Hallo,
mein Sohn (13 Monate) und ich haben im Dezember 2003 Pflege beantragt. Bei meinem Sohn ist es bereits vorm Sozialgericht, bei mir im Widerspruchsausschuß. Wir brauchen bei allen nur denbaren Dingen Hilfe, aber der MDK setzt so einen minuimalen Aufwand ein, der vorne und hinten nicht reicht und so feheln immer einige Minuten, um die Pflegestufe 1 zu bekommen. Meine Frage ist jetzt, wieviel Minuten dürfen bei meinem Sohn (13 Monate ) abgezogen werden, denn er wird ja mit gleichaltrigen gesunden Kindern verglichen.
Könnt Ihr mir weiterhelfen?
Vielen Dank.
Gruß Kathrin

Hallo Kathrin,
schau mal auf der Startseite unter Pflegegeld nach, da stehen Tabellen, für was wieviel berechnet wird an Zeit.
Gruß karin65
Hallo Karin
Ca 240 min werden abgezogen. Für ein Kind von 13 Monaten ist es sehr sehr schwer, eine Pflegestufe zu bekommen, da ein Kind in dem Alter, noch in allen Verrichtungen des täglichen Lebens Hilfe bedarf. Vor allem in der Grundpflege.
Was hat denn Dein Kind?
Anke
Hallo,
danke für eure NACHRICHTEN:Sammy hat die Behinderung von mir geerbt.. Verkürzte Arme und beide Daumen fehelen. Er kann bis heute nicht selbständig sitzen, stehen, laufen oder sich hochziehen (kann durch die verkürzten Arme nicht so richtig das Gleichgewicht halten). Weiterhin kann Sammy keine Flasche oder Trinklerntasse halten sowie greifen kann er auch nicht richtig. Hinzu kommt, daß er für jede Mahlzeit bald mehr als eine Stunde benötigt.
Gruß Kathrin
Hallo Kathrin und Anke,
@ Kathrin, wenn er das alles nicht kann braucht er ja auch dementsprechend betreuung und hilfe. Die versuchen doch um alles rumzugehen wo es nur geht.
Wir hatten Glück damals. Mein Sohn hat progressive Muskeldistrophie Typ Duchenne.(agressiver Muskelschwund, sehr agressiv!!)
Unser Sohn konnte nicht mal auf dem Schoß meines mannes sitzen mit 3 Jahren und bei Fragen : Wie weit er denn noch gehen konnte mußte ich dann doch ganz gequält lachen. Wenn er nicht mal sitzen kann, dann auch mit sicherheit nicht laufen oder sonstige Sachen.
Das waren dann meine Worte. Das hat dann wohl genügt, mehr fragen kamen nicht. Uns wurde die Pflegestufe innerhalb von 2 Wochen genehmigt.
Hallo Karin 65,
da hast du ja echt glück gehabt,
ich kämpfe für die Pflegestufe bei Sammy schon seit Dezember 2003.
Der Hammer ist ja, dass der mdk im gutachten erläutert hat, dass ammy vom alter her normal entwickelt ist, aber wie soll er denn normal entwickelt sein, wenn er nicht stehen, gehen oder sich hochziehen kann. das sitzen lernt er gearde, er sitzt vielleicht 1 1/5 minuten und kippt dann nach hinten oder zur seite weg, was er sehr gut kann ist das robben und das ganz schnelle umdrehen, dies kann er aber auch erst seit 3 monaten. das schnelle umdrehen erschwert sogar das wickeln, wir sind immer zu zweit dabei, damit er ne windel umbekommt und das dauert sage und schreibe bald 10 minuten. er kann so vieles nicht, aber das umdrehen geht so schenll.
ich hoffe, daß das sozialgericht endlich mal ne entscheidung trifft und ich hoffe doch ne gute.
gruß kathrin
Hallo Kathrin,
ich möchte jetzt hier nichts dagegen sagen, das ihr die Pflegestufe beantragt habt, da ich die weiteren Defizite (soweit vorhanden) ja nicht kenne. Aber zum "sich hochziehen, stehen und gehen" möchte ich etwas sagen: Ich finde es nicht ungewöhnlich, wenn ein 13 Monate altes Kind diese Dinge noch nicht kann. Nur weil es Kinder gibt, die bereits mit 12 Monaten anfangen zu laufen, heisst dies noch lange nicht das es bei allen so ist. Manche Kinder laufen erst mit 18 oder gar 20 Monaten. Auch dies ist noch eine normale Entwicklung, wie dir sicher auch dein Arzt bestätigen wird. Also das es hier nun mit 13 Monaten eine Entwicklungsverzögerung gibt kann man wirklich nicht behaupten. Ich kenne mind. 5 (nicht behinderte) Kinder, die mit 15 Monaten noch nicht laufen können. Ich selber habe auch erst mit 18 Monaten angefangen zu laufen. Also wenn du Aufgrund dieser Tatsache eine Pflegestufe beantragt hast, wirst du sicher nicht damit durchkommen, da dein Aufwand hier nicht höher ist als bei einem anderen Kind.
