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Suchen dringend für Fernsehreportage

Gast 14.02.2007, 20:04#26
Hallo zusammen,

ich kann es leider nicht akzeptieren, das:

1) Ein von mir als Moderator wegen Diffamierung geschlossener Thread einfach wieder geöffnet wird. Bisher habe ich mich sehr zurück gehalten. Unter Moderation stelle ich mir etwas anders vor. Dieser Foren-Punkt wurde damals von mir praktisch ins Leben gerufen bzw. auf meine Initiative hin erstellt. Da kann ich es nicht akzeptieren, das ich noch nicht einmal dann, wenn gegen unsere Initiative geschossen wird, einen Beitrag schließen darf!

2) Sachliche Diskussionen sind okay und denen habe (und werde ich mich auch zukünftig) stellen. Aber was hier passiert überschreitet die Grenzen dessen was akzeptabel ist. Dies schreibst du, Holger, auch selber in deinem vorherigen Posting.

Ich lege mit sofortiger Wirkung das Moderatoren-Amt nieder.

Da ich in den Menues keinen Punkt gefunden habe um mich hier abzumelden, ersuche ich dich erneut, meine Abmeldung vorzunehmen und meine Daten zu löschen.

Ich bin zutiefst enttäuscht, das mir dies gerade hier in diesem Forum, wo ich schon so lange aktiv mitwirke passiert! Naja, man lernt eben nie aus.

Schöne Grüße
Harald
Holger 15.02.2007, 09:56#27
Hallo Harald,
ich kann es leider nicht akzeptieren, das:
1) Ein von mir als Moderator wegen Diffamierung geschlossener Thread einfach wieder geöffnet wird. ... Da kann ich es nicht akzeptieren, das ich noch nicht einmal dann, wenn gegen unsere Initiative geschossen wird, einen Beitrag schließen darf!

Meine Sicht der Dinge habe ich in obigem Beitrag erläutert: Meinungsfreiheit soll hier erhalten bleiben, deshalb werden auch Meinungen gegen Initiativen von Moderatoren akzeptiert und zur Diskussion gestellt.
Unter Moderation stelle ich mir etwas anders vor.
Da gehen unsere Vorstellungen offenbar auseinander. Auch darüber können wir gerne diskutieren, wenn du dazu bereit bist.
Sachliche Diskussionen sind okay und denen habe (und werde ich mich auch zukünftig) stellen.
Dann tu das bitte doch auch weiterhin, so können wir auch weiterhin miteinander diskutieren und verschiedene Meinungen nebeneinander bestehen lassen. Der Sinn einer Diskussion ist ja nicht, dass am Ende alle die gleiche Meinung haben.
Aber was hier passiert überschreitet die Grenzen dessen was akzeptabel ist. Dies schreibst du, Holger, auch selber in deinem vorherigen Posting.
Was ich geschrieben habe war, dass mir euer beider Ton beim Austausch eurer Meinungen etwas zu hart geworden ist, was wohl offenbar das Ergebnis von einem längeren, wo auch immer herrührenden Disput zwischen euch ist. Ich fände es gut, wenn ihr das weniger auf der persönlichen, als auf einer sachlichen Ebene diskutieren würdet.
Ich lege mit sofortiger Wirkung das Moderatoren-Amt nieder.
Das bedauere ich und finde es auch hier schade, dass wir darüber nicht reden können.
Da ich in den Menues keinen Punkt gefunden habe um mich hier abzumelden, ersuche ich dich erneut, meine Abmeldung vorzunehmen und meine Daten zu löschen.
Wenn du das möchtest, werd ich das natürlich tun. Muss nur erst mal sehen, wo ich das machen muss, weil ich das ehrlich gesagt noch nie getan habe.
Ich bin zutiefst enttäuscht, das mir dies gerade hier in diesem Forum, wo ich schon so lange aktiv mitwirke passiert!
Es ist so: Für mich steht in diesem Forum nicht Loyalität an erster Stelle. Natürlich schätze ich dein Engagement in unserem Forum sehr und bedauere, dass du dies jetzt offenbar nicht mehr einbringen willst. Dennoch stehe ich als Administrator nicht nur als Person, sondern habe eine gewisse Verantwortung allen Nutzern gegenüber. Ein Grundsatz dabei ist eben nun mal, dass jeder seine Meinung äußern und auch Kritik üben darf. Damit sollte man professionell umgehen können, wenn man so ein Forum betreibt und hier moderiert.
Mir ist ein Forum bekannt, in dem das allgemeine Thema ein sehr kontrovers diskutiertes ist. Der Forenbetreiber ist Kontra eingestellt. In diesem Forum werden alle Beiträge, die zu sehr Pro sind, einfach gelöscht. Nutzer die zu sehr Pro schreiben, werden ebenfalls gelöscht. Das ist nicht die Vorstellung dessen, wie ein Diskussions-Forum meiner Ansicht laufen sollte. Wir haben hier ja ohnehin selten kontroverse Diskussionen. Aber wenn wir diese haben, dann finde ich diese genauso wertvoll, wie die ganzen anderen Beiträge, in denen Informationen ausgetauscht werden, Leuten Mut gemacht wird, etc. Und um diese weiterhin zu erhalten, halte ich es nun mal für wichtig, keine Threads wegen "Geäußerte Meinung entspricht nicht der des Moderators" zu schließen.

