Hallo Harald,
ich besteh in keiner Weise darauf, das meine Meinung die einzig Wahre ist... Ich bestehe hier nur auf sachlich richtige Informationen. Eines, auf das ich auch bestehe ist ... das es sehr leichtfertig, um nicht zu sagen, sehr großer Blödsinn ist, Beurteilungen von Fachleuten, die sich scheinbar "nur" an alt hergebrachtes halten, pauschal als falsch hin zu stellen. Das dann auch noch mit Studien zu untermauern, die absolut nichts darüber aussagen, wie sich Kinder wie deines, bei welcher Förderung, im Vergleich zu anders geförderten entwickeln... ist noch größerer Blödsinn.
Wenn dich Studien über die Entwickelung von Kindern, tatsächlich in Bezug auf die Möglichkeiten und Gefahren für deine Tochter interessieren, solltest du nach welchen suchen, die die Entwickelung von, in wichtigen ersten Entwickelungsphasen "unterernährten", herzkranken Kindern suchen, und in Bezug auf Spätfolgen von, möglicherweise zu früher Belastung des Kindes durch Laufübungen durchsuchen. Nur wenn du darin bestätigt findest, das es keinen Unterschied macht.. oder eindeutig nicht schadet, wie man so betroffene Kinder fördert, hast du einen tatsächlichen Grund, so über Fachleute herzuziehen, die deine Tochter mit altherberachten Umgangsformen gefördert sehen wollen.
HAT SO EIN KIND DANN AUCH NOCH DS, MACHT DAS EINE BEURTEILUNG VON MÖGLICHEN ENTWICKELUNGEN WOHL EHER NOCH SCHWERER, ALS DAS ES DADURCH LEICHTER WIRD.
Ohne so einen Beweis für deine Behauptungen, tust du nichts anderes, als bei anderen Eltern Hoffnungen zu wecken... die eher in die Hose, als in Erfüllung gehen können.... und dich "ziehmlich komisch" ausehen zu lassen.
Hättest du hier "nur" geschrieben, das dir egal ist was Fachleute über die Förderung deiner Tochter sagen, weil du lieber auf deinen Instinkt, als auf sie hörst, hätte ich nichts dazu geschrieben. Da du hier mit Hilfe von ganz allgemeinen Studien, über 0815 Einheitskinder, über Fachleute her ziehst, die die Förderung eines ganz besonderen Kindes beurteilen.... was überhaupt nicht zusammen paßt... hab ich überhaupt ein Problem damit, klar zu sagen was ich darüber denke...auch wenn ich weis das dem Fragenden meine Antwort nicht paßt. Da hattest du doch nach gefragt, oder ? Wenn du andere Antworten erwartet hast, hast du wohlmöglich die Frage falsch gestellt.
Ich glaube, wenn du eine Herz-op vor dir hättest, und dich der Arzt vorher nur über die Gefahren einer Blindarm-op aufklären würde... würdest du das überhaupt nicht gut finden... oder ? Einfach betrachtet fragst hier aber nach den möglichen Folgen einer Herz-op.... und erwartest, das man dir nur die Gefahren einer Blindarm-op erklärt.

Helmut
hallo!
@ helmut: ich bin auch net gekrabbelt sondern gleich gelaufen (hab kein DS,nur Muskelhypotonie) ......und es heißt doch net,dass man nur weil man net krabbelt schon mit 10 monaten läuft oder? ich selbst bin mit 18 monaten gelaufen.....
@harald: zu den einlagen.......ich schätz sie wär hald sicherer mitm laufen (und laufen lernen) also ohne?! würd sich vielleicht leichter tun......*grübel*
Michaela

@Helmut: Danke für deine Meinungen!
@Michaela: Mit den Einlagen das könnte sein, aber ist das dann nicht immer so ?? Grübel...
Schöne Grüße
Harald
hm....
keine ahnung!
was meinst mit immer so? bei jedem kind,oder die ganze zeit oder wie oder was?
Michaela

Hallo Michaela,
du schreibst..
@ helmut: ich bin auch net gekrabbelt sondern gleich gelaufen (hab kein DS,nur Muskelhypotonie) ......und es heißt doch net,dass man nur weil man net krabbelt schon mit 10 monaten läuft oder? ich selbst bin mit 18 monaten gelaufen.....
