Wunderschönen guten Abend!
Wie an dieser Stelle kürzlich schon beschrieben arbeite ich in einem Kinderheim für geistig behinderte Kinder und bin dort für Kevin (13, rechtsbetonte Tetraspastik, geistige Behinderung spricht nur 2-3 Worte) zuständig und hätte da mal eine Frage. Als wir Kevin im April letzten Jahres aus einem anderen Kinderheim (er kam mit 1 1/2 Jahren ins Heim) übernahmen wurde er uns als das verhaltenauffälligste Kind der Welt beschrieben: Er schrie dort von Morgens bis Abends, musste mit Sitzhose, Hosenträgergurten und Fussfesseln am Rolli fixiert werden, machte alle Dinge die er in die Finger bekam sofort kaputt, schlug andere Kinder, schaukelte so lange bis er mit dem Rolli umkippte, steckte sich die Finger bis zum erbrechen in den Hals und konnte keine einzige Sekunde aus den Augen gelassen werden. In relativ kurzer Zeit hat er sich mit Hilfe von sehr klaren Regeln, Konsequenz und viel Bewegung (er krabbelte und lernte auch schnell frei zu laufen was er bei Ankunft nicht konnte) gelang es uns all diese Verhaltensweisen unter Kontrolle zu bekommen. Er ist ein sehr nettes, ausgeglichenes Kind, daß sich alleine Beschäftigen kann, immer gut gelaunt ist und schon sehr viele regeln befolgen kann... solange alles läuft, wie er es plant! Wenn er z.B. auf seinem Haverich Dreirad fährt, nach einiger Zeit anfängt Blödsinn zu machen, ich ihm einige Male androhe ihn vom Dreirad zu holen wenn er nicht aufhört und es dann auch tue, fängt er sofort an zu schreien, beißt sich heftig in den Arm (bis es stark blutet) und läßt sich nicht beruhigen. Da er ein sehr gutes Sprachverständnis hat weiß ich, daß er versteht was ich von ihm möchte. Es ist mir auch klar, daß es da stark an geeigneter Kommunikation mangelt aber ich habe echt schon alles ausprobiert. Ignorieren, beruhigend auf ihn einreden, festhalten.. Es hilft alles nicht. Die Wunden an seinem Arm bekommen garnicht die Möglichkeit wieder zu heilen. Solange ich Ihn auf seinem Rad, bei seinem Ventilator oder anderen Dingen die er mag lasse, ist alles in Ordnung...
Manchmal muß er aber in seine Schranken gewiesen werden oder es gibt einfach essen oder wir müssen zur Therapie o.ä.
So, genug geschwafelt...
Hat jemand ähnlliche Erfahrungen gemacht, kann mir davon berichten oder hat gar eine Möglichkeit gefunden damit umzugehen? Die Sache macht mir wirklich sehr zu schaffen!
Liebe Grüße,
Tina
Wie an dieser Stelle kürzlich schon beschrieben arbeite ich in einem Kinderheim für geistig behinderte Kinder und bin dort für Kevin (13, rechtsbetonte Tetraspastik, geistige Behinderung spricht nur 2-3 Worte) zuständig und hätte da mal eine Frage. Als wir Kevin im April letzten Jahres aus einem anderen Kinderheim (er kam mit 1 1/2 Jahren ins Heim) übernahmen wurde er uns als das verhaltenauffälligste Kind der Welt beschrieben: Er schrie dort von Morgens bis Abends, musste mit Sitzhose, Hosenträgergurten und Fussfesseln am Rolli fixiert werden, machte alle Dinge die er in die Finger bekam sofort kaputt, schlug andere Kinder, schaukelte so lange bis er mit dem Rolli umkippte, steckte sich die Finger bis zum erbrechen in den Hals und konnte keine einzige Sekunde aus den Augen gelassen werden. In relativ kurzer Zeit hat er sich mit Hilfe von sehr klaren Regeln, Konsequenz und viel Bewegung (er krabbelte und lernte auch schnell frei zu laufen was er bei Ankunft nicht konnte) gelang es uns all diese Verhaltensweisen unter Kontrolle zu bekommen. Er ist ein sehr nettes, ausgeglichenes Kind, daß sich alleine Beschäftigen kann, immer gut gelaunt ist und schon sehr viele regeln befolgen kann... solange alles läuft, wie er es plant! Wenn er z.B. auf seinem Haverich Dreirad fährt, nach einiger Zeit anfängt Blödsinn zu machen, ich ihm einige Male androhe ihn vom Dreirad zu holen wenn er nicht aufhört und es dann auch tue, fängt er sofort an zu schreien, beißt sich heftig in den Arm (bis es stark blutet) und läßt sich nicht beruhigen. Da er ein sehr gutes Sprachverständnis hat weiß ich, daß er versteht was ich von ihm möchte. Es ist mir auch klar, daß es da stark an geeigneter Kommunikation mangelt aber ich habe echt schon alles ausprobiert. Ignorieren, beruhigend auf ihn einreden, festhalten.. Es hilft alles nicht. Die Wunden an seinem Arm bekommen garnicht die Möglichkeit wieder zu heilen. Solange ich Ihn auf seinem Rad, bei seinem Ventilator oder anderen Dingen die er mag lasse, ist alles in Ordnung...
Manchmal muß er aber in seine Schranken gewiesen werden oder es gibt einfach essen oder wir müssen zur Therapie o.ä.
So, genug geschwafelt...
Hat jemand ähnlliche Erfahrungen gemacht, kann mir davon berichten oder hat gar eine Möglichkeit gefunden damit umzugehen? Die Sache macht mir wirklich sehr zu schaffen!
Liebe Grüße,
Tina

