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FOR und das Kreut mit den Leistungserbringern

Gast 27.05.2004, 20:29#1
Hallo alle,

wir haben vor einigen Wochen eine Familien-Reha, sogenannte FOR beantragt. Auslöser war die Her-OP unserer nun 14 Monate alten Tochter.
Nach nur wenigen Tagen erhielten wir Bescheid von der Krankenkasse, das sie nicht leisten "dürften", da wir bei der BfA Ansprüche auf die FOR hätten. AHA!! Das wussten die bei der Kasse bereits am gleichen Tag als unser Antrag da einging. Denn abgeschickt haben wir ihn am 04.05. und das Datum des Briefes der Krankenkasse trägt das Datum 05.05. Bei der Krankenkasse wissen sie auch nicht was rechtlich richtig ist. Bei Erwachsenen hat die Kasse vollkommen recht, da kommt als erstes die BfA, aber bei Kindern muss derkenige, bei dem der Antrag eingeht auch die Entscheidung treffen. Ich fins komisch das die das nicht wussten...Nach einem Telefonat heute fiel es der Sachbearbeiterin "plötzlich" wieder ein. "Ach ja, da war doch was....Hab ich ganz vergessen". Hmm...Seltsam, das der Gedächtnisschwund immer dann kommt, wenn die Kasse zahlen soll [Bild: www.intakt.info]

Aber was solls. Jetzt bearbeiten sie es jedenfalls weiter und haben die Unterlagen wieder von der Rentenkasse zurückgefordert. Davon abgesehen gibt es bei der Rentenkasse nämlich keine FOR, sondern nur eine REHA für einzelne Personen. Also hätten wir dort für jeden einzeln einen Antrag auf REHA stellen müssen. Und dann wären wir nachher u. Umständen in 4 verschiedenen Einrichtungen gelandet, wenn sie es bei allen genehmigt hätten.....

Mal abwarten, wie es jetzt bei der KK ausgeht. Ich halte euch auf dem laufenden. Ich denke ma, das wir auch nicht die einzigen sind denen es so geht. Scheint mir ne gängige Masche der Kassen zu sein.

Schöne Grüsse
Harald

P.S. Auch wenn es keinen Rechtsanspruch auf eine FOR gibt, werden wir alle Mittel ausschöpfen. Notfalls eben auch als Einzelmassnahmen - Das kostet dann noch mehr....
Gast 27.05.2004, 20:37#2
Hallo Harald,

ich bin noch nicht lange hier. Gerade habe ich deinen Bericht gelesen, entschuldige, wenn ich nun eine Blöde Frage stelle, aber was ist FOR?
Ich habe noch nie davon gehört. Kannstr du das mal näher erläutern?

Gruß Karin
Gast 28.05.2004, 05:25#3
Hallo Karin,

Fragen sind dafür da um beantwortet zu werden Deshalb existiert ja dieses Forum auch.

FOR ist die Abkürzung für FamilienOrientierte Reha. Also eine Kur für die gesamte Familie. Die gibt es wenn in der Familie etwa ein schwer Herzkrankes oder Krebskrankes Kind war/ist. Dann leidet darunter ja meist die ganze Familie. Auch die Geschwister. Dann wird nicht nur der eigentliche Patient in die REHA geschickt sondern alle. Kommt aber nur bei wenigen Erkrankungen in Betracht.

Schöne Grüsse
Harald

P.S. Ich wäre interessiert an anderen Meinungen hierzu. Wer hat sowas schon mal versucht oder auch durchbekommen ?
gaby1967 28.05.2004, 10:57#4
Hallo Harald,

ruf in Tannheim an und bespreche mit Frau Mantel Euer Problem.

Unser Sachbearbeiter bei der KK wußte letztes Jahr gar nicht was eine FOR ist, aber er hat sich schlau gemacht und war total begeistert, daß es sowas überhaupt gibt und hätte es sofort genehmigt. Leider war der MDK dagegen, mit der Begründung, daß sämtliche Maßnahmen, auch die psychologische Behandlung aller Familienangehöriger, ambulant vor Ort erfolgen könnte. Nachdem dann unser Kardiologe nochmal eine Stellungnahme geschrieben hatte, Frau Mantel mit dem Sachbearbeiter telefoniert hatte kam innerhalb einer Woche nach meinem Widerspruch die Zusage mit Terminbestätigung.

Letztes Jahr in Tannheim waren einige Familien, wo die Mutter mit den Kindern die Genehmigung der KK hatte und der Papa über BfA noch keine Genehmigung hatte. Die BfA weigert sich beharrlich einen Vertrag mit Tannheim zu machen und deswegen gibt es da immer Probs. Im äußersten Notfall übernimmt ein Hilfefonds die Kosten des Papas als Begleitperson (der allerdings auch alle notwendigen Anwendungen bekommt).

Also rufe in Tannheim an und sprech mit Frau Mantel. Die kann Euch bestimmt helfen.

Viel Erfolg. Kämpfe für die FOR in Tannheim, es lohnt sich.

Gruss Gaby
Gast 28.05.2004, 11:31#5
Hallo Gaby,

danke für die Tips. Den Termin haben wir in Tannheim schon. Bereits vor 1 Monat abgemacht. Absichtlich erst im September, da wir uns dachten, das es Probleme geben würde ;-) Also haben wir noch Zeit genug um das ganze durch zu bekommen.
Nun, wie ich schon schrieb, beschäftigt sich die KK jetzt doch damit (auch dank Intervention eines Sozialarbeiters der Herzklink in St. Augustin), also müssen wir erst einmal abwarten, was die dann schreiben. Und dann werden wir uns an Tannhemim wenden (Frau Mantel kenne ich zwar noch nicht, aber ich weiss, das diese Leute einem helfen).

Schöne Grüsse
Harald

P.S. Und das wir nicht so schnell aufgeben dürfte eigentlich klar sein. Auch bei der Pflegeversicherung mussten wir ja kämpfen. Mittlerweile kann ich das recht gut :-)
gaby1967 28.05.2004, 12:29#6
Hallo Harald,

geh mal auf die Homepage von Tannheim (Nachsorgeklinik Tannheim) und da unter "Termine". Da findet sich rechts ein kleiner Artikel in dem steht:

Anspruch bestätigt
Der Verband der Angestelltenkrankenkassen e.V. hat in einem Schreiben an das Bundesministerium für Gesundheit und Soziales bestätigt, dass betroffene Familien einen Anspruch auf eine familienorientierte Rehabilitation haben. Probleme gibt es aber teils mit der Rentenversicherung.


da dann auf den Link "weiter lesen".

Könnte ganz interessant für Dich und andere, die eine FOR möchten sein. *gg*

Nee, nee, Aufgeben ist nicht, gell?!? Ich habe Kämpfen auch gelernt und habe die Klage gegen die Pflegekasse eingereicht.

Gruss Gaby