Ich schreibe im Auftrag von Hans.
Der Autistische Junge geht ab Montag, in den gemeinsamen Unterricht. Mit I-Helfer in die Ortsansässige Grundschule.
Geklärt werden muss noch, ob der I-Helfer eine Fachkraft sein muss, oder eine Hilfskraft ausreicht. Der Unterschied ist die Hilfskraft bekäme nur 12 Euro in der Stunde, eine Fachkraft wäre teurer. Um das doppelte.
Die GU - Schule wird die Entscheidung , über Fachkraft oder Hilfskraft entscheiden.
Wollen wir hoffen, das für alle Beteiligten, Ruhe einkehrt.
Hallo
Der Junge ist am Freitag seiner neuen Klasse vorgestellt worden, und freundlich in der Klassengemeinschaft aufgenommen
worden. Die Schule beschult schon mehrere autistische Kinder mit gutem Erfolg.Jetzt geht es nur noch drum
Fachkraft als Schulbegleiter oder Hilfskraft.
Davon hängt dan auch die Bezahlung der Kraft ab.
MFG
bei mir erscheint nun auf diesem Forum rechts eine Spalte mit allgemeinen Informationen. Ich hatte schon vor vielen Wochen an die Verantwortlichen der website geschrieben, dass diese Informationen völlig veraltet sind, da seit diesem Schuljahr das neue Gesetz in Kraft getreten ist. Ich finde es eine Katastrophe für Eltern, die vielleicht die Inklusion ihres Kindes anstreben, wenn diese hier durch völlig falsche Infos verunsichert werden! Nur ganz kurz: In Bayern können inzwischen Kinder mit jeder Art von Behinderung vor Ort in die Regelschule gehen! Die Regelschule kann frühestens nach einigen Monaten in wenigen Ausnahmefällen eine Begutachtung des Kindes beantragen, wenn sie herausstel-len sollte, dass die Entwicklung des Kindes gefährdet ist oder die Rechte anderer Mitglieder der Schul-gemeinschaft erheblich beeinträchtigt werden.
P.S.: Zum Fall des autistischen Kindes (emails von Hansgerd und Elfriede): An diesem Fall sieht man doch wiedermal, was vorher alle staatlichen Steller für eine jämmerliche Vorstellung abgeliefert haben. Kann man nicht mal ein paar Beamte auf Stellen versetzen, wo sie weniger Schaden anrichten können???
wir wissen um den von dir geschilderten Zustand und sind ja dabei, das Forum zu überarbeiten und den Neuerungen anzupassen. Da unheimlich viel über das Ehrenamt geht und wir Tausende von Datensätze haben geht alles nicht so schnell. Das soll keine Entschuldigung sein, sondern nur ein Hinweis. Inklusion und der Bereich Schule ist ja nur ein kleiner Teil unseres Angebotes. Unser Administrator weiß Bescheid und ist dran. Der rechte Teil unserer Seite ist völlig neu geschaltet. Wir freuen uns über eure Rückmeldungen. Es kann ja nur "noch" besser werden.
Vielen Dank für euer Verständnis.
Liebe Christine,
vielen Dank für deinen Hinweis, den wir natürlich ernst nehmen.
Die sachliche und unparteiische Zusammenstellung von Informationen ist trotz klarer Gesetzeslage und der tatsächlichen Umsetzung nicht einfach.
Gerade auf den Informationseiten ist es uns wichtig, den Eltern verständlich aufbereitete, sachlich richtige und allgemeingülitige Informationen zur Verfügung zu stellen.
Damit keine Irritationen entstehen, haben wir inzwischen die Seiten vom Netz genommen, die wir noch nicht auf den aktuellen Stand gebracht haben und verweisen auf die bereits überarbeiteten und aktuellen Seiten:
auf der neu gestalteten Seite Inklusion sind mir gleich zwei Fehler aufgefallen: In Bayern gibt es nicht 41 allgemeinbildende Schulen mit dem Profil Inklusion, sondern 85 Schulen, die im September als Profilschulen Inklusion vom BaySTMUK anerkannt wurden.