Du hast also kein DS und "nur" Muskelhypotonie...und hast heute (in welchem alter ... ) keine weiteren Probleme.
Hier geht es um ein Kind, das DS, einen Herzfehler hat(te ?), im Alter von einem Jahr, grob gerechnet krankheitsbedingt, mangels entsprechender Nahrungsaufnahme, die Hälfte seines Lebens untergewichtig war (so deute ich Haralds Schilderung vom Essverhalten, und der Entwickelung seiner Tochter) dessen Eltern es rein nach ihrem Instinkt, ohne Rücksicht auf das was Fachleute empfehlen fördern.... und es.. wenn sie denn so weiter machen,... daher etwa im selben Alter wie andere Kinder, laufen können tut.
Wenn ein Kind das die Hälfte seines Lebens untergewichtig war, im selben Alter wie andere Kinder läuft, ist die Gefahr groß, das das Kind zwar will, vom wollen her laufen kann.... die Muskulatur sowie der Knochenbau der Belastung aber noch nicht gewachsen ist. So kann das Kinder Schäden erleiden, die es später sicher mehr belasten, als wenn man seine frühen Laufübungen eindeutig dämpfen, und es länger zu Muskelaufbau-, und Knochenschonender -Fortbewegung anhalten würde. Diese Gefahr besteht bei allen Kindern... egal mit, oder ohne, welche Behinderung auch immer. Rechnet man das DS hinzu ist noch wichtiger, das der geamte Muskleaparat... und nicht zu früh die mehr belastdende Laufaparatur gefördert wird. Einem Kind mit DS falsche Bewegungsmuster.. die man ihm so nicht ansieht, die es aber eher schädigen als fördern...später wieder ab zu gewöhnen, ist mit Sicherheit schwerer, als es früh vom laufen ab zu halten.
Wie sind deine Eltern früher mit dir Umgegangen.... ? Auch so.... oder eher anders... ? Stell dir vor, dir ginge es heute schlechter, und würdest erfahren, das deine Eltern früher auf die Meinung von Fachleuten gepfiffen, und dich lieber frei nach deinem wollen gefördert haben.... und du deswegen "ärmer dran" wäres wie heute.... Was würdest du deinen Eltern dann schreiben ?

Helmut
hallo!
mist....jetz hätt ich grad den beitrag schon fast fertig gehabt und dann hab ichs irgendwie hinbekommen ihn zu löschen
[Bild: www.intakt.info]
na dann mach ich jetz kurzform:
- ich sollte auch mit 11-12 monaten von der krankengymnastin her noch viel liegen wegen wirbelsäule
- hab kurz drauf mal probiert zu laufen,glaub aber von alleine (hatte,nachdems mich oft genug hingelassen hat keine lust mehr scheins...)
- auch wenn die ärzte vielleicht hier recht haben......immer haben sie sicher net recht (dann hätt ich ja z.B. schon seit über 10 jahren meine mandeln raus,und hab sie immer noch *g*)
-@ harald: ich hab jetz einlagen,glaub aber in dem alter net wir waren zwar da auch schon beim orthopäden,aber wegen spreizhose,dies dann letztendlich doch net gebraucht hat (nach was weiß ich wievielen kontrollen.....)
Michaela
Gerade viel mir ein Beispiel ein, das auch dabei hilft, zu verstehen warum Kinder mit der Vorgeschichte von Haralds Tochter nicht früh... dann wenn andere es altergemäß auch lernen... laufen lernen sollten.
Wenn ein Sportler, egal aus welcher Branche, krankheitsbedingt ein halbes Jahr lang nicht trainieren konnte, muß er um wieder fit zu werden sehr langsam wieder anfangen zu Trainieren. Ärzte und Trainer erstellen dann einen Trainigsplan, an den sich der Sportler zu halten hat. Hält er sich nicht daran und trainiert... weil Haralds instinkt zur Folge ja alles Blödsinn ist was Fachleute sagen... voll pulle, um schnell wieder fit zu sein, passiert es nicht selten, das man nie wieder... oder erst viel später was von seinen Erfolgen hört, weil er sich kaputt trainiert hat.
