Hallo Christine!
verstehst du diesen kauderwelsch???

Naja, dann will ich mich mal an diesen gordischen Knoten heranwagen.
Retardierung der sensomotorischen wie auch insbesondere der mentalen entwicklung bei periventrikulärer leukomalazie/myelinisierungsstörung?
Die Diagnose heißt übersetzt: Dein Sohn hat eine Entwicklungsverzögerung im Bereich Wahrnehmung, Motorik und geistige Entwicklung. Der reduzierte Schädelumfang ist vermutlich nicht auf eine Reduktion der Gehirnzellen zurückzuführen, sondern steht in Zusammenhang mit einer verkleinerten weißen Substanz im Gehirn (weniger Verbindungen zwischen den Nervenzellen, weniger Isolierungen um die Axone).
Die Sache mit den Perzentilen sagt lediglich aus, dass der Kopf Deines Kindes kleiner ist als der durchschnittliche Kopf eines Kindes in diesem Alter.
das umgebene periventikuläre marklager erscheint auffallend schmächtig jedoch ohne abnorme signalgebung. (was heißt das?)
Im Gehirn gibt es 2 größere Kammern mit Gehirnflüssigkeit. Die Größe dieser Kammern ist bei Deinem Kind normal, hingegen scheint das weiße Gewebe darum herum verkleinert zu sein. Die Signale des Kernspin zeigen einen normalen Stoffwechsel im Gehirn an, und erbrachten auch sonst keine Auffälligkeiten (wie beispielsweise Tumore, abgestorbenes Gewebe ...).
volumenminderung der periventikulären weissen substanz und des dorsalen balkenabschnitts- differenzdiagnostisch zu erörtern wären eine intrauterin abgelaufene periventikuläre leukomalazie oder eine myelinisierungsstörung anderer genese.
Wie gesagt, die weiße Substanz ist etwas kleiner. Außerdem ist der Balken (Verbindung der beiden Hirnhälften) im hinteren Teil schwächer ausgeprägt. Dort verlaufen die Verbindungen zwischen den Schläfenlappen, die beispielsweise für Sprache, Gehör und Gedächtnis zuständig sind. Dieser Befund ist möglicherweise bereits während der Schwangerschaft entstanden, unter Umständen aber auch später.
Ich denke nicht, dass es eine Möglichkeit gibt, medizinisch (chirurgischer Eingriff oder Medikamente) etwas zu machen, aber mit der Förderung, die bereits eingeleitet wurde bist Du und Dein Sohn bereits auf dem richtigen Weg.
Es ist nämlich nicht nur so, dass Veränderungen an der Hirnsubstanz zu Veränderungen in Fähigkeiten führen, sondern Übung, Training und Lernen führt dazu, dass sich neue Hirnstrukturen herausbilden. Auf diese Weise wird vielleicht die Bildung von zusätzlicher weißer Substanz angeregt.
Ciao,
Wolfgang