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Begriff: wertschätzende Zusammenarbeit

**Claudia** 29.05.2009, 16:18#1
Hallo Ihr Lieben,

ich zerbreche mir nun seit gestern den Kopf, was ich überhaupt unter "wertschätzender Zusammenarbeit" verstehe.
Für mich bin ich auf folgende Lösung gekommen:

"Wertschätzende Zusammenarbeit" bedeutet für mich, dass ich -wenn ich selbst Bedarf signalisiere- so unterstützt werde, dass ich mein Selbstvertrauen in meine eigene Erziehungskompetenz weiter festigen und auch weiter entwickeln kann.

"Wertschätzende Zusammenarbeit" heisst für mich nicht: "Ach lassen Sie mal, wir Fachleute übernehmen das für Sie. Sie sind eh genug belastet!"
Zweiteres bedeutet für mich, dass ich abhängig gemacht werde.

Wertgeschätzt fühle ich mich dann, wenn ich in meiner Selbständigkeit im Hinblick auf die Erziehung meines behinderten Kindes gefördert und gefordert wäre.

Wie definiert Ihr das für Euch?
HHelmutS 29.05.2009, 19:55#2
AW: Begriff: wertschätzende Zusammenarbeit

Hallo Claidia,

das wird, wenn es nicht in "Ja sie machen das toll...aber.." Sätzen enden soll, wohl nur bei gegenseitiger Anerkennung der eigenen, und der Kompetenzen der anderen gehen. Eltern "schätzen" der Wert der Berater und die Berater den Wert der Leistung der Eltern... nur das es dabei oft gehörig hinkt.

Wie s/wollen z.B. Erzieher in stationären Einrichtung den Wert der Leistung der Eltern schätzen, und sie dadurch aufbauen, wenn doch offensichtlich ist, das die Kinder oft erst durch Fehlverhaltern der Eltern da rein müssen. Dat is eine große Gradwanderung zwischen Honig ums Dings tun, schön reden, und vera...schen.

:-) Helmut
**Claudia** 29.05.2009, 20:13#3
AW: Begriff: wertschätzende Zusammenarbeit

Hallo Helmut,

"....das machen Sie toll..." ist für mich definitiv Ver***;-).

Selbstvertrauen bei Eltern zu stärken heisst für mich:
gemeinsam erarbeiten, wo Sicherheit vorhanden ist - Unsicherheiten aufspüren und mit dem Ergebnis weiterarbeiten.

Ich arbeite seit vielen Jahren mit hochkompetenten Mitarbeitern unseres Jugendamtes zusammen (Beratung, Coaching, Supervision...), werde bestens beraten und auch angehört.

Wenn ich Unterstützung brauche, fordere ich sie ein - wenn es Besorgnisse seitens der Fachkräfte geht (eine gemeinsame Besorgnis war z.B. das Gewicht unserer Kleinen), treten wir darüber in Dialog und arbeiten Lösungswege aus.

Auf der anderen Seite unterstütze ich wiederum Menschen, sich Unterstützung zu holen, weil ich auf dem Gebiet in den letzten 12 Jahren viel Erfahrungen gesammelt habe und mir schon oft ein Brückenschlag gelungen ist zwischen Menschen, die Unterstützung brauchen und Beratern, die Unterstützung anbieten (Jugendamt, Familienberatungsstellen....).

Was mir am meisten Freude macht ist, wenn ich "Hilfe zur Selbsthilfe" anbieten kann (so wie ich das z.B. in der Asylbegleitung mache).


Vordergründig ist für mich die grösstmögliche Unabhängigkeit von Eltern, die sich in herausfordernden Situationen befinden.

Skeptisch werde ich, wenn man Eltern in eine "Hilflos"-Rolle drängt, um sie möglicherweise von sich abhängig zu machen - aus welchen Gründen auch immer.
Leider gibt es das auch.
miau 27.07.2009, 10:46#4
AW: Begriff: wertschätzende Zusammenarbeit

Hallo Claudia,

ein wichtiges Thema. Aus meiner sicht hapert es ganz schön an der Wertschätzung, vor allem den Eltern gegenüber.

