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Wo kann man eine leichte Spastik diagnostizieren ?

Gast 31.01.2007, 10:42#1
Hallo!

Leon ist autistisch und hat Probleme beim Schreiben. Er hält den Stift total verkrampft und hat nach ein paar Sätzen ( die er auch nur in Druckbuchstaben und nicht sehr leserlich schreiben kann ) Schmerzen in seinem Arm.
Er besucht eine Regelschule mit Integrationshilfe und diese ist der Meinung, je mehr er schreibt umso besser könnte er daraus lernen. Beziehungsweise würde er nicht mehr so verkrampft schreiben und hätte dadurch nicht mehr Schmerzen. Ich sehe aber keine Besserung nur Verschlimmerung und Leon verweigert immer mehr überhaupt zu Schreiben. Die Integrationshilfe meint aber Leon könnte mehr er will sich nur drücken.
Zu einem gewissen Maße gebe ich ihr recht. Mittlerweile schreibt er weniger und verweigert schneller, aber nur weil er so schlechte Erfahrung gemacht hat und Angst vor erneuten Schmerzen. Die Schmerzen halten oft bis in die Nacht an.
Wir sind schon früher mit Leon wegen Verdacht auf einer leichten Spastik in der Uni Heidelberg gewesen. Dort diagnostizierten die Ärzte idiopatische Spitzfüße und allgemeine Entwicklungsverzögerung bei autistischem Syndrom und behandelten in erster Linie die Spitzfüße. Weil wir noch soviele anderen Therapien bezüglich des Autismus gemacht haben, ließen wir seine motorischen Probleme erstmal zweitrangig.
Hat jemand Erfahrung mit leichter Spastik in den oberen Extremitäten und wo lässt man diese im Raum Frankfurt, Darmstadt am besten diagnostizieren? Stimmt es, dass mann dann mehr Schreiben muss das es besser wird? Oder stimmt mein Eindruck, dass er dann nur mehr verkrampft?
Eigentlich geht es mir auf den Geist, das ich nur wegen der Integrationshilfe wieder nach einer Diagnose suche, aber vielleicht braucht sie es schwarz auf weiß. oder würdet Ihr anderst handeln?
Mir ist es wichtiger das Leon den Unterrichtsstoff mitbekommt und nicht das er alles selber aufschreiben kann. Natürlich soll er das Schreiben, was man von ihm erwarten kann, aber durch das verweigern vom Schreiben verpasst er eine Menge Stoff, da seine Integrationshelferin am Schreiben festhält.
Vielleicht kann uns jemand ja helfen!


Liebe Grüße Meni
mutti 05.02.2007, 15:15#2
Hallo Meni, also unser Sohn (8) hat ICP mit Spastischer Diparse. Die Spastik hat er sehr stark in den Beinen, die Hände sind aber auch leicht betroffen. Er ist in der dritten Klasse einer "normalen" Grundschule. Er hält den Stift sehr verkrampft und anfangs hatte er dabei auch Schmerzen. Je mehr er aber geschrieben hat, umso weniger wurden auch die Schmerzen. Wenn er sich jetzt anstrengt, kann man sogar in Schreibschrift lesen was er schreibt. Klar schreibt er langsamer wie alle anderen und seine Hand ermüdet schnell. Wenn in der Schule viel zum Abschreiben ist, darf er mit einem PC schreiben, der extra für ihn beantragt wurde. Da es aber ein gebrauchtes Uralt Teil ist, geben wir ihm allerdings immer unser Privat Laptop auf eigene Verantwortung mit. Manchmal darf auch sein Zivi für ihn schreiben. Wir haben zur Besserung dieser leichten Spastik leider auch nur Ergo verschrieben bekommen. Von einer Botox Behandlung hat man uns abgeraten, dafür wäre es zu wenig. Die Spastik in den Armen erwähnen wir bei jeder Untersuchung, aber keiner macht was dran, leider. Gruß Sandra
claudia&joachim 06.02.2007, 09:44#3
Hallo Meni13,
wir haben auch einen autistischen Sohn ( !3, Gymnasium, mit I-Helfer ) und bis heute Probleme mit seiner Handschrift.Wenn er sehr viel schreiben muß, wird seine Schrift fast unleserlich.
Sprech doch mal mit den Therapeuten im Autismuszemtrum über euer Problem. Es gibt einige Übungen ( Krankengymnastik ?! )  die er zum Entkrampfen lernen kann und auch zwischendurch im Unterricht machen kann.  Weiter könnt ihr sehr dicke Stifte benutzen oder eine zusätzliche Griffhilfe nehmen ( Reha-Laden ) oder selber basteln  ( Griffe mit Moosgummi umwickeln ). Das hat bei uns sehr geholfen. Auch malen mit  sehr dicken Pinseln hat bei uns geholfen. Wenn man mit den Übungen aufhört, verschleppt sich das Ganze nur und man fängt immer wieder von vorne an.
Vielleich könnt ihr auch einen Cassettenrekorder im Unterricht mitlaufen lassen,dann kann er sich den Stoff daheim nochmal anhören. Weiter meine ich, daß sich die I-Helfer ,Schule und Lehrer mit dem ATZ zusammensetzten sollten um  eine bessere Zusammenarbeit zu erzielen.
Viele Grüße
Claudia