. Jetzt zwei Jahre später kapier ich erst warum, nachdem ich nun weiß, dass wir Eltern gegenüber dem Hauptschullehrer-kollegium als "kontraproduktiv" vorverurteilt wurden. Diese Dinge erfüllen den Straftatbestand von Verleumdung, das ist alles kein Spaß. Und leider machen diese Erfahrung sehr sehr viele Eltern in Bayern, dass sie von Sonderpädagogen hintenherum gegenüber der Regelschule verleumdet werden. Dagegen müssen wir Eltern uns mit allen Mitteln wehren!
Immerhin konnte ich in meiner Elternvertreterfunktion die zuständige Juristin im Kultusministerium überzeugen, dass in die bayerische Volksschulordnung ausdrücklich hineingeschrieben wurde, dass die schulvorbereitenden Einrichtungen keine Daten an die Regelschule geben dürfen, wenn das Kind in die Inklusion wechselt! Ich bitte daher alle Eltern dringend darum, uns über solche Vorkommnisse zu informieren! Z.B. in unserem Forum unter www.inklusion-bayern.de
zum Thema Sonderpädagogen will ich auch was beitragen. Ich weiß zwar nicht, ob das in allen Bundesländern so ist, aber meine Informationen aus Bayern sind folgende:
Sonderpädagogen sind die tariflich mit am höchsten eingestuften Lehrkräfte. Die Berufsverbände der Sonderpädagogen fürchten um den Verlust des Status der Sonderpädagogen. Wenn ein Sonderpädagoge an der Regelschule arbeitet, ist die große Frage, ob sich die unterschiedliche tarifliche Einstufung auf Dauer verteidigen lässt. Daher kämpfen die Sonderpädagogen zumindest als Verbandsvertreter so verbissen um die sonderpädagogische Diagnostik, weil es letztlich rechtlich als einziges Unterscheidungsmerkmal die Legitimation ihres Berufsstandes sichert. In der Inklusion werden diese Dinge ja aufgeweicht, die Förderung der Kinder tritt in den Vordergrund, die Diagnostik zumindest in schriftlicher Form in den Hintergrund, was aber ja nicht heißt, dass die Kinder in der Regelschule von den Lehrern weniger genau beobachtet werden, aber oft eben mehr im Hinblick auf ihre Stärken, weniger auf ihre Defizite. Der defizitäre Blick ist eben von diesem Zwang zur schriftlichen Begutachtung und zur Kategorisierung der Kinder und ihrer Probleme geprägt.
Rechtlich ist es seit der UN-BRK so, dass nur noch die Regelschule verpflichtend ist und Zwänge gegenüber uns Eltern ausüben kann. Die Förderschule ist in der Regel nur noch eine Wahlmöglichkeit für uns Eltern. Genauso ist es mit dem mobilen sonderpädagogischen Dienst, der eigentlich nur noch beratende Funktion hat, wobei die Sonderpädagogenlobby in Bayern nun durchgesetzt hat, dass anders als in den letzten Jahren die sonderpädagogische Diagnostik der Kinder, die nicht benotet werden an der Regelschule wieder verpflichtend eingeführt wurde. Konsequenzen hat da aber keine, die Entscheidungen über das Kind obliegen alle der Regelschule. Trotzdem machen auch wir Eltern in Bayern die Erfahrung, dass sich viele Sonderpädagogen mit ihrer neuen Rolle sehr schwer tun und munter weiter den Eltern Angst gemacht wird und diese bevormundend behandelt werden, zumindest alle Eltern, die sich das gefallen lassen.
Ich möchte allen Eltern sagen: Nehmt Euere Informationsrechte voll in Anspruch! Schaut in die Schülerakte, unterschreibt keine EInverständniserklärungen zu Schweigepflichtsentbindungen und Begutachtungen. Und wenn so etwas mal zwingend ist, um irgendeine Unterstützung bekommen zu können, knüpft Euer Einverständnis an die Bedingung, dass Euch alle schriftlichen Dokumente über Euer Kind Euch ausgehändigt werden müssen! Wir Eltern in Bayern machen das nun immer konsequenter und da kommen unglaublich Dinge zu Tage! In meinem Fall hat z.B. die Sonderpädagogen behauptet, weil ich einen IQ-Test abgelehnt habe, was in Bayern rechtlich in Ordnung ist, dass ich daran schuld wäre, dass sie 3 Jahre lang nicht mit meinem Kind direkt zusammenarbeiten konnte. Ich hab das alles über das bayerische Ministerium direkt klären lassen, aber nicht mal vor dem hatte der MSD (mobile sonderpädagogische Dienst) und der Schulleiter der Förderschule Respekt (der MSD sagte immer zu mir, er kann nur so handeln, wie sein Schulleiter von ihm verlangt!). Wir haben dann über die Politik erfahren, dass zwischen den Regierungen (mittlere Verwaltungsebene) und dem Kultusministerium über diese Dinge gestritten wird, daher meinte der Schulleiter der Förderschule, diesen Streit gegen uns Eltern weiterführen zu können, letztlich musste er aber doch klein beigeben. Jedenfalls hat die MSD-Kraft meines Kindes aufgrund dieses Streites drei Jahre lang Schulleiter und Lehrer der Grund- und später auch der Haupschule gegen uns Eltern aufgewiegelt. Sogar gegenüber dem Bezirk hat der MSD behauptet, wir Eltern würden ihn an seiner Arbeit hindern. Das wurde aber vom Richter ignoriert und wir konnten doch eine Erhöhung der Stunden für den Schulbegleiter durchsetzen.
Jetzt, wo ich einen neuen Schulleiter und einen inklusionsfreundlichen MSD habe, habe ich mich massiv beim Kultusmini-
sterium und der Regierung über den früheren MSD beschwert. Denn das war noch nicht alles. Die Sonderpädagogin trug auch ohne mein Wissen Behauptungen der Grundschullehrerin an die Hauptschullehrerin weiter, dass wir Eltern angeblich unser Kind bei geselligen Schulterminen wenig mitmachen haben lassen und daher selbst daran schuld wären, wenn unser Kind nicht gut genug in die Klasse integriert werden konnte. Eine Frechheit! Erstens die Feigheit, das nie an einem der zahlreichen runden Tische anzusprechen, sondern nur hintenherum zu hetzen. Zweitens ist die Wahrheit eine andere: So fiel z.B. der Klassenlehrerin nichts besseres ein, als für den viertägigen Schullandheimaufenthalt in der Grundschule für die alle Schüler einen Kletter- und Kanukurs zu buchen und das bei 13 Kinder in der Klasse, von denen eben eins einen schweren Herzfehler hat und von vornherein klar war, dass es genau an diesem Programm gar nicht teilnehmen kann. Die Aufzählung könnte ich ellenlang fortsetzen, z.B. bei einem Wandertag wählte man den Weg durch einen Steinbruch, obwohl klar war, dass für das herzkranke Kind ein Kinderwagen mitgeführt werden musste, weil es die 3 km lange Strecke nicht vollständig laufen konnte usw.usw.
