Archiv des früheren intakt-Forums (schreibgeschützt, Beiträge bis 2020) · Zum aktuellen Forum: community.intakt.info · www.intakt.info

hilfe

tara 08.07.2008, 19:20#1
hallo.
vielleicht kann mir jemand helfen: ich habe eine schwermehrfach behinderte schwester, die vor kurzem 18 geworden ist. ihre schulzeit ist jetzt vorbei und wir sind bisher fest davon ausgegangen, dass sie einen platz in der tagesförderstätte bekommen würde, zumal meine mutter schon vor knapp 2jahren da war, um ihren platz dort zu sichern. dort hatte man ihr damals gesagt, dass alles klar wäre und meine schwester nach der schule dort hin könnte. meine mutter dachte, damit hätte sie alles getan, hat auch in der schule nachgefragt, ob sie sich um noch etwas kümmern müsste, aber die sagten ihr leider nicht, dass sie einen antrag stellen muss.jetzt hat sich herausgestellt, dass meine schwester erst mal nicht in die tagesförderstätte kann, bis dass ministerium entscheidet, ob sie ihr den platz geben. allerdings sollen wir erst ab mitte august mit einem bescheid rechnen und selbst dann kann es ja sein, dass sie nicht aufgenommen wird, so dass wir noch länger warten müssen. da meine mutter die einzige betreuungsperson meiner schwester ist (mein vater arbeitet ganztags, ich wohne 3stunden entfernt), wird es für sie bis dahin eine sehr große körperliche und psychische belastung sein. auch meine schwester wird sich sehr langweilen, da sie sich kaum selbständig beschäftigen kann.
kennt vielleicht jemand eine alternative zur tagesförderstätte, irgendwelche gesetzlichen regelungen, die meine mutter entlasten könnten etc.? ich habe schon im internet nach freizeitbeschäftigungen für behinderte menschen im saarland geschaut, damit auch meine schwester eine beschäftigung hat, habe aber leider nichts gefunden.
über einen rat würde ich mich sehr freuen,
liebe grüße
tara
HHelmutS 08.07.2008, 20:55#2
AW: hilfe

Hallo tara,

mir ist es mit meiner Tochter ähnlich gegangen. Bzw., ich habe sie, weil ich den Ärger mit der Schule leid war, aus der Schule genommen, ohne eine andere Tagesförderstelle zu haben. Sie war dann ein Jahr komplett zuhause, weil die Anmeldefristen für alle passenden Einrichtungen abgelaufen, und der nächste Aufnahmetermin, abgesehen von unvorhergesehenen Änderungen, erst in einem Jahr war. Ich hab dann alle notwendigen Therapien soweit das ging zuhause machen lassen, und wenn sich die Möglichkeit ergab, tageweise eine Tagesbetreuung zuhause über die Verhinderungspflege organisiert.

Habt ihr schon mit der Schule, bzw. dem Schulamt geklärt, ob deine Schwester ein Jahr länger da bleiben kann... ? Was ist mit einem Praktikum in der Tagesföderstätte ?

:-) Helmut
tara 08.07.2008, 23:43#3
AW: hilfe

hallo helmut,
vielen dank für deine antwort.
leider ist es nicht möglich,dass meine schwester ein jahr länger in der schule bleibt, weil der direktor meint, dass ginge nur bei kindern, bei denen noch "Fortschritte" durch schulische Förderung erzielt werden können. Was meinst du mit einem Praktikum? muss man die tagesbetreuung, die über die verhinderungspflege läuft, bei der pflegekasse beantragen?ich hab da leider sehr wenig Erfahrung...
liebe grüße