Hallo!
Ich heiße Nadja und bin 20 Jahre alt.
Schon lange bin ich auf der Suche nach einem Forum wie diesem gewesen.
Mein Bruder ist 17 Jahre alt, er hatte mit 6 1/2 Jahren einen Ertrinkungsunfall.
Außerdem habe ich noch einen 10 jährigen Bruder und eine 7jährige Schwester
Seit diesem Unfall ist mein Bruder schwerstbehindert; er kann sich nicht selber bewegen,nicht sprechen und nicht alleine essen.
Gleich nach dem Unfall entschieden meine Eltern sich dafür, alles für meinen Bruder zu tun, was möglich ist, damit es ihm wieder besser gehen sollte, obwohl die Ärzte ihn damals mehr oder weniger aufgegeben hatten und uns rieten, ihn in ein Heim zu geben.
So nahmen meine Eltern meinen Bruder nach einigen Monaten in einer Rehaklinik mit nach Hause; seit dem sind wir zu 100 % für ihn verantwortlich.
Tag und Nacht kümmern meine Eltern und wir Geschwister uns um ihn.
Jahrelang haben wir alle möglichen Therapien ausprobiert und durchgeführt ( die ersten Jahre Doman-Therapie in USA und England, Therapie in der Ukraine, im logopädischen Zentrum Lindlar etc.) Bis heute therapieren meine Eltern ihn täglich zu Hause.
Das Familienleben richtet sich seit diesem Unfall zu 100 % auf meinen Bruder hin aus.
Alle Familienmitglieder verzichten größtenteils auf ihr eigenes Leben.
Es gibt nur wenige Leute, die uns in unserer Situation aktiv unterstützen und uns zur Seite stehen.
Das schlimmste jedoch an unserer Situation ist, dass wir alles für meinen Bruder gemacht haben, es ihm jedoch heute eher noch schlechter geht, als kurz nach dem Unfall.
Vor allem sein körperlicher Zustand hat sich eher verschlechtert. Die ersten Jahre gab es immer kleine Fortschritte, doch seit ein paar Jahren geht es eher in die andere Richtung. Bewegt man ihn mal eine Zeit lang weniger, so geht es ihm gleich schlechter.
Die meisten Kinder, die 45 Minuten unter Wasser sind, überleben so einen Unfall wohl kaum, seine Gehirnschädigungen nach dem Sauerstoffmangel scheinen einfach zu immens zu sein, um sie aufarbeiten zu können.
So spitzt sich unsere Situation immer mehr zu.
Niemand weiß, wie es mit meinem Bruder weitergehen wird und soll, niemand weiß, in welche Richtung es geht, keiner der Familienmitglieder fühlt sich in der Lage, sein Leben von dem unseres Bruder abzugrenzen.
So auch ich nicht. Es ist einfach sehr schwierig, den ganzen Tag diese bedrückende Situation vor Augen zu haben und dann fröhlich unter Leute zu gehen, die einen nicht einmal annähernd verstehen können und zum Teil auch nicht wollen.
Ich würde mich sehr freuen, wenn mir Menschen schreiben würden,die sich in einer ähnlichen Situation befinden. Besonders freuen würde ich mich über ähnlich betroffene Geschwister, mit denen ich mich austauschen kann.
Bis hoffentlich bald
Alle Gute!
Nadja

Ich heiße Nadja und bin 20 Jahre alt.
Schon lange bin ich auf der Suche nach einem Forum wie diesem gewesen.
Mein Bruder ist 17 Jahre alt, er hatte mit 6 1/2 Jahren einen Ertrinkungsunfall.
Außerdem habe ich noch einen 10 jährigen Bruder und eine 7jährige Schwester
Seit diesem Unfall ist mein Bruder schwerstbehindert; er kann sich nicht selber bewegen,nicht sprechen und nicht alleine essen.
Gleich nach dem Unfall entschieden meine Eltern sich dafür, alles für meinen Bruder zu tun, was möglich ist, damit es ihm wieder besser gehen sollte, obwohl die Ärzte ihn damals mehr oder weniger aufgegeben hatten und uns rieten, ihn in ein Heim zu geben.
So nahmen meine Eltern meinen Bruder nach einigen Monaten in einer Rehaklinik mit nach Hause; seit dem sind wir zu 100 % für ihn verantwortlich.
Tag und Nacht kümmern meine Eltern und wir Geschwister uns um ihn.
Jahrelang haben wir alle möglichen Therapien ausprobiert und durchgeführt ( die ersten Jahre Doman-Therapie in USA und England, Therapie in der Ukraine, im logopädischen Zentrum Lindlar etc.) Bis heute therapieren meine Eltern ihn täglich zu Hause.
Das Familienleben richtet sich seit diesem Unfall zu 100 % auf meinen Bruder hin aus.
Alle Familienmitglieder verzichten größtenteils auf ihr eigenes Leben.
Es gibt nur wenige Leute, die uns in unserer Situation aktiv unterstützen und uns zur Seite stehen.
Das schlimmste jedoch an unserer Situation ist, dass wir alles für meinen Bruder gemacht haben, es ihm jedoch heute eher noch schlechter geht, als kurz nach dem Unfall.
Vor allem sein körperlicher Zustand hat sich eher verschlechtert. Die ersten Jahre gab es immer kleine Fortschritte, doch seit ein paar Jahren geht es eher in die andere Richtung. Bewegt man ihn mal eine Zeit lang weniger, so geht es ihm gleich schlechter.
Die meisten Kinder, die 45 Minuten unter Wasser sind, überleben so einen Unfall wohl kaum, seine Gehirnschädigungen nach dem Sauerstoffmangel scheinen einfach zu immens zu sein, um sie aufarbeiten zu können.
So spitzt sich unsere Situation immer mehr zu.
Niemand weiß, wie es mit meinem Bruder weitergehen wird und soll, niemand weiß, in welche Richtung es geht, keiner der Familienmitglieder fühlt sich in der Lage, sein Leben von dem unseres Bruder abzugrenzen.
So auch ich nicht. Es ist einfach sehr schwierig, den ganzen Tag diese bedrückende Situation vor Augen zu haben und dann fröhlich unter Leute zu gehen, die einen nicht einmal annähernd verstehen können und zum Teil auch nicht wollen.
Ich würde mich sehr freuen, wenn mir Menschen schreiben würden,die sich in einer ähnlichen Situation befinden. Besonders freuen würde ich mich über ähnlich betroffene Geschwister, mit denen ich mich austauschen kann.
Bis hoffentlich bald
Alle Gute!
Nadja