Kinder, die lange sich krankheitsbedingt nicht altergerecht entwickeln konnten, sind in der selben Situation wie so ein Sportler. Sie sind froh sich endlich normal entwickeln zu können, haben Spaß an Fortschritten... und haben keine Ahnung davon, was sie sich mit zu frühem Lauftraining später für Probleme einhandeln können. Wenn Eltern... die dann ja auch froh sind endlich Fortschritte bei ihrem Kind zu sehen... sie dann in ihrem Laufenlernen unterstützen, damit es sich endlich normal entwickelt, und anderen nicht mehr hinterher hinkt, auf das Pfeifen was Fachleute sagen.... ist das das selbe, als wenn Sportler auf das Pfeifen, was Trainer und Ärzte sagen....
Wie ist das Harald... ? Würdest du deinem Lieblingssportler, wenn nach 6 monatiger krankheitsbedingter Trainigspause und Untergewicht wieder fit werden muß, auch sagen das alles Blödsinn ist was Fachleute sagen, und er nur auf seinen Instinkt hören soll ? Wenn nicht... warum sagst du es dann dir und uns bei der Förderung deiner Tochter ?

Helmut
hallo!
so,hab jetz alles nochmal durchgelesen und ich bin der meinung schon fördern.....aber vielleicht is das so doch ein bisschen zu viel?! ich weiß ja net......
leonie steht noch net allein auf oder? weil wenn sie sich irgendwo hochzieht und zum stehen kommt würd ich auf alle fälle an der hand rumführen,aber ganz ohne dass sie was selbst macht?
sitzen schon eher....aber auch net zu oft.....siehe oben (sogar ich sollte immer wieder liegen.....und das mit nem jahr)!
weil mit sitzen denk ich is hald so,dass wenn sie dann zu laufen anfängt und das net einigermaßen sicher kann und fällt nach hinten,dann fällt sie aufn kopf?!
1) Leonie zieht sich an allem hoch was in der Nähe ist um zu stehen. Wir können ihr ja die Hände zusammenbinden - dann kann sie es nicht mehr und wir hätten was gutes getan - Wenn´s nach Helmut geht

2) Leonie setzt sich natürlich selber hin.
Schöne Grüße
Harald
P.S. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, das jemand mit allen Mitteln versucht, das was wir tun als absolut falsch darzustellen, nur weil er, aus welchen Gründen auch immer (im nachhinein kann man dies nämlich sicher gar nicht feststellen) jetzt viele Jahre später ein gesundheitliches Problem hat. Und dieses versucht er nun auf alle anderen Menschen zu übertragen. Wir setzen uns nicht über alle ärztlichen Ratschläge weg, sondern wir fragen nach, WO der Nutzen liegt! Und wenn uns der Nutzen zu gering erscheint, dann hinterfragen wir die Therapie! Wenn du meinst, das wir immer auf die Götter in Weiss hören sollten, muss ich dir leider mitteilen, das unsere Tochter im Alter von 6 Monaten GESTORBEN wäre - Wenn wir nicht reagiert hätten!! So, und jetzt bist du dran....Glaub du mal ruhig alles was die Ärzte sagen - Wir haben gelernt und tun es nicht mehr!!
hallo!
super reaktion harald......
wenn immer alles stimmen würde was die ärzte sagen,wär marlen (meine internet freundin) nur 2 wochen alt geworden........taraaa,sie is 15!
nur mal so als beispiel.....
Michaela
Hallo Harald,
das jetzt solche Sprüche von dir kommen
P.S. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, das jemand mit allen Mitteln versucht, das was wir tun als absolut falsch darzustellen, nur weil er, aus welchen Gründen auch immer (im nachhinein kann man dies nämlich sicher gar nicht feststellen) jetzt viele Jahre später ein gesundheitliches Problem hat. Und dieses versucht er nun auf alle anderen Menschen zu übertragen....
war klar. Klar ist auch vielen, die deinen Stratbeitrag hier aufmerksam lesen, schon nach dem ersten Absatz.... worin noch kein Wort vom DS gefallen ist.... ,
(Unsere Tochter Leonie ist Mitte April 1 Jahr geworden. Sie wurde mit einem schweren Herzfehler (DORV, kompl. AV-Kanal) geboren und im Alter von 6 Monaten erfolgreich in St. Augustin operiert. Vor der OP konnte sie sich kaum entwickeln, da sie sich ja nicht anstrengen durfte. Das Füttern war eine stundenlange Qual.)
