AW: Frage zu Zusätzliche Betreuungsleistung
Zitat von Tobi
Ich habe das selbe Problem.
Meine Tochter war dieses Jahr mit auf einer Ferienfreizeit in Bayern.
Nun zahlt die TKK nur den "Pflegebedingten Mehraufwand" über die Verhinderungspflege nach §39 SGB XI.
Von anderen Eltern habe ich gehört das zudem noch die Kosten für Unterkunft und Verpflegung über die zusätzlichen Betreuungsleitungen bezahlt wurden.
Als ich dem zuständigen Sachbearbeiter dies erzählte meinte er schlicht : " das sei nicht die Wahrheit".
Ich lasse mir nun die schriftliche Ablehnung zu schicken, weiss aber nicht so recht, wie ich dann weiter machen soll. Es kann doch nicht sein, dass die eine Versicherung bezahlt und die andere nicht.
Habt ihr Erfahrung ob die Verhinderungspflege mit den zusätzlichen betreuungsleistungen kombinierbar ist? und wie ich den Widerspruch formulieren sollte, falls das überhaupt was bringt.
Vielen Dank für eure Mühe.
Grüße Tobi
Hallo Tobi,
ich verstehe jetzt etwas ganz und gar nicht. Du schreibst, dass bei einigen Eltern Kosten für Unterkunft und Verpflegung bei Ferienfreizeiten, über die zusätzlichen Betreuungsleistungen gezahlt wurden? Wenn das stimmt, wäre es in meinen Augen Betrug und Veruntreuung von Geldern, sollten Anbieter von Ferienfreizeiten auf diese Art und Weise abrechnen. Verhinderungspflege sichert die Pflege, falls die ursprünglich eingetragene Person aus was für Gründen auch immer in der Pflege verhindert ist. Auch die zusätzlichen Betreuungsleistungen dienen ncht dazu, dass Unterkunft und Verpflegung dadurch bestritten werden.
Solche Aktionen dienen in meinen Augen dazu, bzw. führen dann zu Aussagen, die auch momentan hier in einem anderen Thread diskutiert werden. Man muss die Kirche auch mal im Dorf lassen. Für gesunde Kinder müssen wir auch Freizeiten finanzieren und lassen uns diese nicht -außer in finanziellen Notlagen-von der Allgemeinheit bezahlen. Solche Aktionen und wenn die wirklich stimmen, schaden den Betroffenen weit aus mehr, als dass sie helfen.
Wir beziehen alle überwiegend für unsere betroffenen Angehörigen Hilfe zur Pflege und ähnl. Sozialleistungen. Es ist ein Recht und das steht uns zu. Ein Recht, das uns hilft, unser Leben zu gestalten. Aber wir dürfen dabei nicht vergessen, dass das Geld auch erst einmal einbezahlt werden muss und für alle Betroffenen langen muss. Es kann nicht sein, dass an einem Ende z.B. im Ehrenamt gekämpft, geredet, erstritten, diskutiert wird, um betroffene Eltern, Angehörige, Kinder zu ihren verbrieften Rechten zu verhelfen und auf anderer Seite immer wieder Fälle bekannt werden, wo Gelder nur so fließen. Fließende Gelder, die bei anderen wieder gestrichen werden. Und ganz ehrlich, irgendwie kann ich es nachvollziehen, wenn ich hier teilweise Beiträge lese, in denen Betroffene um minimale Rechte mit dem Einsatz ihrer Gesundheit kämpfen müssen und dann wieder andere Beiträge, wo es von fließenden Geldern und Ausschöpfen nur so trieft.
Ich möchte hier keinesfalls missverstanden werden und neide auch niemanden um sein Schicksal. Ich habe mein eigenes und jeder Tag, der so ausgeht, dass das Leben im gewohnten Rahmen weitergehen kann, ist ein erfolgreich beendeter "Kampftag". Mich stimmen nur manchmal Einträge etwas nachdenklich.
Vielleicht liege ich aber auch falsch und alles hat seine Richtigkeit, dann bitte ich um Entschuldigung. Andererseits finde ich, dass wir Eltern behinderter Kinder und Selbstbetroffene, sowie Angehörige auch untereinander solidarisch miteinander umgehen sollten.
Ich bin mir sicher, dass viele der hier lesenden User, noch nicht einmal das Nötigste an Entlastung haben und froh wären, wenigstens ab und zu mal jemanden zur Seite zu haben. Sie würden ihren Notgroschen einsetzen, um ihrem Kind einmal ein Freizeit zu ermöglichen. Sie bekommen noch nicht einmal aufgrund der Schwere der Behinderung eine Betreuung an die Seite gestellt. Diese Eltern schlafen vielleicht noch 1, 2 oder mal 3 Stunden nachts durch und das schon seit vielen Jahren. Sie können noch icht einmal einen Kaffe in Ruhe trinken, geschweige dann austrinken. Mütter, die 24 Stunden fortdauernd an ihren Tisch gebunden sind und noch nicht einmal zum Einkaufen gehen können. Die den ganzen Tag gekratzt, gebissen und im Gegenzug trösten, streicheln und ihr Kind vor sich selbst schützen müssen. Da geht es schon gar nicht mehr ums Geld, sondern nur noch um Leben.
Sorry, aber das musste jetzt hier an dieser Stelle einfach mal raus.
Liebe (r) Tobi,
schau nicht neidisch auf diese Nutzer, die sich alles bezahlen lassen. Sie sind manchmal der Grund, warum du dann noch nicht einmal dein gutes Recht auf anhieb zugestanden bekommst und dieses dann erst nach vielen Telefonaten, Widersprüchen und zum Teil "Erniedrigungen" wenn überhaupt, erhältst.