Hallo an alle,
die Kasse hat unser Pflegebett (Olaf) abgelehnt und ein Standardpflegebett genehmigt. Nun ist das Timmy II im Gespräch.
Und statt den Easys Jazz 2 wurde der Max von thomashilfen vorgeschlagen.
Wir haben nun begründet, daß wir im "Max" nicht wickeln könnten, und das wir wegen des Verschluckens das Kind im Blick haben müssten. Aber irgenwie geht keiner so recht darauf ein.
Soll ich nun "einfach" dem "Max" Buggy nehmen, sozusagen besser als nichts? oder hat man auch eine Chance auf das was man wirklich braucht?
viele Grüße von Manu
AW: anderes Bett, anderer Buggy
zur Ergänzung die Begründung der KK:
"Die Notwendigkeit eines Rehabuggys mit modularer Sitzeinheit ist nicht nachvollziehbar. Der Rehabuggy soll für längere Wegstrecken eingesetzt werden. Die Versorgung mit einem Standard-Buggy ist ausreichend."
Welche Begründung für diese modulare Sitzeinheit wird überhaupt akzeptiert?
Der Rehabuggy für unseren Kleinen wurde trotz Rezept wie folgt abgelehnt:" Laut Gutachter besteht keine dauerhafte Stand- und Gehunfähigkeit." Stimmt, er läuft ca. 30 Meter. "Des weiteren könne er mit seinen fast 5 Jahren einem durchschnittlichen 3 jährigem Kind gleichgesetzt, welches noch im konfektionierten Kinderbuggy gefahren werden kann." Stimmt nicht, da die Beine deutlich zu lang und die Sitzfläche zu kurz ist. Wir hatten lange nach einem Modell gesucht.
Und nun wollte sie KK noch für beide Kinder eine Auflistung der Arzt- und Therapiebesuche seit Januar. Ist das üblich? Muß man eine Mindestzahl "schaffen" , damit man Anspruch auf einen Rehabuggy hat?
Außerdem besteht unser Leben auch noch aus anderen Wegen, aber diese sollte ich nicht aufführen??
Wer weiß etwas dazu?
Viele Grüße von Manu
AW: anderes Bett, anderer Buggy
Hallo Manu,
hm, das ist ja echt blöd. Ich denke mal du hast für die Wahl deiner Hilfsmittel Gründe warum es gerade sie sein sollen.
Mache mal für dich eine Auflistung warum es die sein sollen.
Hast du es von der KK shon schriftlich für ihre Wahl?
Wenn nicht dann fordere es schriftlich an, damit du die Möglichkeit hast einen Widerspruch zu schreiben.
ich hoffe du hast einen guten Kinderarzt, der dir für die Hilfsmittel auch noch eine detaillierte Begründung schreibt warum es die sein müssen ( du kannst ihm ja erzählen warum gerade die ) welches du damm dem Widerspruch beilegst.
Was verstehen die unter einem handelsüblichen Pflegebett?
Eine Auflistung über Therapien habe ich auch noch nicht gehört, aber ich würde auch die Dinge mit aufführen die du sonst auch noch zu erledigen hast.
Liebe Grüße
Yvonne
AW: anderes Bett, anderer Buggy
Hallo Yvonne,
danke für Deine schnelle Antwort.
Die Begründungen von der Kk haben wir schriftlich. Genau je ein Satz, so wie ich es oben bei Ergänzung in Anführungszeichen gesetzt habe. Viel Begründung ist das nicht.
Als Standardpflegebett wird das Timmy von Kayserbetten vorgeschlagen. Nun werden wir wohl den Kompromiss eingehen, obwohl es zum Einsteigen etwas hoch ist und das Gitter bei Timmy II eigentlich zun niedrig.
Den Kinderarzt habe ich schon angerufen, er ist. wenn auch überlastet, doch sehr freundlich und will etwas schreiben, zumindest für die Komplett-Ablehnung des Buggys für den Kleinen.
Was die Auflistung angeht, sollten absolut nur die Arzt- und Therapiebesuche gelistet werden, das waren von Januar bis Mitte März 18 Besuche für den Kleinen und 17 für den Großen. Alle anderen Wege interessierten nicht. Mich würde echt interessieren, warum solch eine Liste.
liebe Grüße von Manu
AW: anderes Bett, anderer Buggy
Hallo Manu,
also bezüglich des Pflegebettes würde ich echt kämpfen. Denn 1. was bringt es wenn du dein Kind ständig ins Bett heben musst weil es zu hoch ist, so wird ihm ja die Selbstständigleit genommen und 2. Die Gitter zu niedrig sind dass er evtl. raus fallen kann wenn er klettert oder sollst du ihn dann noch fixieren oder aber die KK soll mal an die Folgekosten denken wenn dein Kind aus dem Bett fällt !!! Meine Güte es ist echt unglaublich was die sich immer eifnallen lassen. Weisst du wie groß der Preisunterschied zwischen den beiden Betten ist, dass sie da so eine Welle machen?
