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Vorstellung und Beförderungsschwierigkeiten

mama1968 05.09.2012, 04:04#1
Hallo:winke:,

mein Sohn ist schon 22 Jahre und wir haben schon vieles hinter uns. Er ist geistig Behindert und hat leider auch organische Probleme, weshalb es des öfteren im Krankenhaus liegt. Na klar, hebt er seinen Finger wenn es noch die üblichen Erkrankungen folgen, diese gehen auch nicht immer ohne Probleme an uns vorbei. Außerdem kommt noch dazu, das er nicht spricht . Nur seine Eigene Zeichensprache macht, hat aber das komplette Sprachverständnis und fühlt vieles schon im voraus.

Ab dem 10. Lebensjahr war er in St. Vincenzstift Rüdesheim für 11 Jahre. Es hat fast alles super geklappt.

Seit letztes Jahr lebt er jetzt in ein Wohnheim und geht in einer Tagesföderstätte. Und nun stoße ich an meine Grenzen.

Seit letztes Jahr habe ich wenige berurighte Minuten. Im Wohnheimklappt es solala. In der Werkstatt ist es super. Jetzt kommt der Knaller, wo ich nicht weiß was los ist und ich das Problem lösen soll.

Die Busfahrt von Werkstatt ins Wohnheim ist schlimm :wand:. Unser Sohn soll- macht des öfteren sein Unmut klar. ER, laut Aussage des Busfahrer (VITO-Bus)soll gegen die Scheibe hämmern und auch anspuken. Außerdem soll er sogar den Fahrer ins Lenkrad gegriffen haben. So etwas hat er bis dahin noch nie gemacht. Spucken kann er nicht, das wissen wir alle- er Seibelt dann extrem. Extrem gegen die Scheibe hauen kenne ich nicht so, aber er zeigt mir schon mal ernergisch das er wo anders hin will. Jetzt kommt erst noch die Folgen. Der Fahrdienst verweigert die Beförderung von unseren Sohnes und dann kann er auch nicht mehr arbeiten gehen. Seit ein Jahr wohnt er ja nur 20 km von uns, aber wir können Ihn nicht immer von Werkstatt ins Wohnheim fahren. LWV haben wir auch schon angefragt was wir machen können? Diese zucken nur mit der Schulter und sagen das die Werkstatt für die Beförderung schon Geld dafür erhalten. Die Werkstatt will Ihn nur noch eins zu eins befördern, dafür steht leider kein Geld zu Verfügung und auch kein Personal (Zur Zeit).

:kopfkratz:WER HAT EINE IDEE FÜR UNS. :kopfkratz:

in den nächsten Tagen wird mein Mann die Tour mal mitfahren und schauen was da los ist und was vielleicht der Auslöser sein könnte. WIR WISSEN ES NICHT MEHR.

Ihr wundert Euch das es fast ein Jahr so ging. Wir haben schon einiges deswegen hinter uns und zusätzlich war er die letzten 8 Wochen krank mit Krankenhausaufenthalt. Er hat mir auf seiner Art versprochen still sitzen zu bleiben und was passierte gleich bei der erste Heimfahrt. Ein sogenannter Aussetzer. Jetzt darf er wieder nicht arbeiten gehen.

Zum erstenmal im meinen Leben finde ich keine Lösung und das macht mich sehr traurig, was ich sonst nicht bin- das Gegenteil.

Über positive erfahrungsberichte von Euch würde ich mich sehr freuen.

Gute Nacht.
Inge 05.09.2012, 08:13#2
AW: Vorstellung und Beförderungsschwierigkeiten

Hallo mama1968,

schön, dass Du hierher gefunden hast - herzlich willkommen! :-)
Solche "Brüche" gibt es leider immer wieder im Leben unserer Kinder, und wenn diese nicht sprechen können, ist die Situation ganz schwierig.
Einen ersten und sehr guten Schritt habt Ihr schon gemacht, indem Ihr auf das Problem zugeht und es tatkräftig lösen wollt. Das Mitfahren im Bus ist eine sehr gute Idee, und es würde mich freuen, wenn Du hier schreibst, wie es bei Euch weitergeht.
barbara17 05.09.2012, 13:45#3
AW: Vorstellung und Beförderungsschwierigkeiten

Hallo Mama1986,
gab es irgendeine Veränderung vor einem Jahr? Neuer Busfahrer, neue Mitfahrer, ein Wechsel im Personal der Werkstatt? Für nichtsprechende Menschen (meine Tochter gehört auch dazu) ist es sehr schwierig Probleme die sie haben auch klar zu machen. Sie sind der Situation ausgeliefert und reagieren mit dem was sie haben - mit Körpereinsatz. Mich hat vorallem damals wütend gemacht das nicht nach den Hintergründen gefragt wurde und wir Eltern wieder in die Bittstellerhaltung zurückgedrängt werden. Mir hat mal in einer solchen Situation geholfen eine Verbündete (was eine Mitarbeiterin der Werkstatt) zu suchen und dann gab es ein Gespräch mit dem Fachdienst der Werkstatt. Kannst du dir so was vorstellen? Vielleicht muss auch der Kreis größer gezogen werden, es ist ein Suche aber meistens wird man fündig. Wie hat dein Sohn eigentlich die Klinikaufenthalte wegesteckt? Hab bei meiner Tochter festgestellt das mit dem Alter auch ihre Empfindsamkeit gestiegen ist und sie dann auch mit Verhaltensauffälligkeit reagiert hat. Kann das bei euch auch der Fall sein?
LG Barbara
mama1968 08.09.2012, 12:38#4
AW: Vorstellung und Beförderungsschwierigkeiten