Und ich wiederhole noch mal: Das hat nichts mit meiner Einstellung zur DS-Info-Zentrale zu tun, die ich nach wie vor als sehr wertvoll empfinde.

Viele Grüße,
Holger
Pauline 15.02.2007, 12:04#28
Danke Holger,
damit ist, denke ich, alles gesagt.
lg Pauline
HHelmutS 15.02.2007, 18:41#29
(Holger @ 14. 02 2007, 19:44)
Ich persönlich unterstütze den Gedanken der DS-Info-Zentrale nach wie vor, weil ich der Meinung bin, dass diese Arbeit einen wichtigen Gegenpol zu der oft einseitigen Sicht bildet, die - so habe ich von mehreren Leuten gehört - bei manchen Ärzten wohl nach der Diagnosestellung dargestellt wird. Die Sicht in der Gesellschaft auf Menschen mit Behinderung ist nun mal recht rau, das erleben viele von euch tagtäglich. So lange sich diese Tendenz nicht ändert...
Hallo Holger,

ich finde es auch nicht gut, wie manche Ärzte mit dem Thema DS umgehen. Ich glaube jedoch, das das Verhalten bei v i e l e n eher in möglichen rechtlichen Folgen, von "schönrederei von DS" für Ärzte begründet ist, als das es dabei tatsächlich gegen Menschen mit DS an sich geht.

Wenn in einem Urlaubshotel Behinderte "zu hören und zu sehen sind", haben laut deutscher Rechtssprechung andere Gäste des Hotels Anspruch auf Schadenersatz... wenn ein Arzt bei der Vorsoge übersieht, das ein Kind behindert sein könnte, haben die Eltern Anspruch auf Schadenersatz... Wenn sich ein "Schwangerschaftsvorsorgearzt" aber irrt, und nach einer "behinderungsbedingten Abtreibung" amtlich festgestellt würde, das die Diagnose falsch... und es im Grunde fahrlässige Tötung war, haben Ärzte eher nix zu befürchten, als das sie dann ebenso belangt werden können. Solange sich daran nix ändert, KANN sich am Verhalten der Ärzte nix ändern. Daher halte ich es für völlig normal, das viele Ärzte Eltern ein möglicher weise behindertes Kind eher deutlich aus... als schön... oder auch nur neutral ... reden.

Wenn man versucht, daran etwas zu ändern, oder "einen Gegenpool" dazu bildet, in dem man auschließlich die positiven Seiten einer möglichen Behinderung, bzw. von DS darstellt, handelt man letzten Endes "genau so einseitig" wie die andere Seite, und hat im grunde keinen Grund mehr, sich über die andere Seite zu beschweren. Die Ärzte haben meiner Meinung nach jedoch mehr "rechtlich u. menschlich tragfähige" Argumente für ihr Verhalten, als die andere Seite für Ihr Verhalten nennen kann. Schließlich ist längst nicht jedes Kind, bzw jeder Mensch mit DS, oder dessen Eltern "so fit", wie die bei DSI dargestellten.

Ich hab auch nix gegen die DSI. Mir gruselt es jedoch, wenn der für den Inhalt von DSI verantwortliche, "in einem allgemeinen Froum über das DS" berichtet, das der WDR eine Repotrage "über die DSI" drehen will, er unter den 50 Anhängern der DSI niemanden findet, der im Fernsehen darlegt wie das Leben ist, wenn man das DS sooo schön findet... so nach "Ersatzdarstellern" sucht, und sich so aufführt wenn man ihm zu helfen versucht.

Was mir an der DSI nicht gefällt ist der Name unter dem der Inhalt angerboten wird. "Andere Inofos über DS"... als man von Ärzten bekommt..... wäre eine wesentlich passendere Bezeichung für solchen Inhalt, als ein Name, das umfassende Infos vermuten läßt, aber letzten endes nur sehr einseitige Infos geboten werden.

