Hallo zusammen,
wollte mich/uns auch kurz vorstellen.
Ich bin 42 Jahre alt und Mutter von 2 Söhnen ( fast 14 und fast 19 Jahre alt).
Mein großer Sohn ist psychisch behindert GdB 80% Merkzeichen B, H und G.
Diagnosen sehr stark ausgeprägtes ADHS mit autistischen Zügen, Tourette-Syndrom und Zwangserkrankung mit Zwangshandlungen und Zwangsgedanken.
Problematik zusätzlich: Sehr, sehr intelligent aber nur bedingt und situativ in der Lage auf seinen IQ auch zuzugreifen.
Nach dem qualifizierten Hauptschulabschluss haben wir jetzt fast 3 Jahre hinter uns, die uns alle fast um den Verstand brachten. Er verfügte noch nicht über Ausbildungsreife und war insgesamt noch viel zu unreif und unselbstständig für das anstehende Arbeitsleben.
Da im Pendelbereich keine Möglichkeiten zur Verfügung standen mussten er und ich schweren Herzens der Wohngruppenunterbringung (im Sinne von Internat) in einem BBW zustimmen, was auch von allen involvierten Fachleuten befürwortet wurde ( Verselbstständigung auch im Alltagsbereich).
2x musste die Maßnahme (BVB) abgebrochen werden, doch dann begann er den Knopf aufzumachen und es geht nun schön vorwärts.
Mittlerweile hat er nahezu Ausbildungsreife und es wurde DER Bereich ausfindig gemacht, in welchem er auch auf seinen IQ zugreifen kann. Er beginnt im August eine Ausbildung im BBW zum Fachinformatiker.
So weit so gut, das war die positive Entwicklung verbunden mit einem 18 Jahre langen zermürbenden und kräftezehrendem Kampf, der vor allem bei mir deutliche Spuren hinterlassen hat.
Die negative Entwicklung war, die Ehe hielt der Belastung nicht stand.
Mein Noch-Ehemann zog letztes Jahr im Mai aus. Die Türe schlug zu und mit dem Knall verabschiedete sich nicht nur er sondern er sich auch von seiner Verantwortung.
Insbesondere hinsichtlich meinem Sorgenkind kann ich schlicht und ergreifend nur noch von einem Erzeuger sprechen. Den Kleinen verwöhnt er nach Strich und Faden Besuchswochenenden finden regelmäßig statt (weil der Kleine drauf besteht und Druck macht) und den großen hat er fallen lassen wie eine heiße Kartoffel.
Hinsichtlich meines jüngeren Sohnes richtete ich die Beistandschaft seitens des Jugendamtes ein und das war auch gut so (Unterhaltszahlungen kamen nämlich nicht freiwillig), aber der Große war halt nun schon 18 Jahre alt.
Die zuständige Sachbearbeiterin riet mir dringendst einen Beratungshilfeschein beim Amtsgericht für ihn zu holen und einen Rechtsanwalt einzuschalten, da alle Äußerungen hinsichtlich seines großen Sohnes absolut gar nichts Gutes erwarten lassen. Und dem war und ist auch so bis heute. Er bezahlt bis heute keinen Cent Unterhalt für seinen großen Sohn. Dennoch hat ihn die Rechtsanwältin vorsorglich in Verzug gesetzt.
Beide ( JA und Rechtsanwältin) erklärten mir, dass WENN überhaupt, dann nicht viel Unterhalt für meinen Großen fließen kann und aufgrund seines Verhaltens bliebe nur der Klageweg.
Genau das möchte aber Sohnemann nicht (er ist doch mein Vater, ich kann ihn doch nicht verklagen).
