Ein neues Thema, ein neues Problem mit der Kranken- Pflegekasse:
Ich habe für meine beiden geistig behinderten Geschwister (PflSt. II) bei der DAK einen Antrag auf Bezuschussung des notwendigen behindertengerechten Badumbaus beantragt. Es wäre gerade morgens von großen Vorteil, wenn ich meinen Bruder in der Dusche duschen lassen könnte, während meine Schwester in der Badewanne geduscht wird. Zudem wäre auch gerade hier ein zweites Waschbecken hilfreich......
Heute hörte ich, auf Nachfrage bei der DAK, dass der MDK garnicht vor hat sich die Situation vor Ort anzusehen, sondern auf Grund des letzten Gutachtens zur Pflegestufe von vor ca 14 Monaten die Bezuschussung abgelehnt hat. Ich könnte ja dagegen Widerspruch einlegen, so die Sachbearbeiterin. Die Handwerker, die schon in den Startlöchern stehen, werden jetzt wohl abspringen und ich steh mit der gleichen unbefriedigenden Situation wie vorher da.
Hat jemand hier im Forum entsprechende Erlebnisse und positiv durchgefochtene Widersprüche mit Gesetzesstellen, auf die man sich berufen könnte?
Vielen Dank für die Hilfe!
AW: behindertengerechte Umbaumassnahmen
Hallo,
hm das ist ja ein Ding. Lasse dir die Ablehnung schriftlich geben und darin müssen sie ja begründen warum es abgelehnt wird.
ich war eben auf der Internetseite der DAK und schau mal was da steht:
http://www.dak.de/content/dakkundenservice/finanziellezuschuesse.html
Also ohne schriftlichen bescheid, sind dir im Moment die Hände gebunden.
Liebe Grüße
Yvonne
AW: behindertengerechte Umbaumassnahmen
Hallo aus München!
Also, zum Thema behindertengerechter Badumbau hat doch tatsächlich die DAK ihren Ablehnungsbescheid (zumindest teilweise) aufgehoben und mir die Zusage für die Übernahme von wenigsten einmal 2.557,-- € zugesagt - auch wenn die Sanierung weit mehr als das Doppelte kostet und auch nach einer weiteren Überprüfung durch den MDK als sinnvoll angesehen wurde und wenn auch der Umbau zwei Behinderten zu Gute kommt, es gibt nur einmal die Unterstützung...
Aber besser als garnichts....
In diesem Sinne, niemals aufgeben und seine Rechte einfordern!
Stephan
AW: behindertengerechte Umbaumassnahmen
Hallo Stephanmuc,
ich we´ß bin ien wenig spät darn mit meiner ANtwort - bin aber auch erst seit heute registriert.
Was ist den aus deiner Wohnumfeldverbessernden Maßnahme geworden?
Gruß
Pflegeinfo
AW: behindertengerechte Umbaumassnahmen
Hallo Pflegeinfo!
Also, nach einigen Hin und Her hat meine Krankenkasse sich dazu entschlossen, meinem Antrag zumindest für eines meiner Geschwister zuzustimmen und den Badezimmerumbau mit 2.557,-- € zu unterstützen, bin da zwar immer noch mit mehr als der Hälfte der Kosten selbst dran, aber zumindest hat sich der Widerspruch gelohnt.....
Hoffe, Dir damit geholfen zu haben!?
Möchte mich damit auch gleichzeitig bei den fleissigen Geistern hier in diesem Forum bedanken, die mir bisher zu jeder Problematik mit guten Rat zur Seite gestanden haben!
AW: behindertengerechte Umbaumassnahmen
Hallo, ich habe gerade ganz zufällig diese Seite gefunden, als ich nach Angaben für einen behindertengerechten Badumbau suchte. Dabei habe ich die Anfrage des Chatters mit den Geschwistern gelesen.
Also grundsätzlich ist es so, das die Pflegekasse für jedes, ich wiederhole, jedes UMbau- oder Neubauprojekt, für die sie nicht mit Hilfsmittelnummer zuständig ist, einen Zuschuß in dieser Höhe (ca. 2557,- € ) bewilligen muß!!!! Das trifft zum B. für solche Hilfsmittel zu, die fest in eine Wohnung oder Haus eingebaut werden müssen. Die also der Behinderte nicht mitnehmen kann. Z.B. breitere Türen ,treppenlifte, festinstallierte Rollstuhlrampen, Badumbau, Küchenumbau, Elektro- Telefon- und Kl
Klingelanlagen u.s.w. Diese Zahlung ist Projektgebunden, nicht jahresgebunden oder gar einmalig, wie es die Kassen gern darstellen. Allerdings nur einmalig pro Projekt. Also man kannn sich nicht auf Kosten der Kasse jedes Jahr das Bad umbauen. Sollte das Projekt dann doch teurer sein, als diese 2557 €, dann gibt es eine große Menge Stiftungen, bei denen man einen Antrag stellen kann und die dann die Restsumme übernehmen.
Es gibt einen Stiftungsführer, in dem fast alle Stiftungen in ganz Deutschland vertreten sind. Der wird jedes Jahr neu aufgelegt. Er heißt "Maecenata Stiftungsführer 200? ( wir haben noch 2005) ISBN NR. 3-935975-44-9 Viele Stiftungen findet man aber auch, wenn man etwas googlet oder angeschriebene Stiftungen verweisen selber auf passende Stiftungen.
Eine gute Möglichkeit, fehlende Investitionssummen auszugleichen, die noch viel zu wenig genutzt wird.
Wir haben uns durch diese Stiftungen im Jahre 2007 einen VW- Bus einschließlich Behinderten- Umbau im Wert von 35.000,00 € finanzieren lassen. Ohne Eigenkapital.Falls Ihr noch Fragen habt, meine E-Mail heike-lohse@gmx.net.