Hallo zusammen, ich habe einige fragen und bin auf dieses Forum gestossen und hoffe das mir hier geholfen werden kann.
Mein Vater hatte am 30.04.08 einen schweren Schlaganfall und lag danach 3 wochen im Krankenhaus davon eine auf der Intensivstation. Danach war er bis vor 4 wochen in der Reha Klinik in Hilchenbach. Jetzt ist er und meine Mutter wieder zuhause und es musste die Pflegestufe bestimmt werden dafür war auch ein Herr vom MDK bei uns der sich laut meiner mutter nicht viel zeit genommen hat.
Mein Vater ist Rechtsseitig gelähmt und kann zur zeit nicht mehr sprechen.
Und er braucht bei allem Hilfe von meiner Mutter ob es beim Aufstehen von einem Stuhl oder von der Couch, Bett ist.
Oder beim Waschen Duschen Baden(mit hilfe eines Badewannenlift) Rasieren u.s.w
Der Herr vom MDK hat 114 min errechnet und dazu Pflegestufe 1 eingetragen die wir jetzt auch bekommen haben. Damit sind wir aber überhaupt nicht zufrieden. Denn es sollte doch Pflegestufe 2 sein oder ?
Wie genau gehe ich jetzt am besten vor?
Schonmal danke für eure Hilfe !!!
AW: Frage zur Pflegestufe
Hallo Mystikal,
du schreibst der Pflegekasse und legst erst mal Widerspruch ein gegen den Bescheid(unbedingt Frist beachten!) und verlangst das Gutachten des MDK als Kopie zur Einsicht (§ 25 SGB X Abs.1). Dann könnt ihr nachschauen ob alles und auch korrekt an Zeiten anerkannt worden ist und dementsprechend dann die Widerspruchsbegründung formulieren und nachreichen. Hilfreich ist es die Begutachtungsrichtlinien zu kennen und was alles an Pflege überhaupt zählt und angerechnet wird.
Auch wenn es im speziellen um die Begutachtung von Kindern geht finde ich die Pflegegeldfibel (von einem betroffenen Vater erstellt) sehr gut um einen Einblick zu bekommen und Zusammenhänge zu verstehen. zu finden hier:
http://www.rehakids.de/phpBB2/ftopic7006.html (download im ersten Beitrag)
die offiziellen Begutachtungsrichtlinien findet man hier:
http://www.mds-ev.org/media/pdf/Begutachtungsrichtlinie_screen.pdf
Alles Gute und viel Erfolg!
LG, amai
AW: Frage zur Pflegestufe
@MYSTICAL
1. WIDERSPRUCH (3 MOANTE FRISTVERLÄNGERUNG ZUR VERVOLLSTÄNDIGUNG DER BEGRÜNDENDEN ANLAGEN ZUM WI)
2. PFLEGEDIENST VOR ORT?
3. PFLEGEDIENST/HAUSBESUCH VEREINBAREN -> ggf. NEUE BEMESSUNG PFLEGEZEITEN DURCH DEN MDK - UNBEDINGT PFLEGEDIENST ZUM TERMIN MDK
NOCHMAL VOR ORT HINZUZIEHEN (NIEMALS ALLEINE!GEGENGUTACHTEN/FACHDIENST ; )))
HABE SCHON ERLEBT, DASS JEMANDEM MIT ANGEBORENER ALCOHOL-EMBRYOPATHIE III.° DIE PFLEGESTUFE I ENTZOGEN WURDE - NACH 23 JAHREN!!!
NUR KEINE SCHEU!!
IM NOTFALL:
A N W A L T F Ü R M E D I Z I N - U N D S O Z IA L R E C H T
(BERATUNGSSCHEIN BEIM AMTSGERICHT EINNHOLEN-
Bedürftigkeit/ PROZESSKOSTENHILFEANTRAG ggf. BEIM ANWALT)

AW: Frage zur Pflegestufe
Hallo Mystikal,
Sollte die Widerspruchsfrist vorbei sein, dann beantragt einen Überprüfungsantrag nach §44 SGB X, nach diesem kann man auch bis zu 4 Jahren RÜCKWIRKEND einen Bescheid überprüfen lassen, wenn er zu Unrecht ergangen ist und sich einem dabei Nachteile ergeben haben.
Nur als kleiner Tip, auch für alle anderen, die begründet rückwirkend einen Bescheid überprüfen lassen wollen.
Führt unbedingt ein Tagebuch, schreibt alles noch so kleine auf, was die Pflege betrifft. Arztbesuche und Therapien ebenso!
Der MDK ist zwar (angeblich) unabhängig, manchmal glaube ich aber eher, dass dieser Prämien für Ablehnungen und niedrigen Einstufungen durch die KK erhält....
Kämpft und bleibt am Ball!
AW: Frage zur Pflegestufe
Diese Praxis des MDK ist bekannt, da muss man ordentlich Druck ausüben, Gegengutachten erstellen lassen (ärztliches Attest reicht für den Anfang auch), Anwalt holen ... das ist echt ärgerlich, aber da musst du durch.
AW: Frage zur Pflegestufe
Da hast Du wohl recht.
Als wenn wir keine anderen Sorgen haben, man muss halt um alles kämpfen..
AW: Frage zur Pflegestufe
Also habe das Gutachten vom MDK angefordert und werde darauf jetzt einen Widerspruch schreiben meine Mutter hat auch schon ein Pflegetagebuch ausgefüllt was wir mit schicken. Ist echt ein witz da werden dann 114min eingetragen und diese Zahl kommt vorne und hinten nicht hin.
Da zahlt man jahre lange wie mein Vater Steuern und versicherungsbeiträge und wird dann mal ernsthaft krank und man bekommt einen tritt in den ARSCH

könnte echt auspflippen.