So und nun stehe ich da mit meinem Halbtagsjob (und einem Nettoverdienst von 820 Euro), einem gemeinsamen Haus aus Ehezeiten, worum man(n) sich natürlich auch nicht kümmert, mit massig Schulden an der Backe (das ich jetzt vorerst vermietet habe, bis geklärt ist was damit geschieht, so ist zumindest das Darlehen abgesichert und keiner von uns geht verschuldet aus der Ehe), einer Mietwohnung (4-Zimmer, weil man die Beiden nicht zusammenlegen kann) und 2 Kindern, von denen ich mit meinem Mini-Verdienst eines alleine unterhalten muss.
Sprich Wohnraumabsicherung (er kommt ja an den Wochenenden, den Schulferien, bei Krankheit und Brückentagen immer nach Hause), medikamentöse Versorgung, Einkleiden, Hygieneartikel und Kosmetika, Handy (das er mich jederzeit erreichen kann) etc. alles was "Kind" halt so braucht.
Die Wohngruppe des Großen wird über die ambulante Jugendhilfe finanziert, so dass mir zumindest das Kindergeld verbleibt, aber das reicht einfach hinten und vorne nicht.
Seit einem Jahr renne ich von Pontius nach Pilatus und frage mich von Behörde zu Behörde durch, wo er evtl. Anspruch auf Unterstützung geltend machen könnte, aber niemand fühlt sich zuständig. Man schickt mich von einer Behörde zur anderen und von einem Sachbearbeiter werden wir zum nächsten Sachbearbeiter weiter geschoben ohne das jemals etwas dabei heraus gekommen wäre.
Mittlerweile bin ich nicht nur nervlich sondern auch finanziell am Ende und weiß einfach nicht mehr weiter.
Hat vielleicht irgend jemand einen Rat für mich und weiß wo ich hin kann in meiner Situation?
Hätte ich dieses blöde Haus nicht an der Backe hätte ich längst ergänzende Hilfe zum Lebensunterhalt oder Wohngeld beantragt, aber ich vermute mal nicht, das dies mit einem Haus im Hintergrund funktionieren wird.
Wie gesagt ich weiß nicht weiter, das Wasser steht mir bis zum Hals.
Viele Grüße Wolfsmutter (deren Kampfesgeist gerade irgendwie untergegangen ist)
wollte mich/uns auch kurz vorstellen.
Ich bin 42 Jahre alt und Mutter von 2 Söhnen ( fast 14 und fast 19 Jahre alt).
Mein großer Sohn ist psychisch behindert GdB 80% Merkzeichen B, H und G.
Diagnosen sehr stark ausgeprägtes ADHS mit autistischen Zügen, Tourette-Syndrom und Zwangserkrankung mit Zwangshandlungen und Zwangsgedanken.
Problematik zusätzlich: Sehr, sehr intelligent aber nur bedingt und situativ in der Lage auf seinen IQ auch zuzugreifen.
Nach dem qualifizierten Hauptschulabschluss haben wir jetzt fast 3 Jahre hinter uns, die uns alle fast um den Verstand brachten. Er verfügte noch nicht über Ausbildungsreife und war insgesamt noch viel zu unreif und unselbstständig für das anstehende Arbeitsleben.
Da im Pendelbereich keine Möglichkeiten zur Verfügung standen mussten er und ich schweren Herzens der Wohngruppenunterbringung (im Sinne von Internat) in einem BBW zustimmen, was auch von allen involvierten Fachleuten befürwortet wurde ( Verselbstständigung auch im Alltagsbereich).
2x musste die Maßnahme (BVB) abgebrochen werden, doch dann begann er den Knopf aufzumachen und es geht nun schön vorwärts.
Mittlerweile hat er nahezu Ausbildungsreife und es wurde DER Bereich ausfindig gemacht, in welchem er auch auf seinen IQ zugreifen kann. Er beginnt im August eine Ausbildung im BBW zum Fachinformatiker.
So weit so gut, das war die positive Entwicklung verbunden mit einem 18 Jahre langen zermürbenden und kräftezehrendem Kampf, der vor allem bei mir deutliche Spuren hinterlassen hat.
Die negative Entwicklung war, die Ehe hielt der Belastung nicht stand.
