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Betreuung

miau 04.05.2011, 18:58#1
seit einem halben Jahr kommt regelmäßig eine Betreuerin zu uns und ich hatte eine sehr guten Eindruck von der Frau. Seit ich angesprochen habe, dass Nadja auf Düfte reagiert und sich deswegen an den Kopf schlägt ist der "Wurm" drin. Vielleicht auch deswegen weil ich keine Zusammenarbeit mit der Betreuerin sehe, denn der "Duft" war wieder dabei, als sie nach der Unterredung wieder kam. Weil sie es ja nicht riecht.

Ist es zu viel "verlangt", wenn die Betreuerin auf eine Duftallergie Rücksicht nimmt?

Heute habe ich sie noch einmal darauf angesprochen und sie meinte, wenn ich möchte, dass sie fort bleibt, soll ich es sagen. Was ist das denn für eine Antwort???

Ich kann doch ncihts dafür, dass meine schwerstbehinderte Tochter nicht mit der Frau redet, weil sie nicht reden kann, und sie auch nicht viel spielen will. Deswegen sitzen die beiden derzeit im Garten, weil es draußen in der Sonne schöner ist als drinnen. Sie können sogar alleine sein, aber ich kann ja nicht immer weg. Ich weiß auch gar nicht wohin ich ständig gehen soll.

Noch eine Frage:
Wie es mit dem Urlaub eurer Betreuerinnen? Gehen diese auch mal in den Urlaub? Oder sind sie auch immer da, jede Woche, wie bei uns? Ich hätte ganz gerne mal Urlaub für so zwei Wochen, aber wie soll ich das sagen, denn dann verdient die Frau ja kein Geld.

fragt Micha
rosifi 04.05.2011, 19:49#2
AW: Betreuung

Hallo Micha,

ich fürchte, da helfen nur klare Worte. Die Betreuerin ist für Deine Tochter da und muss von Dir nicht wie ein rohes Ei behandelt werden. Das hat nichts damit zu tun, dass man nicht freundlich bleiben kann.
Sie hat sich diesen Job doch auch gewählt und Deine Tochter hat nicht ihren Ansprüchen zu genügen, sondern sie sollte sich etwas einfallen lassen, wie sie die junge Dame beschäftigen kann. Vielleicht könnte die beiden mal miteinander spazieren oder einkaufen gehen -je nachdem was Dein Mädchen mag-.
Besprich die Sache mit dem Urlaub mit ihr. Ich habe keine Ahnung, ob sie bei einer so geringfügigen Beschäftigung von Dir während dieser Zeit bezahlt werden muss.
Schlimmstenfalls kann es Dir passieren, dass sie nicht wiederkommt. Aber dann ist es auch kein großer Verlust. Eine Betreuerin soll doch eine Entlastung und keine Belastung für uns sein.
Yvonne 04.05.2011, 21:42#3
AW: Betreuung

Hallo MIcha,

unsere Tochter bekommt auch die Betreuungsleistung und zu uns kommt ein manchmal auch 2 mal die Woche eine Betreuerin für Sarah.

Sie gehen jedesmal zusammen weg von zu Hause z.B. Eis Essen, schwimmen, Zoobesuch, Enten füttern etc. Der Phantasie sind da ja keine Grenzen gesetzt. Ich denke es gibt sicherlich Dinge bei deiner Tochter die sie gerne mag und das sollte mit der Betreuung verknüpft werden. So wird sich dein Kind freuen und du hast dann auch die Entlastung die es haben soll.

Unsere Betreuungskraft kommt über die Lebenshilfe und es wird direkt mit der Krankenkasse abgerechnet. Auch die Betreuungskraft hat hier bei uns einen Urlaubsanspruch der dann von der Lebenshilfe bezahlt wird.

Worüber kommt bei euch die Betreuungskraft?

Ich sehe es wie Rosemarie, dass man klare Worte mit der Betreuuerin sprechen sollte. Sie hat sich diese Arbeit ausgesucht und sollte eigentlich wissen dass es durchaus Eigenarten etc. geben kann die man berüksichtigen muss.