Hallo Barbara 17,
vor einen Jahr hat sich alles für unseren Sohn sich verändert. Er ist total aus seiner gewohnter Umgebung heraus genommen worden. Da er jetzt in eine Wohnheim wohnt. Vorher war es ein Internat für Schulpflichtige. Da er letztes Jahr Schulentlassung hatte, durfte er nicht mehr da wohnen. Das haben wir uns auch schon gefragt, ob er es so verarbeitet. Uns gegenüber ist es immer der starke Bub, damit wir nicht traurig werden.

Der Klinikaufenthalt war diesmal sehr angenehm. Er hat alles mitgemacht und sich wie sonst verweigert. Wir waren ja rund um die Uhr wieder dabei. Danach durfte er noch bei uns 6 Wochen bleiben. Das hat Ihn natürlich gefallen.

Letzten Sonntag aber mußter es wieder ins Wohnheim. Er war damit einverstanden. Auch er mußte mal wieder arbeiten gehen.

Werde das Forum noch mitteilen, wie es nun weiter geht mit Ihn. Bin auf den Montag gespannt. Vielleicht soll ich bei FFH wünsch Dir was mitmachen.:gruebel:

Ein Fahrdienst für unseren Sohn:grins:

Bis bald:winke:
mama1968 20.09.2012, 06:27#5
Beförderungsschwierigkeiten

Hallo:winke:

mein Mann ist mit dem Bus mitgefahren und hat sich mit den Busfahrer ausführlich Unterhalten. Er zeigte Ihm an welche Kreuzung unser Sohn unruhig wird und das er sich dann hinein steigert bis er ins Wohnheim ist. Die Kreuzung ist mir sehr bekannt. Rechts fährt man in unsere Richtung auf die Autobahn, also nach Hause und links geht es ins Wohnheim. Jetzt hoffen wir es, das es nur dieses Problem ist.
Die Werkstatt hat sich gleich einiges einfallen lassen, damit er ruhig im Bus bleibt. Die Werkstatt steht voll hinter unseren Sohn und gibt Ihn nicht gleich auf. Das ist, war bis jetzt noch immer unser Hoffnungsschimmer. Einige Tage hatte er auch Einzelfahrten.

Mit dem Wohnheim müssen wir uns noch auseinander setzen. Da stimmt irgendetwas nicht. Aber was? Auch dieses Problem werden und müssen wir lösen. Erstmal Luftholen und dann geht es weiter.

Drückt uns die Daumen das es weiterhin es klappt. Jetzt ist er mal für zwei Tage zu Hause, wegen="=.
DRW Kempten/Oberallgäu 23.10.2012, 14:50#6
AW: Vorstellung und Beförderungsschwierigkeiten

Hallo Zusammen,
wenn bei den Fahrten mit dem Bus zur und von der Arbeit weiterhin Probleme auftauchen, können Sie eine Wegbegleitung beim zuständigen Sozialamt (gleicher Kostenträger wie Heim) beantragen. Falls es Probleme im Wohnheim gibt, empfehle ich ein offenes Gespräch mit Wohngruppen/-hausleitung, Bezugsbetreuer oder Fachdienst. Je offener und direkter desto besser, denn es geht ja schließlich um ihr Kind und sein Wohlbefinden.
Weiterhin viel Erfolg!

Katharina Baur
mama1968 25.10.2012, 19:50#7
AW: Vorstellung und Beförderungsschwierigkeiten

Hallo,

danke für die Information.

Vor drei Wochen war es ganz schlimm. Er hat sich so reingesteigert, schon beim losfahren- das der Bus angehalten hat und der Busfahrer Ihn beruhigen wollte. Das klappte überhaupt nicht. Statt dessen ist er aus den Bus gestiegen und ist einfach über eine sehr befahrende Straße gelaufen. Das gleich zweimal bei dieser fahrt. Ich weiß nicht was mit Ihm los ist, jetzt habe ich Angst das ich einen Anruf erhalte von der Polizei oder Krankenhaus.

Anschließend war er wieder krank für zwei Wochen, da er mitbekommen hat dass er nur Arbeiten gehen darf, wenn die Eltern die Heimfahrt organiesieren. Das geht uns jetzt doch zu weit. Der Fahrdienst hat während seiner krankheit eine Begleitung Organisiert, aber nur bis Weihnachten. Was kommt nun???

Wir haben jetzt endgültig für uns endschieden, das wir ein neues Wohnheim suchen. Wir haben schon so viele Gespräche geführt, bloß kamen wir nie zu einem Ergebnis .

:unsicher:
Igendwann muss das doch ein Ende finden.

:winke:
Bis bald