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Eingliederungshilfe LVR

Gaby NRW 12.10.2007, 14:51#1
Hallo zusammen,
auf einer Sucher nach einem Forum bin ich nun hier "gelandet". Komme zwar aus NRW, aber vielleicht findet sich ja jemand aus dem gleichen Bundesland oder ganz einfach Leute mit ähnlichen Problemen oder "Mir geht es genauso"

Versuche mal das Ganze zu raffen. Also ......

Mein Sohn Patric ist 20 Jahre alt (wo ist nur die Zeit geblieben???) schwer mehrfahch behindert und lebt seit rund 16 Jahren in einem Heim, in dem es ihm sehr gut geht. Er bekommt vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) Eingliederungshilfe.

Der Vater hatte sich seinerzeit von uns getrennt. Also wurde ich zur Zahlung eines Kostenbeitrages herangezogen. Und zwar nur ich, da ich eine Kostenersparnis im Haushalt hatte. Der Vater brauchte nie Unterhalt zu zahlen (man achte auf den Unterschied Kostenbeitrag und Unterhalt), da mir keine Unterhaltskosten entstanden sind, da mein Sohn nicht bei mir lebte. Das mag sich verrückt anhören, ist aber so. Habe also brav bezahlt, bis daß ich meinen Job verloren habe und nicht mehr zahlen konnte.

Inzwischen bin ich wieder verheiratet (habe aber keinen Job) und werde ständig vom LVR aufgefordert meine Einkommensverhältnisse dar zu legen. Dabei wird dann auch nach dem Einkommen meines Mannes gefragt, der nicht der Vater von Patric ist (wie gesagt, der Vater wurde damals nicht gefragt)
Außerdem muß ich ständig Anträge für irgendwelche Gelder bei unserer Stadt beantragen, die dann nicht Patric zu Gute kommen sondern direkt an den LVR gehen. Ich frage mich echt was das soll?! Finde das alles so ungerecht !!!

Worum es mir geht: Ich bin ganz einfach MÜDE !!!!! und diese "Töpfchenschieberei" so satt !!!! Kann keine Formulare mehr sehen (es gibt wohl kaum eins, daß ich nocht nicht ausgefüllt habe/mußte). Mal abgesehen davon, daß man für die Ämter/Behörden so gläsern ist. Man hört immer nur seine Pflichten und nichts von seinen Rechten (gibt es die überhaupt?)

So .... mußte das jetzt einfach mal los werden. Hoffe, daß ich mich halbwegs verständlich ausgedrückt habe, da ich keinerlei Erfahrung mit Foren habe und ein "Frischling" bin.

Lieben Gruß aus NRW
Gaby

Ach ja, werde noch ein 2. Thema einstellen, da es besser separat
und so leichter zu finden ist .... oder so .....
corina 12.10.2007, 20:01#2
AW: Eingliederungshilfe LVR

hallo gaby,

viel kann ich dir leider nicht helfen bei deinen problemen, das mit den formularen wegen der einkommens verhältnisse kenne ich auch von meiner großen die in einer von psychologen betreuten wg wohnt, alle jahre wieder!!

aber das gefühl zu haben einfach keinen bock mehr auf die ganze kämpferei zu haben kenne ich sehr gut. und desterhalb einfach mal knuddel knuddel drück drück

ich wohne übrigens an der grenze zu nrw, hab 30 min fahrt nach minden, wie weit ist das von euch weg?

lg corina
Gaby NRW 13.10.2007, 12:50#3
AW: Eingliederungshilfe LVR

Hallo Corina,
danke für Deine Aufmunterung, konnte ich gut gebrauchen!!!

"Alle Jahre wieder"??? Na da habe ich ja Glück, daß es bei mir nur alle 2 Jahre sind.

Was passiert eigentlich, wenn man diese Formulare nicht ausfüllt?
Lieben Gruß
Gaby

Wie weit es bis Minden ist? Schätze mal so 150-200 Kilometer. GV liegt genau zwischen Köln-Neuss-Düsseldorf-Krefeld-Mönchengladbach-Aachen
corina 13.10.2007, 13:19#4
AW: Eingliederungshilfe LVR

was passiert wenn du die formulare nicht ausfüllst?

ich denke du wirst zur zuzahlung in höherem maße verdonnert. hast ja laut gesetz eine " mitwirkungspflicht" oder wie immer das auch heißen mag.

liebe grüße corina
Tamy 05.03.2008, 19:43#5
AW: Eingliederungshilfe LVR

Hallo Ihr zwei!

Ich bin auch ein "Neuling" in Bezug auf Foren und Eingliederungshilfe und kann auf den Frustberg auch schon ein Häuflein dazulegen:
Mein jüngster soll in einen integrativen Kindargarten. Die Gewährung der Eingliederungshilfe bezüglich der Kostenübernahme für integrative bzw. Sonderkindergärten ist doch EIGENTLICH sowieso klar....
ABER -man muß trotzdem den totalen Strip bezüglich der eigenen (soweit vorhanfdenen :-) Finanzen machen. Wie unnötig und aufwendig ist das denn?
Könnte das nicht einfacher gehen? Ist doch irgendwie Schikane, oder???

Also: Auf in den Kampf. Da hab ich ja wohl noch einiges vor mir...

Liebe Grüße, Tamara
amai 05.03.2008, 21:47#6
AW: Eingliederungshilfe LVR

Hallo Gaby,
erst einmal herzlich willkommen.

Was ich nun überhaupt nicht verstehe: dein Sohn ist volljährig und du musst regelmässig dein Einkommen darlegen bzw. wirst noch zu Kosten hinzugezogen die über 46 Euro liegen?

Bei erwachsenen Kindern, die Eingliederungshilfe beziehen und im Heim wohnen ist der Kostenbeitrag für die Eltern doch auf maximal 46 Euro begrenzt ( 20 Euro für den in der Einrichtung erbrachten Lebensunterhalt und 26 Euro für die im Wohnheim geleistete Eingliederungshilfe).

Vollständig entfällt der Unterhaltsbeitrag dann, wenn die Eltern Hilfe zum Lebensunterhalt beziehen oder diese Leistung im Falle der Zahlung des monatlichen Betrages von 46 Euro beziehen müssten. Auch wenn das monatliche Einkommen der Eltern 1.100 Euro nicht übersteigt oder die Leistung des Unterhaltsbeitrags für sie eine unbillige Härte bedeuten würde, müssen die 46 Euro nicht bezahlt werden.

Eigentlich dürften die also nur nach dem Einkommen fragen, wenn du auch von diesen 46 Euro monatlich befreit werden möchtest, weil du selber bedürftig bist.

Auf Grund welcher Gesetzesgrundlage erheben die denn bei dir Beiträge? (müsste im Bescheid stehen)
Und bist du die Betreuerin deines Sohnes, dass du alle Anträge stellen musst?

Etwas verwirrte Grüße,
amai
Gaby NRW 15.03.2008, 09:45#7
AW: Eingliederungshilfe LVR

Hallo,
komme leider erst jetzt dazu zu antworten, da mein Sohn im Krankenhaus war und ich von morgens bis abends bei ihm war.

Es geht um die 46 Euro. Der LVR prüft ständig ob ich die bezahlen muß und was ein unglaublicher Aufwand an Formularen und Kopien ist.

Was ich halt auch ungerecht finde, daß die nach dem Einkommen meines Mannes fragen, der nicht der Vater von Patric ist und daß man sich so "ausziehen" muß.
Lieben Gruß
Gaby