Unsere Tochter ist auch nichsprechend und man kann mit ihr auch kaum was spielen evtl mal Bücher ansehen aber auch nicht stundenlang. Von daher haben wir wie oben die Freizeitaktivitäten gewählt und es klappt super.

Liebe Grüße

Yvonne
rosifi 04.05.2011, 21:54#4
AW: Betreuung

Hallo miteinander,

meine Tochter spricht auch nicht und sie kann sich auch nicht mit Spielen o.ä. beschäftigen. Sie liebt es aber, ihre Umgebung zu betrachten und Kontakte zu ihren Mitmenschen aufzunehmen - und wenn es nur freundliche Blicke sind.
Derzeit habe ich einmal wöchentlich eine Praktikantin, die "Soziale Arbeit" studiert. Sie hat ziemlich schnell herausgefunden, was Christina mag und die beiden gehen mal spazieren, mal ins Cafe´, mal gehen wir gemeinsam zum Schwimmen oder wir bleiben einfach zu Hause und machen uns einen schönen Nachmittag. Ich lasse in der Regel die Betreuerin entscheiden, was sie machen möchte - außer meiner Tochter geht es nicht so gut, dann sage ich, was das beste für sie wäre.
Ich muss gestehen, dass mir das in den "Anfangszeiten" auch nicht leicht gefallen ist, auch Forderungen an die Leute zu stellen. Aber Übung macht den Meister ;-)
Myriam 05.05.2011, 00:19#5
AW: Betreuung

Hallo Micha,

so wie du schreibst, entnehme ich deinen Zeilen, dass die Frau einen unangenehmen Duft verbreitet. Sollte sie unnatürlich nach Schweiß riechen, kann es auch krankheitsbedingt sein und es kann auch sein, dass sie weiß, dass sie riecht, aber nichts dagegen tun kann, so sehr sie auch wollte. Wenn sie ihren Geruch nicht abstellen kann, weil sie ihn nicht riecht (wobei sie ja erst einmal wissen muss, dass sie riecht) was anderes wäre denn dann für dich die Alternative als die, dass die Frau nicht kommen kann?

Der einfachste Weg wäre, auf ihre Dienste zu verzichten und du schaust dich nach einer anderen Betreuerin um. Sicher ist es auch für die Dame nicht einfach, wenn sie das Gefühl vermittelt bekommt, an ihr ist irgendetwas schlecht. Klare Worte wären da für alle sicher die bessere Alternative.

Es soll ja allen Beteiligten gut gehen. Deiner Tochter, sowie auch ihrer Betreuerin. Sonst kann ja gar keine gute und vertrauensvolle Beziehung entstehen.



Viele Grüße
Myriam
miau 05.05.2011, 14:18#6
AW: Betreuung

Hallo miteinander,

euren Antworten entnehme ich, dass es Betreuer gibt, die sich für den Behinderten interessieren und sich Gedanken machen, wie sie die Zeit mit ihm verbringen. Dieses Gefühl hatte ich nicht, denn alles, was ich vorschlug bzw. was Nadja gerne gemacht hat, hat sie abgelehnt. z.B. mal einen Film mit ihr zusammen anschauen.

Am allermeisten hat mich die Antwort von ihr und von der Leitung des Roten Kreuzes geschockt, dass ich es nur zu sagen bräuchte, wenn ich mit Frau xy nicht mehr klar komme. Ich sehe hierin keine Konfliktlösung.

Ich habe heute beschlossen, dass ich auf so eine Betreuerin für meine Tochter verzichten kann. Kaum´s taucht ein Problem an, solche Reaktionen. Im Prinzip sind mir schon länger Dinge aufgefallen, aber ich dachte halt, es wäre alles gut. Zudem weil mir vom MDK die Betreuung nahegelegt wurde und ich mich so in der Pflicht fühlte.

Nun schläft N. seit Montag nicht mehr und ich kann sehen wie ich klar komme. Ich bin fix und fertig, denn sowas hat damals dazu geführt, dass ich sie aus der Einrichtung genommen habe. Und nun dieser Rückschritt.

@Myriam,

es ist kein Körpergeruch.

