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Die Nächte machen uns fertig...

Konstantin56 23.03.2004, 16:15#1
Hallo,

vieleicht habt Ihr eine Idee die uns weiterhilft.

Unser Sohn (5 Jahre) ist mehrfachbehindert (geistige Behinderung, blind, kann nicht laufen, kann nicht sprechen, zur Zeit medikamentös eingestellte Epilesie, zur Zeit unproblematisches chronisches Lungenleiden).

Seit wir ihn nach Geburt und anschliessendem Krankenhausaufenthalt vor 4 Jahren nach Hause geholt haben, hat er wahrscheinlich aufgrund der Blindheit massive Schlafstörungen. Anfangs schlief meine Frau nachts bei ihm und hat ihn nachtsüber beruhigt. Seit 2002 schläft er alleine, allerdings wird immer zwischen 0:00 - 2:00 wach und schläft danach nicht mehr. So dass einer von uns immer wieder zu ihm hingehen muss, um ihn zu beruhigen. Melatonin bekommt er, Dipiperon-Schlafsaft war wirkungslos, Bachblütentherapie läuft zwar noch aber dennoch ist um 2:00 das Schlafen vorbei. Hinzu kommt, dass er generell einmal am Tag (meist mittags, im Kindergarten schon vormittags schläft). Wir schaffen es einfach nicht, ihn am schlafen zu hindern, da wir auch während des Tages mal eine Pause brauchen.

Auch wenn die Tage mit dem Kleinen insbesondere für meine Frau nicht einfach sind, wären sie viel leichter zu bewältigen, wenn wir zumindest nachts schlafen könnten. Aber es ist so schwer, ihn alleine oder gar weinen zu lassen. Musik hilft aber auch nur scheibchenweise, so dass wir dennoch jede Stunde zu ihm hinmüssen.

Hat jemand bereits ein ähnliches Problem gehabt und evtl. sogar eine Lösung gefunden?  Jeder Tip wird dankend angenommen.

Vielleicht sind wir auch einfach nur zu schwach, um ihm einen Tag-Nachtrhythmus aufzuzwingen.

Konstantin
gisibabe 23.03.2004, 17:56#2
Hallo Konstantin,

leider habe ich keinen Tip, wie Ihr Euren Sohn nachts zum durchschlafen bekommt, aber vieleicht wäre es sinnvoll, wenn Ihr Euch mal eine Pause gönnt. Habt Ihr mal daran gedacht Euren Sohn für 2-3 Tage (z. B. Wochenende) in eine Kurzzeitpflege zu geben. Es gibt spezielle Kurzzeitpflege-Einrichtungen für behinderte Kinder. Informiert Euch mal!

Wir geben unseren Sohn auch zwischendurch in eine Kurzzeitpflege, damit wir neue Kraft schöpfen können. Pascal ist nach einem Ertrinkungsunfall 100 % behindert, hat sämtliche Merkmale im SB-Ausweis und Pflegestufe II (III wird demnächst beantragt).
Wir fahren ganz gut damit und Pascal hat damit auch (Gott sei dank) keine Probleme.

Grüße
gisibabe
Stevie 24.03.2004, 08:26#3
Oje,
willkommen im Club.Das haben wir auch durchgemacht, genau sieben Jahre lang.
Für Steffen war die Nacht auch um 2 Uhr vorbei und dann wollte er spielen.Er schlug sich dann den Kopf so lange am
Bett, bis einer kam.Steffen ist mehrfachbehinderter Autist und hat auch heute noch keinen so guten Schlafrythmus.
Er holte sich auch den Schlaf über Tag - keine Chance ihn wachzuhalten.
Steffen weint und schreit auch nicht, er steht halt auf und schlägt mit dem Kopf oder macht Blödsinn.Nacht´s sind bei uns alle Türen bis seine und unsere abgeschlossen,da er alles unter Wasser setzen oder Feuer (Mkrowelle,Ofen)machen würde.
Eines Nacht´s hat er sich eine Platzwunde am Hinterkopf zugezogen und da er nur ein geringes Schmerzempfinden hat, es gar nicht bemerkt. Da war für mich entgültig klar, das ich ihn nacht´s fixieren muß. Steffen liegt in einem Beckengurt, kann damit sitzen und sich in jede Lage(Seite, Bauch, Rücken) drehen.Er hat den Gurt sofort akzeptiert.Da er nicht aufstehen kann schläft er dann auch relativ schnell wieder ein.Ich lasse ihm Spielzeug im Bett,damit er sich ,falls nötig, beschäftigen kann.
Seitdem wir den Gurt benutzen sind die Nächte erträglicher geworden, ich muß zwar ab und zu doch noch raus, aber ich kann viel ruhiger schlafen.
Ich weiß nicht, ob das auch eine Lösung für Euch ist, aber das muß auch jeder für sich rausfinden.
Steffen wird übrigen´s jetzt 11 Jahre alt.

