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Engpässe auf Sozialgericht

Löwenkind 03.06.2011, 10:23#1
Man kann lesen, dass immer mehr Klagen auf den Sozialgerichten erfolgreich entschieden werden. Die 17 Richter am Würzburger Sozialgericht sind stressgeplagt und arbeiten "mehr als 8 Stunden" täglich! Man überlegt, eine mobile Reserve für kurzfristige personelle Engpässe an bayerischen Sozialgerichten zu etablieren.
Aber die Überlastung scheint hauptsächlich durch die Rentenversicherungsverfahren zu kommen.

48 % aller Klagen sind dieses Jahr bis jetzt zumindest teilweise erfolgreich. Im Jahr zuvor lag der Durchschnitt dabei bei 33%.

Überlange Verfahren gehören der Vergangenheit an. Ein Hartz IV Empfänger muss z.B. nur noch 18 Tage im Schnitt warten, bis ihm ein einstweiliger Rechtsschutz gewährt wird.

Gut, dass wir in einem Sozialstaat leben! Woanders gibt es keine Sozailgerichte und auch keine Möglichkeiten, sein Recht einklagen zu können. Muss man auch mal positiv sehen.:pfeif:

(Quelle MAIN-ECHO vom 02.06.2011)
gero 03.06.2011, 10:42#2
AW: Engpässe auf Sozialgericht

Hallo Löwenkind,

jetzt würde mich nur mal interessieren, wie viele Betroffene, die zu wenig oder gar keine Leistungen erhalten, überhaupt vor Gericht gehen.
Irgendwann hat mir jemand gesagt, dass 80% nicht vor Gericht gehen würden. Es ist wirklich schade, dass das nicht mehr sind. Denn von den 20%, die vor Gericht gehen, würden dann 80% Recht bekommen.
Aber die genauen und seriösen Zahlen würden mich da sehr interessieren.