Es ist falsch, dass an diesen Profilschulen 200 neue Lehrerstellen geschaffen wurden. In den Profilschulen Inklusion wurden nur wenige neue Lehrerstellen geschaffen, z.T. gar keine, weil diese Schulen auch schon vor der Anerkennung als Profilschule jahrelang behinderte Kinder in Einzelintegra-tion aufgenommen haben und daher schon jahrelang MSD-Kräfte in der Schule hatte. Auf Nachfrage beim BayStMUK nach den 200 neugeschaffenen Lehrerstellen wurde geantwortet, dass der Hauptteil dieser Stellen in den MSD-Dienst gewandert ist. Die MSD-Kräfte wirken jedoch nur selten direkt im Unterricht mit und fallen oft auch aus, weil Krankenvertretungsdienst in den Förderschulen übernehmen. Meist übernehmen sie nur Beratungsdienste. Die hauptsächliche zusätzliche Personalressource in den inklusiv arbeitenden Regelschulen sind daher nach wie vor die Assistenzkräfte von der Eingliederungshilfe.
Hier der aktuelle Link, der zu dem Bericht des autistischen Jungen aus Coesfeld führt.
Der erste Tag in der Schule, ist super gelaufen.
Jetzt sind wir dennoch gespannt, wie die Sache sich weiter entwickelt.
Die zuständigen Beamten im Kreis Coesfeld, haben die Eltern schwer traktiert.
Nun hoffen wir , das die Angelegenheit zur Ruhe kommt.
Ist aber interessant, was es für Geschichten gibt.
Gib einem Deutschen einen Job, und du siehst wie er sich verändert.
Hatten wir das vor 70 Jahren nicht auch schon mal ?
Eine Lehrerin von einer KB-Schule fing an von den Gebrechlichkeiten einiger Schüler zu offerieren, das wollte nun wirklich niemand hören. Auch nicht der Moderator. Sie sprach als hätte sie es auswendig gelernt. Nervös hüpfend von einem Bein auf das andere, fuhr sie sich mehrmals mit ihren Händen durch die Haare. Ihr Kollege neben mir sitzend, machte den Eindruck eines gebrochenen Mannes. Zusammen gesunken, die Hände hängend zwischen seinen Beinen, blickte er nur selten nach oben. Albrecht Dürer hätte ihn sofort auf seinen Skizzen Block verewigt. Er hätte die Farbe Sepia gewählt, um die Farben seiner Kleidung, ein mittleres grau zu malen, müsste er die Farbe verdünnen. Der Abend war gelungen, die Moderation mit Bravour gemeistert. So Reisen sie durch die Lande, die SPD, wahrhaftig eine edle Mission, im Dienste der Menschheit, oder besser für unsere Kinder .
Hallo HansGerd,
das glaube ich sofort. Da machen auch hier im Forum alle gleich zu. Und was die Parteien betrifft, im Wahlkampf redet sogar die FDP plötzlich "'Soziales"..............nach der Wahl können wir ja dann die Scherben einsammeln und eine Art Restverwertung beginnen. Ich habe noch niemanden erlebt, der gerne zuhört und adäquat antwortet, wenn es bei der Umsetzung der Inklusion um Menschen mit unangenehmeren Behinderungen geht, als "nur" eine leichte Lernbehinderung.
Die MSD-Kräfte wirken jedoch nur selten direkt im Unterricht mit und fallen oft auch aus, weil Krankenvertretungsdienst in den Förderschulen übernehmen. Meist übernehmen sie nur Beratungsdienste. Die hauptsächliche zusätzliche Personalressource in den inklusiv arbeitenden Regelschulen sind daher nach wie vor die Assistenzkräfte von der Eingliederungshilfe.
Gibt es nicht auch Förderschulen, die als Inklusionsschulen auftreten können? Und Krankenvertretungsdienst in den Förderschulen, wie weit von Oberbayern nach Unterbayern wird denn das Personal aus dem MSD gesendet? Bei uns kommen eigentlich keine an.
Eine weitere Frage habe ich an dich:
Wir betreiben ja alle Inklusion. Der Staat freut sich und macht mit. Soweit so gut. Können wir es wirklich verantworten, wenn im Sinne der Inklusion die Schülerzahl pro Klasse z.B. an einer Schule für geistige Entwicklung künftig steigen wird, da man ja keine neue Klassen bilden möchte um vielleicht zu zeigen, dass man mit dem Inklusionsgedanken konform geht?
