Hallo,
bei unserem Kind (2 1/2) Behinderungsursache bisher unbekannt soll zur weiteren Abklärung eine Lumbalpunktion gemacht werden. Bisher haben wir nur schreckliches darüber gehört, abgesehen von den Ärzten, die das ganze eher verharmlosen. Hat von Euch schon jemand gute oder schlechte Erfahrungen damit gemacht?
Gruß
Else
Hallo Else,
Angenehm ist es sicher nicht. Also ich möchte es nicht unbedingt mitmachen. Obwohl es unter örtliche Betäubung nicht schmerzhaft ist. Nur bei Kindern wird es meist unter Vollnarkose gemacht was ja dann doch schon erhebliche Nebenirkungen haben kann......
Aber ich sehe hier in eurem Fall überhaupt keine medizinische Indikation. Eine Lumbalpunktion wird vorgenommen bei Verdacht auf: Meningitis, Multiple Sklerose, Subarachnoidal-Blutung oder Hirn- und Rückenmarkstumoren.
Bei Verdacht auf Multiple Sklerose bringt eine Kernspintomographie ebenfalls Ergebnisse, jedoch ohne den ja doch erheblichen Eingriff in den Körper.
Bei Verdacht auf eine Subarachnoidal-Blutung bringt der Computertomograph Ergebnisse, ebenfalls vollkommen risikolos.
Tumore können ebenfalls mit den o. g. Methoden diagnostiziert werden. Wenn sich dann ergibt das ein Tumor vorhanden ist, wird man sicher noch eine Liquoruntersuchung vornehmen, aber erst wenn die Diagnose steht!!
Bleibt nur noch die Meningitis. Aber diese scheidet wohl als Behinderungsursache aus. Eine Meningitis kann zwar Wochen oder Monate ohne Anzeichen einer Infektion vorliegen, aber wenn sie durchbricht, muss man sehr schnell mit Antibiotika reagieren, sonst hilft einem nichts mehr....
Also scheint mir diese Maßnahme keinesfalls gerechtfertigt und ich würde sie unter dien unklaren Voraussetzungen nicht durchführen lassen. Ich bin kein Arzt - Aber meines Wissens nach gibt es keine andere med. Indikation für diese Massnahme (ausser Akutfälle wie Sepsis (Blutvergiftung) und auch meine Recherchen im Internet haben keine anderen ergeben..
Eine Indikation gäbe es noch: Enzephalitis - Aber erst, wenn durch bakterio-serologischen Laboruntersuchungen des Blutes Erreger wie Herpes simplex-Viren, Arbo-Viren oder Rabies-Viren gefunden wurden, schliesst sich eine Lumbalpunktion an.
Schöne Grüsse
Harald
Hallo Else,
bei unserem Sohn (5J.) wurden schon 3 Lumbalpunktionen durchgeführt. Die Ärzte waren auf der Suche nach einer Stoffwechselstörung. Es hat sich im Hirnwasser auch eine Auffälligkeit gezeigt. Ich fand diese Untersuchung nicht schlimm. Unser Sohn wurde nur örtlich betäubt.
Grüße
Tina
Hallo Else
bitte mache Dir keine unnötigen Sorgen um diese Lumbalpunktion für Deinen Sohn und mit Sicherheit werden diese Untersuchungen von sehr erfahrenden Ärzte ausgeführt.
Ich finde es hier nun nicht angemessen und hilfreich alle Möglichkeiten der Diagnostikziele und Eventualitäten einer dersartigen Untersuchung spekulativ für Dich nur verunsichert.
Ganz sicher wird Eurer behandelne Arzt alles fachlich darlegen.
Mein Sohn hatte gesamt 8 Lumbalpunktionen ohne jegliche Probleme.
Alles Gute für Euch
Vater48/Peter
Hallo Else,
bei unserem Kind wurde auch ein Punktion durchgeführt, die dabei helfen sollte, seine unklare Behinderung abzuklären. Es war überhaupt nicht schlimm, er war nachher putzmunter und fröhlich, d. h. er kann nachher keine Schmerzen gehabt haben.
