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Mein Bruder Michael ...

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    Mein Bruder Michael ...

    ... kann sich leider nicht selber vorstellen. Deswegen werde ich für ihn sprechen. Mein Bruder Michael ist aufgrund eines Impfschadens im Kindesalter schwer geistig behindert. Er kann sich seiner Umgebung nicht mitteilen und ist auf ständige Hilfe angewiesen. Er ist jetzt 40 Jahre alt und hat zeitweise sehr intensive aggressive und autoaggressive Verhaltensmuster. Er schlägt um sich und seinen Kopf mit voller Wucht gegen Wände, Türen, Fenster etc. Momentan wohnt er noch in einem Heim in Hormersdorf, wurde aber jetzt aufgrund seiner Auffälligkeiten gekündigt. Aufgrund akuter Gefahr für andere Heimbewohner und Personal wurde er in einem Nervenkrankenhaus untergebracht. Meine Mutter ist entsprechend verzweifelt und wir stehen wieder einmal vor dem Problem, wo gibt es eine entsprechend ausgestattetes Heim für solche stark behinderten Menschen mit rund um die Uhr Betreuung. Uns wurde der NEUE WEG in Fischbachau genannt. Zumindest, um meinen Bruder dort auf die Warteliste zu schreiben. Leider kann ich im Internet keine Seiten über das Heim finden.

    Vielleicht kann mir jemand seine Erfahrungen mit dem Heim nennen, soll ja ziemlich neu sein.

    Vielleicht gibt es hier Menschen, die eine ähnliche Situation haben.

    Vielleicht kann man mir auch konkret mit Adressen und anderen Hinweisen weiterhelfen.

    Ich freue mich auf jede Art Hinweis, die mir/uns wieder Kraft gibt und den Glauben an eine guten Zukunft für meinen Bruder wieder möglich macht.

    Martin

    #2
    AW: Mein Bruder Michael ...

    Hallo Wasi,

    erstmal herzlich willkommen im Forum! Ich kann eure Verzweiflung gut nachempfinden, da auch ich eine schwerbehinderte Tochter habe die bereits 47 Jahre alt ist.
    Wegen des Heimes in Fischbachau, schau doch mal hier nach:
    http://www.lvr.de/soziales/service/v...e/steiger2.pdf
    Ich hoffe, Dir damit etwas geholfen zu haben und wünsche Dir und Deinem Bruder viel Glück!

    Liebe Grüße
    Emily

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      #3
      AW: Mein Bruder Michael ...

      Hallo Wasi,

      auch von mir ein herzliches Willkommen hier bei uns :wink:

      Hatten schon einmal das Thema zu einem solchen Wohnheim. Kuck mal hier: http://www.intakt.info/forum/showthread.php?t=4579

      Außerdem kann gibt es noch in der Nähe von Würzburg sozialtherapeutische Wohngruppen für Menschen mit herausforderndem Verhalten. Im St.-Josefs-Stift Eisingen z.B. die Gruppe Stromboli. Ansprechpartnerin für die Aufnahme in den St.-Josefs-Stift ist Frau Knoppe, telefonisch zu erreichen über die Pforte 09306 / 209-0

      Ich wünsche euch viel Erfolg bei der Suche nach einer passenden Einrichtung für deinen Bruder!!

      Viele Grüße,

      Holger
      Früher www.intakt.info

      jetzt Lehrer an einem Förderzentrum

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        #4
        AW: Mein Bruder Michael ...

