hallo alle zusammen
felix ist ja nun 1 jahr und 5 monate und es ist immer noch nicht geklärt was er hat und ob er nun ein stoffwechselerkrankung hat. jetzt waren wir bei der genetischen beratung und der arzt kannte felix auch und er sagte zu mir das er glaube felix hätte ein sauerstoffmangel gehabt ob nun während der geburt oder in der schwangerschaft. ich selbst gehe davon aus das es bei der geburt war es ging ja garnichts mehr bei uns. felix musste ja wieder geholt werden und ich gehe davon aus das sie nicht alles getan haben um ihn zuhelfen wähernd der geburt. zwei monate nach dem felix da wollte die krankenkasse ein gutachten anfertigen das hat sehr lange gedauert

und ist gestern endlich gekommen und drin steht das es kein verschulden von krankenhaus war.
ich weiß jetzt nicht wirklich ob ich nochmal zu einen anwalt gehen soll und mit ihn das besprechen soll ob es da überhaupt eine chance besteht.
vielleicht sollte ich es auch sein lassen ich weiß nicht was ich machen soll.
ich weiß das es nichts ändern wird aber ich bin so sauer auf die leute weil ich das gefühl habe das nicht alles getan haben.
vielleicht habt ihr einen tipp für mich
liebe grüße sabrina

AW: soll ich klagen
Hallo u. guten Abend,
jeder Patient hat doch das Recht seine Unterlagen einzusehen. Hast Du schon mal versucht, Deine Krankenhausakte einzusehen?
Eine Möglichkeit wäre sicher auch, Dich an die Ärztekammer in Deinem Bundesland zu wenden. Du hast die Möglichkeit dorthin zu schreiben um Überprüfung über den Geburtshergang zu bitten. Dazu müsstest Du Deine Bewegründe erläutern. Die Ärztekammer lädt Dich dann zu einem Gespräch ein und teilt Dir Ihr Ergebnis mit. Soweit ich weiss kostet das auf alle Fälle nicht.
RA ist so eine Sache. es gibt wenige, die Dir eventuell ehrlich sagen ,dass der Fall aussichtslos ist. Und wnn Du Aussicht auf Erfolg hast,was schwierig wird,dauert es Jahre. Das kostet richtig Geld. Ich denke man kann nur spekulieren. War es überhaupt ein Sauerstoffmangel? Während der Geburt oder Schwangerschaft? Ich denke man kann da nichts beweisen. Das wird auch die Kasse so gesehen haben.
Alles Gute im neuen Jahr für Euch.

LG Gaby
AW: soll ich klagen
Erst einmal ein gutes neues, vor allem aber gesundes neues Jahr für Euch und Euren Liebsten!
Ich persönlich, halte rein gar nichts mehr von Krankenhausakten!
Ich hatte mir vor einigen Jahren auch mal die Unterlagen meiner Tochter zusenden lassen und danach war mir zu 100% klar, dass eine ganz bestimmte, für mich die Wichtigste "bearbeitet" wurde!
Das, was mir von einem bestimmten Krankenhausaufenthalt geschickt wurde, entspricht definitiv nicht der Wahrheit!
Also was nutzt einem dann solch eine Akte?!
Fordert man eine solche an, wird doch auch das Krankenhaus hellhörig.....und schaut ganz gewiss nach, ob es was "zu finden" gäbe, was sie evtl. belasten könnte. Also wird "bearbeitet"......
Das ist aber nur meine Ansicht dazu.......
AW: soll ich klagen
hallo anke
ich hatte auch schon mal von felix seine krankenhausakte angefordert aber nicht wegen weil ich klagen wollte sondern nur weil wir immer zu ärzten gegangen sind die sie brauchten, aufjedenfall habe ich nur die hälfte bekommen und dann auch nur kopien und das was drin stand hat mich sehr sauer gemacht weil es uberhäupt nicht so wahr

ich wusste damals nicht was ich machen sollte.