Ich wünsche euch alle Kraft der Welt, ich weiß ,wie Kräfteraubend das ist.
Ganz liebe Grüße von Barbara
chinarolle 24.03.2004, 10:03#4
Hallo Ihr alle,

ja das ist ja ein Ding, wenn einer mal anfängt was zu berichten, kommen auch alle anderen  
Auch unser Sohn macht die Nacht zum Tag und bekommt zur Beruhigung nun abends immer die Atosil Tropfen. Ausserdem habe ich vor ein paar Jahren ein behindertengerechtes Bett bekommen von der Kasse (so eins wie auf dieser Seite unter Hilfsmittel). Was ich abends, wenns zum schlafen geht, zu machen kann. Die Selbstverletzungsgrenze ist so damit eingedämmt. Wir haben die gleichen Probleme mit unserer Krabbe wie Stevie. Auch unser Sohn schlägt mit dem Kopf an und versucht so das jemand kommt. Auch ich kann nachts noch nicht richtig durchschlafen, aber ich kann etwas ruhiger sein, da ich weiß, das ihm nichts passieren kann. Ich lasse ihm sein Spielzeug nachts auch . Also richtige Parallelen !!!!! Die Atosil Tropfen geben wir nun schon fast 2 Jahre und Pascal wird langsam immun dagegen.
Wie Stevie schon gesagt hat, jeder muß für sich die besten Möglichkeiten finden.
Uns (vor allem mir) hat das Bett sehr gut geholfen ,etwas ruhiger zu werden. So lange das Kind dann nachts spielt und nicht schreit, kann man in Ruhe etwas weiter "dösen"... Versucht doch mal den Gang zum Rehe Haus, ab und an haben die Leute da gute Ideen ?!?
Ich wünsche Euch auf jeden Fall ganz viel Kraft weiterhin und laßt den Kopf nicht hängen, gebt nie auf und denn Eure Krabbe braucht Euch.

Eure chinarolle  
Gast 25.03.2004, 19:32#5
Zitat von [b
Zitat ( @ --)]
Hallo,
auch wir haben dies Probleme und leider noch keine Lösung.
Wir haben ein Pflegebett und lassen Sammy auch Spielsachen im Bett.
Aber er bekommt 2 x nachts noch zu essen, sonst fällt er in den Unterzucker und nach dem 2. Essen ist an Schlaf nicht mehr zu denken.

Aber was uns interessiert ist dieser Beckengurt.
Von welcher Fa. ist der. Ist das ein annerkantes Hilfsmittel oder muß man es selber kaufen? Wie teuer ist er, und gibt es den auch schon für kleine Kinder?
Sammy ist 4.5Jahre alt.
So genug Fragen.