D.h. wir inkludieren Kinder, wenn die Eltern es wollen und die restlichen Kinder stopfen wir im Sinne der Inklusion in künftig überfüllte Förderschulen, weil die nach wie vor einen Zulauf haben, den sich keiner erklären kann? Es ist ein hoch sensibles Gebiet, was hier gerade betreten wird. Wünsche und Vorstellungen decken sich nicht immer mit den Möglichkeiten, die das System momentan überhaupt her gibt, oder?
Ich krieg die Krise, wenn ich in meinem Umfeld mitverfolgen muss, was gerade läuft. Auf einen Gewinner kommen momentan mindestens 10 - 15 Verlierer.
eine Frage würde mich interessieren. In den Berichten heißt es immer, die Eltern bekommen für den Integrationshelfer nur noch 12,- EURO pro Einsatzstunde. Beziehen sich diese 12,- EURO auf die Auszahlung an den Integrationshelfers oder bekommt die Familie tatsächlich nur 12,- EURO vom Sozialamt?
Zum Hintergrund meiner Frage: In Bayern zahlen manche Jugendämter bis zum heutigen Tag auch nur so geringe Beträge aus, da müssten sich aber die Eltern wehren! Denn auch für eine unqualifizierte Kraft muss das Amt nach Tarif 23,- EURO pro Einsatzstunde auszahlen, da ja die ganzen Nebenkosten für den Arbeitgeber (Eltern) mitfinanziert werden müssen!
Zum Sozialgericht, das den Integrationshelfer zunächst abgelehnt hat: Ich denke, das Urteil wäre ganz anders ausgefallen, wenn das Sozialgericht nicht durch die Sonderpädagogen der Förderschule negativ beeinflusst worden wären. Ich habe bei meinem Sozialgerichtsprozess verhindert, dass vom MSD direkte Stellungnahmen abgegeben wurden, die ich nicht vorher zu Gesicht bekam! Obwohl der Jurist des Kostenträgers versuchte, das zu umgehen, indem die Schule meines Kindes unter Druck gesetzt wurde, Informationen herauszurücken. Der Richter ignorierte aber alle Informationen, die nicht als Beweismittel schwarz auf weiß autorisiert waren. Da ich dem Sonderpädagogen keine Schweigepflichtsentbindung gegenüber dem Sozialhilfeträger erteilt hatte, konnte dieser diese Beweismittel daher auch nicht vorlegen.
Prof.Schöler, die jahrzehntelang Schulen auf ihrem inklusiven Weg in ganz Deutschland begleitet hat und vor kurzem auch mit einem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde, warnt seit Jahren die Politik: "Wenn das Förderschulsystem nicht sukzessive umgebaut wird, sondern einfach neben der Inklusion weiter herläuft, werden sich die Förderschulen zu sozialen Restschulen entwickeln." Ich gebe Dir völlig recht, dass wir derzeit eine schizophrene Entwicklung haben: Die Akademikereltern setzen immer öfter die Inklusion ihrer Kinder auch mit schweren Behinderung durch. Auf der anderen Seite weisen die Regelschulen immer mehr Kinder vor allem aus sozial schwachen Verhältnissen an die Förderschulen ab. Ich weiß, dass die Kinderzahlen an den Förderschulen steigen statt fallen!
Deshalb müssen wir Eltern uns zusammentun! Unbedingt und gemeinsam an die Politik herantreten! Nur solange wie wir das nicht machen, können uns die Politiker noch gegeneinander ausspielen!!!
Wir müssen wegkommen davon, dass die Ressourcen für die Inklusion zu 100% in den MSD-Dienst fließen, weil die Lehrer an der Regelschule etwas ganz anderes brauchen, nämlich ständig präsente pädagogische Zweitkräfte in den Klassen, die vom Kollegium der Regelschule ausgesucht werden und nicht von irgendeiner Förderschule geschickt werden! Lasst uns das gemeinsam fordern! Dann kann man den unglaublich uneffektiven MSD-Dienst reduzieren auf z.B. ein bis zweimonatliche Besuche der Regelschule und Beratungsgespräche. Ich habe doch im Prinzip die gleiche Forderung wie Du:
Reduziert die Beratungsstunden des MSD und schickt die MSD-Kräfte als Klassenlehrer in den Unter-
richt! Es ist eine absurde Entwicklung, dass immer mehr Sonderpädagogen nur noch Kinder diagnosti-zieren, Stellungnahmen schreiben und mit der Abwicklung der Abschulungen von Schülern beschäftigt sind. In Erlangen wurde nun ein neuer Beratungszentrum aufgebaut für Eltern. Auf unsere Nachfrage beim Ministerium, wie das finanziert wird: Es gibt dafür keine zusätzliche Finanzierung, sondern es werden dafür MSD-Kräfte abgezogen! Wir brauchen solche BEratungszentren nicht, stattdessen brauchen wir ein Durchgreifen der Politik bei den Trägern der Eingliederungshilfe/Schulwegfinanzierung usw., dass da die Hilfen unbürokratischer ans Kind kommen.
