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ASD

Xenia 09.10.2007, 08:39#1
Hallo,

ich bin total wütend! Vor ca. 2 Wochen hatten wir ein Hilfeplangespräch mit einem Mitarbeiter vom ASD. Es ging um die weitere Genehmigung des Wohnheimplatzes und um die Erstellung eines Hilfeplans.
(Was soll konkret mit der beantragten Hilfe im Bewilligungszeitraum erreicht werden?) Es wurde eine riesiger Fragebogen ausgefüllt und das Gespräch dauerte ca. 2 Std.
Jetzt habe ich vorab per Mail einen Entwurf der Zielsetzung erhalten welcher völlig inakzeptabel ist. Alle Punkte sind mit einem Satz beshrieben worden, so steht z. B. beim Punkt Freizeitgestaltung, Teilhabe an gesellschaftlichem und kulturellem Leben: Sie hat ein Umfeld und Kontakte zu anderen. Oder unter dem Punkt Kommunikation, kognitive Kompetenzen und Orientierung steht: sie ist Teil einer Gemeinschaft.
Natürlich ist sie Teil einer Gemienschaft, das wäre sie in einem Altersheim auch! Als abschliessende Bemerkung stand da:
Es ist behinderungsbedingt keine Besserung ihrer persönlichen
Möglichkeiten in Aussicht stehend.

Wie kann der Mitarbeiter des ASD das beurteilen, er hat meine Tochter gerade mal 2 Std. gesehen und während dieser Zeit schlief sie auch noch.
So wie sich das liest, hat sie absolut keinen weiteren Förderbedarf, kann also genauso gut in ein Altersheim abgeschoben werden.
Wenn der ASD diesen Hilfeplan (der meines Erachtens keiner ist) an den Kostenträger weitergibt, wird sich dieser sicher fragen wozu er das teure Heim noch bezahlen soll, wo doch eh "nichts mehr zu machen ist".

Dies bestärkt mich nochmal, wieder nach Bayern zu ziehen und ich hoffe sehr, dass es diesbezüglich eine Möglichkeit gibt, auch meine Tochter dort in einer Behinderteneinrichtung unterzubringen. Ich sehe allerdings durch so ein "Zeugnis" vom hiesigen ASD, die Gefahr, dass meine Tochter auch dort dem Stempel "nicht förderungsfähig" erhält.

Xenia :grantel::grantel:
amai 09.10.2007, 17:32#2
AW: ASD

Hallo Xenia,
ich würde diesen *Plan* ablehnen und die Mängel konkret beschreiben bzw. die besprochenen Punkte ergänzen und dann den korrigierten Plan zurückschicken mit dem Hinweis, dass der dir zugesandte Plan nicht das Hilfeplangespräch wie stattgefunden wiedergibt.

Ich würde das auch dem Kostenträger so zugehen lassen, bzw. kopieren und dem ASD (was ist das für eine Abkürzung?) mitteilen, das du dies tust.

Man sollte und muss sich nicht alles gefallen lassen. Besser wäre es natürlich, wenn du einen Zeugen hättest für das Gespräch, bzw. das nächste Mal dran denken.

LG, amai
Xenia 10.10.2007, 11:01#3
AW: ASD

Hallo Amai,

ADS heisst allgemeiner sozialer Dienst. Dieser wird in Baden Württemberg vom Kostenträger(Sozialamt) beauftragt um die Kostenübernahme zu überprüfen, bzw. in unserem Fall die "Ziele" festzulegen welche in den nächsten Jahren im Heim erreicht werden sollen. Ich hatte gestern nocheinmal ein Telefonat mit dem ASD wo man mir mitteilte, dass ich diese letzte Anmerkung "Es ist behinderungsbedingt keine Besserung ihrer persönlichen Möglichkeiten in Aussicht stehend" nicht falsch verstehen soll, es wäre lediglich eine Art "Behördensprache" damit der Kollege (Kostenträger) weiss, dass er nicht jedes Jahr überprüfen muss ob eine Besserung der Behinderung meiner Tochter eingetreten ist. Es würden ihr dadurch keine Nachteile entstehen! Naja, ich weiss auch nicht so recht was ich glauben soll, irgendwie ist man doch machtlos, die arbeiten doch alle Hand in Hand auf den Ämtern und haben für alles die passende Antwort.

Liebe Grüße
Xenia