LG Beatrice
Stevie 25.03.2004, 21:30#6
Hallo Beatrice,
der Beckengurt ist ein annerkanntes Hilfsmittel und wurde sofort bewilligt, Wir haben unseren schon seit Februar 01, da war Steffen fast 8. Den Gurt gibt es in verschiedenen Größen und es handelt sich um das Segufix-System. Segufix-Standard,Art.-Nr.2201-MI.
Ich habe mich von unserem Rheatechniker beraten lassen, was genau auf dem Rezept stehen muß, habe dem Arzt das gesagt und schon hat es geklappt.
Da Steffen den Gurt sofort akzeptiert hat, war alles auf einmal so viel einfacher.Steffen nimmt mich immer an die Hand und will festgemacht werden. Wir haben nur gute Erfahrungen mit dem Beckengurt gemacht und haben dadurch wesentlich an Lebensqualität zurückgewonnen.
Viel Glück, dass es bei Euch klappt, und das euer Kind es akzeptiert.
Ganz liebe Grüße von Barbara
Julia 25.03.2004, 23:47#7
Hallo Zusammen!
Man kann auch unter www.Segufix.de gucken. Ich arbeite in einem Kinderheim für schwerstbehinderte Kinder und Jugendliche (mittlerweile auch Erwachsene) und wir fixieren viele unsere Kinder, z.Zt. auch "nur" mit dem Bauchgurt. Letztens war in unserem Haus eine "Segufix-Beauftragte", da es wohl irgendwelche Probleme mit Strangulieren gab. Daher musste diese Dame uns "informieren", wie man diese Gurte richtig befestigt (Sowohl an dem Kind, als auch an dem Bett) Dazu kam auch, dass Betten mit Segufixen i.d.R. an beiden Seiten Gitter haben müssen. (Unsere Betten stehen fast alle an der Wand und haben, wenn überhaupt, höchstens ein Gitter) Ich weiß aber nicht, ob diese Vorschriften auch in privaten Haushalten gelten (für unsere Institution gelten gleiche Vorschriften wie in Krankenhäusern). Wir hatten bei uns auch bei keinem der Kinder Probleme mit der richterlichen Genehmigung, die die Notwendigkeit der Fixierung bestätigen sollen; sogar Kinder die nicht (mehr) fixiert werden haben die genehmigung erhalten. Außerdem hatten wir (bisher) nur gute Erfahrungen damit (um mich meinen Vor-Schreibern anzuschließen).
Gast 27.03.2004, 14:06#8
Hallo,
nochmal eine Frage zum Beckengurt.
Unser "Rehamensch" sagte das es Sammy mit dem Gurt nicht möglich ist sich vom Rcken auf dem Bauch zu drehen.
Aber das ist für Sammy wichtig.
Geht das oder nicht?

Und warum muß das Bett Gitter haben? Wenn wir in Urlaub fahren hat das Bett keine Gitter.
Und wozu brauche ich eine richterliche Vefügung?
Oder gilt das im privatbereich nicht.

Schon wieder so viele Fragen.

LG Beatrice
Stevie 27.03.2004, 18:20#9
Hallo Beatrice,
also Steffen kann sich sehr gut in die von ihm gewünschte Lage drehen.
Unser Bett hat zwar Gitter, der Gurt wird aber nur um die Matratze gemacht.Keine Ahnung, warum das Gitter haben muß.Wie du schon sagst, im Urlaub oder wenn das Kind woanders schläft,sind auch keine!
Ein Richterliche verfügung haben wir nicht gebraucht(vieleicht,wenn das Kind 18 ist?).
Versuch einfach zu beantragen, wird schon klappen.
Liebe Grüße von Barbara
Gast 27.03.2004, 18:42#10
Hi ich wollte nur mahl zum Thema Beckengurt posten ich arbeite in einer Pflegeeinrichtung für Behinderte bei uns ging ein schreiben rum das ein Fixieren mit einem Beckengurt ab sofort verboten sei da bei einen Beckengurt es immer noch möglich sei seine lage im Bett zu ändern (Rückenlage, Bauchlage) und bei falscher Anwendung ist es möglich das der Benutzer des Gurtes aus dem Bett fällt und der Gurt den Benutzer Stranguliert.
Julia 28.03.2004, 14:11#11
Hallo nochmal zusammen!
Ich habe versucht mich nochmal schlau zu machen. Also, man sagte mir, dass die Sache mit den zwei Gittern wohl in der Gebrauchsanweisung steht (Es kommt wohl aus der Altenpflege, dort stehen/standen die Betten meistens mit dem Kopfende an der Wand, ähnlich wie in Krankenhäusern). Somit wird es wohl auch für private Haushalte gelten.

(Diese Tatsache haben die Segufixleute wegen des Vorfalls mit dem Strangulieren (der Fixierte hatte sich wohl versucht herauszuwinden und sich damit den Brustkorb zugeschnürt) als Entlastung angegeben, da der Segufix ohne Gitter nicht Anweisungsgerecht benutzt wurde und sich der Fixierte somit viel weiter seitlich weglehnen konnte, als er können sollte)

Z.Zt. versucht unsere Leitung herauszufinden, bzw. Segufix' "Genehmigung" (?) zu bekommen, dass es auch zulässig ist, wenn die Betten an der Wand stehen, das hat ja die gleiche Wirkung, wie die, die das Gitter haben soll.