Lass uns doch gemeinsam bei der Politik einfordern, dass die Lehrerstunden der Sonderpädagogen endlich zu über 90% für den Unterricht an den Schulen eingesetzt werden sollen und der Beratungsdienst zurückgefahren wird auf max. 10% der Gesamtarbeitszeit, weil auf die einzige tatsächliche Notwendigkeit, nämlich der Diagnostik der angemessenen Vorkehrungen, die ein Kind egal an welcher Schule braucht.
Hallo
Das Institut das den Schulbegleiter zur Verfügung stellt bekamm zeitweilig 25Euro pro Std dann bezahlte es wenn das Institut
eine Mahnung schickte.
Dann wiederrum wurden nur 12Euro pro Std bezahlt,oder es wurde garnicht Bezahlt. Die Eltern haben in dem 1 Jahr ca 10000Euro
aus eigenem Vermögen beglichen damit der Schulbegleiter seinen Lohn bekam. Das Gericht hat nur auf die Aussage der
Sonderpädagogin gehört.Das Amt will kein persönliches Budget erlauben, sie wollen am liebstem mit dem Schulbegleiter
direckt abrechnen.
MFG
Hans Gerd
Artikelhinweis: "RTI - Instrument für inklusive Unterrichts- und Schulentwicklung?"
Eintrag vom 04.05.2013
In ihrem Artikel "RTI - Instrument für inklusive Unterrichts- und Schulentwicklung" diskutiert Brigitte Schumann das präventive Konzept RTI, dessen Stellenwert für die inklusive Fachdebatte und Praxis derzeit verhandelt wird.
"RTI ist die Abkürzung für 'response to intervention'. Die in den USA entwickelte Methode ist auf dem Weg, auch in deutschen Schulen Fuß zu fassen. Sie wird in Rügen unter der Bezeichnung Rügener Inklusionsmodell in Verbindung mit der Universität Rostock derzeit erprobt und findet längst auch ihre Unterstützung und Anwendung in NRW." (Schumann)
Gesetzentwurf zur Umsetzung der BRK in NRW-Landtag eingebracht
Eintrag vom 29.04.2013
Am 24.04.2013 hat die NRW-Landesregierung ihren Gesetzentwurf zur Umsetzung der VN-Behindertenrechtskonvention in der Schule (9.Schulrechtsänderungsgesetz) in den Landtag eingebracht.
Der Gesetzentwurf sieht vor, dass Schüler und Schülerinnen mit Förderbedarf ab 2014 schrittweise einen Rechtsanspruch auf gemeinsamen Unterricht haben werden.
Der Gesetzentwurf wird weiterhin von vielen Seiten stark kritisiert. Beispielsweise beanstandet das NRW-Bündnis „Eine Schule für alle“, dass es immer noch keinen individuellen Rechtsanspruch auf inklusive Bildung gäbe. Weiterhin fehlten genaue Aussagen darüber, wie ein inklusives Schulsystem aussehen und vor Ort entwickelt werden solle. Zudem wird bemängelt, dass die gemeinsame Beschulung noch immer von den Ressourcen der einzelnen Kommunen abhängig sei. In diesem Zusammenhang kritisieren kommunale Spitzenverbände, dass die Finanzierung des Inklusionsprozesses nicht geregelt sei. Die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) NRW fordert von der Landeregierung verbindliche Qualitätsstandards zur Umsetzung der Inklusion und eine zentrale Steuerung dieses Prozesses.
