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Einzelintegration im Hort

kuddelmuddel123 07.07.2010, 21:14#1
Hallo,

nachdem die Mutter eines an ADHS leidendens Kindes mich als Elternbeirat im Hort angesprochen hat, suche ich Informationen zu folgendem:

Das Kind belegt im Hort vermutlich 3 Plätze, die teilweise über das Jugendamt bezahlt werden.
Es kommt theoretisch einmal pro Woche für 90 Minuten eine Heilpädagogin (klappt wohl oft nicht, weil sie krank ist oder sonstiges).
Es gibt für 10 Stunden eine Zusatzkraft, die sich um ihn kümmern soll.

Wir wissen aber nicht, in welchem Zeitraum die 10 Stunden zur Verfügung stehen. Ist das pro Woche oder pro Monat ?
Gibt es dafür generelle Regeln ? Können wir das irgendwo nachlesen ?
Welche Qualifikation muß diese Zusatzkraft haben ?
Hat das Jugendamt hier bestimmte Aufgaben, z.B. sich um den korrekten Einsatz der Zusatzkraft im Hort zu kümmern ?

Wir beobachten zur Zeit, daß das Kind zunehmend Schwierigkeiten hat, seine Hausaufgaben unter den "normalen Bedingungen" im Hort zu erledigen. Die zusätzliche Kraft scheint mehr in einer anderen Gruppe eingesetzt zu werden.

Nun versuche ich zur Unterstützung der Mutter mich über rechtliche Ansprüche und sonstigen Regeln schlau zu machen und hoffe hier auf Hilfe.

Der Hort liegt in Oberbayern, falls das wichtig sein sollte.

Vielen Dank und viele Grüße,
Kuddelmuddel
Holger 11.07.2010, 10:45#2
AW: Einzelintegration im Hort

Hallo Kuddelmuddel,

ich kann dir deine Frage leider nicht so direkt beantworten, da ich nur mal die Situation für Kindergärten recherchiert habe und nicht weiß, wie der Hort hier behandelt wird. Auf jeden Fall ist SEHR wichtig, dass der Hort in Oberbayern liegt, weil die Bedingungen von den Bezirken festgelegt werden.

Die Infos zur Integration im Kiga für Oberbayern findest du hier: http://www.intakt.info/56-0-integration-im-kindergarten.html#BezirkOberbayern

Vor allem ist dort auch die Adresse der zuständigen Beratungsstelle, bei der ich einfach mal anrufen würde.

Aber vielleicht weiß ja jemand anders hier noch mehr? ;-)

Viele Grüße,

Holger
MaxPapa 20.08.2010, 11:55#3
AW: Einzelintegration im Hort

Hallo Kuddelmuddel,

wir kommen aus Sachsen und unser Sohn leidet seit ca. 5 Jahren unter Diabetes mellitus Typ 1 und ADHS. Er besucht den Hort einer integrativen Tagesstätte des DRK.
Die betreuende Zusatzkraft sollte über eine heilpädagogische Zusatzausbildung verfügen. Gerade ADHS fordert ein gewisses Ausmaß an Fingerspitzengefühl und pädagogischem Geschick.
Einmal pro Woche 90 Minuten...halte ich persönlich für unzureichend. Um das Kind betreuen zu können, bedarf es einem gewissen Maß an gegenseitigem Vertrauen und das ist mit diesen 90 Minuten wöchentlich wohl kaum zu erreichen. Weiterhin muss das Zusammenspiel von Fordern und Fördern funktionieren. Unser Sohn wird z.B. in der Schule und im Hort gefördert, Zuhause müssen wir dann fordern...indem wir ihm mehrmals sagen müssen, was er zu tun und zu lassen hat. Es ist zugegeben schwierig, aber es funktioniert.
Noch was zu den Kosten der Einzelbetreuung. Diese Kosten übernimmt bei ADHS-kranken Kindern das Jugendamt. Die Verpflichtung ergibt sich aus § 54 SGB XII in Verbindung mit §§ 39, 40 Bundessozialhilfegesetz.
Hab hier noch was gefunden: http://www.behinderte-kinder.de/gesetze/urintegrhelf.htm