Wegen des Urlaubs: Wir haben daher auch das Verbot auf Ferienfahrt (jede Gruppe des Hauses fährt jedes Jahr einmal in den Sommerferien mit allen Kindern in den Urlaub) zu fahren, es sein denn man konnte Krankenpflegebetten mit Gitter besorgen. (Und das in Jugendgäste- oder Ferienhäusern. Also schwierig zu organisieren.)
Und wenn Betreuer manchmal "ihr" Kind mit nach Hause nehmen (und das tuen/taten einige) und es dort auch übernachten soll , können das nur noch die Kinder, die man dann auf Matrazen auf den Boden legen kann, da uns auch dort das (Ordnungswidrige-) Fixieren verboten wurde.
Das ist aber alles "nichts Neues, nur etwas in Vergessenheit Geratenes" (laut Segufixbeauftragte).

Als fast letztes zur richterlichen Verfügung: Bei uns müssen alle Kinder jeden Alters, die fixiert werden, diese Verfügung einholen. Aber das kann eine Reglung sein, die nur für "Betriebe", wie unsere, gilt. Ich meine, dass ich hier im Forum mal etwas über richterliche Genehmigung/Segufix gelesen hatte, habe es gerade gesucht, finde ich aber leider nicht mehr.

Dann wollte ich noch zum Drehen sagen: Man kann sich drehen, aber ich frage mich gerade, ob es legitim ist diese Gurte (die Seitenverstrebungen (s. www.segufix.de) so anzubringen, dass man sich von der Bauch- in die Rückenlage drehen kann. Bei uns können das alle Kinder (die es physisch schaffen)...aber in Krankenhäusern (nun ja gut, die betroffenen Patienten werden meistens aus anderen Gründen fixiert...) werden die Seitenverstrebungen so angebracht, dass sich der Patient nicht mal in die Seitenlage drehen kann.
Viele Grüße,
Julia.
kerstin-held 29.03.2004, 16:14#12
Hallo ihr

ich bin neu hier und melde mich gleich mal zu diesem Thema. Ich habe zwei schwerbehinderte Pflegekinder und kenne das Problem zu genüge. Der Kleine ist geistig behindert und feiert Nachts riesen Feten. Es raubt einem den letzten Nerv. Nach zwei Jahren des Probierens scheinen wir nun eine annehmbare Lösung gefunden zu haben. Dennie hat ein Bett mit hohen Gittern, denn fixieren geht nicht (er ist in der Pflegefamilie zuvor misshandelt worden). Also hohe Gitter und nach langen Überlegungen bekommt er jetzt auch Medikamente für die Nacht. Dipiperon scheint wirklich zu helfen und zeigt keine Nebenwirkungen bei dem 15 kg schweren Kerlchen. Er schläft zwar nicht ganz durch, aber Rituale (abends auf dem Sofa bei Mama einschlafen) und 6ml Dipiperon lassen den kleinen Mann von halbneun bis fünf Uhr durchschlafen.

Beste Grüße

Kerstin
Anhang
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Konstantin56 31.03.2004, 10:51#13
Hallo,

erst mal danke Euch allen für die vielen Beiträge.

Fixierung scheint mir zumindest auf den ersten Blick als etwas weniger geeignete Alternative. Wenn unser kleiner Mann wach wird, setzt er sich als erstes mit dem Rücken zur Bettwand. Manchmal, wenn er die Musik, die wir ihm dann anmachen, nicht mehr mag, beginnt er, sich sitzend gegen die Bettwand zu werfen. Wir haben diese natürlich gepolstert, so dass er sich dabei nicht wehtun kann. Da das Schaukeln im Sitzen für blinde Kinder angeblich typisch ist und er dies auch tut, wenn er fröhlich ist, fällt es uns schwer ihn nachts daran zu hindern. Ein großes Bett, wie Kerstin es beschrieben hat, werden wir demnächst anschaffen. Vielleicht hilft das.

Dipiperon wirkte bei uns wohl nicht, da er bereits zwei andere Medikamente gegen die Epilepsie erhält. Wir waren bis auf 12ml hoch gegangen.

