AW: Laktoseintoleranz
Hallo Charlie2012,
erst einmal herzlich Willkommen hier bei INTAKT und einen guten Austausch und hilfreiche Informationen wünsche ich dir.
Auch kann es sehr hilfreich und *ent-spannend* sein, wenn man sich seine Sorgen und Ängste von der Seele schreiben kann und sich von anderen verstanden fühlt.
Schön das du selber noch einmal die Problematik genauer erläuterst.
Es handelt sich also doch wie ich anhand der Symptomatik vermutete um eine Milcheiweissallergie.
Die letzte Zeit mit der ganzen Diagnostik und der anhaltenden Sorge um euer Baby war sicher sehr anstrengend und nervenaufreibend. Wollen die Ärzte denn nun garnicht mehr genauer schauen, ob nur Kuhmilcheiweiss oder auch andere Milcharten allergisch wirken bei eurem Kind oder lediglich abwarten, dass sich der Zustand zunächst stabilisiert und es Gewicht aufholt?
Wir haben einen Fall in der Familie wo auch eine Allergie auf Kuhmilch vorlag, Ziegenmilch jedoch problemlos vertragen wurde. Glücklicherweise züchtete unsere Oma damals noch Ziegen und konnte sowohl selber aushelfen mit Milch als auch mit Kontakten zu anderen Züchtern aus der Gegend der Verwandten. Mittlerweile ist aus dem Baby von einst ein grosser, gesunder junger Mann geworden.
Ich kenne Geruch und auch Geschmack von antiallergener Milchnahrung aus eigener Erfahrung und Selbstversuch. Auch ich empfinde sie als bitter und nicht sehr angenehm im Geruch und Geschmack. Das kommt dadurch, dass die Eiweisse hoch aufgeschlossen werden, also quasi soweit "zerkleinert" und verändert, dass sie vom Körper nicht mehr als gefährliches Fremdeiweiss klassifiziert werden (auch der typische Geschmack von H-Milch kommt davon, dass die Eiweisse der Milch dort durch Hitze denaturiert werden). Die meisten Babies trinken sie trotzdem gerne, vor allem , wenn sie noch keinen Vergleich zu anderer Milchnahrung hatten.
Dein Kind kennt allerdings schon die viel angenehmere Muttermilch, da kann ich schon verstehen, dass es den Unterschied merkt und protestiert.
Muttermilch wäre sowieso eine gute Alternative, wenn du nicht schon vollkommen abgestillt hast (aber selbst dann könnte man versuchen, den Milchfluss wieder anzuregen und abpumpen). Kompetente Ansprechpartnerinnen und Stillberaterinnen findet man unter Hebammen oder auch über die La-Leche-Liga (
http://www.lalecheliga.de/ ).
Mit abgepumpter Muttermilch kann man auch Breie anrühren oder Milchnahrung selber herstellen mit Getreideflocken und Sahne/hochwertigen Ölen , wenn eine Kalorienanreicherung nötig ist für das Kind. Aber wie schon erwähnt immer in Abstimmung mit Ärzten/Hebammen.
Wenn sich euer Kleiner nun vom Fieber und den anderen krankhaften Symptomen erholt hat wird er sicher auch nachholen wozu er bisher keine Kraft und Möglichkeit hatte von der Entwicklung her. Ihr seid ja sicher regelmässig in Kontrolle, so das man sicher bemerken würde wenn dem nicht so wäre und er zusätzliche Unterstützung bräuchte.
Liebe Grüße,
amai