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Eine Schule für Alle

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    Eine Schule für Alle

    Hallo zusammen,

    Diese Internetseite wird vom Elternverein "mittendrin e.V." aus Köln betrieben. Wir wollen, dass unsere Kinder - ob mit oder ohne Behinderung - zusammen zur Schule gehen können. Wir meinen: Wer als Erwachsener integriert leben will, sollte das als Kind schon lernen dürfen. [...]
    Quelle: Eine Schule für Alle

    #2
    Eine überlebbare Schule für alle

    Die tatsächliche SCHULE, in der wir alles im Leben lernen, ist ja IN UNS DRIN. Jeder Mensch hat diese SCHULE mit allem, was dazu gehört: mit allen Potentialen, mit allen Talenten, mit allen Kräften, mit allen Begabungen, mit allen Fähigkeiten. Da sie lebensig ist, entwickelt sie sich auch und wächst - es sei denn, man stört sie und ihre Kräfte dabei und macht es ihnen schwer, indem man den natürlichen LERNprozess pervertiert, wie das allzuofft in unseren Du-musst-Schulen geschieht.
    Statt zu erkennen, dass LEBEN stets über alle Schablonen hinauswachsen will, konstruieren wir immer noch perfektere Schablonen, denen sich alle einfügen und unterwerfen sollen. Und das Unglückliche dabei ist: Wir meinen es GUT in unserer Kurzsichtigkeit. So konditionieren wir Güte an Kurzsichtigkeit. Wie schade!
    SCHOLAE kommt von griech. ECHEIN = HABEN. Wenn die alten Griechen so im Stress waren, dass sie "nicht mehr alle (fünf Sinne beisammen) hatten", gönnten sie sich SCHOLAE: Loslassen, Innehalten, Zu-sich-kommen, Sich-er-holen, Wieder-mit-sich-EINS-WERDEN. SCHOLAE - als sie noch half - war das gerade Gegenteil von dem, was wir heute daraus gemacht haben. Und wir suchen gar keinen AUSGLEICH, wir forcieren immer nur noch mehr dasd Prinzip der STEIGERUNG. Das ist nicht mein Weg als Ich-kann-Schule-Lehrer.
    Ich sehe, dass man in unsere "Schulen" gehen MUSS und sie schwänzen KANN. Man lern gar nicht schreiben dort sondern schreibenMÜSSEN; das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht und wir sind blind dafür. Wir entwickeln dort nicht unser Können, im Gegenteil: wir trainieren, das, was wir MÜSSEN, immer besser zu machen. So wird man kein Könner sondern ein SUPERMÜSSER. Und natürlich erschöpft dieser extrem einseitige Umgang die Resourcen: Die BEWUSSTEN Kräfte sind begrenzt und immer wieder erschöpft und vom Umgang mit unseren unbegrenzten UNBEWUSSTEN Kräften wissen wir nichts.
    Selbst wenn wir mit- und voneinander lernen und nicht gegeneinander, kommen selten nur konkrete Beispiele für Problemlösung vor. Wir werden immer aufgrund papierener Vorgaben zu Verhalten gedrängt, das die Vorgeber selbst noch nicht verifiziert haben. Wenn DAS die Schule für alle bleiben soll, dann: nein, danke!
    Als Schule für alle stelle ich mir etwas wie die neue Ich-kann-Schule vor: Im Mittelpunkt stehen die Talente, besonders die, die in der Du-musst-Schule geringgeschätzt, an den Rand gedrängt, missachtet und nicht selten misshandelt werden. Die Talente werden nicht beim Lernen gequält, denn sonst speichert das Gedächtnis die QUAL und wir müssen ihr bei jeder Erinnerung wieder begegnen. Die Talente werden geachtet, gestärkt, geschätzt, wir interessieren uns lebhaft für ihre gute Entwicklung und stellen uns eindeutig auf deren Seite und nicht auf die Seite der Defekte, Schwächen und Mängel. Wir werden die besten FREUNDE ALLER TALENTE; das ist die Basis dafür, dass unsere Talente alles für uns tun können, und genau dafür sind sie ja schließlich da.
    In meiner Schule für alle, ist bekannt, dass LERNEN und LEHREN von germ. LAISTI = FÄHRTE kommt. Wer lernt, verfolgt interessante FÄHRTEN des Lebens und samelt dabei ErFAHRungen. Wenn ihn das so fasziniert, dass sich andere dafür interessieren und ihm von sich aus folgen wollen, dann ist man LEHRER im Sinn des Wortes geworden. Man lernt und lehrt immer zusammen und kommt so auf seinem Lebensweg voran. Selbstverständlich gehört zum Lernen immer alles und nicht bloß das kleine 1x1. Wenn wir einen natürlichen Lebensprozess sezieren und in seine Einzelteile zerlegen, ist er tot und die Teile auch. Und das bleibt so, auch wenn wir sie noch so perfekt wieder künstlich zusammenfügen. Wir sollten langsam einmal realisieren, dass unsere konstruierte Pädagogik TOT ist, wenn die Schule für alle nicht immer lebensgefährlicher werden soll. Und es wäre sicher hilfreich, wenn wir langsam erkennen, dass LEBEN LERNEN unsere vordringlichste Aufgabe ist. Ich grüße freundlich.
    Franz Josef Neffe

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