Hallo zusammen.
Unser Sohn Christian(16) leidet am Lennox-Gastaut-Syndrom.
Wir haben erfahren das diese Art der Epilepsie durch zb Sauerstoffmangel bei der Geburt entstehen kann.
Meine Frau lag 28 Stunden im Kreissaal. Die Herztöne von Christian setzten 2 mal aus. Worauf die Hebamme nichts unternahm. Erst auf mein drängen wurde die Geburt nach 28 Stunden plötzlich und rasend schnell eingeleitet. Das Frustwasser war grün.
Nun meine eigentliche Frage: Wie und wo kann ich den Bericht der Geburt beantragen?
Kann ich diesen Bericht nach 16 Jahren überhaupt noch beantragen?
Im vorraus vielen Dank
AW: Bericht vom Krankenhaus
Hallo Manfred
Soweit ich informiert bin,lagern die Akten 10 Jahre im Archiv.
Ich habe mich auch erkundigt,wegen meiner verstorbenen Tochter,
wie lange ich die Möglichkeit habe ,die Akten einzusehen,
da sagte man höchstens 10 Jahre,dann kommen sie unter Verschluss.
Nach Ablauf der 10 jahre kann nur nur eine richterliche Verfügung,
die Herrausgabe der Akten veranlassen.
Bei mir sind jetzt 6,5 Jahre abgelaufen,auch ich gedenke,noch rechtzeitig
die Akten einzusehen,da auch ich ein Verdacht hege.
Ich wünsche viel Erfolg,wie stark ist das LGS denn ausgeprägt,konnte
er gut medikamentös eingestellt werden,und wann hat sich das LGS
bemerkbar gemacht,mit welchem Alter
LG Carmen
AW: Bericht vom Krankenhaus
Christian bekam den ersten Anfall mit 2 Jahren. Bis vor einem halben Jahr war er medikamentös so eingestellt das nur noch Nachts kurze Anfälle auftraten. Seit einem halben Jahr bekommt er leider immer häufiger starke Anfälle die auch mit dem Notfallmedikament Tavor nicht aufhören. Im Moment liegt er seit 7 Wochen (mit kurzen Unterbrechungen) im Klinikum.. Am 17ten Dezember haben wir endlich einen Termin mit der Epileptolgie Bonn.
Momentane Medikamente täglich:
Topamax 350 mg
Lamictal 500 mg
Inovelon:2800 mg
Vitamin B6: 3x1Ampulle
Heisst das ,das ich den Bericht durch einen Anwalt anfordern muss? Oder kann ich mich da selber an ein Gericht wenden?
AW: Bericht vom Krankenhaus
Ich würde raten ,einen Anwalt hinzuzuziehen,die Krankenhäuser
haben gut Anwälte.
Man kann wohl auch das vor Gericht anbringen,wenn eindeutige
Beweise vorliegen,die euren Verdacht bestätigen.
Wenn eindeutig der Strafbestand des Ärztefehlers besteht,wird das Gericht wohl handeln.
Du kannst dich aber kostenlos bei jedem Anwalt beraten lassen,dann
kannst du dich immer noch entscheiden,mit oder ohne Anwalt.
Du kannst aber auch in die hiesige Klinik fahren,und nach der Akte fragen,
vielleicht kommt man euch entgegen.
Wenn die den Braten riechen,wären die aber vorgewarnt
LG Carmen
AW: Bericht vom Krankenhaus
noch einr Frage,du weisst doch schon seit Geburt,das was schief gelaufen ist,
warum hast du 16 Jahre gewartet,denn dein Sohn ist doch schon mit 2 Jahren
erkrankt????
Das werden auch der Anwalt und das Gericht fragen
AW: Bericht vom Krankenhaus
Weil unser behandelnder Arzt einen Fehler bei der Geburt immer ausgeschlossen hat und ich eigentlich darauf vertraut habe.Durch Gespräche mit anderen wurde ich aber "neugierig" und möchte eigentlich für mich nun eindeutig wissen ob oder ob nicht. Ich kämpfe zur Zeit mit einigen Behörden (Pflegegeld usw).
Ich will es einfach mal "anpacken". Ist vielleicht schwer zu verstehn
Bei Christian gibt es bis zum heutigen Tag keine Erklärung für sein LGS. Bis jetzt wurde nichts eindeutiges gefunden.
LGS wurde auch erst vor gut einem Jahr diagnostiziert. Vorher nannten es die Ärzte einfach nur Epilepsie.
AW: Bericht vom Krankenhaus
Hm ,das wird wohl schwierig,auch das LGS wird damit nicht in
Verbindung gebracht.Du brauchst natürlich Stärkung,also Rückenwind
brauchen ,die deine Sorgen mit stützen und untermauern
Ihr habt nie Pflegegeld bekommen,habt ihr denn ein SBA?
Pflegegeld stützt sich ja darauf,inwiefern das LGS sich ausprägt.
Wie weit ist denn seine Entwicklung beeinflusst
LG CarmenAW: Bericht vom Krankenhaus
Wir bekommen Pflegeld Stufe 1. Anntrag auf Stufe 2 läuft zur Zeit. (wurde in vergangenen Jahren 2 mal abgewiesen)
Wir bekommen dieses Mal Unterstüzung einer Sozialarbeiterin des Klinikums beim Besuch des MDK.
Alle(Professoren,Ärzte usw) sind der Meinung das uns Stufe 2 zusteht. Das haben wir auch schriftlich. Doch dafür hat sich der MDK bis jetzt nie interessiert.
Stufe 1 haben wir auch damals nur aus "Kulanz" erhalten.So die AOK. Christian wäre ein "Sonderfall"
AW: Bericht vom Krankenhaus
LGS wurde erst vor einem Jahr bescheinigt.
Er hat einen Behindertenausweiss 100% G B H und ist geistig Behindert.
AW: Bericht vom Krankenhaus
Hallo Manfred,
hast Du denn mal in Erwägung gezogen, die Krankenkasse wegen den Unterlagen anzufragen? Oder im städt. Archiv?
Ich hatte auch mal vor Jahren wegen Unterlagen von meinem Bruder angefragt. Leider weiß ich den Verlauf nicht mehr. Aber die Akten gab es definitiv noch.
Vom KH darfste nix erwarten. Kommt eine ANfrage bezüglich Unterlagen, werden die sowieso skeptisch und ich traue denen auch zu, dass da im Notfall auch mal was manipuliert wird.
Bei den Unterlagen meiner Tochter (18) wurde bereits mein Verdacht bestätigt. Da wurde definitiv dran "geschraubt".
Also besser erst mal andererorts (KK, Archiv, Gesundheitsamt o.ä.) nachfragen.
LG
Anke