Unter nachstehendem Link gelangen Sie zum Gesetzentwurf sowie zu einer Übersicht über verschiedene Reaktionen auf den Entwurf:
Gesetzentwurf zur Umsetzung der BRK in NRW-Landtag eingebracht
der Richter dieses Sozialgerichts muss sehr schlecht informiert gewesen sein. Anstelle der Mutter würde ich mir einen guten Anwalt nehmen und in die zweite Instanz gehen. Warum sollte die Mutter auf den 10 000,- EURO sitzenbleiben? Allerdings ist natürlich schon wichtig, was die Förderschule für eine schriftliche Stellungnahme abgegeben hat, bevor der Schulleiter eingestellt wurde. In Bayern wird erst ein Schulbegleiter genehmigt, wenn die Schule, in die das Kind geht, schriftlich den Bedarf bestätigt hat. Da muss die Förderschule sich doch festgelegt haben, ob das Kind einen braucht oder nicht. Das ist relevant, nicht, was irgendeine Sonderpädagogin hinterher für eine Meinung hat, ob dieser notwendig gewesen wäre oder nicht! Was hat die Schule vorher offiziell bestätigt?
Hallo, das Sozialamt hat für den Besuch der ersten Schule einen Interationshelfer für nötig gehalten und die 1 zu 1 Betreuung auch. Die Schule war einverstanden und hatte es genehmigt. Lg Howell
Wenn die Eltern eine vorherige schriftliche Bestätigung von der Schule haben, in die das Kind ging, dass der Schulbegleiter nötig ist, würde ich mir einen guten Rechtsanwalt nehmen und in die zweite Instanz gehen. Wenn nun im GU-Unterrich wieder ein Schulbegleiter genehmigt wird, würde ich gegen die Sonderpädagogin´, die offensichtlich gegenteiliges zu ihrem Schulleiter der Förderschule behauptet hat, Anzeige erstatten, da sie ja ganz offensichtlich den Hilfebedarf des Kindes ignoriert hat und irgendwelche andere Motive für ihr Handeln hatte wie das häufige Motiv, dass Lehrer keine zweite Person im Klassenzimmer haben wollen, da sie sich von dieser kontrolliert fühlen...
Hallo
Nach den Sommerferien heißt es in NRW nicht mehr GU sondern GL Gemeinsames Lernen.
Man will hoffen das dann innerhalb der Klasse dann keine Rottenbildung stattfindet und auch ein gemeinsammes Lernen
stattfindet.
MFG
Hansgerd
Jetzt haben wir so viel über I-Helfer geschrieben, das ich doch in dieser Hinsicht, einige Bemerkungen verlauten lassen möchte.
Ich finde das die Arbeitsbedingungen, der I-Helfer verbessert werden müssten. Wir hatten in zwei Jahren vier verschiedene I-Helfer.
Die meisten nehmen diesen Job als Übergangsjob an. Bis sie was besseres in Aussicht haben. Dann hören diese jungen Menschen wieder auf.
Die Erste hörte auf, weil sie Bereitschaftspflege fürs Jugendamt machen wollte. Sie müsste ja schließlich sehen wo sie finanziell bleibt. Die Zweite hörte auf, weil sie einen festen Job angeboten bekam. Die Dritte, da weiß ich es nicht mehr. Die Vierte wollte nicht für 6,50 Euro arbeiten, zu dem sie einen weiten Weg zurück zu legen hatte. Die Lebenshilfe bekam 17,50 Euro, da finde ich 6.50 für die I-Helferin zu wenig. So, das heißt, diese jungen Leute können von diesem Job nicht leben, geschweige eine Familie gründen. Oftmals müssen sie noch einen zweiten Nebenjob ausüben. Da sind die Politiker gefragt, richtig wäre : Mehr Lohn, Sozialversichertenbeiträge, und es wäre auch sinnvoll, das sie die Möglichkeit bekämen, einer Gewerkschaft beizutreten. Auch für die Kinder ist es schwer, wenn sie alle sechs Monate mit einem neuen I-Helfer konfrontiert werden. Die ersten zwei I-Helfer wurden vom Roten Kreuz gestellt. Urlaub nahmen sie sich immer wenn keine Schulferien waren. Das müsste anders geregelt werden. Ferner dauert die Antagstellung eines I-Helfers zu lange. Und den Eltern werden immer wieder massive Stolpersteine in den Weg gelegt. In den Ämtern sitzen oft Menschen, die sich wie die Herrgötter aufspielen. Ich habe den Eindruck, das sie denken, sie müssten es aus ihrem eigenen Geldbeutel bezahlen.