....das es gute Gründe dafür gibt, ein Kind mit der Vorgeschichte, nicht im selbem Alter wie andere Kinder... ob mit oder ohne DS... zum laufen zu bringen. Wenn du davon nichts wissen willst, oke.... es ist deine Tochter, und nicht das Kind anderer Leute, die auch schlechte Erfahrungen mit Ärzten gemacht haben, aber dennoch die Augen nicht vor sehr realen Risiken für ihr Kind verschließen, nur weil Fachleute anderer Meinung sind als sie.

Helmut
PS. Deine Steigerungsform, was Fehler von Fachleuten angeht... zuerst erklärst du uns, das die Fachleute falsch liegen weil sie deinem Instinkt wiedersprechen, jetzt, nach dem man dir mit im Grunde einleuchtenden Argumenten angedeutet hat, das sie recht haben könnten....berichtest du, das die Ärtzte deine Tochter durch eine falsche Diaknose beinahe umgebracht hätten.... legt den Verdacht nahe...das ihr mit eurem Verhalten eher versucht eurere Wut auf Fachleute zu verarbeiten, als ihr euch von eurem Instinkt leiten laßt. Das ist nach solchen Erlebnissen zwar verständlich.... ändert aber nichts daran, das es offensichtlich gute Gründe dafür gibt, das eure Tochter nicht so wie andere Kinder laufen lernen sollte. Wut war schon immer nicht der Beste Ratgeber. Du kannst das jetzt gern auf mich ummünzen... das ändert nichts daran.
Bei der Gelegenheit... du legst hier wert darauf, das deine Große Tochter nicht behindert ist. Wenn ich mich auf eurer HP nicht verlesen habe, ist deine große Tochter ein Kind, das deine Frau aus einer anderen Beziehung mit in eure Ehe gebracht hat.....ihre Entwickelung also kein Beweis dafür ist, das du mit deinem Instinkt richtig liegst. Das nur der Vollständigkeit halber, weil einige Leser deine Schilderung hier anders verstanden haben.

Helmut
hallo....
@ helmut: wenn leonie sich allein hochzieht und allein hinsetzt was soll harald dann machen? sie am bett festbinden,damit sie ja net zum stehen kommt?
also ich weiß ja net,......*grübel*
Michaela

Hallo Michaela,
das frühes laufen für Kinder mit einem Lebenslauf wie Haralds Tochter ( Herz- und Ernährungs -problem und DS ) heikel ist, müßte eigentlich auch dir klar sein. Das man solche Kinder nicht auch noch im laufen lernen besonders fördert, und entgegen dem Rat von Fachleuten, zum laufenlernen an die Hand nimmt, damit sie im selben Alter Laufen lernen wie andere Kinder... sollte dann auch klar sein. Harald hat das Thema hier wohl angefangen, um sich seine Meinung... das frühes laufen lernen für seine Tochter gut ist.... bestätigen zu lassen... nicht weil er wissen will, was andere davon halten. Sonst hätte er wohl nicht so geantwortet, wie er es getan hat. Außer... ihr habt doch alle keine Ahnung von Kindern mit DS... hat er bis jetzt nichts dazu gesagt. Dabei sind die Probleme mit der Ernährung und dem Herzfehler seiner Tochter, ohne das man auch nur eine Sekunde an DS denken muß, schon Grund genug, ihr zum laufen lernen wesentlich mehr Zeit zu verschaffen, als Kindern ohne solche Einflüsse brauchen.
Stell dir vor Haralds Tochter kann später wegen der möglicher weise zu frühen Laufförderung, weil sie Schäden erlitten hat, nicht so gut laufen, als wenn man sie jetzt nicht so im Laufen gefördert hätte. Stell dir vor sie fragt dann ihren Vater, warum das bei ihr so ist.... Was soll er ihr darauf sagen ? Selber Schuld !.... du wolltest halt zu früh laufen...Die die ich dazu gefragt habe... egal ob Fachleute oder andere Eltern, die gesagt haben das das nicht gut sei .. hatten doch alle keine Ahnung, deswegen hab ich bei deinem Laufen lernen nur getan was du wolltest.

Helmut
Hallo Ihr,
nur kurz folgendes:
Robben, Krabbeln ist doch nicht hauptsächlich fürs Laufenlernen wichtig , sondern für die Bildung von Verknüpfungen im Gehirn. Kinder , die nie gekrabbelt sind , haben oft Probleme bei der Feinmotorik.
