Hallo zusammen,
meine Tochter hatte eine schlechte Zeit, aber im Moment geht es ihr wieder ganz gut. Die Blutwerte sind grenzwertig, was aber mit ihrer kompletten Konstitution zusammenhängt. Unser Hausarzt sagt, dass das so in Ordnung ist und vermutet bei den Schmerzattacken Darmkoliken, die sich mit
„Durchbruchschmerzen“ äußern. Diese Schmerzattacken waren schon so schlimm, dass sie sich eine Jeans zerrissen hat....
Im nächsten Jahr haben wir eine gründliche Diagnostik angedacht, damit evtl. körperliche Ursachen abgeklärt oder ausgeschlossen werden können.
Gegen die Schmerzen hat der Arzt mir ein krampflösendes Mittel (Buscopan) zum Spritzen mitgegeben. Sollte das nicht ausreichend helfen, müssen wir auf Opiate umsteigen. Gefällt mir gar nicht – aber wenn es wirklich sein muss, dann muss es halt sein.
In den letzten Tagen sind die Schmerzattacken zum Glück ausgeblieben, aber irgendwie ist das trotzdem nicht beruhigend....
Hat jemand von Euch damit Erfahrung?
AW: Schmerzattacken
Hallo Zippe,
nimmt sie regelmäßig Medikamente? (weil die Blutwerte so schlecht sind)
Bei meiner Tochter war dies auch mal der Fall und dann haben wir das Medikament abgesetzt, es handelte sich damals um ein Neuroleptikum und wurde durch ein homöopathisches Mittel ausgetauscht.
viele Grüße Micha
AW: Schmerzattacken
Hallo Micha,
der Nierenwert ist leicht unterhalb des Grenzwertes, weil sie so wenig Muskelnmasse hat. Der HB-Wert ist im unteren Bereich; das versuche ich jetzt mal durch Homöpathie zu ändern. Da muss ich mich allerdings noch "schlau machen". Eisenpräparate verträgt die Verdauung meiner Tochter nicht.
Ansonsten sind die Blutwerte ok.
AW: Schmerzattacken
Hallo Zippe,
ich bin ja nun kein Arzt. Deswegen kann ich aus deiner Antwort nicht ersehen, was der Grund für das schlechte Blutbild ist und weswegen die Schmerzen immer schlimmer werden.
Wenn sie kein Eisen verträgt, hat sie dann eine Eisenverwertungsstörung? Sammlt sich zu viel Eisen in der Leber an? Oder bekommt sie nach Einnahme Verstopfung?
Aus meiner neueste Erkenntnis heraus, sind Schmerzen durch (Psycho-)Traumata verursacht. Der Schock davon nistet sich im Körper ein, je nach Schwachstelle einer Persönlichkeit an unterschiedlichen Stellen im Körper. So wie ich dich verstehe, ist das Blasen-Nieren-System betroffen, was sich auf die Verdauung auswirkt (und auf´s Blutbild mittlerweile schon).
Es wäre durchaus möglich, dass deine Tochter ein Übermaß an Säure im Körper hat. Dagegen können die Schüssler-Salze Nr. 5 Kalium phosphoricum und Nr. 9 Natrium phosphoricum helfen diese zu reduzieren, was dann auch die Schmerzen senkt. Genauso gut können auch andere Mittel angebracht sein. Über ein Forum dies zu sagen, ist schwer.
Viele Grüße Micha
AW: Schmerzattacken
Hallo Micha,
danke für Deine Antworten