Zum Verhalten in der Nacht: Wir stellen uns die Frage, ob man jedes mal wenn sich der kleine Mann nachts beschwert, zu ihm gehen soll, oder ob man ihn meckern lassen soll. Jedes mal wenn wir ihn versuchsweise über eine längere Zeit schreien lassen, ist er sofort wieder ein liebes kind, sobald wir bei ihm sind. Auch auf seine Stimmung am Tag hat das keinen Einfluss.

Das ganze läßt sich folglich in der Frage zusammenfassen, inwieweit man als Eltern bei einem geistig behinderten Kind überhaupt erzieherisch tätig sein kann. Kann ein solches Kind lernen, dass es z.B. nichts bringt zu schreien, falls nachts niemand kommt. Oder lernt es öfter zu schreien, falls man hin und wieder kommt? Oder kann das falsche Verhalten hier gar in einem Trauma enden. Meint Ihr die SPZ können einem einen Hinweis bei dieser Frage geben.

Gruß
Konstatin
Gast 31.03.2004, 15:07#14
Hallo

Ich hatte mit Flo auch eine lange Zeit dieses Problem.
Vor 22-0.00 Uhr schlief er nicht ein. Er weinte oder polterte in seinem Zimmer umher bis jemand kam. Grundsätzlich schlief er nur mit etlichen Flaschen Milch ein.Wenn eine leer war wachte er auf und schrie bis man ihm die nächste brachte. Bis zu 6 Mal die Nacht. Ich habe dann sehr feste Rituale eingeführt, wie immer um die gleiche Zeit Essen, abends eine bestimte Musik und Einschlafrituale. Als er an die Türklinke kam, habe ich seine Zimmertür immer abgeschlossen. Seit er merkt das nach dem abschließen keiner mehr kommt und die Tür abgeschlossen ist(er rüttelt an der Kinke) legt er sich alleine ins Bett und schläft auch wirklich relativ zeitig ein(so 20:30). Zumindest meistens. Nachts wird nur noch selten wach. Allerdings ist es auch viel besser geworden seit er im Kindergarten ist und er dort voll ausgepowert wird. In sein Zimmer gehe ich nachts nur noch, wenn ich merke das er mich wirklich braucht(z.B. Windel voll) dann hat er ein bestimmtes Weinen. Manchmal fällt ihm auch ein, dass er nachts spielen will oder er ist um 4 schon Topfit.Wenn ich dann zu ihm gehe wird er meist noch aufgedrehter. Ist aber zum Glück eher die Ausnahme. Ich kann nur raten, auch wenn man sich wie Rabenelten Fühlt, seinem Kind schon klare Grenzen zu setzen. Ich denke, dass in jedem Fall auch behinderte Kinder bestimmte Regel lernen können, es dauert nur etwas länger. Vieleicht sollte man nicht vergessen das unsere Kinder in sehr wenigen aber doch machen Punkten auch ganz nochmal sind und uns Elten genauso austesten wie gesunde Kinder.

