Hallo liebe Mitleser und -schreiber!
Zuerst möchte ich Ihnen danken, daß es Sie als Anlaufstelle gibt.
Ich habe derzeit viele Fragen Thema "Behinderung". Kann sein, daß ich ein bischen unkoordiniert schreibe. Tut mir leid.
Bitte helfen Sie mir mit Ihren Erfahrungen und Hintergrundwissen wegen meines Sohnes Patrick.
Zu Patrick: geb 13. März 1991. Diagnose Schwerhörigkeit in 1/93. Verbliebene Innenohr-SH mittel- bis hochgradig. Zustand seit 3/93 nach Paukendrainage stabil. Diagnose ADS in 04/95. Diagnose autistische Züge in 11/01.
Patrick hatte lange Zeit einen SH-Ausweis, zuerst 100% (weil Erst-SH-Diagnose an Taubheit grenzend), wurde dann immer wieder herunter gestuft. Derweil kamen aber neue Diagnosen hinzu, die meiner Meinung nach nicht korrekt ins Gutachten eingeflossen sind.
Bereich "autistische Züge": Patrick wurde von verschiedenen Stellen untersucht, die aber "Autismus" nicht bestätigen konnten. Mit der Hilfe des diagnostizierenden Kinderarztes, wurde es möglich, daß Patrick an seinem Schul-Arbeitsplatz einen Laptop und außerdem einen Schulhelfer an seine Seite bekam. Dafür bin ich sehr dankbar. Andererseits meint dieser Arzt, ein Gutachten zur Diagnose passend "autistische Züge" zu formulieren, sei ihm nicht möglich, weil Patrick in keine der gängigen Autismus-Kategorien so genügend passe, um eine "offizielle Autismus-Diagnose" stellen zu können. Dh ich kann Patricks Autismus-Probleme bisher nicht in einem Neu-Antrag wg Schwbh-Ausweis nachweisen.
Diese Problematik, zusammen mit ADS ist aber unser Haupt-Thema. Was tun?
Ich habe große Schwierigkeiten, bei Terminen, die Patricks Anwesenheit erfordern, dem Gutachter immer wieder Patricks Schwerbehinderung klarzumachen.
Denn im Alltag bin ich darauf ausgerichtet, Patrick soweit wie möglich "für das Leben fit zu machen". Mein Problem ist also, die Schere zu überbrücken, von Patrick im Alltag größtmögliche Handlungskompetenz zu erwarten und von Patrick andererseits in der Gutachter-Situation von ihm zu verlangen, daß er sich als "Schwerbehinderter" präsentiert. Ich kann so schlecht mit meinem Sohn üben, wie man anderen gegenüber künstlich auf die Tränendrüse drückt.
Aber ich kenne keine Alternative! Wissen Sie dafür Tips?
Danke fürs Lesen meiner Anzeige, Gruß biene63
Zuerst möchte ich Ihnen danken, daß es Sie als Anlaufstelle gibt.
Ich habe derzeit viele Fragen Thema "Behinderung". Kann sein, daß ich ein bischen unkoordiniert schreibe. Tut mir leid.
Bitte helfen Sie mir mit Ihren Erfahrungen und Hintergrundwissen wegen meines Sohnes Patrick.
Zu Patrick: geb 13. März 1991. Diagnose Schwerhörigkeit in 1/93. Verbliebene Innenohr-SH mittel- bis hochgradig. Zustand seit 3/93 nach Paukendrainage stabil. Diagnose ADS in 04/95. Diagnose autistische Züge in 11/01.
Patrick hatte lange Zeit einen SH-Ausweis, zuerst 100% (weil Erst-SH-Diagnose an Taubheit grenzend), wurde dann immer wieder herunter gestuft. Derweil kamen aber neue Diagnosen hinzu, die meiner Meinung nach nicht korrekt ins Gutachten eingeflossen sind.
Bereich "autistische Züge": Patrick wurde von verschiedenen Stellen untersucht, die aber "Autismus" nicht bestätigen konnten. Mit der Hilfe des diagnostizierenden Kinderarztes, wurde es möglich, daß Patrick an seinem Schul-Arbeitsplatz einen Laptop und außerdem einen Schulhelfer an seine Seite bekam. Dafür bin ich sehr dankbar. Andererseits meint dieser Arzt, ein Gutachten zur Diagnose passend "autistische Züge" zu formulieren, sei ihm nicht möglich, weil Patrick in keine der gängigen Autismus-Kategorien so genügend passe, um eine "offizielle Autismus-Diagnose" stellen zu können. Dh ich kann Patricks Autismus-Probleme bisher nicht in einem Neu-Antrag wg Schwbh-Ausweis nachweisen.
Diese Problematik, zusammen mit ADS ist aber unser Haupt-Thema. Was tun?
Ich habe große Schwierigkeiten, bei Terminen, die Patricks Anwesenheit erfordern, dem Gutachter immer wieder Patricks Schwerbehinderung klarzumachen.
Denn im Alltag bin ich darauf ausgerichtet, Patrick soweit wie möglich "für das Leben fit zu machen". Mein Problem ist also, die Schere zu überbrücken, von Patrick im Alltag größtmögliche Handlungskompetenz zu erwarten und von Patrick andererseits in der Gutachter-Situation von ihm zu verlangen, daß er sich als "Schwerbehinderter" präsentiert. Ich kann so schlecht mit meinem Sohn üben, wie man anderen gegenüber künstlich auf die Tränendrüse drückt.
Aber ich kenne keine Alternative! Wissen Sie dafür Tips?
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