Ich habe mich in der Hauptschule zwei Jahre gewundert, dass der Schuldirektor mich bei jeder geselligen Veranstaltung direkt ansprach und sich nochmal für unser Kommen bedankte, mir war das richtig peinlich, aber auch zu aufdringlich. Jetzt zwei Jahre später kapier ich erst warum, nachdem ich nun weiß, dass wir Eltern gegenüber dem Hauptschullehrer-kollegium als "kontraproduktiv" vorverurteilt wurden. Diese Dinge erfüllen den Straftatbestand von Verleumdung, das ist alles kein Spaß. Und leider machen diese Erfahrung sehr sehr viele Eltern in Bayern, dass sie von Sonderpädagogen hintenherum gegenüber der Regelschule verleumdet werden. Dagegen müssen wir Eltern uns mit allen Mitteln wehren!
Immerhin konnte ich in meiner Elternvertreterfunktion die zuständige Juristin im Kultusministerium überzeugen, dass in die bayerische Volksschulordnung ausdrücklich hineingeschrieben wurde, dass die schulvorbereitenden Einrichtungen keine Daten an die Regelschule geben dürfen, wenn das Kind in die Inklusion wechselt! Ich bitte daher alle Eltern dringend darum, uns über solche Vorkommnisse zu informieren! Z.B. in unserem Forum unter www.inklusion-bayern.de
bis jetzt war es eine nette sachliche Diskussion um das Wohl unserer Kinder und die Umsetzung der Inklusion. Nun habe ich das Gefühl, es wird sehr unsachlich.
Liebe Christine,
Sonderpädagogen sind kein Freiwild und du beginnst gerade eine Hetzkampagne zu starten.
Ich denke deine Liebe und dein Ehrgeiz, deinem Kind alle niedergeschriebenen Rechte der Welt und der UN-BRK zukommen zu lassen, treibt dich hier an und das verstehe ich ja auch und noch. Wie du es aber hier wagst, eine Berufsgruppe so hinzustellen, die eine sehr lange Studien- und Ausbildungszeit zu absolvieren hat, welche keinesfalls mit der eines z.B. Grundschullehrers zu vergleichen ist, schlägt dem Faß den Boden aus.
Menschen wie du, die nur das Wohl ihres Kindes im Auge haben und mit Haß alles so vehement verfolgen, was ihnen ihrer Meinung nach im Weg steht, machen alles kaputt, was mühselig in den vergangenen Jahren aufgebaut wurde.
Vielleicht solltest du dich mal mit Sonderpädagogen zusammensetzen und dich intensiv mit ihrer Ausbildung, dem Referandariat und den hohen Kosten die dabei anfallen auseinandersetzen.
Und wenn du meinst, dass dein Kind mit seiner Behinderung völlig normal ist und eigentlich nur die anderen etwas an ihm nicht normal finden, ist das deine Einstellung zu deinem Kind. Und das ist dein gutes Recht, normal und jeder kann hier hoffentlich seine Meinung auch frei aussprechen. Es gibt aber behinderte Schüler, die sehr wohl auf die Sonderpädagogen und ihr Wissen angewiesen sind. Ich würde mir keinesfalls anmaßen, darüber ein Urteil zu erlauben, obwohl auch ich von mir behaupten kann, ein wenig Einblick in die Materie zu haben.
Verheizt werden Sonderpädagogen schon teilweise in ihrer Ausbildung und die ist sehr langwierig und weicht doch in einem nicht unerheblichen Umfang von der eines "normalen" z.B. Grundschulpädagogen ab. Und Sonderpädagogen haben es nicht nur mit den niedlichen kleinen süßen Kindern zu tun, sondern später auch mit den jugendlichen Betroffenen, die dann keinesfalls nicht mehr nur süß sind, sondern teilweise gewaltige Anforderungen an Lehrer stellen können. Und da haben normale Pädagogen gar keine Lust zu und vor allem auch gar keine entsprechende Ausbildung, sich bei diesen inviduellen Anforderungen zurecht zu finden, geschweige dann diesen zu stellen. Aber diese Schüler haben auch Recht auf Bildung.
Ich finde es unverantwortlich, wie hier Eltern durch deine Aussagen verunsichert werden. Wir sollten froh sein, dass es diese Fachrichtung mittlerweile "wieder verstärkt" gibt. Sicher gibt es einige, die es wirklich nicht verdienen, später mit ihren Schützlingen zu arbeiten, aber wer mit Herz und Seele Sonderpädagoge aus Überzeugung wird, das Referendariat übersteht, wird immer das Kind als Mensch mit seinem individuellem Leistungsmögen im Blick haben und es da abholen, wo es in seiner Einmaligkeit steht. Ich finde es bewundernswert, wie es immer wieder junge Menschen gibt, die sich für ein solches Studium entscheiden. Es gehört schon etwas dazu, wenn man teilweise erst mit ende zwanzig , aufgrund der Zusatzqualifikationen und dem 2-jährigen Referendariat, endlich überhaupt Geld verdient. Und dann braucht man auch erst mal eine Planstelle um in den Genuss deiner Aussage zu kommen. Meist bekommt man willkürlich für ein paar Monate einen Stundenvertrag, muss jedes Schuljahr wechseln, erfährt erst kurz vor den Zeugnissen, wohin man überhaupt kommt, ob man überhaupt eine Stelle belkommt, usw. Und viele von den Sonderpäds aus Bayern, werden ohnehin in von anderen Bundesländern abgeworben und dort mit Kußhand genommen. Warum wohl wurden in diesem laufenden Schuljahr alles was es so an übrig gebliebenen (auch fachfremden) Lehrern auf dem Markt gab, an Förderschulen berufen? Weil wir viel zu wenig davon in Bayern haben.
Die Willkür, die du hier anprangerst hat ganz woanders ihren Ursprung und ich denke, da solltest du ansetzen.
Du unterstellst mir eine "Hetzkampagne" gegen Sonderpädagogen. Ich bitte Dich, da etwas vorsichtig zu sein, auch das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Ich habe lediglich Fakten beschrieben und kann alle meine Aussagen belegen. Das Problem ist wohl doch eher, dass Du von Eltern, die ihr Kind in der Regelschule haben, nicht annehmen willst, was diese erleben. Hast Du schon mal Aussagen von Eltern von Förderschulkindern in diesem Forum in Frage gestellt? Einfach so, nur weil Du sie nicht glauben willst, weil sie nicht in Dein Weltbild passen?
