Hallo Elfi,
wenn ein Gymnasium, aufgrund ihrer Leistung LBschulpflichtige Kinder mit durchzieht, und nicht an passendere Schulen verweist, mag das das "Samariterum" des Gymnasiums belegen. Ob es den Kindern damit tatsächlich hilft, ist eine ganz andere Geschichte. Ich kann mir gut vorstellen, das Schüler so eines Gymnasium es hinterher schwerer haben, als einfache Hauptschüler, weil sich um Umfeld langsam rumspricht, das der Schulabschluß an dem Gymnasium nicht hält was er verspricht.
So gesehen macht es wenig sinn, so ein Geschehen dazu zu nutzen, andere Schulen daran zu hindern, Leistungsschgwache Schüler nicht mit durchzuziehen, und nicht an ( ihrer Meinung nach ) passendere Schulen zu verweisen. Sicher gibt es immer wieder Fälle, in denen Kinder aufgrund ihres sozialen Umfeldes, oder ihrer nicht den Vorstellungen der Schule entsprechenden Leistungen, von "nobleren Schulen" abgeschoben werden. Das ist sicher nicht schön. Nur sollte man bedenken, das es um das wohl der Kindes, und nicht um irgendwelche Idealvorstellungen geht.
Es gibt Schulen, die leistungsschwache Schüler zwar nicht abschieben, ihnen das Leben durch sich häufende "Nettigkeiten" aber so schwer machen, das sie "ganz von selber " gehen. Wenn nun eine Schule offen sagt, das sie einen Schüler nicht mehr möchte, und man nach "Hintertüren" sucht um einen Schulwechsel zu verhindern, wird sich die Schule wohlmöglich anderer Möglichkeiten besinnen, um unliebsame Schüler los zu werden. Das wird dann sicher noch unschöner, als solche Maßnahmen es ohnehin schon sind.
Da hilft im Grunde nur, sich an den officiellen Weg zu halten, und Therapeuten und Ärzte die das Kind kennen, eine Beurteilung zum, von der Schule angestrebeten Schulwechsel schreiben zu lassen. Aber selbst wenn alle außerschulischen Stellen, ein bleiben des Kindes an der Schule befürworten, kann es zu einer großen Zumutung für das Kind werden, es gegen den Willen der Lehrer an der Schule zu lassen. Oft ist es besser seinem Kind in Ruhe eine andere Schule zu suchen, als sich mit "sehr merkwürdig veranlagten Gestalten" zu lange aufzuhalten.

Helmut