Wertschätzung heißt für mich, dass ich die Maßnahmen der Betreuer anerkenne und schätze und dass diese meine Zusammenarbeit schätzen und auch meine Beobachtungen als wertvoll erachten. Wertschätzung gegenüber meinem behinderten Kind erkenne ich daran, dass es meiner Tochter gut geht und ihre Entwicklung heute gleich bleibt (früher vorwärts geht). Das heißt, wenn auf die Bedürfnisse meines Kindes individuell eingegangen wird und darum kein großes TamTam gemacht wird, dies also mit allen Kinder getan wird.

Ich fühle mich schlecht, wenn Betreuer alles (besser) wissen und auch keinen Wert auf meine Beobachtungen legen. Wenn sie sich an meinem Kind beweisen müssen, keine Berichte lesen und auch nicht an die Erfahrungen vorangegangener Betreuer anknüpfen.

LG Micha
**Claudia** 19.08.2009, 11:35#5
AW: Begriff: wertschätzende Zusammenarbeit

Hallo zusammen,

ich möchte das Thema gerne erweitern bzw. ergänzen.

Glaubt Ihr (rein theoretisch!), dass eine fundierte, wertschätzende Elternarbeit z.B. vorzeitige Heim- bzw. Fremdunterbringung von behinderten Kindern eindämmen kann?

Sprich: wenn man die Eltern vom Anfang des Bekanntwerden der Behinderung eines Kindes so unterstützt (Hilfe zur Selbsthilfe), dass sie genügend Selbstvertrauen in ihre eigenen Kräfte und Fähigkeiten entwickeln können?

Wie wirkt es auf Euch, wenn ein Behindertenverband (egal welcher!) die Ansicht vertritt: "Wir sind für die Kinder da, nicht für die Eltern."

Denkt Ihr, es genügt, nur die Kinder zu unterstützen oder hängt das Wohlergehen der Kinder auch davon ab, dass die Eltern selbst (selbständig, selbstbewusst, selbstsicher) mit der Situation umgehen können?

Über Euere Gedanken würde ich mich freuen.
miau 19.08.2009, 16:34#6
AW: Begriff: wertschätzende Zusammenarbeit

Hallo Claudia,

mir hätte es am Anfang sehr geholfen. Erst über Umwege habe ich gemerkt was in mir steckt, ebenso in meiner Tochter.
Wie wirkt es auf Euch, wenn ein Behindertenverband (egal welcher!) die Ansicht vertritt: "Wir sind für die Kinder da, nicht für die Eltern."

Ich weiß jetzt nicht, welcher Verband sowas sagt, aber dies wird wohl daran liegen, dass im allgemeinen unsere Kinder die Mitglieder sind und nicht wir als Eltern. Ich weiß jetzt auch nicht, wie es bei der LH ist. Beim VDK muss jedes Familienmitglied einzeln Mitglied werden. Dann erfährt derjenige auch die entsprechende Unterstützung. (wenn ich mal großzügig bin, denn mich haben sie damals auch im Stich gelassen).

Ich denke, dass hier die Mitglieder der Verbände, Lehrer oder Erzieher, halt alle Betreuer, Wertschätzung entgegengebracht werden sollte, und nicht nur von den Eltern, auch von der Schulleitung o.a.

Wieso fragst du?

lg Micha
**Claudia** 19.08.2009, 17:12#7
AW: Begriff: wertschätzende Zusammenarbeit

Hallo Micha,

ich habe in der nächsten Zeit einige Gespräche mit div. Fachstellen im Bezug auf dieses Thema, deswegen frage ich nochmal nach.
Inge 19.08.2009, 17:50#8
AW: Begriff: wertschätzende Zusammenarbeit

Hallo zusammen,
hallo Claudia,

ganz am Anfang - als Annikas Behinderung im Alter von 10-12 Monaten "zum Vorschein kam" - fehlten mir Unterstützung und Verständnis, wobei da eine Behinderung noch gar nicht vermutet wurde.
Im größten Chaos hatte ich aber dann das Glück und durfte eine gute Unterstützung zuerst durch die Frühförderstelle und dann durch die LH erfahren. Und das hat mir in diesem Moment wirklich sehr viel Kraft und Selbstbewusstsein gegeben.
Als ich vor etlichen Jahren mal wieder über meine Grenzen hinweg belastet war, gab es auch sehr viel Rückhalt in der Schule, der LH und durch Gespräche mit anderen Eltern.
Ohne diese Unterstützung, die ich als Mutter erfahren habe, wäre ich vermutlich untergegangen.
Die Unterstützung von Seiten der Ämter bestand darin, meine Widerständskräfte und meinen Widerspruchsgeist zu stärken. :rock:
amai 19.08.2009, 17:53#9
AW: Begriff: wertschätzende Zusammenarbeit