Was ich vor allem nicht verstehe, ist, warum ein Kind -egal ob behindert oder nicht- mit einem Jahr schon laufen soll. Um Sinne und Muskeln zu fördern gibt es doch unendlich viele andere Möglichkeiten. Ehrlich gesagt klingt mir das doch alles sehr nach einem Leistungsdenken, das ich schon bei Eltern nichtbehinderter Kinder immer ätzend fand.
May the force be with you
Pauline
Hallo,
auch von mir nur zwei kurze Anmerkungen:
Krabbeln - d.h. die Überkreuzbewegungen, die man dabei macht - dient dazu, die beiden Gehirnhälften miteinander zu verknüpfen, das hat Pauline schon geschrieben. Interessant ist, dass viele (viele, sicher nicht alle) Kinder, die nicht gekrabbelt sind, Probleme mit dem Rechnen haben. Wenn sie durch Nachholen des Krabbelns und andere Überkreuzbewegungen (z. B. die "liegende Acht") diese Verknüpfungen gebildet haben, werden ihre Leistungen im Mathematikunterricht besser.
Zum Thema "an den Händen laufen" fällt mir nur ein afrikanisches Sprichwort ein: "Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht." Nein, ich bin nicht gegen Therapien und Anregungen (behinderte Kinder benötigen sicher beides), aber ich denke, ein Kind macht dann seine Entwicklungsschritte, wenn es selbst soweit ist.
Liebe Grüße
Heike
Von Donnerstag-Samstag waren wir auf einem Seminar der Lebenshilfe in Marburg. Thema "Kinder mit Down-Syndrom in den ersten Jahren". Referentin: Prof. Dr. Etta Wilken.
Und sie hatte keinerlei Einwände gegen unser Massnahmen. Solange das Kind sich dabei wohl fühlt und keine körperlichen Schäden (Wirbelsäule, Becken etc.) vorhanden sind, sollen wir das Kind ruhig unterstützen. Und sie findet, das Leonie sich prima entwickelt hat.
Das mit den beiden Gehirnhälften stimmt übrigens auch, dies erklärt auch z.T. warum Kinder mit Down-Syndrom ALLE nicht gut rechnen können. Also nicht krabbeln schadet in dem Fall auch nicht
Etta Wilken, ist übrigens DIE anerkannte Professorin auf diesem Gebiet und somit haben wir nun die qualifizierteste Meinung, die man hierzu erhalten kann.
Schöne Grüsse
Harald
Hallo,
habe mit großem Interesse eure Beiträge zu diesem Thema gelesen!
Ich arbeite als Krankenschwester in einem Heilpädagogischen Kinderheim in einer Gruppe mit schwerstmehrfach behinderten Kindern. Habe selber einen Sohn (12 Jahre), nicht behindert. Aber auch er hat eine "medizinische Geschichte". Obwohl ich durch meinen Beruf bestimmt schon einige Erfahrung habe, hat es mich immer wieder erstaunt, wie unterschiedlicher Meinung die Ärzte doch oft sind. Ich, bzw. wir mußten uns nach all den unterschiedlichen Meinungen, dann für eine Therapiemöglichkeit entscheiden. Das war mit Sicherheit nicht einfach. Ob es die Richtige war (auf Dauer) wissen wir nicht. Wir wissen nur eins im Moment geht es ihm super gut und auch die Ärzte sind zufrieden.
Was ich damit eigentlich sagen will: Natürlich ist die Meinung von Fachleuten sehr wichtig. Ein Abwägen von Für und Wieder ebenso. Einbeziehen von ewt. Spätfolgen u.s.w. ..., aber manchmal muß man eben auch mal auf sein Herz höhren........, denn eins ist doch wohl klar!!! Wir wollen alle nur das Beste für unsere Kinder!!!

Hallo Harald,
unter
www.grundmotorik.de habe ich Allgemeines über das Thema "Krabbeln" gefunden. Mein Sohn ist kein Kind mit Down-Syndrom, er litt aber unter Krämpfen. Ich habe es geschafft, ihn bis zum 3. Lebensjahr am Krabbeln zu halten.(Tragen, Spiele am Boden, u.s.w.) Es geht alles, wenn man nur will. Mir war es so wichtig, dass er so lange krabbelt, das er eine Möglichkeit bekam, seine Defizite aufzuholen.