Meine Tochter trinkt sehr wenig (500 - 750 ml/Tag) und hat dadurch schon Verdauungsprobleme (Verstopfung), die durch die "normalen" Eisenpräparate noch verstärkt werden.
Im Moment vermuten wir als Ursache entweder die Blase (Blasensteine konnten im Ultraschall nicht gesehen werden) oder die Verdauung (Probleme durch die Kombination von Luftschlucken und Verstopfung).
Es ist wirklich zum Durch-die-Wände-gehen, wenn ein Mensch sich gar nicht (nicht mal durch Gesten) äußern kann.
AW: Schmerzattacken
Hallo zippe,
Es ist wirklich zum Durch-die-Wände-gehen, wenn ein Mensch sich gar nicht (nicht mal durch Gesten) äußern kann.
das kenne ich und manchmal bin ich mehr als ratlos, das macht mich dann wütend. Ich fühle mich dann so hilflos und alleine (gelassen?).
Ich weiß nur, wenn das blutbild sich verändert, sehe ich darin Alarmstufe rot. Ohne meine naturheilkundlichen Interessen, wer weiß, was jetzt mit meiner Tochter wäre???
Verträgt deine Tochter Schüssler Salze? Dort gibt es auch Eisen, die Nr. 3 - Ferrum phosphoricum.
Stichpunkt: Darmkoliken,
Hier könnten auch sog. Leberkräuter hilfreich sein: das ist Mariendistel, Löwenzahn, oder das Mittel Lycopodium (ein homöopathisches Mittel).
So ein "Herumstochern" ist es bei meiner Tochter auch immer. ein passendes Mittel zu finden.
Viele Grüße Micha
AW: Schmerzattacken
Hallo Zippe,
wie siehts mit Gallensteine und/oder einem Magengeschwür aus? Gab es da schon mal Probleme? Würde vielleicht auch den niedrigen HB-Wert erklären?
LG
Myriam
AW: Schmerzattacken
Hallo Zippe,
ich möchte mich Myriam anschliessen und dir raten, bei den Ärzten sehr gründliche Untersuchungen einzufordern. Gerade weil deine Tochter nicht äussern kann wo ihr etwas weh tut.
Ausser den von Myriam genannten Gallensteinen oder Magengeschwüren wären (gerade bei der geringen Trinkmenge) auch Nieren- und Blasensteine denkbar, die ja mit sehr schlimmen Schmerzen einhergehen.
Isst deine Tochter denn gerne? Dann würde ich versuchen möglichst viel Flüssigkeit auch über die Nahrung zuzuführen (Obst und Obstbreie, Gurke, Melonen,Suppen, Götterspeise, Pudding , Joghurt). Das sollte sich auch positiv auf die Verdauung auswirken.
Ich wünsche euch bzw. deiner Tochter, dass ihr schnell herausbekommt wodurch diese Schmerzen verursacht werden und das die Ursache schnell behandelt werden kann.
Gute Besserung und liebe Grüße,
amai
AW: Schmerzattacken
Hallo zusammen,
bei den bisherigen Untersuchungen mit Ultraschall konnten weder Nieren- noch Blasensteine festgestellt werden. Aber der Hausarzt (mit dem ich übrigens sehr gut klarkomme) meinte auch, dass diese Untersuchung evtl. vorhandene Steine (oder Gries) nicht völlig ausschließen kann.
Saftiges Obst mag meine Tochter sehr gerne, und das "nutze" ich auch gnadenlos aus

Die Attacken sind glücklicherweise seit mehr als einer Woche ausgeblieben, also warte ich bis zur 2. Januarwoche, wenn der Hausarzt wieder da ist und suche gleichzeitig nach weiteren Infos. "Herumstochern", wie Micha es so treffend genannt hat.
AW: Schmerzattacken
Hallo Zippe,
ich kann da eigene Erfahrungen beisteuern. Im Ultraschall hatte ich keinerlei Gallensteine, beim Röntgen mit Kontrastmittel war die Gallenblase voll mit sieben Steinen die jeder so gross waren wie dicke Knupperkirschen.
Deswegen ja mein Rat *gründlich* zu untersuchen

.
Schön, dass akut keine Schmerzen bestehen. Was mir noch einfällt: aus Fruchtsaft kann man selber lecker Eis(Sorbet) machen, vielleicht noch eine Idee deine Tochter zum "trinken" zu verführen.
LG, amai
AW: Schmerzattacken
Hallo Myriam,
Magengeschwür.... sollte ich auch in die "Auswahl" nehmen, denn jahrelanger Medikamentenkonsum (Valproinsäure) ist ja auch nicht ohne. Wechseln würde ich aber ungerne, da sie mit einer recht niedrigen Dosis nahezu anfallsfrei ist.
Amai, dass das mit den Gallensteinen sooo extem sein könnte, hätte ich nicht gedacht.
Danke an alle für Eure Hinweise!

