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zu gierig?

jussi00 26.01.2009, 10:22#1
Hallo an alle,
ich bin mutter eines 8 jährigen jungen. bei ihm ist das asperger syndrom festgestellt worden.
ich hab hier schon viel gelesen und auch mitbekommen wie viele probleme ihr mit den behörden,krankenkassen und mdk hattet, deswegen fühle ich mich schon recht schlecht euch gegenüber und komme mir gierig vor.
ich muss sagen das ich bis jetzt immer viel glück hatte mit ämtern und kk usw. ich hatte die diagnose und hab einen antrag auf den schwerbehindertenausweis gestellt, der kam auch recht schnell NUR 2 monate später mit gdb 60% und merkzeichen G und H (auto 100% steuerbefreit). ich hatte nur die diagnose mitgeschickt und weiss von meiner kinderärztin das das versorgungsamt bei ihr keine stellungsnahme angefordert hat. desweiteren habe ich einen antrag beim jugendamt auf schulbegleitung gestellt und ohne irgendwas haben wir 5 stunden am tag bewilligt bekommen(mein sohn geht auf eine regelgrundschule ohne i-kinder) das ganze hat auch so ca. 2 monate gedauert. bei der krankenkasse habe ich einen antrag auf Pflegegeld gestellt 4 wochen später war eine dame vom MDK bei mir und hat KEINE fragen gestellt wie lange( wieviele minuten am tag) ich für die pflege brauche. sie hat gefragt ob er medikamente bekommt (nein) ob er Trocken ist (ja) ob ich ihn in die schule bringe (ja) . dann hat sie meinen sohn gefragt ob er schon weiss wo er wohnt und hat ihr unsere adresse aufgesagt mit telefonnummer. und er sollte ihr zeigen ob er schreiben kann, was er auch ganz stolz in schönschreibschrift gemacht hat, dann guckte sie noch ganz traurig als mein sohn erzählte papa kommt lange nicht wieder(er ist soldat und gerade im auslandseinsatz). montag den 19.1 war sie da und am freitag den 23.1 hatte ich bescheid von der pflegekasse das wir pflegestuffe I bekommen darüber hinaus haben wir 100 euro im monat für pflegezusatzleistungen bewilligt bekommen(dafür hatte ich kein antrag gestellt, wusste noch nichtmal das es sowas gibt.)

ich habe auch das gefühl das ich das meiste nur aus mitleid bekommen habe weil ich erst 25 jahre bin(und noch jünger aussehe) und schon mit "so einen kind gestraft bin". bitte nicht falsch verstehen für mich ist mein sohn ein geschenk des himmels, die anderen tun immer nur so als wärs das schlimmste der welt ein besonderes kind zu haben.
so und nun meine eigentliche frage sollte ich einspruch bei der pflegekasse einlegen? wegen der zeiten die sie nicht gefragt hat? oder wirkt es zu gierig? nachdem bei mir alles "so glatt" gelaufen ist?
viele grüsse sandra
Luka 26.01.2009, 11:34#2
AW: zu gierig?

Hallo Sandra,

ich kann dir nur sagen, was ich machen würde.
Wenn der Pflegeaufwand der Stufe 1 gerechtfertigt ist und die Zeiten passen, dann würde ich es stehen lassen. Wenn der Eindruck da ist, es wird zeitlich mehr geleistet vom Pflegeaufwand am Kind, dann würde ich Einspruch erheben.

Gruß

Anja

Edit: Ich würde auf jeden Fall von der Kasse das Pflegegutachten anfordern. Da siehst du auch ganz genau, was sie dir für Zeiten angerechnet haben.
Carmen62 26.01.2009, 12:51#3
AW: zu gierig?

Hallo
Weswegen willst du denn Einspruch einlegen,verstehe ich nicht:kopfkratz::kopfkratz:
Bist du mit PS 1 nicht zufrieden
etwas irretiert,lg Carmen
MichaelK 26.01.2009, 13:37#4
AW: zu gierig?

