Hallo, ich brauche dringend Hilfe.
Für unseren Sohn (9 ICP mit spastischer Diparese Arme und Hände auch leicht betroffen) wurde uns das Pflegegeld gestrichen. Natürlich habe ich sofort Widerspruch eingelegt. Danach kam es zu einer zweiten Begutachtung. Ergebnis .... wieder abgelehnt. Das kann doch nicht sein, sind die Leute vom MTK unfähig?

Unser Sohn schreibt in der Schule z.b teilweise mit einem PC, weil ihm die Stifethaltung und das Schreiben schwer fällt. Laut MTK hat er aber an den oberen Extremitäten keine Einschränkung auch sei die Motorik voll In Ordnung. Hallo....... Er wäre im Sitzen in der Lage seine Füße zu berühren, schön wärs. Laut MTK kann er alles alleine. Was sind das für Leute?

Sind das Ärzte?

? Warum hat unser Sohn in der Schule einen ZIVI?

? Weil er so selbstständig ist und alles alleine kann?

? Ich bin auf 180... Kann es nicht fassen.
Das ganze Gutachten hört sich so an, als hätte ich meinem Kind gesagt, was es sagen und machen soll bei der Begutachtung. Ich fühle mich als Lügnerin dargestellt.
An wen kann ich mich jetzt wenden? Sollen wir uns einen Anwalt nehmen. Wer ist für solche Fälle zuständig? Verzweiflung macht sich breit. Ist man denen Hilflos ausgeliefert?
Was schreibt man bei einer Anhörung? Muss ich jetzt wieder Widerspruch einlegen?
Es sind so viele Fragen, aber ich hoffe irgendjemand kann mir Helfen.
Hi du,
hast du dir mal das Gutachten angefordert?
Um Pflegegeld zu beziehen wird errechnet inwiefern die Person Hilfe in der Pflege und Mobilität benötigt.
Wie sieht es denn aus bei euch mit dem alleine Essen, Brot schmieren, Fleisch schneiden, anziehen, ausziehen, waschen, Zähne putzen etc. All diese Dinge sind wichtig für das Pflegegeld. Es spielt in dem Moment keine Rolle, ob er eine Assistenz in der Schule hat.
Um erneut Widerspruch einzulegen würde ich das Gutachten nehmen und Gegenargumentieren.
Vielleicht wäre es sinnvoll es mit Anwalt zu tun, denn es würde nun automatisch vor das Sozialgericht gehen, es sei denn die KK lenkt doch vorher ein.
Liebe Grüße
Yvonne
Hallo
Das habe ich vor Jahren auch gehabt,das man das Pflegegeld abgelehnt haben. Ich habe mir ein Rechtsanwalt genommen und auf einmal ging es doch das wir Pflegegeld bekommen haben.
Meine Meinung ist geh zum Rechtsanwalt.
Gruß HK
Hallo Yvonne und HK, danke für eure Antworten. Ich denke wir werden uns einen Anwalt nehmen. Ist nur gerade eine dumme Zeit, denn unser Sohn wird noch diesen Monat operiert und es ist noch viel zu planen, viele Termine usw. Er hat totale Panik vor dieser OP und mir steht im Moment gar nicht der Kopf danach mich mit der Pflegekasse an zu legen. Die Kraft sollten wir lieber für unsern Sohn aufsparen. Wir sind voller Sorgen und Ängste und jetzt so was. Aber ich denke, das es uns nur härter machen wird. Es ist halt wieder eine Prüfung die wir zu bestehen haben und die schaffen wir auch noch. Werde mich noch mal melden, wenn es Neuigkeiten gibt.
Gruß Sandra.
Hallo Sandra,
es gibt leider sehr viele Fälle von Falschbegutachtung und unfähigen Gutachtern.