ich habe vor kurzem als geladene Expertin in der Landtagsanhörung für Schulbegleitung im bayerischen Landtag genau dieses Problem massiv kritisiert (siehe www.inklusion-bayern.de). In Bayern haben die Eltern inzwischen durchgesetzt, dass die meisten Bezirke um die 20,- EURO pro Einsatzstunde zahlen, laut bayerischem Sozialministerium sollen die Eltern die gleichen Stundensätze wie die Verbände bezahlt bekommen, das wären aber dann in Bayern 23,- EURO aufwärts. Bei Abzug aller Arbeitgeberkosten verbleiben dem Arbeitnehmer dann schon min. etwa 13,- EURO netto, wenn die Eltern auf den Einbehalt von Verwaltungskosten verzichten. Wenn Verbände noch weniger ausbezahlen, dann deswegen, weil sie viel mehr Geld für die Finanzierung ihres Verwaltungsapparates einbehalten. Ich kann Eltern eigentlich nur empfehlen, besser selbst anzustellen und eine zuverlässige Person zu suchen, die auch selbstverständlich ihren Urlaub in den Ferien nimmt! Nur manchmal gibt es zufällig in der Region einen engagierten Verband, der nicht vorrangig in die eigene Tasche wirtschaftet. Im Prinzip müssten solche Verbände die Eltern selbst gründen, auch solche Beispiele gibt es in Bayern schon.
Eine Lösung ist das alles nicht. Politisch müssen wir einfordern, dass die Schulbegleiter bei den Schulträgern angestellt werden, um die ELtern zu entlasten. Die Eltern müssen aber die Verträge jährlich kündigen können, um zu gewährleisten, dass auch in Zukunft sie als Rechtsvertreter ihres Kindes ein Vetorecht bei der Personalauswahl haben.
Ich kann Eltern eigentlich nur empfehlen, besser selbst anzustellen und eine zuverlässige Person zu suchen, die auch selbstverständlich ihren Urlaub in den Ferien nimmt!
viele Eltern schrecken vor der Selbstanstellung bei dem Elternmodell Schulbegleitung zurück, weil diese enorme Risiken in sich bergen kann.
Nur manchmal gibt es zufällig in der Region einen engagierten Verband, der nicht vorrangig in die eigene Tasche wirtschaftet.
Verbände, die Schulbegleiter anstellen, tragen dieses Risiko ebenfalls und sichern sich entsprechend ab, indem sie weniger (manchmal leider auch zu wenig) bezahlen.
Im Prinzip müssten solche Verbände die Eltern selbst gründen, auch solche Beispiele gibt es in Bayern schon.
tja, die Lebenshilfe wurde von Eltern gegründet und ist ein Elternverband Aber in dem Moment, wo die Arbeit ein Ausmaß annimmt, dass Ehrenamtliche diese Aufgabe nicht mehr bewältigen können, müssen Angestellte (mit Arbeitsvertrag und Lohnnebenkosten) das erledigen.
Eine Lösung ist das alles nicht. Politisch müssen wir einfordern, dass die Schulbegleiter bei den Schulträgern angestellt werden, um die ELtern zu entlasten. Die Eltern müssen aber die Verträge jährlich kündigen können, um zu gewährleisten, dass auch in Zukunft sie als Rechtsvertreter ihres Kindes ein Vetorecht bei der Personalauswahl haben.
Das wäre die optimale Lösung, auch wenn ich mir die Umsetzung sehr schwierig vorstelle.
die Lebenshilfe war mal ein Elternverband, oft haben Elternvorstände dort aber höchstens noch Repräsentationsaufgaben und ansonsten ähnliche Aufgaben wie Elternbeiräte in anderen Schulen und die eigentliche Trägerentscheidungen werden von Hauptamtlichen getroffen oder von ehrenamtlichen Vorständen aus der Politik, die wieder andere Interessen in die Institutionen hineintragen.
Dies ist aber meistens die übliche Entwicklung auch in anderen Bereichen, dass Organisationen, sobald die Gründerelterngeneration weg ist, zunehmend von den hauptamtlichen Mitarbeitern dominiert werden, die auch andere Interessen in die Entscheidungen einfließen lassen als nur die Interessen der Kinder.