Hallo,
es mag je nach Regionalverband unterschiedlich sein, aber ich bin bei unserem VDK Mitglied geworden und habe für mein noch minderjähriges Kind Unterstützung bekommen, ohne für ihn eine extra Mitgliedschaft abschliessen zu müssen.
Und bei der Lebenshilfe sind wir Eltern für einen Mitgliedsbeitrag beide Mitglied.

Ich persönlich finde es unmöglich, das Wohl des Kindes von seiner Familie/Eltern zu trennen, zumindest nicht, wenn man es nicht aus dieser herausnimmt.Sicher kann und sollte man auch getrennte und unterschiedliche Angebote machen, die Unterstützung der Eltern/Familie gehört für mich zu einer sinnvollen und zielführenden Arbeit zwingend dazu.
LG, amai
miau 19.08.2009, 17:57#10
AW: Begriff: wertschätzende Zusammenarbeit

Hallo Inge,

meine Tochter hat am Anfang auch Frühförderung und Krankengymnastik erhalten. Ich wusste nie für was das gut sein sollte. Denn spielen konnte ich auch mit meinem Kind und was anderes wurde nicht gemacht.
Die Unterstützung von Seiten der Ämter bestand darin, meine Widerständskräfte und meinen Widerspruchsgeist zu stärken.

worin bestand die unterstützung? Welche Ämter meinst du?

LG Micha
**Claudia** 19.08.2009, 18:00#11
AW: Begriff: wertschätzende Zusammenarbeit

....ich bin zwar gerade "auf dem Sprung", aber mir fällt noch etwas ganz Wichtiges dazu ein:

Was hat die Kraft zur Entwicklung des Selbstvertrauens bei Euch aktiviert?


Zur Veranschaulichung ein Beispiel, wie z.B. bei unserer Beratungsstelle am JA gearbeitet wird:
es werden die Stärken der zu beratenden Personen gesucht und sie werden "in ihren Stärken gestärkt".
Wenn die ratsuchende Person dann merkt, wo ihr Potenzial liegt, kann sie lernen auch bei gefühlten "Schwächen" zu erkennen, dass jeder Mensch "Schwächen" hat - der Selbstwert wird unterstützt, eine "Schwäche" zu haben wird nicht abgewertet, denn man kann an eigenen gefühlten Defiziten auch jede Menge Potenzial erkennen.

(So erlebte ich das bisher auch, wenn ich mal eine Supervision gebraucht habe, wenn ich mir in der einen oder anderen Angelegenheit unsicher war oder in einer herausfordernden Entscheidungsfindung war).



Wie war/ist das Bei Euch? Wo ist/war der Ansatz beim "Aktivieren der eigenen Kraft"?
miau 19.08.2009, 18:09#12
AW: Begriff: wertschätzende Zusammenarbeit

das kann ich dir ganz einfach schreiben:

als meine Tochter im Heim war, sie war fünf Jahre dort, hat sich in mir etwas verändert. Den letzten Ausschlag gab dann meine erste Familienaufstellung. Obwohl schon vorher klar war, dass meine jüngste Tochter alles Hebel in Bewegung gesetzt hatte, dass sie auch in ein Heim kommt. sie wollte mit Hilfe der Caritas in ein Heim für schwererziehbare Kinder. Da wachte ich auf.

Warum kam sie in ein Heim? Weil meine gesamte Umgebung mir nahe legte, dass meine Tochter dort bestens aufgehoben und bestens versorgt ist. Und auch bestens gefördert würde. - Alles Lüge. Ihnen ging es einzig um ihr Ansehen und Wohl, weil sie sich wegen uns schämten.

Vorher war ich schon auf die LH mehrmals zugegangen und wurde hilflos im Regen stehen gelassen. Meinen Kampfgeist habe ich heute noch, aber nicht mehr so stark wie einst.