Wie du schreibst, ist ja die Wiederspruchsbegutachtung schon negativ für euch beschieden worden. Die Pflegekasse hat dich jetzt aufgefordert dazu Stellung zu nehmen (Anhörung) bevor der Fall vor den Widerspruchsausschuß der Kasse kommt, wo dann entschieden wird. Die Entscheidung liegt immer bei der Pflegekasse. Das Gutachten des MDK wird zwar meist nicht angezweifelt, aber wenn gute Gründe für euch sprechen, dann ist das schon möglich. Du solltest also diese Möglichkeit der Anhörung nutzen.
Mein Rat wäre, ein Pflegetagebuch anhand der gesetzlich vorgeschriebenen Verrichtungen zu führen und dazu ein Anschreiben beizufügen, in dem du sachlich die Gründe darlegst, warum du deinen Widerspruch aufrechthältst.
Was steht denn in dem Gutachten im Ergebnis drin? Welche Zeiten wurden denn anerkannt? Wo ist denn bei den einzelnen Verrichtungen ein Mehrbedarf anerkannt worden?
LG Michael
Hallo Michael, habe das Gutachten leider im Moment nicht zur Hand, melde mich morgen noch einmal.
Wir wollten uns einen Anwalt nehmen, brauchen wir ihn für die Anhörung noch nicht???
Normalerweise sollte man denen das Kind mal 24 Stunden aufs Auge drücken. Dann würden sie sehen was man so machen muß, das er einfach LEIDER nichts alleine kann, sondern auf Hilfe und Unterstützung angewiesen ist. Wir üben ja alltägliche Dinge mit ihm, das er sie irgendwann mal alleine kann und wenn er sie alleine kann,würden wir ja auch keinen Anspruch mehr auf Pflegegeldmeh stellen. Aber so lange er bei allem Hilfe und Unterstüzung braucht...
Er hat beim HB geschafft seine Hose alleine zu öffnen (nur zu öffen, es wurde nicht kontrolliert ob er sie auch ausziehen kann, aber das kann er ja laut Gutachten), am nächsten Tag hat er es mit einer anderen Hose wieder probiert und es wollte ihm einfach nicht gelingen.Klar klappen manche Sachen manchmal, leider sehr selten. Aber das war leider nur reiner Zufall.
LG Sandra
Hallo Sandra,
wegen der Anhörung mußt du keinen Anwalt haben. Du hast doch noch gar keinen Bescheid zum Widerspruch bekommen, nur eine Information.
LG Michael
Hallo Sandra,
es ist die momentane typische Vorgehensweise der Pflegekassen und Behörden. Erst einmal ablehnen und versuchen loszuwerden. Dann, wenn Widerspruch kommt, sich mit der Sache näher befassen. So jedenfalls hört man es jetzt überall. Wenn auch eure OP jetzt erst einmal wichtiger ist, ich drücke die Daumen, dass alles so wird, wie ihr es euch wünscht, solltest du mit ein paar Worten Widerspruch einlegen. Es langt ein Satz und der Anhang ausführlicher Bericht folgt.
Bei uns kommt jetzt immer eine Krankenschwester zur Begutachtung. Nur am Anfang war es eine Ärztin, bzw. Arzt. Uns hatte man auch die Pflegestufe erst nach Einspruch zugesprochen und das obwohl aufgrund der festgestellten Behinderung vom Versorgungsamt schon 100% und alle Merkzeichen vorlagen.
Wir haben eigentlich noch nie etwas beim ersten Anlauf geschafft. Die denken halt, wir haben zu viel Zeit. Ich wünschte auch, ich könnte die Entscheidungsträger mal 24 Stunden zu Besuch haben. Ich glaube, die würden gleich umschulen.

Viele Grüße
kirsty
Hallo, die Klinik in Heidelberg hat sich gestern bei mir gemeldet. Sie haben die OP nach vorne geschoben. Er wird jetzt schon am Montag operiert. Muß nun die ganze Sache erst mal auf Eis gelegt. Ich habe bei der Pflegekasse um Aufschub gebeten.
Das Schreiben zur Anhörung schicke ich vorher schnell noch weg. Werde mich melden sobald wir wieder zu Hause sind.
LG Sandra