Ich hoffe, dass dein Arzt schöne Begründungen aufschreibt.
Wegen dem Buggy würde ich erneut darauf hinweisen warum ihr euch für den Easy Jazz ausgesucht habt, in der Hoffnung, dass es vielleicht gelesen wird.
Liebe Grüße
Yvonne
AW: anderes Bett, anderer Buggy
zur Ergänzung die Begründung der KK:
"Die Notwendigkeit eines Rehabuggys mit modularer Sitzeinheit ist nicht nachvollziehbar. Der Rehabuggy soll für längere Wegstrecken eingesetzt werden. Die Versorgung mit einem Standard-Buggy ist ausreichend."
Welche Begründung für diese modulare Sitzeinheit wird überhaupt akzeptiert?
Hallo Manu,
ich würde schreiben.
Wir benötigen in der Tat nicht zwingend einen Buggy mit modularem Sitzaufbau. Wir benötigen lediglich einen Buggy mit klar definierten Voraussetzungen. Für uns maßgebliche Voraussetzungen sind zum einen, das man ihn zum wechseln der Windel nutzen kann, zum anderen, das wir ständig direkten Sichtkontakt zu "unserem Kind" haben. Der direkte Sichtkontakt ist zwingend erforderlich, da er sich immer wieder verschluckt, man ihm das von hinten nur schwer ansehen kann, und dann Hilfe braucht. Da uns bisher kein anderes Model bekannt ist, das von der Körpergröße her paßt, und diese Voraussetzungen erfüllt, haben wir uns für dieses Model entschieden. Nicht weil es einen modularen Aufbau hat. Wir würden jeden anderen Buggy nehmen, der diese Eigenschaften hat. Das von Ihnen vorgeschlagene Modell erfüllt diese Voraussetzungen nicht.
Zum Bett :
Wir benötigen ein höhenverstellbares Pflegebett mit bestimmten Voraussetzungen. Zum einen muß es so tief wie möglich absenkbar sein, damit er tagsüber bei offenem Gitter die Möglichkeit hat, unter Aufsicht selbständig hinein und heraus zu klettern. Die Gitter müssen zum Schutz vor stürzten so hoch sein, das er sie nachts nicht selbständig überwinden kann. Wir würden jedes vorgeschlagene Bett nehmen, das diese Voraussetzngen erfüllt. Das von Ihnen vorgeschlagene Bett erfüllt diese Voraussetzungen nicht. Es birgt für mich, als auch für mein Kind ein hohes Verletzungsrisiko. Das Verletzungsrisiko für mich besteht darin, das ich mein Knd mehr tragen muß, als bei einem tiefer absenkbarem Bett. Dieses Risiko ließe sich durch einem passenden Lifter ausgleichen. Da ein Standartpflegebett plus ein Lifter wesentlich mehr Kosten als ein Bett das unsere Voraussetzungen erfüllt, haben wir uns für das beantragte Modell entschieden.
Sollte diesem Antrag nicht entsprochen werden, werden wir den Anspruch auf gerichtlichem Weg geltend machen.
........

Helmut
AW: anderes Bett, anderer Buggy
Hallo Helmut,
mensch Klasse !!!!
Bin ja gespannt wie sie dann wieder gegen zu setzen haben.
Manchmal ist es echt unglaublich mit was man sich rumärgern muss.
Liebe Grüße
Yvonne
AW: anderes Bett, anderer Buggy
Hallo Helmut, hallo Yvonne,
erst mal vielen Dank für die guten Ideen.
Nun kurz zu der neuesten Entwicklung, als ich heute die Kasse anrief, um zu erfragen, an wen ich den Widerspruch senden soll, erklärte man mir, ja es gäbe einen neuen Vorschlag: das Untergestell übernimmt die Pflegekasse, die Sitzschale zu 40 % die KK. Wenn wir damit einverstanden wären, könnte sofort bestellt werden. Der "Zusatzkram" wie Thoraxstützteile, Wetterschutz und Wintersack kämen eh nicht in Frage.