Viele Grüße Micha
Inge 05.05.2011, 14:41#7
AW: Betreuung

Hallo Micha,

eine Zusammenarbeit ist wirklich schwierig - eigentlich unmöglich - wenn die "Chemie" zwischen den beiden Menschen nicht stimmt. Es heißt nicht umsonst, dass man manche Menschen "nicht riechen" kann - egal ob der Geruch natürlich oder künstlich ist. Und dann ist es vermutlich besser, wenn man auf die Suche nach einer anderen Bezugsperson geht.
Hat das Rote Kreuz mehrere Frauen, die stundenweise als Betreuerin arbeiten? Ich kenne Deine Tochter nicht, deshalb taste ich mich mal mit einigen Frage vor: besteht die Möglichkeit, dass Du mit Deiner Tochter zusammen irgendwo spazieren gehst, einen Eis essen gehst oder etwas ähnliches? Vielleicht wäre es für Euch eine bessere Option, wenn Ihr außerhalb Eures Wohnumfeldes den ersten Kontakt knüpft?
Oder - falls das nicht geht - wenn eine eventuelle Betreuerin (wie eine Bekannte) erst ein paarmal zum Kaffeetrinken kommt. Oder Ihr trefft Euch beim Spazierengehen...
Dann könntest Du zuerst in Ruhe beobachten, wie Nadja auf die anderen Menschen reagiert.
elfriede 05.05.2011, 15:00#8
AW: Betreuung

hallo micha.
ich hab noch nie eine betreuerin für meine tochter gehabt,sie ist nun 51jahre.
wir beiden machen alles zusammen.
also der grund weil ich niemand hier haben will für meine tochter ist,das es einfach darum geht das der betreuerin ,meiner tochter,und mir die chemie stimmen muss.
wenn das nicht ist,gibt es nur rükschläge für uns zwei,und das ist die sache ganz und garnicht wert.
was ich in anspruch nehme ist alle 14tage haushalt sauberhalten,von unserem pflegedienst,das ist auch erhohlung für mich.und reicht vollkommen denn 6stunden im monat putzen ,staubsaugen und möbel feucht abwischen,das brauche ich dann ja nicht zu tun.
also sind das einfach meine erhohlungswerte.:-)
alles liebe für euch beiden.
rosifi 05.05.2011, 15:16#9
AW: Betreuung
Oder - falls das nicht geht - wenn eine eventuelle Betreuerin (wie eine Bekannte) erst ein paarmal zum Kaffeetrinken kommt. Oder Ihr trefft Euch beim Spazierengehen...
Dann könntest Du zuerst in Ruhe beobachten, wie Nadja auf die anderen Menschen reagiert.

Das ist ganz wichtig. Ich nehme die Betreuer anfangs auch mit zum Einkaufen oder ins Cafe, damit sie sehen können, wie meine Tochter reagiert, welche Hilfe sie benötigt, auf was man achten muss. Das ist viel einfacher, als wenn man das alles theoretisch erklärt. Zudem empfehle ich immer Christinas HP, in der man auch nachlesen kann, was sie gerne macht. Dann kann sich eine Betreuerin auch schon zu Hause Gedanken machen, was man denn bei der nächsten Zusammenkunft unternehmen könnte und sie können auch schon im voraus planen.

Für mich persönlich ist es sehr wichtig, dass auch ich mit den Leuten gut auskomme. Es wäre der Horror für mich, wenn ich meine Tochter jemanden anvertrauen müßte, den ich absolut nicht ausstehen kann, auch wenn die Betreuung letztendlich in Ordnung wäre. Wir müssen ja ein ganzes Stück unserer Privatsphäre aufgeben, wenn wir uns Hilfe ins Haus holen und da möchte ich wirklich niemanden haben, der z.B. eine ganz andere Lebens- und Denkweise hat, als ich.
miau 05.05.2011, 16:38#10
AW: Betreuung

Hallo,

im Moment bin ich "bedient". Ich dachte, ich hätte einen guten Eindruck von ihr gehabt. Ich habe sie von Anfang an überall mithin genommen und irgendwie klappte dies mit der Zeit immer weniger.