Von den Landtagsabgeordneten in Bayern wissen wir, dass es in ganz Bayern Probleme mit dem mobilen sonderpädagogi-schen Dienst gibt. Da ich in vielen Anhörungen war, habe ich das Gezerre der Berufsvertreter und Lobby der Sonderpäda-gogen direkt mitbekommen. Bei der ersten Anhörung im bayerischen Kultusministerium wurde sogar offen gesagt, dass es innerhalb des Ministeriums Meinungsverschiedenheiten um die Frage geht, ob der Begriff des sonderpädagogischen För-derbedarfs überhaupt noch im Gesetz stehen bleiben soll. Ranghohe Juristen im Ministerium wollen nur noch vom individuellen Förderbedarf aller Kinder sprechen. Die Sonderpädagogen wissen ganz genau, dass das ein Angriff auf ihren Berufsstand insgesamt ist.
Liebe Myriam, Du beteuerst nur, wieviel Jahre, wieviel Stoff die Sonderpädagogen studiert haben und dass sie sehr schlechte Arbeitsbedingungen haben, auch dass immer weniger dieses Studium antreten wollen. Ja, und? In der Wissenschaft ist es Konsens, dass sich das Studium der Sonderpädagogik ändern muss. Führende Wissenschaftler in Deutschland fordern, dass alle Lehrer ein gleiches grundständiges Studium absolvieren, das auf inklusive Unterrichtung aller Kinder ausgerichtet ist. Erst im Hauptstudium sollten dann Spezialfächer wie z.B. Hörbehindertenpädagogik studiert werden. Das heißt, die bisherigen Sonderpädagogen müssen sich im Studium in Zukunft breiter aufstellen, um an inklusiven Regelschulen unterrichten zu können. Genauso müssen alle allgemeinen Lehrer in Zukunft z.T. sonderpädagogi-sche Lerninhalte in ihrem Studium mitbekommen über inklusive Didaktik und spezielle Förderung bei Schwierigkeiten beim Lernen, im emotional-sozialen Bereich und bei der Kommunikation. Die bayerische Lehramtsprüfungsordnung wird gerade entsprechend geändert. Liebe Myriam, Du solltest Dich dieser Realität stellen: Der Inklusionsprozess ist nicht mehr aufzuhalten und die Förderschulen werden sich auch in Bayern ändern!
Wie gesagt, gibt es mit dem mobilen sonderpädagogischen Dienst viele Probleme und Loyalitätskonflikte. Denn die MSD-Kräfte stehen ja in einem echten Spannungsverhältnis, wenn ihre Dienstvorgesetzten, die Schulleiter der Förderschule Inklusion ablehnen und ihre eigenen Förderschulen auch in Zukunft nicht inklusiv ausrichten wollen. Ich kann Dir viele Fälle aus Bayern erzählen und zwar aus allen Regierungsbezirken, wo MSD-Kräfte gegenüber der Regelschule sich negativ über Eltern geäußert haben, die ihr Kind nicht in eine Förderschule, sondern in die Regelschule gehen wollen. Das nennt man ihm Strafrecht gewöhnlich Verleumdung. Das sind nun mal Fakten. Wissenschaftler drücken sich sachlich so aus:
"Das größte Hemmnis für die Entwicklung der inklusiven Schule ist die Bindung der Personalressourcen an die Förderschule." Das ist die derzeitige Situation, dass der Regelschule die Personalressourcen vorbehalten werden. Der MSD wird nicht mal von den Regelschulen immer als Hilfe erlebt. Ich war selbst in der Anhörung gesessen, wo Schulträger gefordert haben, dass es keine Verpflichtung werden darf, dass der MSD angefordert werden muss, weil nicht alle Schulen diesen als Hilfe erleben. Die MSD-Kräfte können zwar viel über das Krankheits/Behinderungsbild eines Kindes sagen, haben aber meist keine Erfahrung mit inklusiven Unterrichtsmethoden, wo die Regelschule so dringend Unterstützung bräuchte.
In ganz Bayern wird von Eltern berichtet, dass ihnen und den Schulen Angst gemacht wird, dass behinderte Kinder, die in Regelschulen gehen, hinterher keinen Rechtsanspruch auf einen Werkstattarbeitsplatz hätten oder keine berufliche Perspektive hätten. Das ist nachgewiesenermaßen alles falsch und dient nur dazu, die Regelschule und die Eltern auf ihren inklusiven Weg zu verunsichern. Warum verteidigst Du solches Verhalten von Sonderpädagogen? Weißt Du überhaupt, was Eltern durchmachen, deren Sonderpädagogen und in der Folge auch Allgemeinlehrer die Inklusion ihrer Kinder zum Scheitern bringen, indem Staatsbeamte, aufgehetzt von Berufslobbyisten, ihre Arbeit verweigern?
Ich sag Dir nochmal ein konkretes Beispiel: Der frühere Schulleiter meiner Tochter schrie beim runden Tisch herum, sie könnten die Inklusion meines Kindes im Sportunterricht nicht leisten. Anlass war der gescheiterte Sportunterricht, die Sportlehrerin hatte sich geweigert, im Sportunterricht Sportarten mit den Kindern auszuüben, bei denen mein Kind mitmachen kann. Ich sagte, dass das nun aber ganz bestimmt nicht an den fehlenden Personalressourcen liegen kann, denn es war ein Schulbegleiter mit einer sportlehrerähnlichen Ausbildung als Zweitkraft dabei! Der MSD versagte völlig, behauptete einfach, er sei für den Sportunterricht nicht zuständig, da er vom Schwerpunkt Lernen kam. Folge, meine Tochter wurde wieder aus dem Sportunterricht ausgeschlossen. Darauf legte ich Dienstaufsichtsbeschwerde beim Ministerium ein. Ergebnis nach einem halben Jahr: Meine Tochter nimmt seit einem halben Jahr an jeder Sportstunde begeistert teil, sie tanzt, macht Gymnastik, leichte Turnübungen und Ballspiele.
Mag sein, dass es etwas drastisch ist, davon zu sprechen, dass Lehrer gegen Inklusion aufgehetzt werden. Ich war nicht dabei, aber wenn die Verunsicherung durch den MSD hinter den Kulissen dazu führt, dass Lehrer regelrecht die Arbeit verweigern, womit sie ja auch dienstliche Konsequenzen befürchten müssten, wenn die Wahrnehmung der Lehrer tatsächlich so massiv gestört ist, dann müssen sie vorher wirklich sehr massiv manipuliert worden sein...
vielen Dank für deinen Hinweis "Internet - kein rechtsfreier Raum", dahingehend bin ich geschult und teile deine Meinung. Es ist übrigens schon das zweite Mal, dass du eine Antwort, an mich gerichtet, mit dem Satz:" du unterstellst mir" anfängst.