Aber Du hast recht, wenn Du sagst, dass die Fachwelt nicht einer Meinung ist. Viele Ärzte fanden mein das Laufen "unterdrückende" Verhalten unmöglich. Heute ist davon keine Rede mehr. Das es meinem Sohn so gut geht, hat sehr viel damit zu tun. Und laufen wird er noch sein Leben lang...
Grüße
Tina
Jetzt muß ich doch noch mal auf diesen Beitrag schreiben.
Es wurden jetzt viele verscheidene Meinungen geäußert.
Das was Harald wissen will, ist doch , ob es richtig ist, sein Kind mit DS jetzt zum laufen zu "animieren", so verstehe ich es und daß er mehr oder minder auf die Meinung der Ärzte und Therapeuten pfeift, weil sie für ihn so gegensätzlich klingen.
Ich bin einfach der Meinung nach Jean Ayres und dem Institut der Kindesentwicklung in Hamburg und der Meinung meiner Ergotherapeutin:
aufgrund der muskulären Hypotonie, die nicht nur Kinder mit DS haben, aber ALLE Kinder mit DS haben, sollten sie die besonderen Maßnahmen in Anspruch nehmen.
Wir hatten eine sehr gute KG die nach Vojta KG gemacht hat, die uns auch darauf hinwies, daß das Körperschema nicht stimmte, die uns weitere Wege empfahl zur Ergotherapie.
Leonie ist noch klein. Harald, gönne ihr die Zeit ihren eigenen Weg zu suchen, zwar mit eurer Unterstützung aber nicht mit einem "herausfordern".
Was nützt es, wenn sie laufen kann, und gegen alle Wände läuft, die Treppen runter-oder hochfällt, stolpert, Umwege um vermeintliche Hindernisse nimmt?
Schule lieber die Körperwahrnehmung von Leonie, anstatt dich so auf das laufen lernen zu versteifen.
Laufen wird sie dann, wenn sie sich sicher genug fühlt und auch ein Körperschema hat, d.h., wenn sie merkt, daß ihre Füße auf dem Boden stehen, sie die Rückmeldung an das Gehirn hat und sie den Befehl geben kann, "ich möchte mich jetzt fortbewegen"
Mein Sohn, der "nur" eine leichte muskuläre Hypotonie hat, hätte eigentlich schon im Alter von 12 Monaten laufen können.
Er war aber erst im Alter von 18 Mon. so sicher, daß er dieses Wagnis einging.
Unterschätze nicht, daß Leonie ein Haufen Informationen in dem Körperschema, dem Raumschema und der Wahrnehmung fehlen.
Und diese sind Grundvoraussetzung für die Bewegung.
Wie gesagt unsere Große ist jetzt fast 5 Jahre alt. Wir haben im Alter von 3 Jahren, das Krabbeln "neu" erlernt, weil das Körperschema nicht stimmte. Sie ist entwicklungsverzögert, hat eine Augenmuskellähmung, hat eine muskuläre Hypotonie, teilweise autistische Züge, Verhaltensauffälligkeiten usw.
Sie hatte enorme Fortschritte dadurch, weil sie auf einmal ihren Körper in Teilbereichen "wahr nahm".
Ich kenne viele Kinder mit DS und kann behaupten, daß ich die gesamte Bandbreite von leicht bis schwer betroffen kenne.
Und glaub mir, ein mir bekanntes Kind jetzt 6 Jahre alt, hat weitaus mehr Fähigkeiten wie meine Tochter.
Ich sage es noch einmal, mit der Zeit lernt man dazu.
Natürlich ist so ein Forum der Ort für Informationsaustausch.
Bei dir habe ich allerdings den Eindruck, daß du eher auf die Behinderung deiner Tochter "sauer" bist, als auf die Ärzte usw.
Das Außeinandersetzen mit der Behinderung des Kindes ist ein Lernweg und manchmal auch ein Leidensweg, aber mich stört persönlich, die Art und Weise, der teilweise persönlichen Angriffe gegen manche Personen.