Was ich nicht verstehe ist:
Ich habe es nicht mitbekommen, dass Nadja und die Betreuerin nicht klar kommen. Ich habe es nicht gemerkt.

Wie soll ich es merken, wenn ich sie sogar um Mithilfe gebeten habe, wegen ein paar Auffälligkeiten, dass diese verschwinden. Was ich falsch gemacht habe, kann ich ja ändern. Aber mein Vertrauen ist so ziemlich am Boden zerstört. Aber ich denke, das von Nadja noch um ein vieles mehr.

@Inge,

dort gibt es noch mehr Frauen, doch das muss nicht so gut laufen, wie die vorherige Leitung mir mitteilte.

Um so länger die Frau bei uns war, um so weniger blieb Nadja mit ihr alleine. Sie klebte mit der Zeit immer mehr an mir. Das habe ich alles angeprochen.

@rosifi,

am Anfang hat sie super reagiert. Das ist in der letzten Zeit immer weniger geworden. Das war eher so ein schleichender Prozess, weswegen ich das auch evtl. nicht mitbekommen haben. (???)

@elfriede,

mit so einer Haushaltshilfe wäre mir auch geholfen. Heuer Anfang Frühling habe ich ganz viel aufarbeiten können. Und irgendwann stagnierte alles und die Arbeit blieb wieder liegen. Wo bekomme ich diese genehmigt? Bei der Pflegekasse?

Warum ist es so schwer seinen eigenen Eindrücken zu trauen und sie sofort zu berücksichtigen? Vielleicht habe ich zu lange beobachtet? (Ich versuche den Fehler zu finden.)

Viele Grüße und dankeschön an alle :knuddel: Micha
elfriede 05.05.2011, 18:58#11
AW: Betreuung
Zitat von miau
Hallo,

im Moment bin ich "bedient". Ich dachte, ich hätte einen guten Eindruck von ihr gehabt. Ich habe sie von Anfang an überall mithin genommen und irgendwie klappte dies mit der Zeit immer weniger.

Was ich nicht verstehe ist:
Ich habe es nicht mitbekommen, dass Nadja und die Betreuerin nicht klar kommen. Ich habe es nicht gemerkt.

Wie soll ich es merken, wenn ich sie sogar um Mithilfe gebeten habe, wegen ein paar Auffälligkeiten, dass diese verschwinden. Was ich falsch gemacht habe, kann ich ja ändern. Aber mein Vertrauen ist so ziemlich am Boden zerstört. Aber ich denke, das von Nadja noch um ein vieles mehr.

@Inge,

dort gibt es noch mehr Frauen, doch das muss nicht so gut laufen, wie die vorherige Leitung mir mitteilte.

Um so länger die Frau bei uns war, um so weniger blieb Nadja mit ihr alleine. Sie klebte mit der Zeit immer mehr an mir. Das habe ich alles angeprochen.

@rosifi,

am Anfang hat sie super reagiert. Das ist in der letzten Zeit immer weniger geworden. Das war eher so ein schleichender Prozess, weswegen ich das auch evtl. nicht mitbekommen haben. (???)

@elfriede,

mit so einer Haushaltshilfe wäre mir auch geholfen. Heuer Anfang Frühling habe ich ganz viel aufarbeiten können. Und irgendwann stagnierte alles und die Arbeit blieb wieder liegen. Wo bekomme ich diese genehmigt? Bei der Pflegekasse?

Warum ist es so schwer seinen eigenen Eindrücken zu trauen und sie sofort zu berücksichtigen? Vielleicht habe ich zu lange beobachtet? (Ich versuche den Fehler zu finden.)

Viele Grüße und dankeschön an alle :knuddel: Micha


hallo micha.:winke:
wir haben doch einen betrag für die verhinderungspflege.
bekommt deine tochter eine pflegstufe???
ja, jedenfalls teile ich den betrag für ein ganzes jahr ein,und lasse auch noch ein paar tage frei,falls ich mal kurz krank bin.
habe ja einen pflegedienst den ich auch nur für die hausarbeit beanspruche.ist überhaupt kein problem.
die krankenkasse zahlt das für jeden der eine pflegstufe hat.