Es tut mir leid, wenn meine "Weltanschauung" sich nicht mit deiner vereinigen lässt. Dafür leben wir aber im Zeitalter der Inklusion und zudem in einer Demokratie, wo jeder seine Meinung auch öffentlich kundtun darf.
Ich habe auch kein Problem, welches du mir im obigen Beitrag wiederum unterstellst, mit den Erfahrungen von inkulsiv beschulten Kindern und ihren Eltern umzugehen. Ich bin ein Inklusions-Befürworter, wäre ich es nicht, wäre ich in meinen Ämtern sicherlich am verkehrten Platz. Ich bin einer von denen, die von Anfang an an der Umsetzung mitarbeiten. Dieses bereits auch schon zu der Zeit, wo du noch nicht aktiv in der Szene warst. Manches kannst du vielleicht heute darauf aufbauen, wo ich vielleicht vor dir Aufbauarbeit betrieben und einen Weg geebnet habe.
Ich habe übrigens auch nicht behauptet, dass es immer weniger Studenten gibt, die das Fach wählen, sondern dass der Freistaat Bayern in den Jahren 2000 - 2005 fast keine mehr zum Studium zugelassen hat. Man war schon vor dir dabei, die Sonderpädagogik stark einzuschränken, weil man sich sicher war, dass behinderte Menschen aufgrund sinkender Geburtszahlen und medizinischem Fortschritt bald in so minimalem Maße vorhanden wären, dass keine Sonderpädagogen mehr von Nöten seien. So hat im Jahr 2003 ein Bezirkstagspräsident in einer Rede darauf verwiesen, dass es in naher Zukunft keine Menschen mit Behinderung mehr geben könnte. Das war aber verkehrt gedacht. Die meisten Behinderungen entstehen ja nicht vor und während der Geburt und dank des medizinischen Fortschritts ist die Überlebensrate gestiegen, dafür hat aber auch der Schweregrad der einzelnen Behinderungen zugenommen.
Was die von dir zitierten "schlechten Arbeitsbedingungen" betrifft, war meine Antwort auf deine Darstellung eines "hochdotierten" Jobs, wo man anscheinend mit teilweiser Inkompetenz das meiste Geld verdienen kann. Übrigens im gleichen Rahmen wie im Gymnasial-Lehramt.
Und solange an den Unis Lehramtsstudenten unterwegs sind, die im Glauben sind, dass man die "Behinderten" dann an die Sonderpäds abgeben kann, solange werden wir diese auch brauchen. Du solltest bei den "normalen" Lehrern anfangen aufzuräumen und so wie du beschrieben hast, diese in ihrer Verantwortung zur inklusiven Bildung heranziehen. Dann wäre ein Tipp die Rechtslage mal genau unter die Lupe zu nehmen. Vielleicht haben die Normalos auch hohen Respekt vor dem Umgang mit betroffenen Schülern und Angst vor rechtlichen Konsequenzen, wenn etwas passiert.
Ist es nicht so, dass der Bezirk als Kostenträger auch bestimmt, wie es mit den Kindern nach der Schule weiter geht? Wenn der Bezirk nicht refinanziert, kannst du alle Rechte der Welt haben, dann geht gar nichts. Da ist der Ansatz.
Ich verstehe deinen Antrieb, ich wäre nicht hier im Forum aktiv, wenn ich mit allem zufrieden wäre. Aber ich bin nicht mit einem Tunnelblick, ausgerichtet auf mein eigenes behindertes Kind unterwegs. Und mir tun die Kinder leid, die von Eltern zu höchsten Normen, die sie in ihrer Ausbildung erfüllen sollen angetrieben werden, um dann am Ende doch wieder nur in einer Werkstatt zu enden. Und ich rede auch nicht nur von Werkstatt, sondern auch von Förderstätten, noch ne Spur mehr Aussonderung.
Inklusion und Schule und alle sind gleich geht so bis 18, zumindest was die schulische Ausbildung betrifft. Dann ist erst mal der Horizont...........der Bewegung erreicht. Aber hinterm Horizont gehts ja bekanntlich weiter. Vielleicht bin ich da schon unterwegs und sammle gerade Erfahrungen ein und sehe Ergebnisse?
Hallo Myriam, Hallo Christine
Ich habe gerade euere Berichte gelesen. Da sind die Emotionen hochgekocht. Pro und contra. Aber beide Seiten kann ich verstehen. In Sachen Sonderpädagogen hat jeder seine eigene Erfahrungen, und die macht man eben mit seinem eigenen Kind. Und in erster Linie kämpft auch jeder dafür. Man kann nicht sagen, du denkst nur an deinem Kind alleine. Besondere Kinder sind nicht alle gleich. Jedes ist verschieden. Fazit: jeder möchte das Beste für sein Kind. Christine übt keine Hetzkampagne aus, sie schreibt ihre Meinung und das muss man dürfen. Sie hat ihren Grund dafür, denke ich. Die Ehrfahrungen über Pädagogen sind unterschiedlich. Auch Bei Regelschullehrer. Wer Selektiert denn zuerst?
Fast sind sie alle gleich. Christine schrieb : Unterschreibt keine Schweigepflichtsentbindungen. Ja in der Tat, wir haben auch diese SCH.entbindung unterschrieben. Das war ein fataler Fehler, die wurde Massenweise benutzt. Sie holen sich damit überall bei Therapeuten und auch Ärzten Informationen und Berichte. Und nur das schlechte wird verwendet.
