mein sohn besucht die lernbehindertenschule und nach mehreren tests stellte sich herraus das er einen iq eines geistig behinderten hat . mein sohn ist 12 jahre alt . er soll jetzt auf eine geistig behindertenschule. ich habe sie mir angesehen und bin der meinung das mein sohn dort unterfordert wird. wer hat ähnliches erlebt oder kann mir sagen wo ich hilfe bekomme zum bsp. einen selbsthilfeverein oder ähnliches?
hallo ela,
wahrscheinlich gebe ich dir nicht die antwort, die du haben willst. auch mein sohn ist geistig behindert. mit einem iq knapp unter 70. damit ist er ein "kandidat" für die geistig behinderten schule. ich habe mich drei jahre lang gegen diese schulform gewehrt. habe meinen sohn in eine integrative grundschulklasse einschulen lassen. jetzt nach drei jahren ist er auf mein anliegen hin umgeschult worden auf die geistig behinderten schule. mein sohn ist glücklich!!!!!!!! er geht gern zur schule. er lernt dort sachen, die er dringend für sein weiteres leben benötigt. in der grundschule war er ständig bis an seine grenze hin gefordert. er hat sich mühe gegeben und hat alles gegeben und war doch immer der schlechteste in der klasse. für uns war die entscheidung doch hin zur geistig behinderten schule genau die richtige. ich glaube nicht, dass kinder mit einem handycap dort unterfordert sind. der unterrichtsstoff ist so abwechslungsreich, dass dort jede und jeder etwas lernen kann. man darf halt nicht den schwerpunkt ausschließlich auf die kulturfächer lesen, schreiben und rechnen legen.
gruß
ute
Hallo Ela,
meine Tochter besucht auch die GB Schule. Ich bin jetzt im 2 Schuljahr zufrieden. Die Kinder in der Klasse meiner Tochter werden nach ihren Fähigkeiten in Gruppen aufgeteilt. Z. B. beim Rechnen gibt es 4 Gruppen: 1 Gruppe zählen bis 10, 2 Gruppe zählen bis 5, 3 Gruppe Mengenverständnis überhaupt und 4 Gruppe ein blinder Junge, der ganz was anderes macht. Genauso ist es beim Lesen. Es gibt Kinder, die lesen können, oder nur Buchstaben erkennen, oder nur Bilder lesen. Wenn nötig, wie z.B. bei meiner Tochter, sitzt die Lehrerin mit ihr alleine, weil sie von den anderen Kindern immer abgelenkt ist und da gar nicht mitarbeitet.
Alles hängt von den Lehrern ab, nur Gespräche helfen, den besten Weg für das Kind zu finden.
Grüße
Gabi
hallo ela,
wie immer du dich auch entscheidest, die tatsächlichen förder-möglichkeiten deines sohnes an der jeweiligen schule stehen m.e. im vordergrund. leider werden an den l-schulen die kog-
nitiven fähigkeiten einseitig gefördert, die motorischen und
lebenspraktischen bleiben weitgehend unberücksichtigt. aber
eben diese braucht er zur späteren lebensbewältigung - vor allem auch im beruf.
vielleicht suchts du eine beratungsstelle für erziehungs- und
lebensfragen auf - sie gibt es u.a. auch bei den landratsämtern oder freien trägern in jeder größeren stadt.
hm also ich bin noch ziemlich unbedarft in allem
aber kann ich mal fragen wenn einer mit nem IQ von 70 schon als geistig behindert gilt wie ist das dann mit nem iQ von 52??
mein sohn geht in die förderschule , allerdings weiss ich erst seit ein paar wochen das mein pflegesohn geistig behindert ist er galt ständig als lernbehindert.
oder stellt man den IQ nach alter, menno leute sorry aber da ich eh wegen all dem verwirrt bin stell ich wohl auch doofe fragen
gruss
ines
Hallo Itsy,
der IQ ist nur ein grober Wert und eine Empfehlung für die eine oder andere Schulform darf sich nicht allein darauf stützen.
Ein IQ zwischen 85 und 115 gilt als normal, 70 bis 85 als unterdurchschnittlich und unter 70 wird meist geistige Behinderung diagnostiziert.
Jeder Test hat Altersnormen, sodass der gleichen Leistung im Test je nach Alter unterschiedliche IQ-Werte zugeordnet werden. Einen IQ von 52 zu diagnostizieren ist meines Erachtens nicht sinnvoll. Zum einen reichen die Normen der Tests i.d.R. nur bis 55 und es fragt sich außerdem, ob das Konzept "IQ" in diesem Bereich überhaupt gilt und ob der Leistungs- und Entwicklungsstand in diesem Fall nicht anders erfasst werden müsste.
Ciao,
Wolfgang