AW: Down-Kind soll auf das Gymnasium
Hallo Chris,
Dann ließ du dir mal durch was du Henrys und somit vielen Kindern und Eltern vorwirfst, die Inklusiv beschult sind!
ICH BIN FÜR INKLUSION Was den Rest angeht ich habe in Klinik und Rehaaufenthalten so viele Schicksale gesehen das ich weiss wie es manchen Eltern geht und das viele die schwer kranke Kinder haben kreuz unglücklich sind das ihre Kinder rumgekarrt werden müssen nur um in die Schule zu kommen...
In solchen Fällen kann man eine Schulbefreiung erwirken. Wenn ein Besuch einer Schule medizinisch nicht vertretbar ist, ist das doch naheliegend.
Auch als er 3 war und in den Kindi kam ging es ihm noch nicht gut und wäre der Schulkindergarten nicht bei uns im Ort gewesen hätte ich ihn da nicht hin! Unter gar keinen Umständen würde mein Kind ausserhalb von seinem persönlichen Umfeld gerissen...
Wer gibt denn ein so kleines Kind außer Haus? Meine Worte!
Was glaubst du warum Grundschulen noch oft nur Vormittagsbetrieb haben, weil man weiss das diesen 'kleinen' 4-6 Std Schulbetrieb reichen....
Und diese Werbekampagnen über FS und Überrendungsversuche dorthin kenne ich zu genüge...von wegen man muss loslassen, ich wäre dann ja entlastet u.s.w. bla bla bla ich möchte nicht das mein Kind sich den ganzen Tag an fremden Menschen orientieren muss !
Und warum ist dann heute der Ruf nach einen Hort so laut? Und wer spricht für die Eltern, die mit ihren Kindern in Betreuung und dann die zusätzliche Pflege so gefordert sind, dass sie permanent am Rande der Überforderung stehen? Welche Lösungswege haben wir auf dem Weg in die Inklusion für sie angedacht?
Und höre auf mir zu unterstellen ich würde die Ansicht vertreten das ich schwer betroffene Kinder unter sich sehen möchte für mich gehören ALLE dazu!
Ich habe hier einfach nur meine Gedanken zum Thema "Inklusion von Schülern mit einer schweren geistigen Behinderung an Gymnasien" geschrieben. Leider habe ich mich verleiten lassen, auf permanente Angriffe zu reagieren, statt beim Thema zu bleiben.
Ob ein Kind seinen Windelinhalt verteilt, schreit, die Beatmung da ist oder der Monitor pfeifft alle gehören für mich dazu denn die geistig fitten Kinder an FS müssen das auch mittragen warum können oder sollen diese Kinder nicht auch in ihrem Umfeld so sein und leben wie sie sind?
Und wenn du es als normal empfindest das fittere Kinder an FS da halt durch müssen aber unter gesunden das gar nicht geht, muss ich mich schon fragen was für unterschiede du machst oder denkst du egal sind ja auch behindert??
Für mich ist es wichtig, dass bestimmte Vorgaben eingehalten werden, egal ab in einer Förderschule, oder an einem Gymnasium. Ich bin wie schon immer für eine inklusive Beschulung, wenn die Bedingungen stimmen und alle mitgenommen werden. Ich habe nie etwas anderes behauptet.
Was ich noch soo ganz gar nicht verstehen kann, ihr lehnt für euch Inklusion ab also wollt euere Kinder in FS haben was ihr natürlich auch dürft selbst entscheiden wo euere Kinder am glücklichsten sind....kein Ding....
Aber warum jammert ihr dann das so viele Kinder in die Inklusion gehen und euere Kinder dann da zurückbleiben?
Ich weiß jetzt nicht, wer "ihr" ist. Das Kinder zurückbleiben werden liegt auf der Hand. Denn es werden ja immer wieder Vorschläge unterbreitet, dass man für diese Kinder auch Lösungen finden und dafür natürlich die Förderschulen erhalten muss. Hat hier wirklich irgendjemand schon einmal Inklusion abgelehnt?
Sollen wir unsere Kinder aus Solidarität auf FS schicken auch wenn die Überzeugung eine komplett andere ist?
Wer ist jetzt wieder "wir"? Zähle ich da jetzt automatisch nicht mehr dazu, weil ich mich geoutet habe, Elternteil eines Schwerstbehinderten Kindes zu sein? Das Wort Solidarität finde ich cool und zwar in die Richtung, dass man sie auch umsetzt.
Wir haben uns für den Inklusiven Schulweg entschieden und bei dieser Entscheidung kann ich leider nicht an andere Kinder denken die vielleicht Gefahr laufen an einer FS zu sein die sich zur Restschule entwickelt, wenn dem so wáre und Eltern der Kinder das nicht gut finden müssen sie eben selbst wissen was sie tun aber mein Kind muss diese Verantwortung nicht mittragen!
Na ja, Gefahr laufen hört sich irgendwie „gefährlich“ an. Ist es das wirklich? Wenn ja, wie kann man es schaffen, dass auch diese Eltern mitgenommen werden, oder sich angesprochen fühlen? Was muss an Regelschulen zuvor aufbereitet werden? Wie müssen sie ausgestattet sein und wie wird es künftig finanziert und ist der Übergang zu schaffen? (Ohne Verlierer!)
Auch wenn der Austausch leider vom Thema abwich, danke ich hier an dieser Stelle dafür. Ich nehme für mich mit, dass es noch viel zu tun gibt und Eltern untereinander solidarisch Hand in Hand zusammenarbeiten sollten.