Wenn man am Umgeng von Ärzten, mit möglicherweise behinderten Kindern was ändern will, ist es wesentlich ......, z.B. eine Petition mit den Ziel zu starten, das behinderungsbedingte Abtreibungen, rechtsmedizinisch auf die auslösende Diagnose hin überprüft, und die verantwortlichen Ärzte bei Fehlentscheidungen genau so belangt werden können, als wenn sie eine deutlich mögliche Behinderung ihres Kindes bei der Vorsorge übersehen. Nur wenn sowas möglich wird, kann man bei der heutigen rechtslage, von Ärzte "ernshaft" erwarten, das sie anders mit dem Thema umgehen. Das mag aussichtslos erscheinen, ein Versuch.. bzw. es immer wider zu versuchen, gehört meiner Meinung nach dazu, wenn man tatsächlich was ändern will.

:-) Helmut
Mamabaer1972 16.02.2007, 21:12#30
Hallo,

als Mutter zweier Mädels mit Down-Syndrom möchte ich mich auch mal hierzu zu Wort melden.

ICH kann im Gegensatz zu manch anderem hier über das Leben mit einem, nein sogar mit zwei Kindern mit DS berichten. Daher nehme ich mir einfach mal raus zu behaupten, das unser Leben ein fast ganz normales Leben ist, so wie bei Familien mit nicht behinderten Kindern !
Sicherlich läuft es ein bißchen anders, alleine darum, weil meine Töchter regelmäßig Therapien machen.
Eingeschränkt wird man oft von der Gesellschaft und das lassen wir einfach nicht zu, wir machen auch all das, was Familien mit nichtbehinderten Kindern auch machen !

@Helmut Ich möchte Dir und Deiner Familie nicht zu nahe treten, zumal wir uns nicht persönlich kennen, aber ich denke nicht, das sich das Leben mit Eurer Tochter mit dem Leben eines Kindes, welches DS hat vergleichen läßt.
Daher ist die Lebenssituation Eurer Familie und einer Familie mit einem Kind mit DS sicherlich eine andere !?
Deswegen denke ich, kannst genauso wenig unsere Familiensituation und ihre Einschränkungen beurteilen, sowenig wie ich Eure.

@Harald Sicherlich ist es so, dass Du Dich etwas in Geduld üben solltest, aber ansonsten ist Deine Arbeit für die Down-Syndrom-Infozentrale lobenswert !
Du versuchst den werdenden Eltern die Angst zu nehmen, wenn sie quassi denken sie würden ein Monster bekommen und zeigst die schönen Seiten des Lebens mit einem Kind mit DS. Wer denkt, das alles nur Sonnenschein ist und es nicht auch mal schwierig werden kann, der lebt -sorry- hinterm Mond zu Hause.
Wenn ich ein nichtbehindertes Kind bekomme, dann habe ich auch keine Garantie, das "alles glatt läuft " bis zum Abi !

Ich kenne durchaus Familien, die eine schwierigere Familiensituation mit ihren nichtbehinderten Kindern haben als so manche Familie mit einem Kind mit DS.

LG
Christine :-)
HHelmutS 16.02.2007, 22:21#31
(Mamabaer1972 @ 16. 02 2007, 21:12)
@Helmut Ich möchte Dir und Deiner Familie nicht zu nahe treten, zumal wir uns nicht persönlich kennen, aber ich denke nicht, das sich das Leben mit Eurer Tochter mit dem Leben eines Kindes, welches DS hat vergleichen läßt.
Daher ist die Lebenssituation Eurer Familie und einer Familie mit einem Kind mit DS sicherlich eine andere !?
Deswegen denke ich, kannst genauso wenig unsere Familiensituation und ihre Einschränkungen beurteilen, sowenig wie ich Eure.
Hallo Christine,

natürlich kann ich nicht beurteilen oder vergleichen, wie das Leben mit einem... oder 2 Kindern mit DS in DER Ausprägung ist. Ich kenne eine Familie mit einem Kind mit DS, das genau so alt ist wie meine Tochter, das ihrem Pflege- und Förderungsbedarf "obwohl es nur DS hat", in nichts nachsteht. Dennoch ist es genau wie meine Tochter meistens gut gelaunt, und freut sich des Lebens. Genauso wie ich nicht beurteilen kann, wie das Leben mit einem Kind mit DS ist, kannst du nicht beurteilen, wie das Leben mit einem Kind, mit so schwerer Ausprägung von DS ist.

Es geht hier auch nicht darum, das einer nicht beurteilen kann, wie das Leben mit einem anders behinderten Kind ist. Es geht darum, das das DS, genau so wie viele andere Behinderungen auch, in unterschiedlichen Ausprägungen auftritt, es aber "schön geredet" wird, indem nur Kinder mit "milder Ausprägung" von DS dargestellt werden. Eltern die DS pauschal schön reden, handeln plump gesagt genauso wie Vertreter, die oft genau wissen das ihr Produkt Mängel hat, die sie aber verschweigen. Ich kenne Eltern von Kindern mit DS, die genau so über Leute denken, die das DS sooo schööön reden, wie über solche Vertreter, und sich daher nicht für eine "Förderreportage von solchem Verhalten" zur verfügung stellen. Wohl aber für eine vernünftige Reportage über das DS. Deswegen hatte ich vorgeschlagen... da der WDR ectl. "auch einfach nur über das DS" und nicht nur speciell über die DSI berichten will, einen direkten Kontakt zum WDR anzubieten.

