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Frühkindl. Autismus... Regel oder Förderschule?

Nik74 21.06.2015, 10:02#1
Hallo ihr Lieben,

mein Sohn ist 6 Jahre und muss diesen Sommer eingeschult werden.

von der Sprachheilschule wurden wir abgelehnt, da er 2 förderschwerpunkte hat nicht nur einen.

ich wollte mal rumfragen in welche schulen eure kinder gehen (mit frühkindlichen Autismus)

mir wäre eine Schule mit lernstoffgleichem Unterricht wichtig...

danke schon mal für euren input
lg nik
patiko 22.06.2015, 07:25#2
AW: Frühkindl. Autismus... Regel oder Förderschule

hallo Nik,
mein Sohn geht auf eine Schule mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt "geistig Entwicklung". Jetzt schon im 9. Schuljahr.
Wir sind gerade dabei, bei meinem Sohn Autismus abzuklären, bisher ist er mit einer, bisher nicht näher benannten, geistigen Behinderung u. einer Wahrnehmungsstörung diagnostiziert.

Gibt es keine Möglichkeit eine ideale Beschulung auszuloten???? Normalerweise müsste man die bei der Schuleignungsuntersuchung dazu Auskunft geben können.

lg Diana
hanniball2403 22.06.2015, 12:36#3
AW: Frühkindl. Autismus... Regel oder Förderschule

HALLO
ICH KENNE 2 FÄLLE BEI DENEN DIE KINDER MIT FRÜHKINDLICHEN
AUTOMUSEUM AUF EINE REGELGRUNDSCHULE gehen.BEIDE MIT
SCHULBEGLEITER.
hanniball2403 22.06.2015, 12:41#4
AW: Frühkindl. Autismus... Regel oder Förderschule

Hallo
Beide sind sozial emotional eingestuft.Gib deinem Sohn eine Chance.
hanniball2403 22.06.2015, 13:06#5
AW: Frühkindl. Autismus... Regel oder Förderschule

Hallo
Du kommst aus Hessen. Da wirst du für das Wohl deines Sohns wohl kämpfen müssen.Mach dich sofort beim Schulamt schlau und lass dich nicht ins Boxhorn jagen.
hanniball2403 22.06.2015, 20:23#6
AW: Frühkindl. Autismus... Regel oder Förderschule

Hallo
Nik wenn du Fragen hast melde dich helfe dir gerne weiter.
marionundc0 23.06.2015, 13:36#7
AW: Frühkindl. Autismus... Regel oder Förderschule

Hallo,

mein Sohn geht auf eine Förderschule für körper- und mehrfachbehinderte Kinder und Jugendliche.

das war für ihm die beste Alternative. und auch erreichbar. eigentlich hätte er in eine Förderschule für geistige Behinderung müssen. dafür war er aber eindeutig zu fit. da wäre er zu sehr unterfordert gewesen.

je nachdem wie fit dein Sohn ist, würde ich die Schule aussuchen. falls mit Regelschule nicht klappt, kämen neben einer Körperbehindertenschule noch die Förderschulen für Sinnesbehinderungen (also für schwerhörige und gehörlose oder sehbehinderte und blinde Schüler) in Frage.
Kirsten 24.06.2015, 00:15#8
AW: Frühkindl. Autismus... Regel oder Förderschule

Hallo Hanniball2403,

mit Automuseum ;-)

Da ist dir wohl ein Tippfehler unterlaufen. Hier läuft auch eine ganz normale Anfrage, welche Schule eine geeignete wäre, und wie man überhaupt eine geeignete Schulform finden kann.
Nik74 24.06.2015, 11:22#9
AW: Frühkindl. Autismus... Regel oder Förderschule

Beim Schulamt (bzw zuständigen Psychologen für Autisten) liegt der "Fall" ja schon ;-)
eine Regelschule möchte ICH nicht da die Klassen viel zu gross sind für ihn da würde er meiner Meinung nach unter gehen.
Schulbegleiter hab ich schon angefordert (schon längst) ... Sprachheilschule wurde er abgelehnt, ebenfalls in einer schule für geistig und Körperbehinderte, ich habe auch in einer schule für Taube und stumme angefragt aber auch dort eine Absage erhalten... mir kommt es so vor als gäbe es keine Autisten im Umkreis ;-) was ja wohl nicht stimmt ... sonst gäbe es ja viel mehr Therapieplätze die frei sind.... alles etwas seltsam .. aber ich lass mich nicht unterkriegen und klar kämpfe ich aber ich möchte das beste für meinen Sohn...wo er nicht unter und nicht überfordert wird

lg Nik
marionundc0 24.06.2015, 12:46#10
AW: Frühkindl. Autismus... Regel oder Förderschule