AW: Schmerzattacken
Hallo zippe,
bei unserer ( nichtbehinderten) Tochter wurde nach langer Zeit schmerzhaftester Darmkoliken als Ursache eine Nahrungsmittelintoleranz ( Weizen, Roggen, verschiedene Obstsorten....... sowie Lactoseintoleranz) festgestellt. Seit sie diese Nahrungsmittel meidet, ist sie völlig beschwerdefrei.
Bei unserem behinderten Sohn kommt es nach jahrelangem Valproinsäurekonsum gelegentlich zu leichten Magenbeschwerde oder Übelkeit. Über solche extremen Darmkoliken, wie sie unsere Tochter hatte, hat er nie geklagt. Bitte lass auch auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten testen.
LG
susemichel
AW: Schmerzattacken
Hallo,
wenn beim Verdauungsvorgang die Magensäure (bzw. Gallensäure) erst nach dem Verlassen des Speisebrei´s ausgeschüttet wird, kommt es irgendwann zu Magenreizungen und Magengeschwüren. Hier helfen sog. Leber-Galle-Kräuter.
lg Micha
AW: Schmerzattacken
Meine Mutter hatte mal gleiches Problem! Bei ihr lag es aber tatsächlich an Darmkoliken! Der Arzt hatte ihr anfangs auch Buscopan gespritzt was ihr allerdings auch geholfen hat! Ab und an hat sie noch mit den Beschwerden zu kämpfen! Sie bestellt sich immer über
www.deutscheinternetapotheke.de Buscopan Dragees! Bevor der Arzt mit Opiaten kommt würde ich definitiv weitere konservative Behandlungsmöglichkeiten austesten!
AW: Schmerzattacken
Hallo Captain,
wichtig ist , das bei Zippes Tochter erst einmal eine genaue Ursache und Diagnose gestellt wird. Erst danach kann man sich auf mögliche Therapien und Behandlungsmöglichkeiten konzentrieren.
Selbstmedikation sehe ich sehr kritisch, besonders wenn es um Analgetika geht, da es hier oft zu gravierenden und auch nicht reversiblen Nebenwirkungen kommen kann. Bestehende zusätzliche Grunderkrankungen und Behinderungen sind zusätzlich zu berücksichtigen bei möglichen Therapien. Das sollte man dann doch lieber dem Arzt überlassen.
Und wo man die verschriebenen Medikamente bezieht ob lokal oder übers Internet ist eher nebensächlich finde ich, wobei bei Onlineapotheken immer darauf geachtet werden sollte, ob diese eine offizielle Zulassung hat und somit im Versandapothekenregister des DIMDI aufgeführt ist. Da gibt es viele empfehlenswerte. Zu beachten ist ja auch immer die Zeit die die Abwicklung braucht und die oft anfallenden Versandkosten.
LG, amai
AW: Schmerzattacken
Hallo miteinander,
Buscopan als Tabletten hält unser Hausarzt für nicht sinnvoll, da bei diesen Attacken eine
sofortige Wirkung erfolgen muss. Die ist mit Tabletten aber nicht erreichbar.
Meine Tochter bekommt nach Rücksprache mit dem Hausarzt - vorerst regelmäßig - den Wirkstoff
Macrogol in niedriger Dosierung, um die Verdauung zu unterstützen.
Das hat ziemlich schnell eine so positive Veränderung gebracht, dass wir - ebenfalls vorerst - auf eine weitere Diagnostik verzichten wollen.
Sollten noch mal Anzeichen von Schmerzen auftauchen, dann werden wir sofort tätig. Aber ich hoffe....
AW: Schmerzattacken
Hallo Zippe,
wie verabreichst Du denn Macrogol? Muß das nicht in Flüssigkeit aufgelöst werden? Und das ist bei uns ein Problem, dass meine Tochter das auch trinkt.

