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Individualhelfer

Myriam 07.04.2013, 10:57#1
Hallo,

Ich hab mal eine Frage und brauche Hilfe. Es geht um eine evtl. Wohnheim Aufnahme eines schwerstbehinderten Kindes mit einer therapieresistenten Epilepsie. Da sich meines Erachtens, oder meiner subjektiven Wahrnehmung nach, einige Bezirke im sonst so gut situiertem Freistaat Bayern äußerst sparsam in Puncto Sicherheit und adäquate Betreuung, sowie Sicherung der Lebensqualität zeigen (von Inklusion ganz zu Schweigen) , werden ja künftig wie im schulischen Bereich, zusätzliche individuelle Helfer zur Sicherung der Betreuung benötigt. Fakt ist, dass diese Art der Finanzierung sicher die kostenträchtigere ist, aber wie meist überall, man spekuliert auf ein Aufgeben und resignieren der Anspruchsberechtigten.

Hat jemand von euch schon eine solche Beantragung eines Individualhelfers erfolgreich durchgesetzt? Für Infos wäre ich sehr dankbar. Vielen Dank im Voraus.
Lazarus 12.04.2013, 12:40#2
AW: Individualhelfer

Hallo Myriam,

gute Frage und auch eine, der wir uns allmählich stellen müssen. Die Personal Ausstattung in den vorhandenen Wohnheimen, die vom Bezirk Unterfranken "finanziert" werden, zeigt sich doch irgendwie katastrophal, oder? Wir haben uns in verschiedenen Bezirken umgehört und ich weiß auch nicht, aber kann es sein, dass die Unterfranken weniger Anspruch auf Lebenqualität haben?
In Oberbayern soll es PB`S um die 10 000€ im Monat geben, in NRW sogar in Einzelfällen über 12 Tsd € und hier in Unterfranken bekommt man nur mit, dass die einzelnen Verbände ums Überleben kämpfen. Wir sind momentan echt so fertig und wissen nicht, wie wir weiter agieren sollen.

Es gibt drei Möglichkeiten:

1.) wir geben unser behindertes Kind in ein Wohnheim und riskieren einen vorzeitigen Tod, aufgrund eines äklatanten und vom Bezirk Unterfranken verschuldeten Personalmangels, welchen wir dann sofort zur Anzeige und vor Gericht bringen würden.

2.) wir lassen unser Kind zuhause wohnen, haben alle keine Lebensqualität mehr, weil wir an unsere Grenzen stoßen und unser Kind deutlich den Abnabelungsprozeß durchläuft.

3.) oder wir ziehen eine Möglichkeit vor, die Eltern als letzten Ausweg in ihrer Verzweiflung sehen. Das würde dann auf jedem Fall dem Bezirk und den Krankenkassen eine Möglichkeit zum Sparen geben.

Hier schreiben alle immer so schön von den paar Jahren Beschulung vor Ort. Nach der Schule sind wir Eltern mehrfachbhinderter Kinder oft gezwungen, unsere Kinder in Sammellagern fernab der Heimat zur Verwahrung zu bringen.