Ich wollte sie beim Schulamt holen, habe sie aber nicht zurückbekommen. Und die Schulakte meines Sohnes habe ich auch durchgesehen. In der ersten GU-Schule war das, ich habe noch nie eine solch zerflederte Schulakte gesehen. Unordentlich , kreuz und quer, Eselsohren und vergammelt. In der ersten GU-Schule , da freute sich die Sonderpädagogin lachend, als sie hörte das wir den Förderschwerpunktwechsel von GB auf LB nicht geschafft hatten. Das ist nicht Sozial, und Freude nicht angebracht. Das sagte mir, es geht nicht um meinen Sohn, sondern um sie Selbst. Pädagogen können es nicht nachempfinden wie man sich als Eltern fühlt. Das können sie nicht, weil sie nicht betroffen sind. Unseren Sohn ging es nicht gut in der Sonderschule, die die Fragen stellen, werden mundtot gemacht, Selbstverwirklichung ist nicht möglich.Und auch nicht beabsichtigt.Warum stellt sich sonst schon in der Eingangsklasse der Chef der Behindertenwerkstätten vor. Mir sagte man, was bilden sie sich ein, von Hundert Schulabgänger bekommt nur einer einen Job in der Industrie. Bei der Bildung kein Wunder, in einem Jahr bis 10 zählen ist zu wenig. Den Ordner aus der Sonderschule habe ich noch, kreuze an was ist du zum Frühstück. Ich bin doch nicht im falschem Film. Aber der Koch- Rezepte Ordner, der war Klasse. GB heißt nur Kulturtechniken erlernen, mehr nicht.
in meinen Augen wirkt es wie Stimmungmache gegen einen Berufsstand. Ein Sonderpädagoge entscheidet sich wohl in den seltensten Fällen aufgrund der finanziellen Einstufung für sein Studium. Wenn man mit solchen Sonderpädagogen zu tun hat, oder Rektoren, die "ihren" Berufsstand verteidigen und nicht auf das Wohl von Kindern schauen, ist es ein trauriges Vorgehen, aber man kann es doch absolut nicht flächendeckend auslegen.
Ein Sonderpädagoge hat je nach Ausrichtung seine ganz spezielle Ausbildung. Du hast sicher recht, wenn du auf diese individuelle Lebensbewältigung hinweist, die an G-Schulen praktiziert wird, bzw. antrainiert wird. Rechnen, Schreiben und lesen kommt da manchmal zu kurz. Das geht nicht nur euch so. Daher ist der Besuch an Regelschulen natürlich ein großer Vorteil. Streite ich auch überhaupt nicht ab. Ich finde aber, dass diese negative Entwicklung auch an dem Personalmangel an den Förderschulen liegt. Da kann vieles nicht mehr abgedeckt werden. Andererseits gibt es Schüler an G-Schulen, die können noch nicht mal anhand von Bildern einen Kuchen backen, wenn sie aus der Schule in eine Förderstätte entlassen werden. Und von denen und ihren Eltern und Sorgen, reden wir hier auch. Erst dann wirds nämlich inklusiv.
ich bitte Dich, meine Beiträge nochmal in Ruhe durchzulesen. Du hast manches falsch verstanden. Ich habe deutlich gesagt, dass ich den Lobbyisten unter den Sonderpädagogen unterstelle, dass sie bei Schließung der Förderschulen um ihre höhere Eingruppierung fürchten, ich habe nirgends gesagt, dass ich das allen Sonderpädagogen unterstelle. Viele MSD-Kräfte handeln so, weil der Schulleiter der Förderschule und ihr Dienstvorgesetzter das so erwartet. Die MSD-Kräfte meines Kindes haben das wiederholt so zu mir gesagt, auch am runden Tisch unter Zeugen.
Wichtig ist mir auch noch die Feststellung, dass ich hier keine persönliche Weltanschauung verbreite, sondern die völkerrechtlich vertraglich geregelten und von Deutschland anerkannten Menschenrechte für Behinderte erläutere.
In Deiner Argumentation merk ich immer, dass Du davon ausgehst, dass in den Schulen leistungshomogen unterrichtet wird. Ich durfte vor kurzem das erste Mal bei meiner Tochter im Unterricht hospitieren, in der Freiarbeit halfen zwei andere Mädchen meiner Tochter beim Erlernen der Uhrzeiten, später arbeitete sie noch mit Unterstützung von zwei Jungs. Ich war total begeistert, wie klasse die Kinder das gemacht haben und man hatte auch überhaupt nicht den Eindruck, dass die anderen Kinder das als Zwang oder Last empfunden haben. Sie waren eher stolz, selbst mal in die Lehrerrolle gegenüber einem schwächeren Kind schlüpfen zu können.
Vielleicht hast Du mich auch missverstanden und gemeint, dass ich Sonderpädagogen für inkompetent halte, weil ich mehrfach gesagt habe, dass behinderte Kinder in Regelschulen mehr lernen als in Förderschulen. Ich habe nie gesagt, dass Sonderpädagogen inkompetent sind, ich habe nur den defizitären Blick des MSD kritisiert, der aber auch durch die Rollenkonstellation hervorgerufen wird. Es wird ja vom MSD auch erwartet, dass er die Defizite des Kindes beschreibt!
Aber nochmal zum Unterricht an Förderschulen: Grund für die geringere Förderung sind nicht etwa schlechtere Lehrer an den Förderschulen, sondern das fehlende Vorbild leistungsstarker Kinder! Es ist ein totaler Trugschluss zu glauben, Kinder lernen in der Schule nur vom Lehrer, nein, Kinder lernen zu einem großen Teil durch Nachahmung anderer Kinder! Deswegen brauchen wir heterogene Schülergruppen! Je heterogener diese Gruppen sind, desto mehr können die Kinder voneinander lernen! Ich weiß, dass man sich das nicht vorstellen kann, wenn man selbst Schule ganz anders erlebt hat.
Noch ein letzter Punkt: Liebe Myriam, Du schreibst, die Bezirke entscheiden, wohin ein behindertes Kind nach der Schulzeit kommt. Das stimmt nicht. Grundsätzlich dürfen behinderte Kinder zuhause bleiben, man kann ein persönliches Budget beantragen und damit können sich behinderte Menschen Assistenten anstellen oder bei einem Dienstleister "einkaufen". So können behinderte Menschen ein selbstbestimmtes Leben führen! Wenn behinderte Menschen arbeiten können und wollen, können Sie grundsätzlich auch frei etwas suchen. Allerdings versuchen da die Bezirke noch, ihrer Verpflichtung zur Auszahlung von Budgetleistungen nachzukommen. Aber ich gehe davon aus, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis hier auch die letzten Unklarheiten ausgeräumt werden können. Wir arbeiten daran, ich war vor kurzem bei einem bundesweiten Treffen von Initiativen, die behinderten Menschen selbstbestimmte Wege nach der Schulzeit eröffnen.
Hallo
Heute brachte unser Sohn sein Zeugniss mit,wir waren zufrieden und werden ihn morgen anmelden
auf der weiterführenden Schule innerhalb der Gemeinde.
MFG
Hans Gerd
Wir haben wie schon berichtet sehr gute Erfahrungen mit der Begutachtung gemacht und auch sehr schlechte, die uns beinahe unseren Wunsch der Diagnosekl. kaputt gemacht hätte.
Und ganz realistisch gesehen geht ja jeder auch unsere Männer oder wir arbeiten um Geld zu verdienen und ein Pädagoge ist da keine Ausnahme.
Es kommt meiner Meinung einfach darauf an, an wen man gerät, es ist Personenabhängig und nicht unbedingt eine Sparte des Pädagogenbereiches.
