Hallo! ich bin neu hier und eigentlich durch Zufall auf diese Seite gestoßen. Bin aus Österreich und muss leider feststellen dass ich bei uns kein derartiges Angebot finden konnte..
Mein Sohn ist 12 Jahre alt und hat eine mittelschwere geistige Behinderung und eine ausgeprägte körperliche Behinderung. Seit einigen Monaten hat immer wieder sehr aggressive Schübe. Pupertät spielt wohl auch eine Rolle..
Ich suche nun Eltern, die diese Phase der Entwicklung bereits überstanden haben

oder Eltern, die vielleicht so wie ich jemanden suchen um diese Zeit mit gemeinsamen Gesprächen etwas zu erleichtern.. Alles Liebe aus Tirol Martina
AW: Aggressivität
Hallo Martina,
Unser 15 jähriger Sohn hat das Fragile-X-syndrom mit leichtem atypischen Autismus. Vor 3 1/2 Jahren haben wir die Diagnose bekommen. Damals war er auch ziemlich aggressiv, da seine Frustgrenze sehr niedrig war
Die Ärztin von der Humangenetik hat uns zur Homöopathie geraten, weil damit Aggressionen ganz gut in Griff zu bekommen sind. Dank eines guten Homöopathen sind damit sehr gute Erfolge erzielt worden. Vor allem ist er ruhiger und ausgeglichener geworden und geht nicht mehr gleich in die Luft, wenn was nicht paßt.
Seit einem knappen Jahr ist er in Hohenfried, (Bayrisch-Gmain) . Eine Einrichtung für geistig, seelisch und körperlich behinderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Wohnen, Schule und Arbeiten (
www.hohenfried.de)
Durch den Kontakt mit anderen Jugendlichen auch mit Freizeitgestaltung ist er wesentlich zufriedener geworden.

Viele Grüße Elisabeth
P.S. Wir wohnen übrigens im Berchtesgadener Land!
AW: Aggressivität
Hallo Elisabeth!
mein Sohn ist noch 9,5 Jahre alt, und noch nicht so stark agressiv, aber ich mache mir schon Sorge wenn Pupertät kommt. Können Sie bitte Name von Homöopathiesche Medikamenten nennen, damit ich weiss mit was ich versuchen kann.
Vielen Dank
AW: Aggressivität
Hallo Elitsch,
mit homöopathischen Mitteln ist das bei jedem Kind ganz individuell(wie bei jedem Menschen). Das muß /sollte vom Homöopathen bestimmt werden. Er macht erst eine Anamnese, eine eingehende Untersuchung, und danach wird das jeweilige Mittel ausgesucht. Eine Veränderung geht auch nicht von heut auf morgen, sondern ist ein längerer Prozess.
Dazu ein Link mit einem Homöopathenverzeichnis von Deutschland. Unter "Therapeutensuche" findest du sicher einen in deiner Nähe
http://www.vkhd.de/index.php?option=com_frontpage&Itemid=1
Wünsche dir viel Erfolg
LG
Elisabeth
Seine Suggestivwirkung souverän nutzen lernen
Neben all dem, was man sonst tun kann und sollte, möchte ich Dich auf die Schlafsuggestion aufmerksam machen. Wenn der Mensch schläft, hat der begrenzte bewusste Verstand Pause und man kann ungestört mit dem Unbewussten und allen Talenten, Seelen-, Geistes- und Körperkräften reden. Über den bewussten Verstand, mit dem sich die Pädagogik immer abmüht und erschöpft, sind diese entscheidenden Kräfte (fast) gar nicht zu erreichen. Dann wird gewöhnlich der Druck erhöht und man muss immer mehr. Druck komprimiert Probleme, das ist das Gegenteil von Lösung. In der Beobachtung der Frustrationen auf diesem Du-musst-Schule-Weg habe ich mich in der entgegengesetzten Richtung aufgemacht in der neuen Ich-kann-Schule.
Ich verdopple nicht mehr die bewussten Anstrengungen - das würde mich ja nur doppelt angestrengt machen - sondern lasse sie (und damit den Druck) weg und wende mich an die Instanz, die alle unsere Lebensfunktionen lenkt und daher für Problemlösung auch zuständig ist: das Unbewusste. Dort finde ich auch alle Talente und Kräfte.
Wenn diese Talente verwirrt sind, kann ich sie beruhigen und ordnen. Wenn sie ausgehungert sind nach Achtung und Anerkennung, nach Interesse und mehr desgleichen, kann ich ihnen kräftige Nahrung geben. Wenn sie verletzt und gekränkt wurden, kann ich um Verzeihung für die Täter bitten, kann Heilung und Erholung zusprechen und im Geiste heraufbeschwören. Das klappt mindestens genauso gut, wie es zuvor mit den dilettantischen Heraufbeschwörungen des Unheils auch geklappt hat. Wir sind ja alle Zauberlehrlinge und richten mit den Kräften, mit denen wir meinen, Pädagogik zu treiben, alles möglich und Unmögliche an.
Wenn Kinder z.B. abggressiv sind, dann gehen viele Erwachsene unklugerweise in die Konfrontation, und während sie gegen die Aggression angehen, stecken sie ihre Energie hinein mit der Folge, dass sie immer schwächer und die Problem immer stärker werden. Diese Pädagogik ist schlicht und einfach verkehrt.
Als Ich-kann-Schule-Lehrer verweigere ich mich der Konfrontation. Ich verweigere meine Energie der Aggression. Ich bedanke mich artig bei ihr dafür, dass sie mir zeigt, dass ein Problem da ist, und dann schaue ich hinter die Aggression und sehe dort genau die Kräfte, die das Problem lösen sollten, das aber nicht können, zum Beispiel weil alle nur sagen, dass sie es nicht können, und weil ihnen keiner die notwendige Kraft und Stärke und das Wachstum und den Erfolg zuspricht.
So haben wir mit einer kurzsichtigen, problemfixierten Pädagogik fast immer eine geradezu vernichtende suggestive Wirkung, und die Suggestivwirkung ist das Entscheidende. Im Gegensatz zur Du-musst-Schule-Pädagogik untersuche und erforsche ich als Ich-kann-Schule-Lehrer schon ca. 35 Jahre die Suggestion in der Schule. Das ermöglicht mir nicht nur ein tiefes Problemverständnis sondern vor allem schnell und tiefgreifend wirksame, leicht nachvollziehbare Lösungen.
Es ist faszinierend, was in den vergangenen über 200 Jahren durch Beachtung der Suggestivwirkung auf die Lebenskräfte schon für Probleme - gut reproduzierbar - gelöst wurden. Ich weiß viele Beispiele, denn ich habe mich in meiner päd. Diplomarbeit, meiner sonderpäd. Hausarbeit und Dutzenden anderen Arbeiten damit beschäftigt. Im Grunde gibt es keinen Moment in unserem Leben, der nicht eine suggestive Wirkung auf uns hat - die wir nicht verstehen. Es liegt an uns selbst, zu lernen und uns aus dieser Hilflosigkeit zu befreien. Interessierten helfe ich gerne.
Sprechen wir also - unserer Suggestivwirkung bewusst - mit den Kräften unserer Kinder. Und wenn wir uns unsicher und zu schwach dazu fühlen, dann ist es höchste Zeit, endlich mehr als ein gutes Wort für die eigenen Kräfte übrig zu haben, die es brauchen. Ich wünsche guten Erfolg.
Franz Josef Neffe