Keine Bange, du bist mir nicht zu nahe gekommen. Ich frage mich bei solchen Argumenten nur immer mehr, warum Menschen bei dem Thema so miteinander umgehen. Mit Schönrederei schadet man möglichem streben nach Integration eher, als das solches Verhalten dabei hilft, sie zu verbessern.

:-) Helmut
sani 18.02.2007, 19:51#32
@Helmut !!!!!!!!

Du bist doch schon nicht mehr zum aushalten , was meinst Du eigentlich wer Du bist ???
Es gibt sehr viele Fälle , bei denen das DS nicht während der Schwangerschaft festgestellt wird , wie bei mir zum Beispiel !!!!!!!!!!!! Also war ich darauf angewiesen ,was die Ärzte mir nach der Geburt mitgegeben haben und es war alles völlig unkorrekt , es ist nichts eingetroffen ! Du solltest Dich vielleicht mal mehr mit dem DS beschäftigen, denn nur darum gehts hier speziell , hast Du anscheinend noch nicht benerkt oder Du hast LAngeweile und nichts besseres zu tun als völligen Unsinn zu schreiben !!!!!!!!!!
HHelmutS 18.02.2007, 20:34#33
Hallo Sani,

nun muß ich wohl zurück fragen....: Wer glaubst du denn das du bist, das du angehenden Eltern von Kindern mit DS vorenthalten willst, das DS nicht immer so rosig ausfällt, wie es hier dargestellt wird ? Du hast grund dich zu freuen, das bei deinem Kind nichts eingetorffen ist.

Dreh die Sache mal um und stell dir vor, die Ärzte sagen dir : " Machen Sie sich keine Sorgen, das Kind wird trotz DS völlig normal aufwachsen,...." und dir bleibt Jahre später nix weiter als festzustellen, das dein Kind immer noch in Pflegestufe 3 ist..... und "ebenso nix davon eingetroffen ist". Wenn man schon über DS informiert, gehört das dazu, sonst betreibt man den selben...... an den Eltern, wie s o l c h e Ärzte.

:-) Helmut
Mamabaer1972 18.02.2007, 22:11#34
(HHelmutS @ 18. 02 2007, 20:34)
Dreh die Sache mal um und stell dir vor, die Ärzte sagen dir : " Machen Sie sich keine Sorgen, das Kind wird trotz DS völlig normal aufwachsen,...." und dir bleibt Jahre später nix weiter als festzustellen, das dein Kind immer noch in Pflegestufe 3 ist..... und "ebenso nix davon eingetroffen ist".
Hallo,

jetzt muss ich auch hierzu nochmal antworten !



Meine Tochter Annalena ist 6,9 Jahre alt ist tagsüber Windelfrei seit sie 3 Jahre alt ist, kann alleine essen seit sie 2 Jahre alt ist , läuft seit sie 2,3 Jahre alt ist. Sie zieht sich selbstständig an, geht alleine zur Toilette, wäscht sich alleine.....

Meine Tochter Hannah ist 4,4 Jahre alt ist Tags- und Nachts Windelfrei seit sie 3,9 Jahre alt ist, kann alleine essen seit sie 2 Jahre alt ist, läuft seit sie 2 Jahre alt ist. Sie hilft bereits bei anziehen ausziehen kann sie sich alleine, geht zur Toilette mit Hilfe, kann sich alleine waschen (muss noch momentan noch "nachgewaschen" werden) .....
da sehe ich uns nie und nimmer in der Situation Erwachsene Mädels zu haben, deren Pflegestufe 3 zu recht zustehen würde und sie diese dann auch beziehen würden !

Ich kenne NUR Familien mit Kindern die DS haben, die sooo fit sind ( und Du kannst Dir sicher sein, das dies ziemlich viele sind, die ich kenne).
Alles nur "leichte Fälle" !?
Wahrscheinlich kann man das DS heute ganz einfach nicht mehr mit Menschen mit DS vergleichen die vor über 20 Jahren geboren wurden !

Man darf auch nicht vergessen, das auch bei der Geburt eines Kindes, das DS hat "Unfälle" wie Sauerstoffmangel ect. passieren, die das Kind -zusätzlich- beeinträchtigen. Nur wäre in einem solchen Fall ein zuvor nichtbehindertes Kind auch beeinträchtigt, da kann man das ganze nicht unter den "Deckmantel" DS stecken.

