Hallo an alle hier,
ich bin gerade neu angemeldet.
Eigentlich habe ich mich gefragt, ob ich mit einem ADHS-Kind hier überhaupt richtig bin.
Aber wenn ich auf unser bisheriges Leben mit unserem Sohn (11) so zurückschaue, ist es geprägt durch die Rückmeldung Anderer "Euer Kind ist nicht normal!"
Er wird älter - und damit fällt er immer mehr aus der Gleichaltrigen-Gruppe heraus, er hat viele Schutzmechanismen gelernt, die ihm soziale Beziehungen immer schwerer machen.
Für mich und meinen Mann stellt sich derzeit die Frage, ob er zusätzlich zu seinem ADHS nicht auch autistische Züge hat. Er vergräbt sich in seine Phantasiewelten (Schutz??), ist kaum umzulenken, wenn er einen Gedanken, eine Geschichte oder seine Phantasien im Kopf hat (die Lehrer schütteln oft nur den Kopf), er führt stundenlang Monologe und spielt alle Rollen seines Rollenspieles selbst (Einzelkind, Mangel an Spielkameraden), er will, wenn mal Kinder da sind, seine Spiele spielen (Rollenspiele, Fußball-Rollenspiele), es genügt ihm oft, wenn jemand dabei zuschaut, also gar nicht unbedingt aktiv mitspielt...
Er ist distanzlos und gleichzeitig igelt er sich völlig ein, wenn er in Gleichaltrigen-Gruppen kommt. Am besten spielt er mit Kindern, die ab 3 Jahre jünger sind als er. Klar, da bestimmt er.
Dabei ist er sehr intelligent, kann diese Intelligenz aufgrund seiner ausgeprägten Aversion gegen Schreiben, einem sehr verlangsamten Arbeitstempo und großer Konzentrationsprobleme in der Schule nur sehr unzureichend nutzen (er besucht die 5. Klasse Gymnasium und ist musikalisch hochbegabt). Gleichzeitig ist er von der psychischen und sozialen Entwicklung mindestens 2 - 3 Jahre zurück. Trotz Konzentrationsprobleme kann er sehr stark fokusieren, wenn ihn etwas interessiert.
Er leidet sehr unter seiner Isolierung, darunter, keine Freunde zu haben, was oft zu Schutzverhalten wie Aggression und Überempfindlichkeit führt (er ist es gewöhnt, von Mitschülern verlacht und gehänselt zu werden).
Wir haben schon so viel durch, Psychotherapie in der 1. / 2. Klasse, Ergotherapie, Erziehungsberatung, Förderunterricht in der Grundschule, Internat - wir sehnen uns einfach nur nach Ruhe. Deshalb bin ich jetzt ein Jahr zuhause geblieben, um ihm zu helfen und auch für mich Kraft zu tanken. Normalerweise arbeite ich Vollzeit als Lehrerin.
Der Leidensdruck bei uns ist sehr hoch, wir sind kräftemäßig ziemlich am Ende, vor allem ich als Mutter habe Angst vor den Reaktionen von Umwelt, Lehrern usw. und gebe diesen Druck, diese Unzufriedenheit viel zu oft an meinen Sohn weiter. Wir brauchen dringend Hilfe.
Auch eine fachliche Frage steht im Raum:
Wo können wir abklären, ob unser Sohn das Asperger Syndrom hat, zumindest eine Mischform zwischen ADHS und AS?
Unser Kinder- und Jugendpsychotherapeut (er hat bis vor einem Vierteljahr Ritalin bekommen, aber wir haben es abgesetzt, weil es nicht mehr nötig war für die Hyperaktivität) beschränkt sich auf die Medikamentengabe...
Vielen Dank fürs Zuhören, auch wenn wir eher ein Kind mit seelischer Behinderung haben...
BeateRS
ich bin gerade neu angemeldet.
Eigentlich habe ich mich gefragt, ob ich mit einem ADHS-Kind hier überhaupt richtig bin.
Aber wenn ich auf unser bisheriges Leben mit unserem Sohn (11) so zurückschaue, ist es geprägt durch die Rückmeldung Anderer "Euer Kind ist nicht normal!"
Er wird älter - und damit fällt er immer mehr aus der Gleichaltrigen-Gruppe heraus, er hat viele Schutzmechanismen gelernt, die ihm soziale Beziehungen immer schwerer machen.
Für mich und meinen Mann stellt sich derzeit die Frage, ob er zusätzlich zu seinem ADHS nicht auch autistische Züge hat. Er vergräbt sich in seine Phantasiewelten (Schutz??), ist kaum umzulenken, wenn er einen Gedanken, eine Geschichte oder seine Phantasien im Kopf hat (die Lehrer schütteln oft nur den Kopf), er führt stundenlang Monologe und spielt alle Rollen seines Rollenspieles selbst (Einzelkind, Mangel an Spielkameraden), er will, wenn mal Kinder da sind, seine Spiele spielen (Rollenspiele, Fußball-Rollenspiele), es genügt ihm oft, wenn jemand dabei zuschaut, also gar nicht unbedingt aktiv mitspielt...
Er ist distanzlos und gleichzeitig igelt er sich völlig ein, wenn er in Gleichaltrigen-Gruppen kommt. Am besten spielt er mit Kindern, die ab 3 Jahre jünger sind als er. Klar, da bestimmt er.
Dabei ist er sehr intelligent, kann diese Intelligenz aufgrund seiner ausgeprägten Aversion gegen Schreiben, einem sehr verlangsamten Arbeitstempo und großer Konzentrationsprobleme in der Schule nur sehr unzureichend nutzen (er besucht die 5. Klasse Gymnasium und ist musikalisch hochbegabt). Gleichzeitig ist er von der psychischen und sozialen Entwicklung mindestens 2 - 3 Jahre zurück. Trotz Konzentrationsprobleme kann er sehr stark fokusieren, wenn ihn etwas interessiert.
Er leidet sehr unter seiner Isolierung, darunter, keine Freunde zu haben, was oft zu Schutzverhalten wie Aggression und Überempfindlichkeit führt (er ist es gewöhnt, von Mitschülern verlacht und gehänselt zu werden).
Wir haben schon so viel durch, Psychotherapie in der 1. / 2. Klasse, Ergotherapie, Erziehungsberatung, Förderunterricht in der Grundschule, Internat - wir sehnen uns einfach nur nach Ruhe. Deshalb bin ich jetzt ein Jahr zuhause geblieben, um ihm zu helfen und auch für mich Kraft zu tanken. Normalerweise arbeite ich Vollzeit als Lehrerin.
Der Leidensdruck bei uns ist sehr hoch, wir sind kräftemäßig ziemlich am Ende, vor allem ich als Mutter habe Angst vor den Reaktionen von Umwelt, Lehrern usw. und gebe diesen Druck, diese Unzufriedenheit viel zu oft an meinen Sohn weiter. Wir brauchen dringend Hilfe.
Auch eine fachliche Frage steht im Raum:
Wo können wir abklären, ob unser Sohn das Asperger Syndrom hat, zumindest eine Mischform zwischen ADHS und AS?
Unser Kinder- und Jugendpsychotherapeut (er hat bis vor einem Vierteljahr Ritalin bekommen, aber wir haben es abgesetzt, weil es nicht mehr nötig war für die Hyperaktivität) beschränkt sich auf die Medikamentengabe...
Vielen Dank fürs Zuhören, auch wenn wir eher ein Kind mit seelischer Behinderung haben...
BeateRS