Die Untersuchung des Liquors ist sehr sinnvoll, um einige Stoffwechselerkrankungen auszuschließen bzw. herauszufinden. Auch manche Hirnerkrankungen lassen sich damit feststellen. Es wird nur wenig Hirnwasser abgenommen, so dass die Kinder das gut verkraften können. Da für die einzelnen Untersuchungen auch nur wenig Flüssigkeit gebraucht wird, kann man damit viele Dinge abklären.
Unser Kind war übrigends 1,5 Jahre, als die Punktion gemacht wurde.
Also: viel Glück und alles Gute für euch und die "Ursachenforschung"!
Gruß, Elisabeth
Hallo,
vielen Dank Euch allen für die Antworten. Wir wissen noch nicht ob wirs machen lassen sollen oder nicht. Unser Hausarzt wollte selbst erst mit dem Entwicklungsneurologen sprechen, ob es bei der Behinderungsart überhaupt sinnvoll ist. Endlich mal ein Arzt, der sich für unseren Sohn wirklich interessiert und ihm schon manch unnötiges erspart hat. Ich warte erst mal seine Meinung ab und dann entscheiden wir. Bisher haben mir alle Eltern auch meine KG nur erzählt, dass es den Kindern danach furchtbar schlecht ging wegen totaler Kopfschmerzen. Es beruhigt schon, dass es Eure Kinder offensichtlich besser verkraftet haben.
An Harald,
wenn Du kein Arzt bist, weshalb schwafelst Du dann so rum, das nervt.
ein alter anonymer Forumer
An anonymen Forumer,
wenn du ein alter Forumer bist (was ich dir glaube!), warum hast du dann nicht die Traute dich einzuloggen ? Niemand wird dich fressen wenn du es unter deinem bekannten Namen schreibst. Aber die Anonymität schützt dich auch nur begrenzt. Denn anhand der IP-Adresse lässt sich ganz leicht feststellen wer du bist
[Bild: www.intakt.info]
Aber ich weiss auch so wer du bist
Schöne Grüße
Harald
Hallo,
ich möchte generell etwas sagen.
Jede invasive Untersuchung kann -auch wenn die Möglichkeit gering sein mag- unerwünschte Nebenwirkungen oder Risiken in sich bergen. Umso wichtiger ist es daher nicht locker zu lassen und die behandelnden Ärzte so lange zu fragen bis wirklich alle wichtigen Fragen umfassend geklärt sind und sich nicht abwimmeln zu lassen. Manchmal ist es auch gut, wenn man den vertrauten Kinderarzt oder einen zweiten Arzt hinzuzieht, um sich dann aus den erhaltenen Informationen selber ein umfassendes Bild zu machen und die richtige Entscheidung für das Kind treffen zu können. Immerhin hat man eine immense Verantwortung und das sollte man nicht vergessen, denn die kann man nicht auf andere abwälzen bzw. die wird nicht von den Ärzten einfach *übernommen*.
Insofern finde ich es gut wenn Harald hier den Blickwinkel der Risiken hineingebracht hat und damit die wichtigste erste Frage, die ich persönlich den Ärzten stellen würde : nämlich ob die Lumbalpunktion unabdingbar ist , welche Behinderung oder Erkrankung man damit diagnostizieren möchte und kann bzw. ausschliessen und ob es dafür nicht auch eventuell Alternativen gibt.
Wenn diese Frage dann ausreichend geklärt ist und die Lumbalpunktion die einzige mögliche Methode ist finde ich es sehr schön das hier sehr viele Eltern geantwortet haben und ihre persönlichen positiven Erfahrungen schilderten. Das beruhigt sicher wenn man vorher nur negative Schilderungen zu hören bekommen hat.
Wie gesagt die Entscheidung liegt am Ende bei den Eltern und um sich eine umfassende und objektive Meinung bilden zu können gehören möglichst viele Infos und beide Seiten *der Medaille* zu betrachten.
Liebe Else ich wünsche eurem Sohn und euch alles Gute und vielleicht magst du ja mal berichten wie die Sache sich weiter entwickelt und was dabei rauskommt.
Liebe Grüße, amai
PS: wenn man öffentlich Kritik übt, sollte man auch soweit dazu stehen das man sie mit seinem Namen unterschreibt finde ich.