Nach wie vor bin ich der Meinung, das man werdende Eltern, die ein Kind mit DS erwarten aufklären sollte, was heute alles möglich ist !
Und da ist es mehr als angebracht, die positive Entwicklung der Kinder mit DS aufzuzeigen, die Leben durften und nicht von der Pränataldiagnostik ausortiert wurden !
LG
Christine :-)
MoniDS 18.02.2007, 22:26#35
Hallo,

da kann man ja nur gratulieren, dass Ihr so fitte Kinder habt und nur fitte Kinder kennt.

Mein Sohn ist mittlerweile 10 Jahre alt und keineswegs so fit. Das Leben mit ihm ist schon recht schwierig - aber natürlich auch sehr schön.

Ich kenne viele wirklich fitte DS-Kinder und genauso auch weniger 'fitte'. Und es ist schon wahr, dass es für die Eltern von mehr beeinträchtigten Kindern auch schön wäre, wenn darüber geredet würde und nicht alles nur rosarot dargestellt würde.

Aber diese Diskussion gab es ja auch schon vor Jahren bzgl. der Zeitschrift 'Leben mit DS'.

Ich denke, wie so oft liegt die 'Wahrheit' irgendwo in der Mitte.

Liebe Grüße,
moni
HHelmutS 19.02.2007, 01:14#36
Hallo Christine,

da kann ich dir voll und ganz zustimmen. Das ändert jedoch nichts daran, das niemand sagen kann, das es bei allen Kindern mit DS gleich läuft. Viele Kinder mit DS haben z.B. einen Herzfehler. Den kann man zwar oft reparieren. Wenn der jedoch nur ein klein wenig "anders ausfällt", oder bei der OP was schief geht, ist das KInd hinterher miunter nicht belastbar genug, um es so therapieren zu können, das es so Fit wird wie andere Kinder mit DS. Es gibt "weitere Komplikationen", die die Entwickelung ebenso anders verlaufen lassen können, als es "hier" geschildert wird. Oder dürfen Eltern von Kindern mit DS, die einen schweren, nicht operierbaren Herzfehler haben, oder sehr Hypoton sind, nicht sagen das ihr Kind DS hat, und daher so ist, wie es ist ? Da läuft es drauf hinaus, wenn man so einseitig über die Risiken informiert.

Wenn man vor so einem Hintergrund sagt, das die Beratung der meisten Ärzte viel zu schlecht, weil zu negativ ist, gebietet es plump gesagt der Anstand, das betroffene Eltern, andere Eltern über die t a t s ä c h l i c h e n Entwicklungsmöglichkeiten informieren, und nicht nur die Schokoladenseite darstellen. Sonst ist die Beratung der Eltern letzten endes genau so schlecht... oder wegen der größeren Entäuschung sogar schlechter, wie die der Ärzte.

Es gibt Menschen mit ICP, ( frühkindlicher Hinrschaden ) die schaffen das Abitur, und es gibt Menschen mit ICP, die kommen trotz bester Förderung über den Entwicklungstand eines Kleinkindes nicht hinaus. Zu sagen, das alle Kinder mit ICP einen Hauptschulabschluss schaffen, oder auch nur sehr selbstständig werden, wäre etwa genau so, als wenn man sagt, das alle Kinder mit DS die selben Entwicklungsaussichten haben. Ich als Vater eines KIndes mit ICP möchte nicht so belogen werden, angehende Eltern von Kindern mit DS sicher auch nicht.

Es gibt trotz aller erdenklicher Diagnostik, keinerlei Garantien für ein nicht schwerst, oder überhaupt nicht behindertes Kind. Wer sich für ein Kind entscheidet muß wissen, das sich dessen Entwicklungsaussichten jederzeit ändern können. Ärzte die nach Vorsorgeuntersuchungen sagen, das ein Kind schwerstbehindert ist, und nach der Geburt nur kurze Zeit leben kann, können sich genau so irren, wie ein "100 % gesund" geborenes Kind, Sekunden nach der Geburt durch eine kleine Infecktion, für den Rest seines Lebens ein Pflegefall werden kann. Daher ist Ehrlichkeit bei dem Thema wichtiger als jede Form von Schönrederei.

Man stelle sich vor, Eltern von Kindern mit anderen Behinderungen fangen auch damit an, die schlimmeren Fälle auszuklammern, und stellen zum "Schutz vor Abtreibung von Betroffenen" nur die leichteren Fälle da.... wo soll das Enden ?

:-) Helmut
Gast 19.02.2007, 08:24#37
Abtreibung ist Mord !
Pauline 19.02.2007, 09:32#38
Hallo Ihr,
warum müssen wir hier bei Adam und Eva anfangen. Natürlich gibt es beim DS ( wie bei den meisten Behinderungen) milde und ausgeprägte Symptomatik. Ich wüßte nicht, warum man das verschweigen sollte. (Außer man weiß selber nicht, wie man mit einer schweren Behinderung seines Kindes zurechtkommen würde.)