mit freundlichen Grüßen
Steffi mit Flo(Sehbehinderung,Sprachentw.verz. Autistische züge,ect.pp Vieleichtdiagnosen)
stefanie67 06.04.2004, 22:05#15
Zitat von [b
Zitat ( @ --)]
Hallo Konstantin,
habe gestern zum ersten Mal in diesem Forum reingeschaut, bin also noch ganz neu auf diesem Gebiet. Auch unser Sohn (3 Jahre) ist mehrfach behindert. Leider ist seine Epilepsie noch nicht richtig eingestellt. Aber auch wir hatten schreckliche Nächte -monatelang-. Als ich meinem Mann deine "Geschichte" vorlas, dachte er wir würden dort erzählen.
Uns hat "Frisium" (Wirkstoff CLOPAZAM) geholfen. Es ist wirklich ein anderes Leben wenn man die Nacht durchschlafen kann. Ich fühle mich 5 Jahre jünger (oder nicht mehr 20 Jahre älter !!!??) Bis wir dazu kamen haben wir wirklich alles versucht: Beruhrigen, Musik, singen, dazulegen, aber unsere Nerven wurden immer dünner und die Partnerschaft wurde auf eine harte Probe gestellt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Tja, und dann kam Frisium und die Erleichterung. Es ist zwar ein ziemlich starkes Medikament, aber unser Sohn "packt es gut weg" und ist morgens gut drauf und nicht "bedröhnt". Wie gesagt für uns ist es z.Z. ein sehr erträgliches, entspanntes Leben mit unserem kleinen Sonnenschein.
Viele herzliche und vorallem verständnisvolle Grüße
Stefanie
Gast 24.04.2004, 00:17#16
Hallöchen!
Unser Tim hat einen Herz-OP hinter sich und Down-Syndrom.
Schon sein Bruder schlief bis zum zweiten Lebensjahr kaum eine Nacht durch. Unsere lieben Nachbarn schickten uns sogar die Polizei nach Hause, als er in der Lage war,"Au, mein Bein!" zu schreien, wußten wir - das Tims Bruder als ansonsten gesundes Kind an massiven Wachstumsschmerzen leidet.Die meisten Arzte haben mich deswegen ausgelacht. Kraniosacrale Therapie brachte ihn Entspannung. Allerdings wurde diese Art der Krankengymnastik nicht häufig verschrieben. Homöopatisch kann wohl auch viel erreicht werden.Zudem sind wir alle Senibelchen.Das heißt wenn ich häufig nachts raus muß, kann ich um 2 h erst nicht mehr schlafen. Verstärkt wird das ganze durch zunehmenden Vollmond. Oder wenn ich auf einer Wasserader liege, schlafe ich auch ganz übel.Auch Handys oder schnurlose Telefone können 'Schlafstörungen hervorrufen. Oder Sendemasten in der Nähe. Mittlerweile Schlummert Tims Bruder meistens. Mit dem Buch "Jedes Kind kann schlafen lernen". Doch bei Tim habe ich mich noch nicht getraut. Kurze Zeit gab ich Tim Pädisupp -das ich Paracetamol und ein Mittel gegen Allergien kombiniert.Sollte man allerdings auch nicht ewig verabreichen.
Aber um überhaupt wieder einen Schlafrhytmus zu bekommen ,war es ganz nützlich.Gute Nacht!
Gast 27.04.2004, 16:14#17
Hallo Konstantin

ich habe einen 20 jährigen Sohn mehrfachbehindert, blind Epilepsie (Grand Mal) Hirnkammererweiterung mit Ableitung Spastik und und und (ich höre lieber auf).
Aus unserer Erfahrung kann ich Dir einen gutgemeinten Hin-
weis geben.
Bitte überprüfe mal, ob die Ergotherapie optimal und mit viel
Erfahrung ausgeführt wird?
Wir haben uns auch Tag und Nacht im Wechsel (mit tagsüber
arbeiten gehen) uns um unseren Sohn mit den von Dir geschil-
derten Umstände kümmern müssen.

Ich wünsche Euch vom ganzen Herzen Kraft zur Pflege und
ein lächeln Eures Kindes.
Pauline 27.04.2004, 18:26#18
Hallo Konstantin,
gebt Ihr eigentlich das normale Melatonin oder das Depot-Melatonin (sprich, der Wirkstoff wird über längere Zeit ausgeschüttet, und das soll besonders bei Durchschlafstörungen helfen)?
Wenn nicht, wäre das vielleicht noch einen Versuch wert.

Alles Gute
& may the force be with you
Pauline
Konstantin56 29.04.2004, 18:16#19
Danke für Eure weiteren Beiträge.

Pauline, das mit dem Depot-Melatonin werde ich prüfen. Ich glaube wir haben nur das normale Melatonin eingesetzt. Ich wusste gar nicht, dass es ein anderes gibt.

Vater51,
zum Thema Ergotherapie fällt mir eine Antwort schwer, da diese eigentlich im Kindergarten laufen sollte, wir dort aber Probleme haben, die ich in einem anderen Beitrag im Forum beschrieben habe. In jedem Fall läuft die Ergotherapie nicht gut wie auch die Krankengymnastik. Darf ich fragen, weshalb Du auf diesen Aspekt hingewiesen hast? Mich würden Eure Erfahrungen, wie Du Dir sicherlich vorstellen kannst sehr, sehr interessieren. Du kannst mir auch gerne eine Email an senden.