LG Micha
Inge 19.08.2009, 18:11#13
AW: Begriff: wertschätzende Zusammenarbeit
Zitat von miau
worin bestand die unterstützung? Welche Ämter meinst du?

Hallo Micha,

das war "etwas" zynisch gemeint. Damals (da war Annika noch keine 3 Jahre alt) gab es Pflegegeld noch über das Sozialamt, und ich hatte mit denen sehr viele massive Probleme. Ich habe deshalb Gesetzesbücher gewälzt und Widersprüche geschrieben. Ich habe mich mit Sachbearbeitern gestritten und bin wutentbrannt zum Chef des Sozialamtes gestürmt.
Mein sturer Dickschädel hat hier die allerbeste Ausbildung erhalten :unsicher:
Später habe ich die LH für solche Kämpfe in Anspruch genommen - und jetzt habe ich die LH, mein Wissen und meinen Dickschädel :rock:
HHelmutS 19.08.2009, 20:58#14
AW: Begriff: wertschätzende Zusammenarbeit

Hallo Claudia,

wenn man Fachleute fragt, wie man "schwache Gemüter" am besten aufbaut, sagen die oft, das man ihnen sagen soll, das sie ihre Sache gut machen. Da Fachleute aber oft wissen, das das was Eltern tun zwar gut ist, aber nicht reicht.... werden da dann oft so Sätze raus... wie oben schon beschrieben. Wenn sich eine engagierte Mutter dadurch dann verarscht vorkommt...zeigt das wie kompliziert sowas ist.

Versuch selber mal dich in einem Rollenspiel aufzubauen, ohne dich völlig nieder zu machen, und solche Sätze zu gebrauchen... Da wird schnell so eine lange Rede raus, das man in der Mitte schon vergessen hat, was man eigentlich sagen wollte. ;-)... und erklärt, warum solche Versuche "auf andere Art", oft nicht verstanden werden.

Wie soll das gehen, das ein Behindertenverband was für behinderte Kinder, aber nicht was für die Eltern tun, bzw. da sein will ? Im selben Moment, wo so ein Verband etwas für Kinder anbietet, entlastet er dadurch auch die Eltern... ist also auch für sie da. Ein Verband der nur für die Kinder da ist, muß wohl erst noch erfunden werden... ;-)

:-) Helmut
Carmen62 19.08.2009, 21:25#15
AW: Begriff: wertschätzende Zusammenarbeit
Zitat von HHelmutS
Hallo Claudia,

Wie soll das gehen, das ein Behindertenverband was für behinderte Kinder, aber nicht was für die Eltern tun, bzw. da sein will ? Im selben Moment, wo so ein Verband etwas für Kinder anbietet, entlastet er dadurch auch die Eltern... ist also auch für sie da. Ein Verband der nur für die Kinder da ist, muß wohl erst noch erfunden werden... ;-)

:-) Helmut

das sehe ich ebenfalls so.Sollte der Verband von den getroffenen Abmachungen
abweichen,sollte man sich wieder trennen,oder ein klares ,unmissverständliches
Gespräch führen.
Sobald du Entschlossenheit symbolisiest, ist das Gegenüber nur noch halb
so stark.:grins:
Mir sagt man ständig"Noah muss in die Kita",finde ich auch.
Den Zeitpunkt dafür,treffe allein ich....denn ich trage ,die daraus entstehenden
Probleme.
Ein Verband mag es gerne,wenn man erläutert......"ihr werdet gebraucht",
das entmachtet Sie nicht,und Du hast trotzdem ein gutes Gefühl.;-)
Ich achte ihren Einsatz.....und Sie mich als massgebende Erziehungsberechtigte.

Gruss Carmen
**Claudia** 19.08.2009, 21:58#16
AW: Begriff: wertschätzende Zusammenarbeit
wenn man Fachleute fragt, wie man "schwache Gemüter" am besten aufbaut, sagen die oft, das man ihnen sagen soll, das sie ihre Sache gut machen. Da Fachleute aber oft wissen, das das was Eltern tun zwar gut ist, aber nicht reicht.... werden da dann oft so Sätze raus... wie oben schon beschrieben. Wenn sich eine engagierte Mutter dadurch dann verarscht vorkommt...zeigt das wie kompliziert sowas ist.