Ich sehe es aber doch so, trotz aller Rechte der UN -BRK man muss auch als Eltern etwas Feingefühl an den Tag legen, immerhin muss man sich z.B. nach den Beratungssituationen noch ins Gesicht schauen können, ist dies nicht der Fall, so wie bei unserer Erstbegutachtung, schadet man dem Kind und genau dies Bestätigt mir meinen Eindruck dieser Person, sie hat an unserem Kind gezerrt, ihm eine zusätzliche Behinderung diagnostiziert die es nicht gibt, mit dem Vorsatz den Jungen unbedingt an ihrer Schule beschult zu wissen.
Ich habe es immer noch so gut es ging abzuwenden, das es schlimm wird und habe einfach auf eine andere begutachtende Person einer anderen Schule bestanden nach der Rückstellung. Vom Verwaltungsakt kein Problem.
Diese unbefriedigende Situation und Differenzen haben nun dieses Ergebnis, das sich die KB Schule noch nicht einmal in ihrer Beratungsposition hat sehen lassen. Gut wir brauchen sie nicht, wir haben gute Therapeuten, gute Ärzte, ein gutes Sanitätshaus und wir sind auch fit genug die Schule in Behinderungsbedingten Angelegenheiten gut zu unterstützen.
Aber was so eine Situation anrichten kann................
Im Sinne des Kindes ist ein gutes Miteinander und dies erlebe ich nun und für mich ist es unheimlich beruhigend das ich mich da zurücklehnen kann.
Die Sonderpädagogen die meinen Sohn im Mom. unterrichten arbeiten im Sinne des Kindes und legen sehr großen Wert auf gute Zusammenarbeit mit dem Elternhaus und gerade weil wir behinderte Kinder haben muss man vielleicht öfter mal hinnehmen, wenn einem diese Lehrer sagen wo es klemmt und Probleme geben könnte. Wir haben dadurch schon durch ganz wenig Hilfestellungen in Zusammenarbeit mit den Pädagogen Erfolge erzielen können. Z.B. zwecks der visuellen Wahrnehmungsstörung, die Umrandung der Linien ist bunt, zwischen den Kästchen die er Frei lassen muss sind rot angemalt, er bekommt nur sauber kopierte Blätter ohne Grauschimmer dazwischen. Die Lineatur wurde größer kopiert, das Flackerlicht wurde ausgetauscht.
Hätte ich aber diese Probleme die die Pädagogin einfach im Unterricht gesehen hat als "ach was die hat die möcht nur...." dann wäre es zu solchen Unterstützungen nicht gekommen, denn ich hatte ein paar Ideen die und die Lehrerin auch und am Ende war dem Kind geholfen er kann jetzt viel besser, schöner und flotter schreiben.
Und dies ist für mich der Unterschied, habe ich einen Sonderpäd. der aktiv ist das Kind vor Augen hat und sich wirklich engagiert.
Oder: Habe ich jemanden vor mir, der für das Kind eher kontraproduktiv ist. Da gibt es aber nur eine Lösung auf Personenwechsel zu bestehen.
Und was man nicht vergessen darf, überall im Regelbereich in der Medizin u.s.w begegnen uns eben auch Solche und Solche Menschen.
Ich finde es gut, das wir Eltern nun die Rechte durch die UN BRK haben auch wir sind dankbar dafür das unser Kind diese Möglichkeit der Inklusiven Beschulung bekommen wird. Ich persönlich möchte für mein Kind nicht mit der Axt durch den Wald ich möchte mit seinen Lehrern zusammen eine gute Beschulung und da sehe ich es so und das meine ich wirklich ernst, die Pädagogen egal ob Sonder oder Regelbereich die sich mit der Inklusiven Beschulung gar nicht anfreunden können oder gar Vorurteile gegen Behinderung haben die müssen ihren Beruf an den Nagel hängen. Denn es kann nicht der SInn der Sache sein, das man den Kindern Teilhabe, Gleichberechtigung u.s.w einräumt und dann der Verantwortliche Pädagoge sich nicht an die Gesetzgebung hält genau genommen an die Vorschriften seines Dienstgebers bzw. seinem Dienstauftrag und das darf man nun einmal nicht an unseren Kindern auslassen, die vom Schicksal schwerer getroffen wurden.
Also mit der Schweigepflichtentbindung bin ich auch nicht ganz glücklich. Auf der anderen Seite haben wir nichts zu verbergen, wir haben einen guten IQ Test und ich bin fest davon überzeugt, auch die Berichte die ich von der Orthopädie bzw. SPZ abgebe müssen die Lehrer erst mal bisschen Googeln......lach........
Liebe Elfriede
Toi, toi, toi
Für die weiterführende Schule, an eueren Jungen weiter so.......macht echt Mut so etwas schönes zu lesen.
Zur Inklusion und dem Bericht "Das Sortieren muss aufhören" (OVZ v. 13. Oktober):
Professor Wocken war in Gummersbach, ja, das wurde Zeit. Ich hoffe, Ihr habt auch gut zugehört. Sein Vorschlag, wie Inklusion umzusetzen ist, ist mehr als eine Vision. So kann sie funktionieren. Er ist der Mann der Stunde.
Wo ist das Problem? Beim Schulministerium! Wir wählen die Politiker, damit sie unser Land regieren, doch dabei regieren sie über uns. Sie sagen, Förderschulen seien gut für unsere Kinder, doch das Gute ist oftmals nicht das Richtige. Die Pädagogen haben Angst, aber warum? Sie werden gebraucht, und sie müssen sich öffnen. Gestalten Sie diesen politischen Umbruch mit!
Was den Bau der neuen Sprachheilschule in Bornheim angeht: Das ist nicht im Sinne der Behindertenrechtskonvention. Fakt ist aber, dass die Sprachheilschulen die Eliteschulen unter den Förderschulen sind, weil sie nach Regelschulprinzip unterrichten. Eltern, die für ihre Kinder den Weg Förderschule einschlagen, sind sich nicht bewusst, wie wenig an Bildung ihrem Kind dort zuteil wird. Sie merken es erst, wenn es zu spät ist. Besonders bei den lernbehinderten Kinder.
Die zuständige Schulrätin Ulla Barth wird in dem Bericht als "Inklusionsgeneralistin" bezeichnet. Ich sage, sie redet mit Engelszungen. Mit einem Bein setzt sie Inklusion um, mit dem anderen möchten sie die Förderschulen im ländlichen Raum erhalten sehen. Das geht gar nicht. Sie sagt, die Förderschulen leisten gute Arbeit, aber wie sehen die Erfolgsbilanzen aus? Mir sagte man in einer Körperbehindertenschule im Oberbergischen: "Was bilden Sie sich ein? Von 100 Schulabgängern bekommt nur ein Kind einen Job in der Industrie."