AW: Schmerzattacken
Hallo Rosmarie,
das geht auch nur im morgendlichen Cappuccino

AW: Schmerzattacken
Hallo Zippe,
da hast Du aber Glück

. Bei uns wird bei jedem noch so kleinem Nebengeschmäckchen eines gewohnten Getränkes erst mal gestutzt, um dann das ganze mit lächelndem Gesicht langsam aus dem Mund rinnen zu lassen.

Es funktionieren nur mit Medis, die möglichst pur gegeben werden und möglichst schnell "zerfließen".
AW: Schmerzattacken
Hallo Rosmarie,
genau so kenne ich das auch, denn Trinken ist ihrer Meinung sowieso völlig überflüssig

Aber der Cappuccino wird mit zusätzlichem Schokogeschmack etwas aufgepeppt, dann passt das wieder

AW: Schmerzattacken
Auf meiner alten Wohngruppe haben viele meiner Schützlinge Movicol bekommen, ja, und die Problematik mit dem Trinken kenne ich auch.
Da Movicol nach Zitrone schmeckt, habe ich es immer in Früchtetee oder Fruchtsaft gegeben.
Wenn `s mit dem Trinken gar nicht klappt, hab ich entweder Wackelpudding gegeben (das besteht aus einem grossen Teil aus flüssigkeit) oder aber Trinken angedickt. Manchmal ist das Schlucken von angedickter Flüssigkeit leichter...
Ich drück euch die Daumen
Lg Heike
AW: Schmerzattacken
Hallo miteinander

,
meine Tochter trinkt schon, wenn es ihr schmeckt. Egal, wo ich ein Medikament reinmische, sie schmeckt es, presst die Lippen zusammen und verweigert jeden weiteren Schluck.

Habe ich ein Medikament einmal untergemischt, wird in der Folgezeit bei jedem Getränk erst mal mit den Augen nachgefragt, ob denn da schon wieder was drin ist.

Schwüre hab ich schon abgelegt, damit sie wieder Flüssigkeit zu sich nimmt.

AW: Schmerzattacken
Hallo Heike,
Movicol schmeckt nach Salz, dass ist ja auch drin, oder? Mein Sohn trinkt es, aber warum weiß ich nicht. Ich würde es nicht trinken wollen, ganz ehrlich.
@Rosmarie,
das kenne ich auch nur zu gut. Wir haben Jahre gebraucht, bis unser Kind überhaupt einigermaßen Trinkmenge zu sich genommen hat. Beim Essen ist es genauso. Da kann eine Mahlzeit ruckzuck zu einem tagesfüllenden Programm werden.
Mein Sohn riecht förmlich, ob da was untergemischt wurde und schon bleibt der Mund zu. Movicol findet aber momentan seine Zustimmung und das ist sehr hilfreich.
AW: Schmerzattacken
Hallo zusammen,
inzwischen bekommt unsere Große schon etwas länger als ein Jahr das Movicol. Die Schmerzattacken kamen in dieser Zeit nur noch 2x vor, was eine unglaubliche Erleichterung für uns alle war und ist.
Zwischendurch gab es zwar immer wieder Probleme, weil das Aroma auch durch den Cappuccino "durchkam" und unsere Tochter dann verweigerte. Vor ein paar Wochen habe ich entdeckt, dass es das Mittel auch ohne Aroma gibt. Seitdem ist die Einnahme des Pulvers gar kein Problem mehr

AW: Schmerzattacken
Beim Essen ist es genauso. Da kann eine Mahlzeit ruckzuck zu einem tagesfüllenden Programm werden.