Für Kinder in diesem Alter eine Pflegestufe zu erhalten ist extrem schwierig. Wir haben die Pflegestufe ab dem 7. Monat erhalten, da das Füttern erheblich länger dauert weil auch noch ein Herzfehler und somit eine Trinkschwäche zusätzlich zum Down-Syndrom vorlag.
Das sich dein Kind so schnell rumdreht und du dadurch Probleme beim windeln hast, geht auch vielen anderen Eltern so. Also auch kein Grund für eine Pflegestufe.
Ich möchte hier nicht sagen, das du keinen Erfolg haben wirst, aber viele der Dinge die du schreibst, rechtfertigen die Anerkennung einer Pflegestufe (noch) nicht. Wenn dein Kind 1 Jahr älter wäre, sähe die Sache sicherlich anders aus. Aber momentan ist die Pflege (jedenfalls was du schreibst) nicht aufwändiger wie bei jedem anderen 13 Monate alten Kind auch. Und das wissen die Pflegekassen natürlich ebenso.
Sorry, das ich das schreibe, ich habe schon einigen Eltern zu einer Pflegestufe verholfen, aber hier sehe ich keinerlei Möglichkeit eine Pflegestufe zu erhalten. Denn irgendwo muss ja ein (beträchtlich) höherer Pflegeaufwand da sein. Und den sehe ich hier leider nicht.
Schöne Grüsse und Viel Erfolg trotzdem !
Harald
hallo harald,
es geht nicht nur allein um das sitzen, stehen oder hochziehen. Sammy kann bis heite keine Flasche oder Tasse selbständig halten, jede Mahlzeit geht bei ihm über eine Stunde hinaus. Sammy spuckt auch noch sehr viel, sodaß ich ihn mindestens 3 mal täglich umziehen muß. Das gesunde gleichaltrige Kinder vielleicht auch noch nicht laufen können, mag ich hier nicht bezweifeln, aber diese Kinder können schon sitzen und das kann Sammy bis heute nicht, da er das Gleichgewicht nicht halten kann. Wir sind gerade mit der KG dabei, damit er das lernt, aber dies wird noch sehr lange dauern.
Zur Zeit wird Sammy nachts auch wieder ainmal wach, weil er Durst hat. Da er selbst seine Flasche nicht nehmen und halten kann, muß ich ihm das trinken geben und da sind schnel 30 min. weg.
Das gehört doch alles zum speziellen Mehraufwand oder nicht?
Gruß Kathrin
meine mail. familietroeh@t-online.de
Hallo Kathrin,
ja natürlich gehört das alles dazu und muß auch berücksichtigt werden. Vorallem das Nachts würde ich auf jeden Fall extra noch mal erwähnen. Aber auch sonst alles natührlich. Laß nicht locker und führe ein Pflegetagebuch. Das müssen die auf jeden Fall berücksichtigen.
Mach einfach und laß nicht locker.
Gruß karin65
Hallo,
das Schicksal deines Sohnes ist sicher kein einfaches.
Warum du allerdings die Pflegestufe 1 für ein 13 Monate altes Kind beantragen willst verschliesst sich mir. 13 Monate alte Kinder sind in der Regel "Vollpflegefälle", d.h von den Eltern vollständig abhängik.
Du "Behinderst" dein Kind schon in jungen Jahren, machst es zu einem Menschen mit Stempel "Pflegefall". Meinst du nicht es wäre besser dein Kind zur Normalität zu Erziehen, seine Defizite auszugleichen und ihm zu helfen ein "Normales" Leben führen zu können.
Was sich für dich durch die annerlkennung eine Pflegestufe ändert erschliesst sich mir auch nicht vom Finanzielen Aspekt mal abgesehen aber ob dies ein Grund sein kann oder darf kann ich nicht beurteilen.
Ich bin im übrigen nicht nur ein Dummschwätzer sondern weis wovon ich Rede ( 100 % Schwerbehinderung , Pflegestufe 3 )
Gruss Matti
Hallo,
also ich persönlich kann es nachvollziehen, das die Pflege von Sammy aufwändiger ist bei dieser Behinderung.
Wenn man das nicht kann finde ich ist es trotzdem kein Grund, Kathrin anzugreifen und sie zu entmutigen. Sie allein weiss wieviel Zeit sie für die Pflege benötigt und um die genauen Umstände. Sie hat eine konkrete Frage gestellt und ich finde es nur fair ihr darauf eine neutrale Antwort zu geben.