Erklärtes Ziel ist es offensichtlich, ein möglichst unbeeinträchtigtes, "normales" Leben zu führen. Wie wäre es, dieses Ziel zu erweitern und den Menschen zu zeigen, wie man ein beeinträchtigtes, unnormales Leben führt und trotzdem zufrieden ist?

Und nur zur Info für alle Eltern "fitter" DS-Kinder:
Selbst schwerbehinderte Kinder sind keine "Monster". (Ich zitiere)
Selbst "dumme" Kinder haben ein Lebensrecht. (Ich zitiere)
Selbst schwerbehinderte Kinder sollten nicht zwangsläufig "aussortiert " werden.
Ihr tut der Integration von Behinderten einen Bärendienst, wenn Ihr nicht dazu steht, daß Eure Kinder behindert sind und den Anschein von größtmöglicher "Normalität" wahren wollt.
Die Devise sollte nicht sein, so wenig behindert wie möglich, sondern behindert und trotzdem den Kopf hoch tragen.
Pauline
Gast 19.02.2007, 14:29#39
Hallo Leute!

Hier ein TV-Tip! Es geht zwar nicht direkt um Down-Syndrom, aber über die Ängste ein besonderes Kind zu bekommen!

Sender WDR
Termin 04.03.2007
Uhrzeit 16:25Uhr


tag7
"Bitte ein gesundes Kind"

Die Schwangerschaft sollte eine wunderbare Zeit werden. Doch sehr bald zerbricht die Illusion von der heilen Welt für die Paare. Schon nach den ersten Besuchen beim Arzt fragen sie sich: Bin ich zu alt? Geht es unserem Kind wirklich gut? Wie hoch ist das Risiko einer Behinderung?

Für die betreuenden Ärzte nicht wirklich ein Problem - dank Pränataldiagnostik. Eine Vielzahl von Untersuchungen soll Sicherheit bieten. Aber das Warten auf Laborergebnisse, auf die nächste Ultraschalluntersuchung wird für die werdenden Eltern zur Qual. Sie sind verunsichert, überfordert, die Freude auf das Kind wird plötzlich abgelöst von den Sorgen um das werdende Kind und den eigenen Lebensentwurf. Mit ihren Zweifeln bleiben sie allein.

Der Film begleitet Paare durch die Stationen der Pränataldiagnostik durch ihre Ängste und Nöte angesichts der Entscheidung über Leben und Tod ihres werdenden Kindes.
Mamabaer1972 19.02.2007, 14:39#40
(Pauline @ 19. 02 2007, 09:32)
Erklärtes Ziel ist es offensichtlich, ein möglichst unbeeinträchtigtes, "normales" Leben zu führen. Wie wäre es, dieses Ziel zu erweitern und den Menschen zu zeigen, Pauline

Da bin ich ganz Deiner Meinung ! Das ist der Punkt ! Wir sind mit unserem Leben sehr zufrieden, trotz 2 Kinder mit DS.
Böse Zungen behaupten, wir würden uns unser Leben schön reden, weil diese Menschen in unserer Situation wohl unglücklich wären, wir sind es aber nicht !


(Pauline @ 19. 02 2007, 09:32)
Und nur zur Info für alle Eltern "fitter" DS-Kinder:
Selbst schwerbehinderte Kinder sind keine "Monster". (Ich zitiere)
Selbst "dumme" Kinder haben ein Lebensrecht. (Ich zitiere)
Selbst schwerbehinderte Kinder sollten nicht zwangsläufig "aussortiert " werden.
Ihr tut der Integration von Behinderten einen Bärendienst, wenn Ihr nicht dazu steht, daß Eure Kinder behindert sind und den Anschein von größtmöglicher "Normalität" wahren wollt.
Die Devise sollte nicht sein, so wenig behindert wie möglich, sondern behindert und trotzdem den Kopf hoch tragen.
Pauline

Da bin ich auch ganz Deiner Meinung, jeder Mensch hat das Recht auf Leben und jedes Leben ist Lebenswert !

Wir möchten keineswegs die Behinderung unserer Kinder weg oder schön reden, wir berichten einfach von unserem Alltag ! Und so ist er nun mal !
Du kannst Dir sicher sein, das mein Selbstbewußtsein mit jedem Kind, das ich bekommen habe gewachsen ist ! Höher kann ich meinen Kopf nicht tragen, so stolz bin ich auf jedes einzelne von ihnen -trotz Behinderung- (welche für uns zur Normalität geworden ist) ! Ich schau nicht alltäglich meine Kinder an und denke, das sie DS haben, das ist einfach ein Stück Normalität ! Zuerst steht da der Mensch im Vordergrund und nicht welche Behinderung oder welches Gebrechen er hat !