Daher ist es unabdingbar, dass die ELtern ein hohes Mitwirkungsrecht behalten müssen, wenn Schulbegleiter von irgendjemand anderen als von den Eltern selbst angestellt werden. Die Lösung Schulträger ist nicht schwierig, sie wird von einigen Profilschulen Inklusion, also Regelschulen seit Jahren sehr erfolgreich praktiziert! Allerdings gibt es in Bayern sehr viele Schulleiter mit schlechten Führungsqualitäten und wenig Engagement, da muss in Zukunft in der Personalauswahl auch auf andere Kompetenzen geachtet werden, die ein Schulleiter mitbringen muss. Dieser muss unterneh-merische Kompetenzen haben!
Aber auch die Lösung, dass die Eltern selbst anstellen, muss nicht unbedingt die schlechteste sein. Das funktioniert bei manchen Eltern problemlos, ich habe selbst seit 5 Jahren dieselbe Person angestellt und es sieht alles danach aus, dass das auch die nächsten Jahre so bleiben wird. Freilich hab ich viel Arbeitgebererfahrung, das muss ich zugeben.
die Probleme durch die Fehlbesetzung in den Vorständen kenne ich vom Hörensagen leider zu gut. Das ist eine echte Katastrophe. Allerdings ist "meine" Lebenshilfe auch heute noch ein echter Elternverband, deshalb bringe ich das immer wieder gerne an
Wegen der Anstellung von Schulbegleitern durch die Eltern wäre es bestimmt für viele Betroffene eine große Hilfe, wenn "Risiken und Nebenwirkungen" immer wieder bei den Politikern und auch öffentlich angeprangert werden würden. Und es sollte gute Muster für die Arbeitsverträge geben, um genau diese Risiken zu verhindern bzw. minimieren.
die Probleme durch die Fehlbesetzung in den Vorständen kenne ich vom Hörensagen leider zu gut. Das ist eine echte Katastrophe. Allerdings ist "meine" Lebenshilfe auch heute noch ein echter Elternverband, deshalb bringe ich das immer wieder gerne an
Hallo Zippe,
dem kann ich nur zustimmen. Der Vorstand meiner Lebenshilfe ist klasse, weil wir ihn selbst und vor allem mit Interesse an der Arbeit und aus unserer Verantwortung heraus gewählt haben. Ich stehe voll hinter dem Gedanken Lebenshilfe und weiß auch von dem Einsatz aus dem selbstbetroffenen Teil unseres Vorstands heraus, wie man auch im Jahr 2013 noch Berge versetzen kann, wenn man es will und wenn man sich nicht vornedran stellt, sondern sich selbst mit seinem Wissen und seiner Erfahrung einbringt.
Natürlich hat Christine recht, wenn sie manche Vorstände in Frage stellt, nur wo ist denn eine Christine in einem Vorstand und würde ihr Wissen dort adäquat einbringen? Ich finde, es gibt viel zu viele "Selbstdarsteller" in unserer heutigen Behindertenhilfe. Das Wissen über welches der Elternverband verfügt (e) und dort seine Kraft und Stärke heraus nahm, ist leider heute nicht mehr auf dem Tablett. Aber meine Lebenshilfe und die Besetzung des Vorstands hat Power und Mut und ich wünsche mir, dass von unserer LH noch viele Impulse ausgehen werden. Es sollen einfach nur mal die "Alten" endlich abtreten und den "Jungen" vertrauensvoll das Ruder übergeben. Eine Christine mit ihren Ideen und andere hier im Forum mit ihrem ebenfalls guten Sachverstand und Eltern, die mitziehen im anerkannten und nach wie vor geschätztem Elternverband Seite an Seite kämpfend, hätten auch heute noch alle Chancen der Welt.