Also ich kann mir vorstellen das zum Beispiel das Füttern sehr viel aufwendiger ist, viele gesunde Kinder in dem Alter halten ihr
Fläschchen oder Tasse schon selber , Sammy kann das mit verkürzten Armen und ohne Daumen doch garnicht! Auch bei der Mobilität wird er durch diese Behinderung eingeschränkt, muss überall hin getragen werden .
Und mit Verlaub es geht hier nicht darum, einen Vergleich zu ziehen zwischen verschiedenem Aufwand bei behinderten Kindern sondern Mehraufwand im Vergleich zu einem gesundem Kind.
Und ich finde wenn Kathrin sich hinsetzt und die Pflegezeiten zusammenrechnet hat und dabei auf den erforderlichen Mehraufwand kommt dann finde ich es auch völlig legitim wenn sie den Antrag auf eine Pflegestufe stellt!( bei uns haben wir von verschiedenen Stellen gehört vor dem dritten Geburtstag habe es keinen Sinn einen Antrag zu stellen, als wir das dann taten stand dann im Gutachten die Voraussetzungen für eine Pflegestufe würden seit dem 2. Geburtstag vorliegen- tja ein Jahr *verschenkt* weil ja erst ab Antragstellung auch gezahlt wird).
Der *normale* Pflegeaufwand für ein gesundes Kind in diesem Alter (13-24 Monate) beträgt 240 Minuten , für die Pflegestufe I müssten mindestens 90 Minuten Mehraufwand für Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung vorliegen , wobei bei nachgewiesenem Aufwand zum Beispiel mit der Wäsche in diesem Alter pauschal 45 Minuten angesetzt werden.
Schau am besten auf diesen Seiten nach:
http://www.behinderte-kinder.de/ unter Pflegegeld
sowie auf der seite
http://carehelix.de
LG, amai
Hallo Katrin,
laß Dich bloß nicht entmutigen. Natürlich wird es nicht leicht, eine Pflegestufe bei Deinem Kleinen zu erreichen. Es ist allerdings keine Begründung, daß es anderen vielleicht noch schlechter geht. Da müßten wir alle (!!!!!!) zugunsten von Bedürftigen aus Drittweltländern auf unsere Unterstützung verzichten.
Liste alles auf (orientiere Dich dabei am Pflegetagebuch), anziehen, ausziehen, Flasche halten, tragen....es wird immer noch genug abgezogen. Und selbst wenn es jetzt noch nicht klappt, versuche es in ein paar Monaten wieder, wahrscheinlich hast Du dann bessere Chancen. Wir bekamen Pflegegeld, als unsere Kleine 25 Monate alt war.
@Harald:nachdem Du immer wieder betonst, wie fit Eure Kleine ist, kann ich nicht ganz verstehen, warum Du Pflegegeld in Anspruch nimmst.
May the force be with you
Pauline
Hallo,
vielen dank für eure antworten und das ihr mir mut macht. ich möchte aber dennoch betonen, daß ich sammy nicht aufgrund seiner behinderung zum pflegefall abstempel, ganz im gegenteil, ich versuche trotz seiner behinderung, daß sammy, wenn es nur irgendwie geht, ihn zur selbständigkeit zu erziehen, doch leider klappt vieles nicht so mit seiner behinderung und dadurch ist ein enormer mehraufwand da und auch wenn sammy die pflegestufe bekommt, versuche ich trotzdem, daß er mit seiner behinderung ein normales leben führen kann, sodaß er evtl. später einmal keine pflegestufe mehr benötigt. sammy ist aber jetzt 14 1/2 Monate alt und kann immer noch nicht den löffel halten sowie die Flasche oder tasse, er kann trotz krankengymnastik noch nicht selbständig sitzen, stehen oder laufen. Das füttern ist bis heute ein enormer zeitaufwand.
ich möchte zum schluß auch klarstellen, daß die eltern, die für ihre kinder pflege beantragt haben, nicht voreingenommen verurteilt werden sollten, weil sie ihre kinder als pflegefall abstempeln. nur die eltern allein wissen über ihre kinder bescheid.
ich habe die gleiche behinderung wie sammy, ich weiß wie schwer es ist damit zurecht zukommen und alles zu elernen und ich betone hier nochmals ausdrücklich, daß ich mein kind nicht zum pflegefall abstempel sondern die hilfen, die ich für sammys pflegestufe bekomme, dafür in anspruch nehme, damit sammy eine möglichkeit bekommt, ein selbständiges leben zu führen.
so, an alles die mir mut machen, wünsche ich ein schönes wochenende. würde mich auch freuen, mal mit euch in emailkontakt zu treten.
gruß kathrin.
familietroehqt-online.de