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Behindertes Kind und Arbeiten

Ada 19.11.2009, 19:39#1
Hallo Zusammen,
Weis nicht recht, ob meine Frage in dieses Forum passt.
Bevor unser behindertes Kind zur Welt kam, habe ich mein Studium abgeschlossen und hatte vor zu Promovieren. Unser Sohn erlitt während der Geburt eine massive Gehirnschädigung durch Sauerstoffmangel. Nach drei sehr harten Jahren stabilisierte sich sein Gesundheitszustand so, dass er einen integrativen KiGa besuchen konnte. Ich fand eine Teilzeitstelle in einem wissenschaftlichen Projekt an der Uni und habe dort 4 Jahre gearbeitet. Meine weitere wissenschaftliche Karriere ist jedoch mit der Pflege unseres Sohnes sehr schwer zu vereinbaren, da sie Universitätswechsel, ständiges Pendeln und regelmäßiges Reisen vorsieht. Leider gibt es bei meiner Qualifikation in unsere Stadt so gut wie keine Beschäftigungsmöglichkeit außerhalb der Uni. Ein Umzug ist aus mehreren Gründen keine Lösung. Ich möchte deshalb mich gerne beruflich neu orientieren. Dafür fühle ich mich njch sehr fitt und motiviert. Am meisten sagt mir der Bereich Gesundheit und Pflege von behinderten Menschen zu. Da jedoch kein Förderungsprogramm der Arbeitsagentur eine Umschulfinanzierung für Eltern behinderter Kinder vorsieht, muss ich einen anderen Weg finden.
Vielleicht hat jemand von Euch Erfahrungen auf diesem Gebiet. Ich wäre Allen, die diesbezüglich Tipps für mich haben sehr verbunden.

Schöne Grüße
Ada
HHelmutS 20.11.2009, 08:56#2
AW: Behindertes Kind und Arbeiten

Hallo Ada,

und willkommen im Club.... derer, die aufgrund der Pflege eines behinderten Kindes beruflich kaum noch Möglichkeiten haben.

Mir ging es vor 25 J. ähnlich. Ich mußte aus gesundheitlichen gründen umschulen, doch daraus wurde aufgrund der Pflege meiner Tochter nix. Anfangs weil ich nicht genug Zeit dafür hatte, später weil ich wenn überhaupt nur in Teilzeit arbeiten kann, und Umschulungen nur bezahlt, bzw. genehmigt werden, wenn man einer Vollzeitbeschäftigung nachkommen kann.

Eine Bekannte mir einem behinderten Kind mußte z. B. eine Umschulung abbrechen, weil ihr Kind oft krank wurde, und sich dadurch gezeigt hat, das sie nicht vollzeit arbeiten kann. Da hilft meist nur, sein Kind komplett in eine Einrichtung zu geben, oder sich Jobs zu suchen bei denen man halbwegs passend flexibel arbeiten kann.

:-) Helmut