Denke einfach mal darüber nach, und vergiß nicht dabei, daß du es hier mit Eltern von behinderten Kindern zu tun hast, die z.Teil schon viele Jahre oder Jahrzehnte ihre Kinder pflegen, und auch alle lernen mußten, die Behinderung zu akteptieren, zu tolerieren und auch umzusetzen in einen lebensbejahenden Weg.
Falls du dich wieder angegriffen fühlen solltest, dann lebe dieses Gefühl auch aus, aber nicht in schriftlicher Form, sondern in Reflektierung deines Umgangs mit deinem behinderten Kind, weil nur die Außeinandersetzung damit bringt dich weiter und nicht das schriftliche Niederlegen von" ich habe Recht und die Ärzte nicht", weil darum geht es nicht.
Liebe Maika,
ich danke für diesen ausführlichen Bericht !!
Nein, ich bin nicht sauer, weil meine Tochter behindert ist. Falls das so rübergekommen ist muß ich das dringend korrigieren!!
Übrigens: Mittlerweile läuft sie schon fast alleine. Mit ihrem Kinderwagen rennt sie durch die Wohnung. Und ihren eigenen Kinderwagen hat sie auch schon geschoben. Aber es ist auch völlig unwichtig geworden. Wenn sie dieses Jahr nicht läuft dann eben erst nächstes Jahr. Irgendwann wird sie es schon tun. Und schließlich ist sie ja auch erst 17 Monate alt. In dem Alter laufen auch "normale" Kinder noch nicht alle
Soviel noch dazu.
Liebe Grüße
Harald
Hallo zusammen!
Bei dir habe ich allerdings den Eindruck, daß du eher auf die Behinderung deiner Tochter "sauer" bist, als auf die Ärzte usw.
Danke Maika, du hast denke ich das ausgesprochen, was einige gedacht haben...
Aber es ist auch völlig unwichtig geworden. Wenn sie dieses Jahr nicht läuft dann eben erst nächstes Jahr. Irgendwann wird sie es schon tun.
Harald, diesen Satz zu lesen freut mich. Damit bringst du glaube ich wenig Minderung in die Sorgen einiger, die auf deine vorigen Beiträge geantwortet haben.
Irgendwann wird sie es schon tun. Und schließlich ist sie ja auch erst 17 Monate alt. In dem Alter laufen auch "normale" Kinder noch nicht alle 
Das wieder ein bisschen weniger, aber im Kontext doch "richtig" zu verstehen.
[Bild: www.intakt.info]
Tschüss,
Julia.
Hallo zusammen!
Bis jetzt bin ich immer ein stiller Mitleser gewesen. Doch zu diesem Thema muss ich meine Meinung mit einbringen.
Meine Tochter (DS) wird am 04.Juli 2004 ein Jahr.
Sie sitzt seit dem 8. Lebensmonat allein und rollt sich durch den Raum. Von vorwärts Robben geschweige denn von Krabbeln sind wir noch weit entfernt. Jedoch zieht sie sich an Möbeln selbst hoch. Seit ein paar Tagen versucht sie an der Hand zu laufen. Auch unsere Therapeutin ermahnte uns dies nicht zu tun und sie erst dazu bringen das Krabbeln zu lernen. Warum soll ich ihr die Freude am Vorbewegen nehmen, wenn sie auf dem Bauch nur frustriert ist, weil sie sich immer nur rückwärts wegschiebt. Durch das führen zeige ich ihr dass es im Leben auch vorwärts geht. Natürlich laufe ich nicht den ganzen Tag mit ihr durch die Wohnung, sondern lege sie auch auf den Bauch.
Im Prinzip muss jeder selber wissen was er tut und ob er lieber abwarten oder Impulse geben möchte. Ich will Impulse geben und meinem Kind zeigen wie es geht, immmer und immer wieder.
