Hallo an alle
Unsere Tochter Nicole (5 Jahre) besucht seit September SVE und ich dachte, dass ich wieder mal Möglichkeit haben werde zu arbeiten. Weg von zuhause! Auch mal Teilzeit Job oder Basis. Nun ….. zu früh gefreut. Nicht nur häufige Infektionen, die im ersten Jahr im Kindergarten ein muss sind, verhindern meine Pläne: Ferien - das ist Problem. Wenn ich jetzt hoffen darf, dass die Krankheiten nächstes Jahr abklingen werden, da das Immunsystem stärker sein wird, Ferien werden wohl nicht verschwinden. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass ich `nen Arbeitsplatz finde, wo ich immer wieder wochenlang zu Hause sitzen darf. Mit unserem gesundem Sohn ging es einwandfrei: er dürfte die Ferien bei Oma verbringen, so lange er noch klein war. Nicole ist aber schwerstbehindert und der Pflegeaufwand auf Dauer sei zu groß für unsere Oma. Ich möchte gerne zum Abwechslung was anderes unternehmen, als nur Hausarbeit.
Bitte, Mutis von besonderen Kindern, wie schafft ihr das?
Tatjana
Hallo Tatjana,
Erst einmal eine Frage an Dich: Was heisst SVE ?
Du hast hoffentlich eine Pflegestufe für Deine Tochter, dann hast Du nämlich auch die Möglichkeit der Kurzzeitpflege und der Verhinderungspflege.
Wir geben unseren Sohn Pascal (fast 8 Jahre) zwischendurch sowie auch in den Ferien in eine Kurzzeitpflege-Einrichtung für behinderte und schwerstbehinderte Kinder. Leider sind die Ferienplätze sehr beliebt und man muss ab und zu Abstriche machen.
In den Sommerferien fährt er mit dem Verein Lebenshilfe für 2 Wochen in die Ferienfreizeit. Das wird mit der Pflegeversicherung über die Verhinderungspflege abgerechnet. Ein Eigenanteil von ca. 200 - 300 Euro muss man aber selbst bezahlen.
Außerdem teilen mein Mann und ich uns auf, sodass wir leider nicht immer gemeinsam Urlaub haben, sondern z. B. Osterferien - Er; und Herbstferien - Ich
Ich hoffe das hilft Dir etwas
Gruß
Marika
Hi Tatjana,
das Problem hatten wir auch, als Emma 3 Jahre war und in der SVE.
Ich konnte aber immer arbeiten, da sowohl mein Mann als auch ich selbstständig sind. Hieß zwar "Schichtarbeit" (eben auch abends/nachts und am Wochenende), aber für mich war es der extrem wichtige Kontapunkt zu Kinder/Pflege. Ab dem 2. Jahr haben wir Emma dann 2mal, ab dem 3. Jahr fünfmal nachmittags in der zur Schuleinrichtung gehörenden Tagesstätte untergebracht. Da Nicole ja in einer SVE ist, muß es doch eigentlich die dazugehörige Schule und doch eigentlich auch eine Tagesstätte geben(die auch Ferienbetreuung anbietet) ? Oder wie ist das bei Euch? Falls es tatsächlich eine isolierte SVE ist, würde ich es nicht wagen, einen Job anzunehmen....
lg Pauline
Hi, Marika und Pauline
Vielen Dank für eure Antworten ich glaube das wird uns weiter helfen. Nur der Gedanke, keinen gemeinsamen Urlaub zu machen drückt irgendwie. Noch eine Frage hätte ich: heißt es, dass neben dem Verhinderungspflege auch die Kurzzeitpflege zusteht? Ob diese Einrichtungen ohne Übernachtungen sind? Ich konnte mir noch nicht vorstellen mein Kind für die ganze Woche abgeben müssen. Auch im Krankenhaus konnte ich Sie nie alleine lassen.
In der SVE (Marika SVE ist eine Schulvorbereitende Einrichtung für Schwerbehinderte Kinder) bekam ich so eine Broschüre für die Ferien. Da hieß es immer die Kinder fahren für paar Tage weg mit Pflegepersonen. Das ist mir noch zu viel mein Kind weg fahren zu lassen.
Ich werde mich jetzt aber in SVE informieren lassen, ob da Ferienbetreuung für Halbtag möglich wäre.
Mann, ich will nur etwas anderes machen können, als nur Hauskram zu erledigen.
Ich grüße euch
Tatjana
Hallo Viktori,
Dir steht Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege pro Kalenderjahr zu.
Ich kann mir vorstellen, dass es auch Einrichtungen gibt, die nur Tagsüber aufnehmen (würde heissen, dass deine Tochter bei dir übernachtet). Allerdings sehe ich da folgendes Problem:
Falls Du Arbeit hast und morgens früh anfangen musst, wann willst Du dann deine Tochter zur Pflegeeinrichtung bringen. Außerdem sind solche Einrichtungen rar geseet. Wir müssen z. B. ca. 50 km fahren um Pascal in die Kurzzeitpflege-Einrichtung zu bringen.
Oder mal nur am Wochenende, mal ausschlafen etc.
Es gibt auch noch die Möglichkeit über die zusätzliche Betreuungsleistung (ca. 400 Euro im Jahr) stundenweise jemanden zur Betreuung nach Hause kommen zu lassen. So etwas bietet z. B. bei uns die Lebenshilfe an. Allerdings kommt man mit 400 Euro nicht weit.
Erkundige dich, und denk auch mal an Dich. Das ist wichtig. Letztlendlich profitiert auch Deine Tochter davon.
Liebe Grüße
Marika