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Weitsichtigkeit + Schielen

Patricia 08.10.2007, 19:07#1
Hallo !

Unser Sohn (26 Mon.) ist neben vielen anderen Beeinträchtigungen auch stark weitsichtig und schielt. Ausgangsstärken lagen bei über +8, mittlerweile ist er bei +6,5 und +2,75 angekommen. Das rechte Auge hat sich im letzten Jahr um ganze 4 Dioptrin verbessert.
Er fixiert mit beiden Augen, jedoch deutlich mehr mit rechts. Abgeklebt wird bis jetzt noch nicht.
Da der Unterschied nun so deutlich ist, möchte der Augenarzt das rechte Glas nun stärker machen als es eigentlich sein muß, damit unser Sohn damit nah nicht mehr so viel besser sehen kann als mit links, und somit das linke Auge öfter zum fixieren nutzt. Das rechte Auge soll dann mehr in die Weite schauen, das linke eher nah.
Hat hier jemand Erfahrung mit dieser Art der Korrektur? Ich weiss nicht so recht, was ich davon halten soll.

Sollte dieser Versuch nicht klappen, muss dann wohl abgeklebt werden. Am Donnerstag müssen wir wieder zum Arzt. Wäre toll, wenn ich bis dahin vielleicht die ein oder andere Erfahrung gelesen habe.

Schon mal vielen Dank und lieben Gruß !
-Patricia-
Engelchen 26.03.2009, 16:04#2
AW: Weitsichtigkeit + Schielen

Hallo Patricia,
Dein Beitrag ist zwar schon vor einer ganzen Weile eingestellt worden, bisher aber leider ohne Erfahrungen anderer Forumbesucher geblieben...
Leider kann ich Dir auch nicht weiterhelfen, wollte mich aber dennoch mal melden um Deine weiterführenden Erfahrungen zu erfragen.

Ich stehe vor einem ähnlichen Problem: Vor einem Jahr war ich mit meiner Tochter (damals 2 Jahre, 4 Monate) bei einer Augenärztin weil ich das Gefühl hatte, dass sie ab zu zu schielt. Da meine Tochter zu diesem Zeitpunkt noch nicht gesprochen hat, fiel der Sehtest aus. Die restliche "Untersuchung" war flott und ohne Hilfe technischer Gräte, was mir im nachhinein schon komisch vorkam. Die Augenärztin meinte, dass alles in Ordnung sei und das Schielen häufig bei Kleinkindern vorkommt und entwicklungsbedingt sei. Da ich selbst keine Brillenträgerin bin und noch nie einen Optiker von innen gesehen habe, verließ ich mich auf diesen Befund und war erleichtert.

Nun, ein weiteres Jahr später trat plötzlich wieder dieses Schielen auf, diesmal viel stärker und häufiger. Ich ging jetzt zu einer anderen Augenärztin (Termin nur mit Vitamin B möglich, Wartezeiten bis sonstwann). Hier untersuchte man aber genauer und der Schock war groß! R + 8,0 L + 6,0 Hinzu kommt eine Hornhautverkrümmung von -2,0 auf beiden Augen. Die Augenärztin fragte mich natürlich warum ich jetzt erst komme und das meine Tochter schon längst eine Brille gebraucht hätte. Super! :grantel: Das meine Tochter eine Sehschwäche hat ist mir nie aufgefallen. Sie konnte in der Nähe völlig problemlos mit Miniaturklebebildern spielen und erkennt auch eine rote Ampel in der Ferne.

Sie hat allerdings weitere Probleme, die als sensomotorische Wahrnehmungsstörung diagnostiziert worden sind. Seit Jahren sind wir im SPZ in Betreuung, gehen zur Ergotherapie und Pysiotherapie, zur Logopädin und sind regelmäßig beim Kinderarzt. Nie hat jemand mal in Erwägung gezogen, dass ihre sensomotorischen Wahrnehmungsstörungen vielleicht an einer Sehschwäche liegen... Nach einigen Recherchen habe ich erfahren, dass Kinder die Fähigkeit haben ihre Sehschwäche zu adaptieren (da die Linse flexibel ist), also das Gehirn die Sehleistung so beeinflußt, dass ein scharfes Sehen möglich ist. Dieser Prozess ist aber sehr anstrengend und frist große Kapazitäten der Körperenergie was zu schnellen Erschöpfungszuständen führen kann. Ja, und diese Erschöpfungszustände hat meine Tochter oft, ist deshalb sogar Kita-unfähig.

Nunja, jedenfalls muß jetzt schnell eine Brille her. Leider werden sich die Werte wohl nicht großartig verändern, da wir jetzt schon 1 Jahr Brille-tragen versäumt haben :-(

Ich wollte nur mal wissen, wie es bei Deinem Söhnchen jetzt weitergegangen ist. Bei meiner Tochter soll auch ein Auge abgeklebt werden. Wie sind denn mittlerweile seine Werte? Trägt er seine Brille gerne oder hatte er damit Probleme? Kannst Du mir vielleicht Hinweise geben, worauf ich achten muß? Für mich ist das alles absolutes Neuland. Habe mir aber schon einen speziellen Kinderoptiker ausgesucht und ein langes Gespräch gehabt. Wir haben viele Brillengestelle probiert (es gibt ja soviel, worauf man achten muß). Nur den Preis habe ich noch nicht verdaut :wuerg: Gibt es hier vielleicht Möglichkeiten Kosten übernehmen zu lassen, wenigstens anteilig? Wohin muß ich mich wenden? (wir leben von Hatz IV).
Und soll ich vielleicht die erste Augenärztin nochmal aufsuchen und ihr die Werte meiner Tochter unter die Nase halten. Mich würde schon interessieren, was sie dazu sagt...

Ich bin für jeden Hinweis dankbar, natürlich auch von anderen Forumbesuchern!

Engelchen