Inklusion wird umgesetzt, die Stolpersteine können nur die Eltern aus dem Weg räumen, die den Weg Regelschule für ihre Kinder mit Förderbedarf wählen. Trauen Sie sich !
warum landen den die Kinder aus einer Sprachheilschule momentan wieder in der späteren Laifbahn an der Schule für Geistige Entwicklung?
Ihr seid doch hier auch alle sehr bewandert, was die Inklusion und ihre Umsetzung betrifft und wie es in Vorzeige Ländern bereits seit Jahren praktiziert wird. Daher habe ich mal ein paar Fragen:
Hat jemand hier mal ein paar Zahlen zur Hand, oder kann mal bitte jemand einen Link einstellen, wie es mit der Beschulung von Schülern mit Behinderung in den Vorzeige Ländern: Italien, Skandinavien, England......aussieht? Also mir geht es darum, ob da wirklich ALLE includiert unterrichtet werden? Bitte nicht von den Kindern mit Lernbehinderung reden, sondern von Schülern mit herausforderndem Verhalten, Autismus, Lernschwierigkeiten (geistige Behinderung) und/oder Mehrfachbehinderung. Sonst nützen mir keine Daten und Fakten.
Ich habe mich mal eine zeitlang in England aufgehalten und bin dort auch mal kurzzeitig zur Schule gegangen. Ich kann mich an kein einziges Kind erinnern, welches eine zumindest sichtbare Behinderung hatte. Aber vielleicht gab es damals noch kein solches Schulsystem. Mag sein. Von meiner englischen Freundin weiß ich nur, dass ihr Kind sehr gute Fortschritte auf der inklusiven Schule macht und das sich das Kind echt gut weiter entwickelt hat. Als fader Beigeschmack wäre leider nur dazu anzumerken, dass es sich bei den Schulen meist um Privatschulen handelt und Schulgeld kosten. Mich würde auch da mal interessieren, wo denn dann die anderen bleiben.
Dann frage ich mich, bevor ich mich hier weiter mit einbringe, besteht denn eigentlich in den ganzen Vorzeige Ländern eine generelle Schulpflicht und generell, unabhängig vom Grad der Behinderung, das Recht auf Beschulung, bzw. Schulbildung? Wer ist der Kostenträger der Einrichtungen in den angesprochenen Ländern? Werden private Schulgelder eingefordert? Mit welchem Personalschlüssel und welchem Fachpersonal sind diese Schulen besetzt? Für mich ganz wichtige Fragen, bevor ich mich dem ganzen vollständig öffne.
Vielen Dank schon mal im Voraus für die Infos. Wir sitzen oft über unseren Inklusions-Fachbüchern und versuchen ja herauszufinden, wie wir mitgehen können. Manchmal bekommt man das Gefühl,.......oder ich sage mal eher ich habe allmählich das Gefühl, dass es nicht nur die Politiker sind, die Eltern von Kindern mit einer geistigen Behinderung, auch eine solche Eigenschaft zusprechen, sondern auch schon Eltern anderer Förderbereiche. Ich wüßte aber keinen Grund dafür. Wir sind eine ganz normale Familie, finde ich.
hier unten auf die Schnelle ein paar Zahlen in einer schon älteren PR des SoVD. Für die anderen Zahlen müsste ich erst Quellen suchen, hab ich grad nicht zur Hand. Aber Kanada und Italien haben praktisch 100% Inklusion, wobei mir klar ist, dass es auch da manchmal Probleme gibt mit Kindern, die gar nicht in die Schule gehen usw., England hat meiner Info nach eine Inklusionsquote von 50%. Jedenfalls haben außer Deutschland praktisch fast alle anderen europäischen Länder Inklusionsquoten zwischen 50 und 100%. Ob da manchmal auch Sonderschulklassen dazu gezählt werden, die sich nur in einem Regelschulgebäude befinden, kann durchaus sein, aber das ist bei uns in Deutschland ja auch nicht anders. Die lange Zeit gelobten Außenklassen hatten ja meistens nur 0-20% gemeinsamen Unterricht mit einer Regelschulklasse.
Christine
Pressemitteilung vom 10.03.2009
Berlin
SoVD fordert ein Aktionsprogramm für inklusive Bildung
SoVD-Präsident Adolf Bauer erklärt:
Der SoVD setzt sich dafür ein, dass der gemeinsame Schulbesuch behinderter und nicht behinderter Kinder nicht länger die Ausnahme ist, sondern zur Regel wird. Vor diesem Hintergrund legen wir heute ein Positionspapier vor, das konkrete Schritte auf dem Weg zu einem inklusiven Bildungssystem beschreibt und einfordert.
Der Handlungsbedarf für Deutschland ist sehr groß. Hierzulande besuchen nur 15,7 Prozent der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf eine Regelschule. Damit ist die Bundesrepublik ein Schlusslicht im europäischen Vergleich. In vielen europäischen Ländern liegt die Inklusionsquote behinderter und lernbehinderter Kinder bei 60 Prozent, in den skandinavischen Ländern sogar bei 90 Prozent. Auch die UN-Konvention geht von einer Zielmarke von 80 bis 90 Prozent aus und erfordert deshalb deutliche Veränderungen im deutschen Bildungssystem.
Der SoVD fordert ein klares Bekenntnis der Politik zur Inklusion als Ziel und Anspruch der Bildungspolitik in Deutschland. Die Bundesrepublik hat sich mit der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention zur Schaffung eines inklusiven Bildungssystems verpflichtet. Deutschland muss sich von seinem Sonderweg verabschieden. Die allgemeinen Schulstrukturen müssen so verändert werden, dass lernbehinderte und behinderte Kinder nicht ausgegrenzt, sondern von Anfang an einbezogen werden. Der SoVD fordert von Bund und Ländern ein verbindliches Aktionsprogramm für inklusive Bildung, das konkrete Schritte zur Umsetzung und einen verbindlichen Zeitplan enthält. Die Behindertenverbände sind hierbei einzubeziehen.
Als notwendige Einzelmaßnahmen fordert der SoVD u. a. den Vorrang der gemeinsamen Beschulung behinderter und nicht behinderter Kinder in allen Landesschulgesetzen. Das Wahlrecht der Eltern, d. h. ihr verbindlicher Rechtsanspruch auf die Aufnahme ihres lernbehinderten oder behinderten Kindes an einer allgemeinen Schule muss gesetzlich festgeschrieben werden. Die Bundesländer müssen verbindliche Ziele für die schrittweise Erhöhung des Inklusionsgrades festlegen.