Hallo,

wieso wurd er abgelehnt?
mein Junior hatte von der Klinik, die ihm diagnostiziert hatte, für die Schulempfehlung die Förderschule für geistig Behinderte bekommen. er hatte sich bei dem Termin-Test mal wieder besonders angestellt, dabei konnt er das längst. die empfahlen dann die G-Schule statt der K-Schule.
da ich aber mit ihm schon vorher die Körperbehindertenschule angesehen hatte und sehr positiv überrascht war, Junior sich von der besten Seite zeigte (ja auch sowas kann er) und die aber erst von der Klinik eine Einschätzung wollten, war wiederum meine Sorgen gestiegen, ob die K-Schule ihm denn nimmt. die G-Schule hatte ich mir mittlerweile auch angesehen. das wollte die Klinik. die also angesehen, da mein Junior nichtsprechender Kannerautist ist, aber dafür bereits damals das ganze ABC kannte und schreiben und lesen konnte und die G-Schule dort frühestens ab der 4. Klasse mit den ersten Buchstaben anfängt, während die K-Schule bereits von Anfang an mit Talkern, Sprachcomputern etc. arbeitete. Eine Aussage des damaligen Rektors: "Ein Computer ist für nichtsprechende Kinder ein Segen", war mit ausschlaggebend das ich mich für die K-Schule entschieden hatte.
als es denn soweit war, das ich mit Junior nochmal zur K-Schule sollte, ging ich nach diesen schiefgegangenen Termin an der Klinik davon aus, das sie ihm denn nicht nehmen. weil er auch der 1. Autist dort wäre, vorher hatten sie noch keinen. dann sitz ich da, bekomme die Papiere rübergeschoben mit den Worten: "wir brauchen nur noch Ihre Unterschrift, dann ist Ihr Sohn ab September bei uns Schüler."

mittlerweile ist er da nun in der Berufsschulstufe. und es gab nie größere Probleme. und er geht gerne hin. auch in die Tagesstätte/Hort.
patiko 24.06.2015, 20:43#11
AW: Frühkindl. Autismus... Regel oder Förderschule

So lief das bei uns auch. Patrick ging ja in einen integrativen Kiga, dort fand eine Begutachtung durch eine Sonderpädagogin statt, und auch bei der Schuluntersuchung bekam ich die Empfehlung G-Schule, da lief ja das Förderverfahren auch schon.
Alles lief recht problemlos.
In meinem Blog hab das etwas genauer beschrieben.
chripri 31.07.2015, 19:09#12
AW: Frühkindl. Autismus... Regel oder Förderschule

Liebe Eltern, nach der jahrzehntelangen Erfahrung von Prof.Schöler, die inklusive Regelschulen in Deutschland seit 30 Jahren wissenschaftlich begleitet, ist die optimale Klassengröße bei 23 Kinder. Es ist ein unbegründetes Vorurteil, dass behinderte Kinder in einer solchen Klasse untergehen. Viel entscheidender als die genaue Anzahl der Kinder ist das soziale Miteinander und die Arbeitsstruktur in einer Schulklasse. Und die ist nunmal in Regelschulklassen meistens viel besser als in Sonderschulklassen! Auch bekommen die meisten Kinder nur in der Regelschule einen Schulbegleiter, nicht in der Sonderschule. Der Schulbegleiter ist einfach Gold wert! Keine Angst vor der Regelschule. Dort wird das behinderte Kind am allermeisten lernen! Ich berate seit über 10 Jahren Eltern, die ihre Kinder in die Regelschule geschickt haben, von hunderten Eltern könnte ich Euch keinen nennen, der diesen Schritt jemals bereut hat, auch wenn man vielleicht dort auch mal um Rechte des Kindes kämpfen muss. Aber auch das gehört zum Leben und bereitet das behinderte Kind optimal auf sein Späteres Leben vor, wo er sich auch in einer heterogenen Gesellschaft mal zurechtfinden muss...

Christine