Hallo Sandra,

die Gutachter beurteilen den Hilfebedarf nach den vorliegenden Einschränkungen und nach der notwendigen Form der Hilfe. Dazu gibt es für die einzelnen Verrichtungen der Pflege zeitliche Orientierungen (Erfahrungswerte) .
Es spielt keine große Rolle, wie lange oder kurz du für bestimmte Pflegemaßnahmen benötigst. Die Gutachter fragen in aller Regel nicht danach, wie lange etwas dauert, weil das sowieso kaum verwertbar ist.

Wenn du nicht zufrieden bist oder unsicher, dann lass dir das Gutachten des MDK von der Pflegekasse schicken und prüfe die Angaben dort anhand deiner Selbsteinschätzung nach.

LG Michael
Carmen62 26.01.2009, 14:00#5
AW: zu gierig?
Zitat von MichaelK
Es spielt keine große Rolle, wie lange oder kurz du für bestimmte Pflegemaßnahmen benötigst. Die Gutachter fragen in aller Regel nicht danach, wie lange etwas dauert, weil das sowieso kaum verwertbar ist.


LG Michael
warum wird dann immer nach einem Pflegetagebuch verlangt:kopfkratz:
Bei mir spielte das Plegetagebuch auch keine Rolle,ich hatte mir so Mühe
gegeben.
Ich glaube sowieso,dass das Syndrom ,bzw Erkrankung
und das Alter die PS bestimmen.
Ich kenne Mütter,die brauchten nur das Syndrom angeben,ohne Begutachtung
wurde die PS vergeben.
Bei Noah´s Syndrom gibt es verschiedene Variationen,von leichten bis
schwerwiegenden Auswirkungen,das wird oft zu wenig berücksichtigt.
Eine mir bekannte Mutter mit dem Syndrom,die hat wirklich jede menge
Schwierigkeiten,musste jahrlang um PS 1 kämpfen.
Ich verstehe das nicht,soll ich wohl auch nicht:-)
Luka 26.01.2009, 15:48#6
AW: zu gierig?

Hallo Carmen,

ich habe auch Pflegetagebuch geführt. Gerade beim ersten Beantragen war das schon ganz gut und wichtig um überhaupt mal einen Plan zu haben wieviel Zeit man benötigt und um auch zu sehen wieviel Zeit abgerechnet werden darf für bestimmte Tätigkeiten.
Letztendlich braucht man es glaub ich nicht wirklich mehr. Demnächst kommt wieder der medizinische Dienst zu uns - da hab ich auch kein Pflegetagebuch mehr geführt, weil ich jetzt auch weiß was wichtig ist für uns.
Es gibt aber auch da Dinge, wo ich mich echt frage wie das funktioniert hat.
Manche haben fixlaweng eine Pflegestufe und andere müssen ihre Rechte einklagen.
MichaelK 26.01.2009, 17:47#7
AW: zu gierig?

Hallo Carmen,

so hatte ich es nicht gemeint. Ich meinte damit, dass es ja sehr subjektiv ist, wie lange eine bestimmte Pflegeperson für die Pflege benötigt. Deshalb gibt es ja die Zeitkorridore.

Ein Pflegetagebuch ist schon wichtig. Zeitangaben sollte man aber nur machen, wenn man sich ein wenig auskennt. Unbedingt sollten etwa vorhandene besondere Erschwernisse beschrieben werden, die sich pflegezeitverlängernd auswirken.

LG Michael
Manfred45 29.01.2009, 14:44#8
AW: zu gierig?

Hallo Jussi

Warum denn Einspruch einlegen???:kopfkratz:

Du kannst wirklich von glück reden das es bei dir so schnell und vor allem so reibungslos ging.

Wir haben etliche Monate für die Stufe 1 kämpfen müssen:-(
Zur Zeit steht bei uns wiedermal der antrag für Stufe 2 aus. Morgen kommt der MDK. Und ich weiss jetzt schon das es wiedermal (2 Ablehnungen gab es bereits) sehr ,sehr schwierig sein wird.
Trotz Gutachten von Kliniken ,Ärzten usw die alle Pflegestufe 2 für angebracht halten.

Sei einfach froh das es bei dir so gut ging.:-)