Das SoVD-Positionspapier "UN-Behindertenrechtskonvention umsetzen - Inklusive Bildung verwirklichen" finden Sie auf der Internetseite www.sovd.de
Hallo Myriam
Habe gerade deinen Bericht gelesen, das sind aber schwere Fragen. Die anderen Länder ja, da werde ich mich schlau machen. Klar stellen muß ich wohl das ich kein Professor der Pädagogik bin. Wir zählen zu den normalen Leuten, die aber aber als schlimme Menschen bezeichnet wurden. Dann haben wir alles richtig gemacht. Das Sprachheilschulen Selektieren, kann ich mir gut vorstellen. Das heißt Kitas, Grundschulen, Selektieren, so war es schon immer. In den Sonderschulen wird dies auch noch einmal praktiziert.Das wird als Rottenbildung bezeichnet.
Ein Kind zum Beispiel in einer KB-Schule erlaubt sich gegenüber einem Lehrer eine Untat. Dieser geht her, und sagt den Eltern nichts, was macht er ? Nach drei Monaten Eingangsklasse wird dieses Kind nur mit einem Bericht auf Geistes Behindert festgeschrieben. Dieses Kind wird dann auf eine GB Schule Selektiert.Erlaubt sich ein Kind dieses, zum Beispiel auf einer Hauptschule, erfolgt mit großer Sicherheit eine selektion auf eine Schule für Emotional gestört. Es ist ein Dilemma. Ohne Richter, Anwalt oder Staatsanwalt. Da heißt es; Im Namen der Sonderpädagogen, ergeht folgendes Urteil.......... . Gelesen habe ich auch , das in Finnland Inklusion auch stattfindet, die gehen aber her und fangen innerhalb der Inklusiven Schule die GB-Kinder in Gruppen aus der Klasse zu holen, um sie dann separat zu Unterrichten. Separation, nennt man das. Finde ich aber nicht richtig, in dem Moment werden sie ausgegrenzt. Italien steht in Sachen Inklusion ganz oben, auch GB Kinder sind in den Klassen, Separation findet nicht statt. Es gibt eine Skala welches Land am besten Inklusion betreibt. Wir sind das Schlusslicht. Vielleicht bald nicht mehr. In Italien sind Schüler mit Beeinträchtigungen des Lernen´s , der Sprache, und des Verhaltens nicht als Behinderte zu bezeichnen. Das diagnostische Etikett ist bei lernbehinderten , sprachbehinderten, und verhaltensgestörten Schülern eine unnötige Diskriminierung.Weder die Eltern noch die Öffentlichkeit bezeichnen diese Schüler als Behinderte, und auch die Schüler selbst erleben sich nicht als behindert. All diese Schüler gehören nicht in Sonderschulen, sondern in allgemeine Schulen. Lern, Sprach- und Verhaltensprobleme sind die Normalste Sache der Welt, wir sind alle mehr oder minder davon betroffen. Wir müssen anfangen, das Anderssein dieser Kinder ohne diagnostische Stigmatisierung zu akzeptieren. ..... Ab Italien..... ist der Bericht von Professor Hans Wocken. Buch :: Haus der Inklusiven Schule auf Seite 16.....
Ich habe auch mal gelesen bei WWW.Inkoe.de das ist aber schon lange her, das kein Land außer den USA, den Behinderten so viele Rechte einräumt. Wenn Eltern Behinderter Kinder in den USA Klagen, wird immer zu Gunsten der Behinderten Kinder entschieden. Auch bei GB Kindern und Autisten.
Unser Sohn geht seit einem halben Jahr auf eine andere GU-Schule. Im Gegensatz zu der ersten GU- Schule lernt er jetzt mehr. In Deutsch hat er Probleme, aber in Mathe ist er und auch wir als Eltern zufrieden. Wir sind Stolz auf ihn, der Unterricht macht ihm großen Spaß. Die Lehrer, und auch der Sonderpädagoge sind sehr angagiert, und das erste Mal haben wir ein gutes Gefühl. Er freut sich morgens auf die Schule, und auch auf seine Mitschüler.
Ach ja, in der ersten GU-Schule fand auch Separation statt.
Wenn ein Kind mehr lernen kann, muss es auch dürfen.
Aber nein, wir machen nur Deziminiertes Lernen, weil es so festgeschrieben ist.
Ich kann mir gut vorstellen, das auch ein großer Teil von GB Kindern im inklusiven Unterricht mehr lernen können, als in einer Förderschule.
Hallo Myriam
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Ich kann mir gut vorstellen, das auch ein großer Teil von GB Kindern im inklusiven Unterricht mehr lernen können, als in einer Förderschule.
Wenn man sie nur ließe.
Liebe Grüße Elfriede B. Anne
Liebe Elfriede,
das glaube ich sofort - nur gilt das für alle Schüler auf allen Förderschulen, egal welcher Form und Art der Behinderung.
wir Eltern behinderter Kinder müssen das gemeinsam einfordern! Inklusion für alle! Ich kenne Kinder, die weder schreiben, noch lesen, noch überhaupt sprechen können, aber inzwischen auch in Bayern in ganz normale Regelschulen gehen! Wenn Kinder zeitweise doch mal aus dem GU genommen werden, darf das nur von den Bedürfnissen dieser Kinder her begründet sein, nicht von der Gruppe. Im BayEUG heißt es, dass nur wenn die Rechte der anderen Mitglieder der Schulgemeinschaft erheblich beeinträchtigt würden, kann das einen Ausschluss eines Kindes rechtfertigen. Das gilt aber genauso bei gesunden Kindern, die z.B. gewalttätig sind. Daher müssen wir gemeinsam darum kämpfen, dass diese Ausnahmeklauseln aus dem BayEUG raus müssen! Das reicht, wie es bereits seit langem in der Schulordnung geregelt ist. Ein Ausschluss muss automatisch auch das Recht auf Hausunterricht begründen. Ich kenne einen autistischen Jungen, der aus mehreren Schulen geworfen wurde bzw. ging, selbst an der Förderschule für geistige Entwicklung scheiterte die Beschulung. Die Mutter erzählte mir mal, dass sie die sonderpädagogischen Gutachten über ihren Sohn einfach vernichtete, soviel Unsinn sei da drin gestanden und hätte nur zukünftige Betreuer ihres Kindes völlig verunsichert...Er bekam dann jahrelang zuhause Hausunterricht und machte eine erstaunliche Entwicklung, heute ist er volljährig, hat den Führerschein, schließt bald seine Ausbildung ab, hat alle Chancen, auch im 1.Arbeitsmarkt etwas zu finden und hat eine Freundin. Hätte er all diese Chancen gehabt, wenn er an der Sonderschule geblieben wäre???