Helmut, ich verbitte mir in aller Deutlichkeit die Unterstellung, dass ich ein "schwaches Gemüt" bin - es reicht einfach!

Vielleicht solltest Du endlich mal selbst zu einem wirklich ordentlich arbeitenden Therapeuten gehen, der Dir mal unter die Arme greift, Dein Frauenbild ein bisschen zurecht zu rücken.

Nur weil DU in der Situation lebst, eine psychisch kranke Frau zuhause zu haben und eine schwerbehinderte Tochter (also noch eine Frau, die sich nicht selbst versorgen kann), ist das noch lange nicht Dein Recht, hier ständig Frauen zu unterstellen, dass sie "schwache Gemüter" haben oder sonst ein Fall für Deine laienpsychlogoischen -oder möchtegernpsychologischen- Unterstellungen sind.


Es gibt mehr Männer in Deiner Situation, die ebenfalls kranke Frauen zuhause haben - die aber wohl noch in der Lage sind, festzustellen dass nicht jede Frau lebensinkompetent ist oder ein Fall für die Couch.

Weisst Du, ich habe die Nase endgültig von Deinen anmassenden, unverschämten Unterstellungen voll!

Da sitzt ein Mann am PC, der selbst nicht gerade der gesündeste ist - mit einer kranken Frau und einem kranken Kind und das einzige, was er kann, ist andere Frauen ununterbrochen masslos zu beleidigen - nur weil Du es nicht wahrhaben kannst, dass es auch Frauen gibt, die "ihren Mann" im Leben stehen können.


Ich werde hier keinen Beitrag mehr schreiben bis Du hier von dieser Plattform entfernt bist - mein Versprechen darauf.
Man kann keine vernünftige Diskussion führen, ohne dass nicht wieder irgendeine anmassende, unverschämte und rotzfreche Beleidigung von Dir gegen Frauen kommt.

Dein Schicksal tut mir wirklich Leid und da ich eben auch ander Männer kenne, die in Deiner Misere stecken, weiss ich wie schwer das ist.
Aber die lassen es nicht an anderen aus.

Mein Rat an Dich: geh' DU mal zu einem kompetenten Psychologen, denn die, bei denen DU bisher gewesen bist, haben nicht gerade viel erreicht - und am allerwenigsten bei Deinem Sozialverhalten.
HHelmutS 19.08.2009, 22:23#17
AW: Begriff: wertschätzende Zusammenarbeit

Hallo Claudia,

wer, bzw. wo habe ich denn hier geschrieben das DU "ein schwaches Gemüt" bist ?

Das Interessante an DEINER Frage ist eben, das du als engagierte Mutter fragst, wie man "schwache Gemüter" stärken kann...... dir bei, "bei Fachleuten übliche Methoden" zur Stärkung von schwachen Gemütern (,.... sie machen das gut.. aber ) aber verarscht verkommst. Das sorgt bei vielen Fachleuten halt für entspr. Verhalten. Deswegen ist das Leben so wie es ist.... nicht weil ich oder irgendwer dich für ein schwaches Gemüt hält.

Über das "wie man sowas anders oder besser machen kann" streiten sich selbst hochgelehrte Fachleute. Was erwartest du, wenn du so eine Frage, in so einer Runde stellst ?

:-) Helmut
miau 20.08.2009, 10:06#18
AW: Begriff: wertschätzende Zusammenarbeit

Hallo Claudia,

nach deiner Anfrage habe ich mir überlegt, dass ich auch zufrieden gewesen wäre, wenn sich das Jugendamt bei mir gemeldet hätte und mich unterstützt hätte.

@ Helmut,
wenn man Fachleute fragt, wie man "schwache Gemüter" am besten aufbaut, sagen die oft, das man ihnen sagen soll, das sie ihre Sache gut machen. Da Fachleute aber oft wissen, das das was Eltern tun zwar gut ist, aber nicht reicht....