        Hallo Martin

        ein ganz herzliches Willkommen hier im Forum auch von uns. Dein geschildertes Problem verstehe ich sehr gut. Auch die Verzweiflung deiner Mutter kann ich sehr gut nachfühlen. Wenn unsere "Kinder" sich nicht mitteilen können und dadurch Reaktionen zeigen, die wir vielleicht verstehen, bzw. ergründen und nachfühlen können, heisst es für andere dann nur, so ein Verhalten ist nicht tragbar. Mag es an dem "Arbeitskräftemangel" liegen, an fehlender Zuwendung oder wie auch immer. Ich persönlich und aus der Erfahrung mit meinem schwerstbehinderten Sohn heraus finde, es steckt immer ein Grund hinter dem herausfordernden Verhalten.
        Es gibt nur wenig Ärzte, die sich intensiv auch um die Psyche unserer schwer geistig behinderten Kinder kümmern. Einer davon ist im Korker Epilepsie-Zentrum. Dort nimmt man sich diesem Personenkreis sehr intensiv an. Leider sind die Plätze rar und die Wartezeit nicht eben kurz. Eine Epilepsie ist übrigens nicht die Voraussetzung, einen Termin zu bekommen, sondern der Schweregrad der geistigen Behinderung.
        Unsere "Kinder", egal wie schwer sie behindert sind, können eben auch depressiv werden. Nur mit dem Unterschied, dass es Ihnen oft überhaupt nicht von den "Fachkreisen" zugebilligt wird. Dann werden sie eben unbequem und aussortiert. Wir sitzen dann da und es bricht uns das Herz. Wir leiden nicht nur mit den Autoaggressionen mit, sondern wir stehen daneben und können Sie noch nicht einmal vor sich selbst, geschweige denn vor anderen schützen.
        Vielleicht möchtet ihr einmal mit dem Arzt aus Kork Kontakt aufnehmen? Das Zentrum in Kork hat auch eine Internet Seite. Wohnheime gibt es dort auch. In wie weit eine Gruppe für Menschen mit herausfordernden Verhalten besteht kann ich nicht sagen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass ihr auch von dort Hilfe wegen Wohnheimfragen bekommt.

        So, ich wünsche euch alles Gute und viele liebe Grüße an eure Mutter.
        Kirsty

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          #5
          AW: Mein Bruder Michael ...

          Hallo Ihr Lieben!

          Vielen Dank für Eure Unterstützung in diesem Forum. Das Forum ist sehr gut und alle die sich hier aktiv beteiligen sind spitze. Also, erstmal vielen herzlichen Dank ... bis hierher.

          Ich hätte noch eine Frage - nicht um hier mit irgendeinem Heim einen Rechtsstreit zu starten (Was sollte es auch für meinen Bruder bringen?), sondern vielmehr, um eine ernsthaftes Signal an die verantwortliche Heimleitung zu senden, sich an der Suche nach einer neuen Unterbringung für meinen Bruder aktiv zu beteiligen. Denn im Heimvertrag steht geschrieben: "Das Heim kann ... kündigen, wenn ... und ihm eine angemessene anderweitige Unterbringung zu zumutbaren Bedingungen nachgewiesen wird". Was heißt das genau? Hat hier jemand schon Erfahrungen gemacht?

          Ich gehe davon aus, dass die angemessene/zumutbare Unterkunft ein BKH sein wird, also so eine Art Abschiebung.

          Was soll ich tun, wenn ich diese Vermutung habe? Lohnt sich ein Gespräch mit der Heimleitung, wenn man glaubt, dass diese meinen Bruder einfach nicht mehr will?

          Bin für jede Zeile dankbar!

          Martin

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            #6
            AW: Mein Bruder Michael ...

            ... ist seit Donnerstag umgezogen und wohnt jetzt in einer Regens-Wagner-Stiftung in Absberg (Fränkisches Seenland / Brombachsee). Hurra! Danke für alle, die mir hier Hinweise haben zukommen lassen. Vielen herzlichen Dank.

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              #7
              AW: Mein Bruder Michael ...

              Hallo Martin,

              auch wenn ich jeztt nicht bei den Tippgebern war, freue ich mich sehr für euch, dass das mit dem Umzug geklappt hat!

              Schön, dass du uns hier im Forum kurz Rückmeldung gegeben hast!

              Gruß
              Andreas
              www.intakt.info

              Freude ist ein tolles Motiv, um Menschen zu helfen. Mitleid nicht.

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                #8
                AW: Mein Bruder Michael ...

                Hallo Martin,
                von diesem Heim hab ich noch nie gehört. Magst uns lose auf dem laufenden halten, wie es dort läuft? Erfahrungsberichte sind immer die besten.

                lg pauline

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