Mein Noch-Ehemann zog letztes Jahr im Mai aus. Die Türe schlug zu und mit dem Knall verabschiedete sich nicht nur er sondern er sich auch von seiner Verantwortung.
Insbesondere hinsichtlich meinem Sorgenkind kann ich schlicht und ergreifend nur noch von einem Erzeuger sprechen. Den Kleinen verwöhnt er nach Strich und Faden Besuchswochenenden finden regelmäßig statt (weil der Kleine drauf besteht und Druck macht) und den großen hat er fallen lassen wie eine heiße Kartoffel.
Hinsichtlich meines jüngeren Sohnes richtete ich die Beistandschaft seitens des Jugendamtes ein und das war auch gut so (Unterhaltszahlungen kamen nämlich nicht freiwillig), aber der Große war halt nun schon 18 Jahre alt.
Die zuständige Sachbearbeiterin riet mir dringendst einen Beratungshilfeschein beim Amtsgericht für ihn zu holen und einen Rechtsanwalt einzuschalten, da alle Äußerungen hinsichtlich seines großen Sohnes absolut gar nichts Gutes erwarten lassen. Und dem war und ist auch so bis heute. Er bezahlt bis heute keinen Cent Unterhalt für seinen großen Sohn. Dennoch hat ihn die Rechtsanwältin vorsorglich in Verzug gesetzt.
Beide ( JA und Rechtsanwältin) erklärten mir, dass WENN überhaupt, dann nicht viel Unterhalt für meinen Großen fließen kann und aufgrund seines Verhaltens bliebe nur der Klageweg.
Genau das möchte aber Sohnemann nicht (er ist doch mein Vater, ich kann ihn doch nicht verklagen).
So und nun stehe ich da mit meinem Halbtagsjob (und einem Nettoverdienst von 820 Euro), einem gemeinsamen Haus aus Ehezeiten, worum man(n) sich natürlich auch nicht kümmert, mit massig Schulden an der Backe (das ich jetzt vorerst vermietet habe, bis geklärt ist was damit geschieht, so ist zumindest das Darlehen abgesichert und keiner von uns geht verschuldet aus der Ehe), einer Mietwohnung (4-Zimmer, weil man die Beiden nicht zusammenlegen kann) und 2 Kindern, von denen ich mit meinem Mini-Verdienst eines alleine unterhalten muss.
Sprich Wohnraumabsicherung (er kommt ja an den Wochenenden, den Schulferien, bei Krankheit und Brückentagen immer nach Hause), medikamentöse Versorgung, Einkleiden, Hygieneartikel und Kosmetika, Handy (das er mich jederzeit erreichen kann) etc. alles was "Kind" halt so braucht.
Die Wohngruppe des Großen wird über die ambulante Jugendhilfe finanziert, so dass mir zumindest das Kindergeld verbleibt, aber das reicht einfach hinten und vorne nicht.
Seit einem Jahr renne ich von Pontius nach Pilatus und frage mich von Behörde zu Behörde durch, wo er evtl. Anspruch auf Unterstützung geltend machen könnte, aber niemand fühlt sich zuständig. Man schickt mich von einer Behörde zur anderen und von einem Sachbearbeiter werden wir zum nächsten Sachbearbeiter weiter geschoben ohne das jemals etwas dabei heraus gekommen wäre.
Mittlerweile bin ich nicht nur nervlich sondern auch finanziell am Ende und weiß einfach nicht mehr weiter.
Hat vielleicht irgend jemand einen Rat für mich und weiß wo ich hin kann in meiner Situation?
Hätte ich dieses blöde Haus nicht an der Backe hätte ich längst ergänzende Hilfe zum Lebensunterhalt oder Wohngeld beantragt, aber ich vermute mal nicht, das dies mit einem Haus im Hintergrund funktionieren wird.
Wie gesagt ich weiß nicht weiter, das Wasser steht mir bis zum Hals.
Viele Grüße Wolfsmutter (deren Kampfesgeist gerade irgendwie untergegangen ist)