Wenn Fachleute nur wüssten, und ihr Wissen auch anwenden könnten, wäre vielen schon geholfen. Sie haben gelernt ihre Unwissenheit hinter einer Maske zu verbergen und dann wirken sie herablassend. Sensiblere Gemüter kriegen das mit, weil Reden und Handeln nicht mehr übereinstimmt. Von Fachleuten habe ich die Schnauze gestrichen voll. Ich bin regelrecht allergisch auf solche, die ihre Berufe stets betonen und mich dann wie ein unwissendes Etwas behandeln. Da sind mir die lieber, die mich als gleich behandeln und ihren Beruf nicht raushängen lassen, aber mir praktisch helfen und mich unterstützen. Und mit "schwach" hat das schon gar nichts zu tun.


LG Micha
HHelmutS 20.08.2009, 12:11#19
AW: Begriff: wertschätzende Zusammenarbeit
Zitat von miau
Und mit "schwach" hat das schon gar nichts zu tun.
LG Micha


Hallo Micha,

Claudia fragte sinngemäß, wie man ""das Selbstbewusstsein und die Dings von... "" stärken kann. Eltern mit "starkem" Selbstbewusstsein haben einfach umschrieben weniger Probleme mit neuen Situationen, als Eltern mit schwachem... Daher habe ich mir die Feinheiten erspart, und nur das Wort "schwach" gebraucht. Wer nicht schwach ist braucht nicht gestärkt zu werden.

Das ist so sicher reichlich plump ausgedrückt. Das ist für tiefer gehende Diskussionen eher ein Thema für Foren für Psychologie und co., aber nix für Eltern, die mit teils völlig gegensätzlichen Erfahrungen aus gleichen Situationen, da mitten drin stecken. Dafür kennt man sich hier viel zu wenig, und ist das Thema viel zu kompliziert.

:-) Helmut
miau 20.08.2009, 18:01#20
AW: Begriff: wertschätzende Zusammenarbeit

Hallo Helmut,

es gibt Eltern, die können nach außen hin besser kaschieren, dass sie kein Problem mit der Behinderung ihres Kindes haben. Wie es innen drin aussieht geht keinen was an, oder sie ignorieren ihre Empfindungen, was dann eine recht forsche und krasse Art zur Folge hat.
Wer nicht schwach ist braucht nicht gestärkt zu werden.

Wer zugibt schwach zu sein, hat eine innere Stärke, die den oben beschriebenen Spezies fehlt. Der Satz müsste richtiger lauten:
"Wer meint stark zu sein, braucht nicht gestärkt zu werden."
Aber genau diese Eltern sind zuhauf Mitglied in der LH. Die lassen dann die LH für sich tun und walten. Mit Stärke hat das wenig zu tun. - Ich weiß, dass ich jetzt alle über einen Kamm schere und manchem Mitglied der LH Unrecht tue, mit meiner Pauschalisierung. Ich gehe von den Eltern aus, die ich hier vor Ort bei mir kenne.

LG Micha
HHelmutS 20.08.2009, 18:31#21
AW: Begriff: wertschätzende Zusammenarbeit

Hallo Micha,

stimmt, so ist das. Ich wollte es nicht genauer schreiben, weil das wohlmöglich jemand anders verstanden hätte. Das ganze ist so verstrickt, das man mitunter sagen muß/kann, das wer viel fragt, stark ist... aber ... ohne irgendwem was unterstellen zu wollen, genau so gut schwach sein kann. Diese Stärke und Schwäche kann dann auch noch nur auf einem kleinen SachGebiet... oder auf der ganze Breite der Möglichkeiten herrschen... Wie soll man da sagen wie man wenn wie Stärken kann ? Da kann man bestimmt gut Diplom oder Doktorarbeiten drüber schreiben.. ;-)

:-) Helmut
Carmen62 21.08.2009, 10:38#22
AW: Begriff: wertschätzende Zusammenarbeit

Hallo
Ich denke Stärke kann man sich nur langsam erarbeiten.
Ich bin auch recht streng erzogen worden,es hiess immer....
der ältere hat Recht,und du bist im Unrecht.
Das hat mich geprägt,auf Ämtern habe ich stets auf den Boden geschaut.
Hätte jemand Ar..........zu mir gesagt,ich hätte keinen Widerstand gezeigt:unsicher:
Mich hat man so oft unter den Tisch geredet,bis mir der Kragen geplatzt ist.
Da ich da alleine durchmusste,erwies sich als sehr lehrreich:-)
Die Amtspersonen riechen schon von weitem,wen sie über den Mund fahren können
Gruss Carmen