Viele Grüße
Konstantin
Gast 30.04.2004, 07:18#20
Hallo,

achja seufz, ich kann seit 3 jahren auch nicht schlafen. wir habn auch 2 Pflegsöhne einer davon geistig behindert. Der andere ein Drogenkind. Er schläft nachts immer nur so 1 bis 1,5 std dann wird er wach. Melatonin hat nichts gebracht. Von einem Depotmelatonin weiss ich nichts. Sag mal beziehst du das über die Apotheke oder woher? Muss mal die Ärztin fragen. Denn Einschlafen is kein Problem nur wird er eben ständig wach.
Dieses Frisinium *G* weiss grad nimmer wie das heisst Stefanie, hatte das auch der Arzt verordnet??? Frag mich warum die im SPZ sowas nicht wissen. Denn bei unserm meinten sie, sie wären mit ihrem Latein am Ende, ich müsse einfach abwarten bis er älter ist.
Super die läuft auch nicht als wandelnde Schlaftablette rum.


LG
ines
Pauline 02.05.2004, 20:26#21
Hallo Ines, hallo Konstantin,
das Depot-Melatonin wurde uns vom Kinderzentrum München empfohlen. Wir geben Emma allerdings das normale (Kapseln à 3mg) und das hilft Gottseidank. Wir haben beide Melatoninmittel übers Internet bestellt, das Depot (Melatonin Sustain, Fa.: Jarrow Formulas) enthält nämlich nur 1mg Melatonin und wirkt bei Emma deshalb nicht. Gibt es aber bestimmt auch in höheren Dosierungen.

may the force be with you
Pauline
stefanie67 02.05.2004, 21:37#22
Hallo Ines,

das Medikament heißt "Frisium" und war auch der letzte Rettungsanker von unserem Neurologen aus dem SPZ !!!
Aber wie gesagt unser Sohn hat auch eine nicht eingestellte Epilepsi...
Das Frisium wird allerdings lt. Packungsbeilage auch zur Behandlung von "akuten und chronischen Spannungs-,Erregungs- und Angstzuständen" angewandt.

Ich war sehr verzweifelt und das konnte unser Arzt auch gut verstehen und wenn das Frisium keine Wirkung mehr zeigt gibt es noch einige andere!!! Es war echt eine Erlösung sonst wäre ich wahrscheinlich durchgedreht.

Ich kann dich ja so gut verstehen...und möchte dir wirklich gerne helfen..(schnief)
Mach es wirklich sehr, sehr wichtig bei eurem Neurologen.
Ich hab ein -wohl ziemlich verzweifelt klingendes-Fax ins SPZ geschickt und am nächsten Tag hatte ich einen Termin beim Leiter (unserem Neurologen)

Viel Kraft und Hilfe
wünscht dir
Stefanie
Gast 04.05.2004, 07:31#23
Vielen DANK!!!!!!!!!!!

werde dem SPZ die Mittelung machen, so isses ja langsam echt nimmer auszuhalten.


DANKE

lg
ines
Wüstenwutz 17.05.2004, 03:46#24
Sensationell!
Die Kraniosacrale Therapie ist auch gut bei Spannungszuständen durch Elektrosmog.Vor genau einem dreiviertel Jahr kauften wir ein neues DECT Telefon (schnurlos),da unser altes mit geringerer Reichweite defekt war. Obwohl Tim im Nachbarzimmer schläft,beeinflußte das schnurlose Telefon seinen Schlaf. Es ist einfach nicht normal, wenn ein Kind alle viertel oder dreiviertel Stunde aufwacht. Wir steckten das Telefon aus und jetzt schläft Tim ohne Schlafmedikamente non-stop die Nacht durch.!!!!!
Gast 01.06.2004, 21:20#25
[Bild: www.intakt.info]
Hallöchen!
Ich hatte auch ein kleines nacht gespänst.Steven hat bis zu seinem zweitem lebensjahr nachts sowie auch tags nur geschrien.Steven ist schwerst mehrfach behindert und hat epilepsi.Ich weiß das das an die nerven geht.Ich bin allein erziehend und daher mußte ich immer mit zwei oder drei stunden schlaf nachts aus kommen.
Jetzt schläft steven von halb sechs abends bis um sechs uhr morgens durch.Wenn er nicht von seinen krämpfen geweckt wird.steven bekommt auch dipiperon ,zwei mal am tag morgens und nachmittags.Gibt es einen unterschiet zwischen dipiperon-schlaf saft und dipiperon?ich habe steven auch melatonin gegeben und seit dem schläft er nachts durch.Jetzt habe ich nachts schlaf aber tags über ist er trotzdem total unzufrieden.wir haben eine schaukel im wohnzimmer und wenn ich die nicht hätte dann wüste ich auch keinen rat mehr.