LG
Christine :-)
mutti 19.02.2007, 16:02#41
Jeder Mensch hat das Recht zu Leben. Egal bei welcher Behinderung , es gibt schlimme,
aber auch nicht so schlimm Betroffene. Jeder Mensch empfindet anders. Für die einen wäre ein Kind mit Behinderung eine Katastrophe und die anderen machen einfach das Beste daraus und führen auch mit einem "besonderem" Kind ein glückliches und zufriedenes Leben. Die meisten Eltern, denke ich, erfahren erst bei der Geburt von von der Behinderung ihres Kindes. Das ist für jeden ein Schock. Man wächst mit seinen Aufgaben. Jeder hat seine eigene Meinung und das sollte man Akzeptieren. Gruß Sandra
HHelmutS 19.02.2007, 18:08#42
(Mamabaer1972 @ 19. 02 2007, 14:39)
Wir möchten keineswegs die Behinderung unserer Kinder weg oder schön reden, wir berichten einfach von unserem Alltag ! Und so ist er nun mal !
Du kannst Dir sicher sein, das mein Selbstbewußtsein mit jedem Kind, das ich bekommen habe gewachsen ist ! Höher kann ich meinen Kopf nicht tragen, so stolz bin ich auf jedes einzelne von ihnen -trotz Behinderung- (welche für uns zur Normalität geworden ist) ! Ich schau nicht alltäglich meine Kinder an und denke, das sie DS haben, das ist einfach ein Stück Normalität ! Zuerst steht da der Mensch im Vordergrund und nicht welche Behinderung oder welches Gebrechen er hat !

LG
Christine :-)
Hallo Christine,

wen meinst du da mit "wir"... ?

:-) Helmut
Mamabaer1972 19.02.2007, 18:23#43
Hallo,

wenn ich von wir rede/schreibe dann meine ich in der Regel meine Familie, sprich meinen Mann und mich.

LG
Christine :-)
HHelmutS 19.02.2007, 19:06#44
Hallo Christine,

dann gehts ja noch.... ;-) Ich dachte schon, das dieses "wir" für die DS-Info-Zentrale stehen könnte. Dann wären wir wieder am Ausgangspunkt der Diskusion... dem Umstand das niemand, nichtmal einer der 50 Förderer der Initaitive... deren Sichtweise im Fernsehen darstellen konnte/wollte.... angekommen.

Das Dilemma ist ja, das man mit Kindern, die sich trotz ihrer Behinderung .. hier DS ... mitunter fast wie nichtbehinderte Verhalten können, einerseits eher Problemlos so leben kann, wie mit nicht behinderten Kndern, als das man das besonders erklären müßte. Andererseits sind aber auch Kinder mit DS mitunter so schwer behindert, das es "sehr sehr schwer ist ", mit ihnen so zu leben, als wären sie nicht behindert... und dieser Umstand konsequent... um nicht zu sagen da "schonunglos" verschwiegen wird.

:-) Helmut
Inge 19.02.2007, 19:09#45
Hallo zusammen,
da ich im sozialen Bereich arbeite, stelle ich mir gerade vor, wie man die Eltern schon vor der Zeugung darauf hinweisen müsste, dass ihr Kind eventuell:
* behindert sein könnte
* in der Schule Probleme bekommen könnte
* keine Lehrstelle bekommen könnte
* Drogenprobleme bekommen könnte
* Opfer einer Straftat werden könnte
* straffällig werden könnte
* Mobbing erfahren oder verursachen könnte
ach je, die Liste wäre ellenlang....
Habt Ihr diese Gegen-Argumente schon irgendwann mal vor der Zeugung oder vor der Geburt gehört?
Wohl kaum... und warum wohl nicht? - Vielleicht, weil es einfach um ein Kind geht, das geboren werden soll?
Meine Tochter ist schwer behindert, sie ist anstrengend und sicherlich nicht 'pflegeleicht', ich könnte sie manchmal 'an die Wand tackern' aber ich bin so unsagbar froh, dass mir das niemand während der Schwangerschaft mitgeteilt hat. Ich muss gestehen, dass ich - mit meinem damaligen Nichtwissen - meine über alles geliebte Tochter nicht geboren hätte... und das Beste, Schönste und Wichtigste in meinem Leben verpasst hätte!
Es gibt Menschen, die aus den vorgesetzten Lebensumständen das Beste machen, und es gibt Menschen, die auch bei den besten Lebensumständen noch die berühmte 'Fliege in der Suppe finden'.... und es soll auch Menschen geben, die einen Mittelweg suchen und finden.
Pauline 19.02.2007, 20:35#46
@Inge,
ich verstehe Dich sehr wohl. Auch ich bin froh, daß ich nie vor der Entscheidung stand: "behindertes Kind austragen oder nicht." Hätte ich gewußt, was da auf mich zukommt (u.a. auch ein Jahr mit der Diagnose Rett) , ich hätte wohl den Schwanz eingekniffen. Daß sie nun neben meinem Sohn die größte Liebe meines Lebens ist, ist mir "passiert".