Dies würde für uns zu den Zusatzteilekosten allein nocheinmal ca. 700 Euro für die Sitzschale bedeuten. Ich habe ersteinmal nicht zugestimmt, es kam mir viel zu plötzlich.
Und für das Bett dürfen wir nur die einfache Matratze beantragen, aber das ist mir jetzt auch schon egal, vielleicht ist es bei Inkontinenz eh besser, dann tun wir uns leichter nach einiger Zeit eine neue anzuschaffen.
Laut KK sollten wir uns, wenn wir die 60 % nicht aufbringen könnten, an das Sozialamt wenden. Der Spruch schmerzt, denn die ganzen Jahre wurde von uns der erhöhte Aufwand an Fahrmittel, Windeln, Bett-, Treppen, Badewanneneinstieg, besondere bekleidung... getragen. Also sind wir Eltern doch nur Bittsteller.
Somit für heute erschöpfte Grüße von Manu
AW: anderes Bett, anderer Buggy
Hallo,
wir hatten auch große Probleme mit unserem Pflegebett uns wollte man auch ein falsches Bett geben es war zu hoch und die Gitter zu niedrig. Unserem Sanitätshaus wurde sogar der Auftrag entzogen da man uns einen Wiedereinsatz geben wollte. Bei der Lieferung durch das andere Sanitätshaus habe ich sie einfach samt Bett wieder weg geschickt und bei der Krankenkasse angerufen was das soll. Man versprach man mir sich um die Sache zu kümmern nun habe ich ein neues Bett bekommen Savoir-Vivre, die AOK hat draus gelernt worüber ich froh bin sonst hätte ich jetzt Schutzpolster mit Klettverschlüßen bekommen was absolut nichts bringen würde ich bekomme jetzt eine Schutzwanne bewilligt ist sie schon wurde nur noch nicht geliefert. Was mit unserem Reha-Buggy ist weis ich noch nicht.
Beharre ruhig auf dein recht du musst schließlich wissen was am besten für dein Kind ist.
LG Jessica
AW: anderes Bett, anderer Buggy
Hallo Manu,
wegen dem Buggy : Wer hat die Thoraxstützteile für nötig erklärt ? Wenn euer KiA, Orthopäde oder euer SPZ die Dinger für nötig hält, laßt euch von denen eine Stellungnahme dazu geben. Das müßte der KK auf die Sprünge helfen. Da Sonja als Erwachsene voriges Jahr noch einen Winterfußsack von der KK bekommen, müßte der für Kinder erst recht ( noch ?) Kassenleistung sein, jedenfalls bei der gesetzlichen. Bei privaten KK läuft das anders !
Bittesteller ist man nur, wenn man sich von der KK bange machen läßt, und nicht gg. deren Bescheid klagt, wenn sie "einem so kommt". Das mit dem Sozialamt / der Eingliederungshilfe könnt bzw. solltet ihr, für den Fall das das Gericht der KK recht geben sollte, gleichzeitig machen. "Manche Stellen für Eingliederungshilfe" sind bei solchen Sachen sehr hilfreich.

Helmut
AW: anderes Bett, anderer Buggy
Hallo und Guten Abend,
So nun haben wir aufgrund der Dringlichkeit vorgestern den Buggy bestellen lassen und gestern Abend hat unser Reha-Mensch das Wunderteil schon geliefert.
Wir haben jetzt unseren "Wunschbuggy" genommen, auch wenn jetzt erst einmal ca. 700 Euro Kosten für uns anfallen
http://www.intakt.info/forum/images/smilies/sad.gif

. Wir hoffen, daß wir vielleicht doch noch etwas bei der KK erstattet bekommen könnten. Auf dem Angebot der KK steht allerings, daß wenn wir die 40% für die Sitzschale akzeptieren keine weitere Zahlung für die Sitzschale übernommen wird. Es ist eine private KK, das Verdeck oder gar Wintersack käme für sie dort eh nicht in Frage was die Kostenübernahme beträfe.
Aber unser Kind ist superglücklich. Seine Augen leuchten und er will gar nicht mehr aussteigen.
Wir selbst sind nun doch zufrieden mit der Entscheidung, denn der Rehawagen "Max" hätte seinen Zweck nicht erfüllt.
Außerdem steht bei der Lieferung, der Wagen bleibt Eigentum der Kasse, wie ist das dann eigentlich mit den 60% Eigenanteil?
Müde über den "Kassen"-Kampf in der letzten Woche, aber nun mit glücklichem Kind seid herzlich gegrüßt von Manu