Warum einen Verband neu gründen, wenn wir doch schon auf einer gefestigten Ebene agieren können? Die Lebenshilfe hat bereits über 150 000 Mitglieder und alleine in Bayern sind unendlich viele organisiert. Wir haben in Bayern den größten Landesverband und der hat und zeigt Stärke. In Erlangen waren wir weit über 120 Elternvertreter, die letztes Jahr eine Bühne bekommen haben. Es war auch nicht das erste Mal, dass man uns eingeladen hat. Wo seid aber ihr, wenn es um das Kämpfen geht? Lasst uns doch an einem Strang ziehen. Der Landesverband der Lebenshilfe Bayern unterstützt uns ganz sicher, wenn wir Signale aussenden. Nur wenn wir uns an unsere Lebenshilfe wenden und mit ihr gemeinsam etwas entwickeln, kommen wir weiter. Es gehört mehr als nur ein lauter Ruf dazu, weiter zu kommen und die Zukunft zu sichern. Wir müssen und sollten der Lebenshilfe vertrauen und sie stärken, damit sie die Interessen unserer Kinder nicht nur heute, sondern auch morgen und für die Zukunft wahren kann. Man wir sind doch die Lebenshilfe und der Vorstand ist das oberste Organ im Verein und gibt das Sagen an. Lasst euch nix vormachen. Wer gegen treibt und/oder keine Ahnung hat, hilft sich und ein paar wenigen vielleicht mit lautem Ruf weiter. Gemeinsam schaffen wir aber eine Bühne für alle. Und da wollen wir hin, oder? Und wenn es bei euch nicht mehr der Vorstand ist der das Sagen hat, dann fasst euch an eure eigene Nase, denn ihr seid selbst Schuld am Geschehen. Die Mitgliederversammlung hat alles in der Hand. Seid ihr ein Teil davon? Wenn nicht, hört auf zu hetzen. Wenn ja.......dann solltet ihr mal ein Treffen mit eurem Vorstand ausmachen. Hinterfragt sein Treiben, wenn ihr nicht zufrieden seid. Klärt ihn auf, was er verschläft. Tretet ihm in den Hintern…………..wir sind die Eltern und ich selbst als betroffene Mutter erwarte das auch von euch. Fordert MV`s ein und stellt fragen. Das nützt unserem Elternverband mehr, als ein Nichtstun und ein Hetzen.
es gibt verschiedene Wege. Auch die Lebenshilfe wäre wichtig auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft, denn die Förderschulen müssen sich auch von innen heraus verändern. Aber die Lebenshilfe alleine wird es nicht bewegen und die Vorsitzende Barbara Stamm hat sich bisher überhaupt nicht damit vorgetan, inklusive Strukturen für die Regelschuleltern zu fördern, daher braucht es dazu auch viele Initiativen außerhalb der Lebenshilfe. In einer solchen Initiative bin ich sehr aktiv und möchte mir nicht vorwerfen lassen, nur zu reden und nicht zu handeln. Ich kann gar nicht mehr mit meinen Händen abzählen, wievielen Eltern ich schon mit Rat und Tat und vor allem Mut gebend beiseite gestanden habe und diese mir später rückmeldeten, dass sie ohne meine Kraft den Weg in die Regelschule nicht geschafft hätten...
Aber ganz konkret: Ich hatte schon eine Sache angesprochen und zwar zumutbare Schulwegzeiten. Macht Euere Lebenshilfe mit bei einer Petition an den Landtag, dass das Ministerium in allen bayerischen Förderschulen die Schulwegzeiten überprüfen muss und die Busse so organisiert werden müssen, dass für das einzelne Kind die Schulwegzeit max. 60 min einfach von Haustür zu Schultür beträgt? Ich kann ein Schreiben entwerfen!
Eine zweite Sache, wo ich ganz konkrete Zusammenarbeit erbitte: Ich habe gehört, dass auch in der Geistigbehindertenschule Würzburg etwa 10% der Kinder mittags schon die Schule verlassen, weil sie nicht in die HPT möchten, sondern nachmittags lieber zuhause/am Wohnort sind. Wir haben aber in Bayern derzeit noch das Problem, dass die Bezirke für eine andere Betreuungsform als die HPT/Hort am Nachmittag noch die Unterstützung versagen, wenn es um die nötige Assistenz geht. Könnte die Lebenshilfe mit den Eltern sprechen, deren Kinder nicht in die HPT gehen, diese über ihre Rechte informieren und dann für diese Eltern gemeinsam mit unserer Initiative dafür eintreten, dass Nachmittagsassistenz den Kindern gewährt wird, egal ob sie in eine HPT gehen oder zuhause sind bzw. in Vereinen oder einer anderen Betreuung (z.B. Nachmittagsbetreuung an der Regelschule)?