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Finanzierung Schulbegleitung?

sylke 20.12.2012, 12:11#1
War lang nicht hier....aber da ich dringend Tips brauche frag ich mal hier nach :-)

Meine Tochter geht jetzt das zweite Jahr auf eine Schule für geistig Behinderte. Sie hat von Anfang an eine Schulbegleitung, ohne die die Betreuung nicht gewährleistet werden könnte.....Weglauftendenzen, keine Gefahreneinschätzung und dazu ihre Krampfanfälle.

Aus privaten _Gründen möchte ich nun wieder zurück in meine alte Heimat in Niedersachsen., lebe derzeit in S-H.
In dem Ort wo ich hin ziehe gibt es eine geeignete Schule.....das ist aber keine staatliche Schule, sondern geht über die Lebenshilfe und ist eine staatlich anerkannte Tagesbildungsstätte mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung.

Natürlich hab ich zuerst in der Schule nachgefragt ob sie meine Tochter nehmen würden, hab auch geschildert wie sie so drauf ist etc.
Als geklärt war das sie sie nehmen und gleich alles in die Wege leiten wegen Beantragung und Finanzierung ging es auf Wohnungssuche......hier wurd das Haus gekündigt etc.

Montag der Anruf das der Landkreis keine Schulbegleiter bewilligt. Die Schule fragte ob auch ein FSJler die Betreuung übernehmen könnte.
Ja, wäre mir recht....wichtig ist halt das immer wer bei ihr ist.

Vorhin nun der anruf das des kompliziert wird.....die Schule hat nur 3 FSJler.....2 kommen nicht in Frage, und die Dritte müsste im Frühjahr 6 Wochen zum Lehrgang.
Würden wir erst zu den Sommerferien hinziehen wäre genug Vorlaufzeit, aber so wird es schwierig.
Es kam noch der Vorschlag Kim an einer stattlichen Schule anzumelden, und da dann einen Begleiter zu beantragen.
Das Problem ist dann aber der weite Fahrweg.....ich müsste sie die erste Zeit eh selber bringen, und da sie Schulzeitverkürzung hat muss ich sie sowieso jeden Tag selbst abholen.
Und das wäre eh doof, weils ja nur von März bis Juni wäre, als Übergangslösung.
Ab Sommer könnte sie dann ja auf die ausgesuchte Schule.

Welche Möglichkeiten gibt es denn noch eine Schulbegleitung zu finanzieren?
Anfallsmässig gehts meiner Tochter derzeit nicht sooo schlecht. Manchmal 2 Anfälle die Woche in der Schule, manchmal 3 Wochen gar keinen......also würde da auch keine Krankenschwester finanziert werden.
Obwohl es schon so ist das sie sich schon mehrmals derbe verletzt hat bei einem Anfall, weil sie keiner aufgefangen hat und sie mit dem Gesicht auf eine Ecke oder so geknallt ist.

Noch jemand Tips?
Elfriede B 22.12.2012, 09:07#2
AW: Finanzierung Schulbegleitung?

Hallo
Du stellst beim zuständigem Kreissozialamt einen formlosen Antrag
auf Integrationshelferin. Dafür brauchst du noch nicht mal deinen Verdienst
offenlegen. Dem formlosen Antrag legst du Unterlagen über die Behinderung
und ein Schreiben der Schule bei aus dem herforgeht wo dein Kind Hilfestellungen
benötigt.Sende den Antrag als Einwurfeinschreiben denn dann gilt es als
zugestellt. Auf grund lerer Kassen werden die erst mal versuchen den Antrag
abzuschmettern.Wenn du ernergisch bleibst müssen sie dem Antrag statgeben.
Wichtig ist den Bescheid der neuen Schule Beizufügen, denn dann können
die nicht mehr nein sagen.
MFG
Hans Gerd
chripri 28.12.2012, 21:10#3
AW: Finanzierung Schulbegleitung?

Liebe Sylke,

warum lässt Du überhaupt die ganze Verantwortung auf Dich schieben?? Sobald Du Deinen ersten Wohnsitz umgemeldet hast, ist die Schulbehörde zuständig und als Mutter würde ich denen die Verantwortung übertragen, alle Probleme zu lösen bis hin zur kostenfreien (!) Schulwegbeförderung, auch bei Unterrichtszeitverkürzung muss Dein Kind mit einem Taxi nach Hause gebracht werden und nicht Du sie selbst holen! Das mit der staatlichen Schule würde ich mir ernsthaft überlegen, da es da keine Probleme mit der Genehmigung des Schulbegleiters gibt: Dein Kind braucht wegen der Krämpfe auf jeden Fall einen Vollzeitschulbegleiter, entsprechendes ärztliches Attest an den Träger der Eingliederungshilfe dem Antrag beifügen! In der Förderschule hätte Dein Kind eigentlich auch Anspruch auf Vollzeitschulbegleitung, aber da können sich die Behörden leichter herausreden, indem sie auf ohnehin anwesende Pflegekräfte verweisen...

Christine Primbs