PränataldiagnostikFrauenbild
Ein Kind mit Down-Syndrom? Lasst Frauen selbst entscheiden.
von Kathrin Zinkant
Künftig werden Schwangere in Deutschland auf Kosten der Krankenkassen von der zwölften Schwangerschaftswoche an mit einem Bluttest klären können, ob ihr Kind an einem Downsyndrom leidet. Die Vorsitzende einer Behindertenorganisation hat deshalb vor einer Zunahme der Abtreibungen gewarnt...….
Quellenangabe und nähere Information:
Süddeutsche Zeitung. Meinung, 23.03.2019 - Kathrin Zinkant
Pränataldiagnostik
(April 2016)
"Die Freude über das Baby wird von der Angst verdrängt"
Die Frau ist schwanger, die Eltern freuen sich auf ihr Baby, und dann der Schock: Das Kind hat eine Behinderung. Von ihrem Schicksal erfahren heute viele Mütter und Väter schon vor der Geburt durch pränatale Diagnostik. Dann müssen sie sich fragen: Wie gehe ich damit um? Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche bei behinderten Kindern nimmt zu.
Von Daniela Gassmann und Cathrin Schmiegel
Quellenangabe und vollständiger Text:
Süddeutsche ZeitungPränataldiagnostik
Von der Diagnose zur Entscheidung
Empfohlene Zitierung/ Suggested Citation: Baldus, Marion: Von der Diagnose zur Entscheidung. Eine Analyse von Entscheidungsprozessen für das Austragen der Schwangerschaft nach der pränatalen Diagnose Down-Syndrom. Bad Heilbrunn : Klinkhardt 2006, 363 S. - (Klinkhardt Forschung) - (Zugl.: Frankfurt (Main), Univ., Diss., 2005) - URN: urn:nbn:de:0111-pedocs-122759
Quellenangabe und ausführlicher Text:
https://www.pedocs.de/volltexte/2016/12275/pdf/Baldus_2006_Von_der_Diagnose_zur_Entscheidung.pdf Pränataldiagnostik
Die Eltern sind nicht das Problem
Kommentar von Kristiana Ludwig Anstatt Schwangeren den Zugang zu Bluttest zu erschweren, muss sich die Politik fragen, warum eine Behinderung heute noch so vielen Menschen Sorgen bereitet - und Betroffene besser unterstützen. In der zehnten Woche einer Schwangerschaft ist ein Embryo noch nicht viel größer als eine Fingerkuppe. Frauen dürfen bis zu diesem Zeitpunkt straffrei abbrechen, mit einer Tablette zum Beispiel oder mit einem zehnminütigen Eingriff. Einen Grund müssen sie dann noch nicht vorweisen, nur ein Gespräch. Für jene zehnte Woche gibt es nun einen unkomplizierten Bluttest..
Quellenangabe und ausführlicher Text:
Süddeutsche.de 11.04.2019
Pränataldiagnostik
"Diese Bluttest sind nicht das Ende, sie sind der Anfang" Interview von Michaela Schwinn Schon vor der Geburt lässt sich mithilfe eines Bluttests recht sicher feststellen, ob ein Kind das Downsyndrom hat. Könnte diese Untersuchung bald zu einer Regelleistung der Krankenkassen werden? Damit beschäftigt sich heute der Bundestag in einer Orientierungsdebatte.
Dagmar Schmidt, 46, ist SPD-Politikerin und Abgeordnete und setzt sich zusammen mit anderen für eine ethische Diskussion der Frage ein. Ihr Sohn Carl wurde mit Downsyndrom geboren. Inzwischen ist er fünf Jahre alt, spielt gerne auf dem Klavier, interessiert sich für Fußball und ist "das Glück der ganzen Familie", sagt Schmidt.
Quellenangabe und vollständiger Text:
Süddeutsche.de vom 11.04.2019Pränataldiagnostik
Fragen von Freiheit und Leben
von Kristina Ludwig
Der Bundestag debattiert, ob der pränatale Bluttest künftig von den Kassen bezahlt werden soll. Was bedeutet das für Menschen mit Downsyndrom? Nachdenklich wägen die Abgeordneten die Argumente ab, ohne Fraktionszwang. Am Ende zeichnet sich trotzdem ein eindeutiges Meinungsbild ab.
Zur Frage, ob der Bluttest für das Downsyndrom denn nun von der Kasse übernommen werden soll, ist das Meinungsbild allerdings recht eindeutig: Sofern es sich um eine Risikoschwangerschaft handelt, spricht für die meisten abgeordneten mehr dafür als dagegen.
Quellenangabe und ausführlicher Text
: Süddeutsche.de 12.04.2019
Pränataldiagnostik
Pränatale Bluttests - Bundestag diskutiert über mehr als nur die Frage der KassenleistungBerlin – Im Deutschen Bundestag zeichnet sich eine breite Unterstützung für eine Über*nahme von risikoarmer, nichtinvasiver Pränataldiagnostik in den Leistungskatalog der gesetzlichen Kran*ken*ver*siche*rung (GKV) ab *– allerdings begrenzt auf Risikoschwanger*schaften, so wie jetzt bei der Amniozentese üblich.
Zwei Stunden lang diskutierten die Parlamentarier heute über pränatale Bluttests für Schwangere in Deutschland. Dabei ging es vielen um mehr als nur um das Für und Wider einer Kassenleistung. Vielmehr tauschten 38 Abgeordnete aller Fraktionen bei der breit angelegten Orientierungsdebatte meist sachlich und konstruktiv ethische Argumente aus. Zentrale Forderungen waren eine bessere Beratung von werdenden Eltern und eine viel stärkere Inklusion von Menschen mit Behinderungen in unserer Gesellschaft.
Quellenangabe und ausführlicher Text:
Ärzteblatt vom 11.04.2019