Und noch eins, die Aussage " Bei Down-Kinder ist das aber anders" kann ich nur sagen. Nicht die Gesellschaft sondern viele Eltern machen ihre behinderten Kinder zu etwas anderem.
viele Grüße
Daniela
Hallo Daniela,
schön das du dich auch mal gemeldet hast
Ich möchte die Gelegenheit nutzen, die Fortschritte unserer Tochter mal zu erzählen:
Leonie läuft jetzt bereits seit einigen Monaten, außerdem hat sie, kurz nachdem sie laufen konnte auch das Krabbeln "entdeckt". Sie hat also die "ach so fürchterlich wichtigen" Entwicklungsschritte alle durchgemacht. Fakt ist also, das es ihr nicht geschadet hat. Wir waren auch bei einem Orthopäden um abzuklären, ob Bedenken gegen das Laufen bestehen, oder ob Annomalien vorhanden sind, die Bandagen oder spezielles Schuhwerk erfordern. Hintergund: Dort wo Leonie bisher in Behandlung war, wollten sie ihr Einlagen für die Schuhe verpassen. Außerdem sollten wir die Füsse täglich bandagieren (Praxis Dr. Rodenacker in Köln-Porz). Auf meine Frage wieso das sein muß, wurde nur lapidar gesagt: Das brauchen die Kinder mit Down-Syndrom.
Tja, und der Orthopäde hat dann gesagt, das es Quatsch ist, weil ihre Füsse und Gelenke absolut okay sind. Mit dem Bericht des Orthopäden sind wir dann in die Praxis. Da ging dann richtig die Post ab. Wie wir es wagen könnten, die Aussagen der Ärztin anzuzweifeln und "hinter ihrem Rücken" solche Untersuchungen anstellen könnten! Aber sie ließ trotzdem nicht von ihrem "Schema F" ab und wollte Leonie sogar, als sie schon gelaufen ist, immer noch mit Therapien behandeln, die das unterbinden und das Krabbeln fördert.
Diese Ärztin ist der Alptraum schlechthin, wenn man eine individuelle Behandlung für sein Kind möchte. Sie arbeitet nach immer dem gleichen Schema und vertritt die Ansicht, das alle Kinder mit Down-Syndrom gleich sind. Und dann noch ihre Ansicht, das man manchmal deren "Willen brechen muss". Das hat uns den Rest gegeben und wir haben diese Praxis nie wieder aufgesucht. Wir hatten Glück und haben gleich im Anschluß einen Platz in einem Frühförderungszentrum bekommen. Dort ist alles ganz anders: Seitdem Leonie dort ist, macht ihr das ganze Spass (war vorher nie der Fall, schon bei Ankunft in der Praxis fing sie an zu weinen!). Und sie hat wahnsinnige Fortschritte gemacht. Dort vertrödelt man keine Zeit, sondern therapiert das Kind so, wie es das gerade braucht. Je nach Entwicklungsstand des Kindes werden Therapiepläne erstellt, alle notwendigen Ärzte und Therapeuten sind im selben Haus.
Das Frühförderzentrum ist einfach toll.
Dazu kommt noch, das Leonie jetzt 2 mal die Woche Therapie von jeweils mind. 1 Stunde hat. In der anderen Praxis sollte es 1 mal die Woche 1 Stunde sein, war aber meist nur 30 Minuten, da die Wartezeiten extrem waren. An einen 2 Termin wären wir dort nie gekommen, auch, weil die Ärztin der Meinung war, einmal die Woche reicht vollkommen aus bei "Down-Kindern".
Nunja, jedenfalls weiß ich jetzt, das wir alles richtig gemacht haben. Ich respektiere die Meinungen der anderen in diesem Forum, aber auch sie sollten respektieren, das sie sich irren können und die Ärzte nicht immer Recht haben.
In diesem Sinne bis bald.
Liebe Grüße
Harald
Harald schrieb .
Leonie läuft jetzt bereits seit einigen Monaten, außerdem hat sie, kurz nachdem sie laufen konnte auch das Krabbeln "entdeckt". Sie hat also die "ach so fürchterlich wichtigen" Entwicklungsschritte alle durchgemacht. Fakt ist also, das es ihr nicht geschadet hat.
Hallo Harald,
deine Methode, Entwickelungsschäden durch krankheitsbedingte Unterernährung als Baby, so früh zu erkennen, solltest du dir patentieren lassen. Andere so betroffene Kinder, bekommen obwohl Ärtze und Therapeuten in der entscheidenden Phase darauf hingewiesen haben, Jahre später eine schwere Skoliose und solche Dinge.

Helmut
Hallo !
Die Therapeutin in der Frühförderung bei uns, hat es nun auch eingesehen, dass manche Kinder eben anders therapiert werden müssen. Ihre letzte Aussage war " Naja, sie wird wohl zuerst laufen und dann das krabbeln lernen"
Also bis bald mal wieder!
gruß Daniela