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die Politiker - die Parteien

miau 02.08.2011, 18:21#1
kennt hier jemand die Einstellung der deutschen Parteien zu den Behinderten bzw. schwerst geistig Behinderten?

Micha
Seti 02.08.2011, 18:34#2
AW: die Politiker - die Parteien

Von welcher Partei willste Antwort haben von CDU/ CSU und FDP .

Ihre Meinungen sind erdrückend nachzulesen bei abgeordnetenwatch
Inge 02.08.2011, 18:51#3
AW: die Politiker - die Parteien

Hallo Micha,

:gruebel: meinst Du das Reden oder das Handeln? :unsicher:

Ich hatte dazu mal die Wahlprüfsteine verlinkt:

Für Bayern gab es im November 2008 die Wahlprüfsteine der Lebenshilfe und 2011 in BaWü die Wahlprüfsteine vom LVKM

Was davon übrig geblieben ist... :wand:
miau 02.08.2011, 19:14#4
AW: die Politiker - die Parteien

Hallo Inge,

gute Frage. Reden tun sie immer schön, gehandelt wird dann ganz anders. Die Links werde ich mir anschauen und bin gespannt.

@Seti,

heißt das
www.abgeordnetenwatch.de
?

Mein Mann hat mir diese Frage gestellt und mir ist bisher kaum eine Meinung von Parteien zu den Behinderten aufgefallen. (so in den Medien) Ich würde ihm gerne eine Antwort geben.

Viele Grüße Micha
Seti 02.08.2011, 19:33#5
AW: die Politiker - die Parteien
Zitat von miau
Hallo Inge,

gute Frage. Reden tun sie immer schön, gehandelt wird dann ganz anders. Die Links werde ich mir anschauen und bin gespannt.

@Seti,

heißt das
www.abgeordnetenwatch.de
?

Mein Mann hat mir diese Frage gestellt und mir ist bisher kaum eine Meinung von Parteien zu den Behinderten aufgefallen. (so in den Medien) Ich würde ihm gerne eine Antwort geben.

Viele Grüße Micha

Genau diese Seite meine ich.
Inge 02.08.2011, 19:45#6
AW: die Politiker - die Parteien

Hallo Micha,

dort sind die Antworten der Behindertenbeauftragten zu den Sozialen Themen für Deine Fragen vermutlich am wichtigsten. Oder die Antworten der Bundestagsabgeordneten Deiner Region.

Hier sind die Behindertenbeauftragten der einzelnen Parteien in alphabetischer Reihenfolge:

Markus Kurth (GRÜNE)

Maria Michalk (CDU)

Gabriele Molitor (FDP)

Silvia Schmidt (SPD)

Dr. Ilja Seifert (DIE LINKE)
miau 02.08.2011, 19:53#7
AW: die Politiker - die Parteien

Hallo Inge,

diese Menschen kenne ich alle nicht. Heißt das, dass sich nur unbekannte Politiker für unsere Kinder einsetzen? (wenn überhaupt)

Mir scheint, dass immer mehr die Politik alles entscheidet und die Verbände oder Einrichtungen nicht mehr viel zu sagen haben.

@Seti,

auf dieser Seite war ich schonmal. Ich werde sie mir merken und dort beobachten, was die Damen und Herren in meiner Region und auch überregional so zu sagen haben.


lg Micha
gero 02.08.2011, 20:03#8
AW: die Politiker - die Parteien

Hallo Micha,
Zitat von miau
Heißt das, dass sich nur unbekannte Politiker für unsere Kinder einsetzen? (wenn überhaupt)
ja. Wenn überhaupt! :wand:
Die Damen Michalk und Molitor haben bei ihren Antworten zur Regelbedarfsstufe 3 ihre wahren Gesichter gezeigt.
Mir scheint, dass immer mehr die Politik alles entscheidet und die Verbände oder Einrichtungen nicht mehr viel zu sagen haben.
Die Politiker entscheiden meistens nach Vorschlägen, die aus der von sparsamen Juristen unterwanderten Verwaltung kommen.
Menschlichkeit oder auch der gesunde Menschenverstand sind da nicht mehr gefragt :grantel:
Myriam 02.08.2011, 21:41#9
AW: die Politiker - die Parteien

Hallo miteinander,

Das Institut IMEW (sehr zu empfehlen da mal so zu lesen) hat einen Vortrag über:Behindertenpolitik im aktivierenden Staat ins Netz gestellt.

2007 kann man lesen, dass die CDU ein Netzwerk für "Menschen mit Behinderung" gründen will.
odin 03.08.2011, 07:58#10
AW: die Politiker - die Parteien

Hallo,

habe Anfang des Jahres alle Parteien im Bay. Landtag auf die Abzweigung des Kindergeldes Aufmerksam gemacht.
Habe von allen Parteien dieselben ausweichenden und verschiebenden Antworten bekommen.