Trotzdem halte ich nichts von Manipulation, egal in welche Richtung und ich würde auch nie jemanden absichtlich in Unwissenheit belassen. Ich glaube daran, daß grundsätzlich erstmal jeder Mensch in der Lage ist, zu entscheiden, was gut für ihn ist und was nicht. Bei existentiellen Fragen sollte das möglichst auf einer breiten Basis von Fakten und Erfahrungsberichten passieren.

Käme eine Bekannte zu mir , die ungeplant ein Kind erwartet (egal ob behindert oder nicht) und von Zweifeln geplagt wäre, ob sie das Kind austragen soll, ich käme weder auf die Idee, ihr ein Horrorbild zu malen, noch ihr nur die Schokoladenseite von Mutterschaft zu präsentieren. Beides empfände ich als Entmündigung und zutiefst unethisch.

Und eine persönliche Erfahrung:
Als meine beste Freundin mit über 40 Jahren ihr drittes Kind erwartete, drängte ihr Arzt (und der Vater des Kindes) sie zur Pränataldiagnostik. Sie kennt meinen Weg mit behindertem Kind hautnah. Und zwar nicht nur die schönen, lustigen, leichten Seiten sondern auch die tiefsten Tiefen, die emotionalen Abgründe, die Ängste und Sorgen, die Belastungen. Sie hat sich gegen die Pränataldiagnostik gewehrt mit dem Argument, sie hätte eine Freundin, die das auch schafft und ihr wäre jedes Kind willkommen. Ist das nicht schön?

lg Pauline

Was ich ganz vergessen hatte: Natürlich gibt es Menschen, die gar keine Kinder kriegen, da ihnen das Wagnis zu groß ist(z. B. auch aus den von Dir erwähnten Gründen). Ist auch zu respektieren.
sani 19.02.2007, 21:12#47
@Helmut

Mir ist es zu mühselig mit dir zu diskutieren , du hast immer recht, weißt alles besser du bist bestimmt der liebe gott und weißt es nur noch nicht ........ für mich existierst du hier nicht mehr sorry !!!!
Ich kenne soviele Kinder mit ds die fast alle fit sind und nur neben bei erwähnt mein sohn ist zusätzlich ein frühchen mit operiertem herzfehler !!!!!!!!!!!!!!
ist mit 18 monaten gelaufen und ist im januar 3 geworden und spricht mittlerweile 3 wortsätze und ich weiß das er nicht der einzigste ist der so fit ist und ich kenne auch nicht so fitte kinder mit ds die bei weitem nicht so entwickelt sind wie es zu 99% beschrieben wird
HHelmutS 19.02.2007, 21:37#48
Tja. Sani,

für alle die lesen können schreib ich nicht alleine hier, das nicht alle Kinder mit DS gleich sind, und es durchaus nicht so fitte gibt, mit denen das Leben nicht sooo einfach ist, wie du es gern hättest. Du kannst mich noch so sehr übersehen, das ändert nichts daran, das so einseitige Darstellung vom DS, Eltern genau so enttäuschen kann, wie die andersrum einseitigen Informationen der Ärzte. Darf ich entspr. entäuschte Eltern an dich weiter leiten...? Du kannst sie sicher "optimal trösten", mit deinen ganzen tollen Erfahrungen mit der Gleichheit vom DS.

:-) Helmut
Pauline 19.02.2007, 21:38#49
@sani,
warum so agressiv? Ist doch `ne tolle Sache, daß Dein Kleener praktisch keine Beeinträchtigung über behalten hat. Ich denke ausnahmslos jeder (ich denke, da spreche ich auch für Helmut) gönnt Dir von Herzen ein stinknormales Leben.
Aber kuckst Du Dir auch andere postings an - z. B. das von MoniDS weiter oben? Solche Menschen gibt es auch...
lg Pauline
sani 19.02.2007, 21:44#50
@pauline

Ich bin nicht aggresiv und ich habe auch nur helmut angesprochen keinen anderen !!!! Er hat schon so viele Dinge geschrieben die einfach nicht korrekt sind und ich finde jeder sollte seine eigene meinung haben dürfen ohne angegriffen zu werden ........
Ich weiß das nicht alle kinder so fit sind und ich es ist auch richtig nicht nur positive dinge zu berichten da es eben immer unterschiedlich ist , aber es werden doch zu 99% nur negative dinge berichtet warum nicht auch mal positive