ich weiß auch nicht ob mir überhaupt seine krankenakte zusteht oder nur die kopie.
was mich auch immer stutzig gemacht hat als felix geboren wurde und auf der intensivstadion lag durften wir nie in seine akte schauen die schwester hat sie immer weggenommen obwohl wir doch das recht haben. ich weiß überhaupt nicht mehr was ich glauben und machen soll.
liebe grüße sabrina
und ein frohes neues jahr und viel gesundheit
AW: soll ich klagen
Hallo Anke u. Carmen,
habt ihr es schon mal über die Ärztekammer versucht?
LG Gaby
AW: soll ich klagen
Hallo Sabrina,
die Unterlagen würde ich auf jeden Fall mal einfordern, ich habe da auch so meine Erfahrungen gemacht.
Zwar nicht mit Ärzten, dafür aber mit der "Lebenshilfe", die für meine Adoptivtochter fast noch zur "Lebensgefahr" geworden wäre (erstens wurde bei ihr eine geistige Behinderung diagnostiziert, die absolut nicht vorhanden ist-> ihr IQ (K-ABC) liegt bei 109 (VT 129), zweitens hustete sie als Kleinkind immens und mir wurde von einer Therapeutin der LH gesagt, wir sollen das ignorieren, sie würde uns damit nur erpressen -> tatsächlich hatte sie aber aufgrund ihrer Vorgeschichte Asthma und ein Lungenvolumen von 30%).
Da ihr glücklicherweise "nichts weiter passiert" ist und ich sie selbstverständlich aus den von mir gefühlten "Fängen" unserer LH hier genommen habe, konnte sie sich ganz normal weiterentwickeln.
Leider kann man dagegen in keinster Weise klagen - es ist ja "nichts passiert". Hätten wir aber ihr vorhandenes Asthma, das als "Erpressung" abgetan wurde, auch ignoriert, wer weiss, ob mein Kind dann noch am leben wäre.
Vermutlich hätten wir dann geklagt. Zumindest habe ich im Sommer letzten Jahres den Geschäftsführer mal ordentlich zur Rede gestellt.
Die Unterlagen habe ich alle schön fein säuberlich hier aufgehoben.....man weiss ja nie...
gäbe es hier in Deutschland die Option, Schmerzensgeld für den psychsichen Stress (Daueranspannung, Zweifel an der eigenen Wahrnehmung, Zweifel an der eigenen Erziehungskompetenz usw. usw.) einzuklagen, den ich den von mir in Frage gestellten "Fachleuten" der hiesigen LH zu verdanken habe, hätte ich es möglicherweise getan.
AW: soll ich klagen
Hallo Sabrina, unser Sohn (10)hat wahrscheinlich bei der Geburt auch nicht genügend Sauerstoff bekommen. Außerdem war in diesem Geburtsjahr in dem KH die Rede davon das Desinfektionsmittel verdünnt worden sei und einige Babys sogar gestorben seinen .Wer nun Schuld ist oder nicht, wird sich wohl nie klären. Unser Sohn lebt.
Ändern wird es auch nichts denn unser Sohn ist behindert und wird auch nicht davon gesund wenn ich weiß wer daran Schuld ist. Zieht man vor Gericht, da kommt alles wieder hoch, man kommt zum überlegen , es kostet Nerven und Geld, man ist gestresst. Ist es das wert?
Wir werden nicht mehr nach der Frage suchen wer oder warum.
Wir haben einen tollen Sohn, der halt ist, wie er ist und das macht ihn zu etwas ganz besonderem.
Liebe Grüsse Sandra
AW: soll ich klagen
Meine Frauenärztin (war damals auch als Gynäkologin) in der Geburtsklinik, hat von sich aus die Unterlagen über den Geburtsverlauf aus der Klinik angefordert, weil sie selber Interesse daran hatte. Für mich selber war das nicht so wichtig - es würde nichts ändern an der Behinderung unseres Sohnes. Ich hatte eine Zwillingsgeburt, spontan und normal und hätte jetzt bei der Betreuung überhaupt nichts aussetzen können. Ärzte, Hebammen und Kinderärzte standen bereit, auch ein Chirurg für den Notfall.
Aber ich schweife ab. Also, was wir auch vermutet hatten - der Geburtsbericht war absolut in Ordnung.
Ich kann das auch gut stehen lassen für mich, denn ich bin damit im Reinen inzwischen.
AW: soll ich klagen
Halo Sabrina,
ich würde es nicht machen...erstens kommst du gegen die Ärzte sowieso nicht an....und dann ist das ein Nervenkrieg ohne Ende....
Uns hatte ein Arzt damals auch geraten zu klagen, weil bei der Feindiagnostik (wir waren 2 mal) Linas schwerer Herzfehler nicht gesehen wurde und daraufhin auch nicht ihre Behinderung festgestellt werden konnte.......bloß gut...bin mir nicht sicher ob es sie heut geben würde.... :((
Aber was nutzt eine Klage...es ändert die Tatsache nicht...
Überlege es dir gut...
Liebe Grüße Heike
AW: soll ich klagen
Hallo Sabrina,
wir haben uns damals an die BIG - Selbsthilfegruppe gewandt. Bundesinteressengemeinschaft Geburtshilfe Geschädigte. Der Sitz ist in Stadthagen. Wenn sich nichts wesentliches bei dieser Gruppe geändert hat, gibt es auch Ansprechpartner vorort. Man kann als Mitglied seinen Fall von einem Anwalt der sich für die Gruppe einsetzt begutachten lassen.
Sicher beseitigt eine Klage nicht die Behinderung. Was passiert ist, lann man nicht mehr ungeschehen machen. Wir haben mit unseren Aktivitäten erreicht, dass seit Mitte der 90ziger Jahre die Toxoplasmose in der Vorsorge einen gewichtigeren Platz gefunden hat.
Leider heute auch z.T. nur durch den Hinweis, man möge oder könne gegen eine Gebühr den Test machen lassen, aber man kann es jetzt immerhin .
Dass im Klagefall alle "Fachleute" zusammenhalten, haben wir auch zu spüren bekommen. Das bringt Tiefschläge, die nicht leicht zu verkraften sind. Alles mag gut überlegt sein. Eine Rechtsschutzversicherung kann da auch eine Hilfe sein. Die übernehmen aber (soweit mir bekannt)die Kosten nur, wenn Aussicht auf Erfolg der Klage besteht. Ich würde einfach mal mit BIG Kontakt aufnehmen und dann nach Beratung überlegen, wie der Weg weiter gehen könnte. Ob Klage oder nicht, dann habt ihr zumindest einen Weg versucht und braucht nicht weiter mit schweren und zermürbenden Gedanken leben, sollte man Klagen oder nicht.
Alles Gute
Kirsty