Außer von der Partei "Die Grünen" (bin selbst Parteilos)
Thomas Binger
Referent Soziales
Die Grünen im Bayerischen Landtag
Maximilianeum
81627 München

Von den "Grünen" wurde eine große Anfrage an den Bay.Landtag gemacht.

Ergebnis:
Die Abzweigung des Kindergeldes durch die Sozialhilfeträger muss die Ausnahme bleiben. Das ist die Kernaussage einer Resolution, die der Ausschuss für Soziales, Familie und Arbeit in seiner 63. Sitzung am Donnerstag, 30. Juni 2011, einstimmig verabschiedet hat.

Es ging dabei um Menschen, die sich zu Hause um ihre behinderten Kinder kümmern. Wenn diese volljährig sind und nicht selbst für sich sorgen können, haben die Eltern Anspruch auf finanzielle Unterstützung durch die Familienkasse. Die Staatsregierung hatte dem Ausschuss nun berichtetet, dass die Sozialhilfeträger immer öfter die Abzweigung der Zahlungen beantragen. Diese Tatsache empörte die Mitglieder der Regierungsfraktion ebenso wie die Mitglieder der Opposition. Denn in diesem Fall zahlt die Familienkasse das Kindergeld nicht mehr an die Eltern, sondern an die Behörden aus. Die verrechnen es mit der Grundssicherung, die das erwachsene, erwerbsunfähige Kind vom Staat zum Leben erhält. Den Eltern, die sich kümmern, fehlt das Geld – für Ausflüge, für Urlaub oder für behindertengerechte Kleidung. Um die Unterstützung weiterhin zu erhalten, müssen sie nachweisen, dass sie zusätzlich zur Sozialhilfe des Sohnes oder der Tochter Kosten haben, die mindestens so hoch sind wie das Kindergeld.

Die Eltern seien durch die Pflege ihrer Kinder finanziell und organisatorisch schon genug belastet, fanden die Abgeordneten. Die Abzweigung des Geldes und die Verpflichtung zum Nachweis der Kosten, zum Beispiel durch Sammeln von Quittungen, seien eine Zumutung. „Das ist unerträglich. Für die Betroffenen ist das ein Faustschlag ins Gesicht“, sagte Oliver Jörg (CSU). Sein Parteikollege, der stellvertretende Ausschussvorsitzende Joachim Unterländer, verwies darauf, dass diese Praxis der geltenden UN-Behindertenrechtskonvention, die die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung verbessern will, widerspreche. Er betonte, dass die Eltern, die ihre Kinder zu Hause betreuen, einen hohen Beitrag für das Gemeinwesen leisteten. Und nicht zuletzt spare ihr Einsatz dem Staat viel Geld, weil sie ihre Kinder nicht in einem Heim unterbrächten.

„Es kann nicht sein, dass Menschen mit Behinderung immer wieder um ihre Rechte kämpfen müssen“, sagte Christa Steiger (SPD), die von „Unverständnis und Zorn“ in allen Fraktionen sprach. Es sei selbstverständlich, dass alle Eltern und ganz besonders Eltern behinderter Kinder höhere Kosten für ihre Kinder hätten, sagte Renate Ackermann (Bündnis 90/ Die Grünen). Wenn sie ihre Aufwendungen nachweisen müssten, stelle man sie unter Generalverdacht. Sein Haus sei der gleichen Auffassung wie das Bundesministerium, sagte Hilmar Mainberger vom Sozialministerium. Es müsse mit Augenmaß vorgegangen werden und Anträge sollten nur in begründeten Einzelfällen gestellt werden. Die bayerische Staatsregierung habe jedoch keinen Einfluss auf die Entscheidungen der Familienkasse, die zur Agentur für Arbeit als Bundesbehörde gehört, und sei auf Appelle angewiesen.

http://www.bayern.landtag.de/cps/rde/xchg/landtag/x/-/www1/7538_7848.htm
http://www.gruene-fraktion-bayern.de/themen/gesundheit-und-soziales/menschen-mit-behinderung/landtag-verurteilt-die-abzweigung-des-kinder

Leider ist dies anscheinend noch nicht bis zu den Sozialbehörden durchgedrungen.
miau 03.08.2011, 18:44#11
AW: die Politiker - die Parteien

Hallo odin,

demnach nützt es den Aufwand zu betreiben und Briefe an die Politiker zu schreiben. Der ein oder andere kümmert sich dann darum. Hast du die Adressen aus abgeordnetenwatch?

Viele Grüße Micha
odin 04.08.2011, 07:26#12
AW: die Politiker - die Parteien

Hallo,

ich habe die Adressen z.b. aus der Interseite des Bay. Landtages .
Hier gibt es ein Verzeichnis aller Abgeordneten mit Adressen und E-Mail.

Meine Schreiben an Minister im Bundestag wurden nur an untergeordnete Stellen
weitergeleitet und mit dem üblichen "BlaBla" beantwortet.

Gruß